Der Wettbewerb der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen für die besten barrierefreien deutschsprachigen Webseiten startet mit neuen Kategorien und höheren Mindestanforderungen. In den vergangenen Jahren orientierten sich die Kategorien an den Funktionen der eingereichten Webseite, denn davon hing in der Regel ab, welche Internet-Techniken eingesetzt wurden.
Mittlerweile nutzen aber fast alle Webseiten eine Kombination verschiedener technischer Lösungen. Deshalb wurden für die BIENE 2010 neue Kategorien gebildet. Entscheidend sind jetzt die Tätigkeitsbereiche der Teilnehmer:
- Unternehmen (Öffentliche und private Unternehmen, private Bildungseinrichtungen)
- Organisationen (Verbände, Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen)
- Verwaltung (Kommunen, Bundes- und Landesbehörden, öffentliche Bildungseinrichtungen)
- Tagesaktuelle Medien
Außerdem haben die Veranstalter die Mindestanforderungen für die Teilnahme erhöht. Webseiten, die sich um eine BIENE bewerben, müssen es Nutzerinnen und Nutzern mindestens ermöglichen, einen Transaktionsvorgang, beispielsweise eine Anmeldung oder eine Abfrage, einen Einkauf oder eine Buchung komplett barrierefrei abzuwickeln. Entscheidend ist, dass der Transaktionsvorgang dem Kern des Angebots entspricht, das heißt eine Dienstleistung umfasst, die die Nutzerinnen und Nutzer bei einem Webangebot dieses Typs in der Regel erwarten können.
Wenn diese erfüllt sind, ist es grundsätzlich auch möglich, Teillösungen einzureichen. Eine Ausnahme machen die Veranstalter für Angebote tagesaktueller Medien. Diese müssen nicht zwingend einen Transaktionsvorgang enthalten. Um in dieser Kategorie anzutreten, müssen die Angebote von einer eigenständigen Vollredaktion gepflegt werden. Das heißt, dass wesentliche Teile des Mediums durch Redakteure dieses Mediums selbst erstellt werden und nicht von anderen Seiten übernommen werden.
Wie in den vergangen Jahren entwickeln die Veranstalter das Testverfahren und den Kriterienkatalog des Wettbewerbs gemeinsam mit dem Fachlichen Beirat weiter.
Ob Anbieter bei der Gestaltung ihrer Webseite die Grundlagen der barrierefreien Gestaltung berücksichtigt haben, können Interessenten bereits vorab auf der Webseite des Wettbewerbs unter http//www.biene-wettbewerb.de anhand von neun Basisanforderungen überprüfen, die die Veranstalter gemeinsam mit dem Fachlichen Beirat auf Grundlage des BIENE-Kriterienkatalogs ausgewählt haben. Dort können Anbieter und Agenturen auch ihre Webseiten bis zum 15. Juli 2010 zum Wettbewerb anmelden. Zudem haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, Webseiten, die sie im Sinne der Barrierefreiheit für vorbildlich halten, für eine BIENE vorzuschlagen.