Hermann Maurer: Das Paranetz (Freya Verlag, www.freya.at) (2004)
rezensiert von Thomas Schauer

Derzeit plagt uns die Sorge, wie wir mehr Menschen vom Internet begeistern können und wie wir die Skeptiker dazu bewegen können, sich der neuen Medien zu bedienen. Doch irgendwann wird eine fast 100%ige Abdeckung erreicht sein und die Menschheit wird sich in einer ganz neuen Situation und in ganz neuen Abhängigkeiten befinden.
Professor Hermann Maurer, international renommierter Wissenschaftler an der TU Graz, hat sich mit der Problematik der weltumspannenden Netze beschäftigt und anstatt trockene Szenarios aufzuschreiben hat er einen Roman verfasst.
"Das Paranetz" beschäftigt sich mit dem größten anzunehmenden Unfall, dem Zusammenbruch der weltumspannenden Computernetze - im Jahr 2080, einer Zeit, in der die Menschheit sich so auf die neue Technologie eingestellt hat - vom intelligenten Haus bis zum intelligenten persönlichen Assistenten - dass sie ohne die Netze nicht mehr leben kann.
"Nichts geht mehr" ab dem 9. Juni 2080 und die menschliche Zivilisation stürzt in eine unvorstellbare Krise. Dabei stellt Hermann Maurer nicht nur die Abhängigkeit von der Technologie dar, sondern auch die zu erwartenden Handlungsweisen der Menschen, denn mit den Netzen verschwinden auch die bisherigen Regierungssysteme.
Ein von der ersten bis zur letzten Seite hochgradig spannendes, unterhaltsames und gleichzeitig sehr ernstzunehmendes Buch. Mehr Informationen zur Reihe Xperten sind unter
http://www.iicm.edu/Xperten erhältlich.
Im Angebot der SDC seit 27.05.04 (tsc)