> Literaturtipps
Internet - Nutzungsbeispiele aus vielen Wissensbereichen
von MitgliederInnen des AK Senet
ZAWiW, Ulm (2002)
rezensiert von Erwin Hutterer
Das World Wide Web besteht aus mehreren Millionen Seiten und wächst weiterhin stetig. Die Schwierigkeit, sich in diesem Dschungel zurecht zu finden, schreckt viele ab, die bisher noch nicht an diesem Netz partizipieren. Sie fühlen sich schlicht überfordert, in dieser Informationsflutwelle unterzugehen. Insbesondere die Zielgruppe „ältere Menschen“, der häufig das Attribut angeheftet wird, sich nicht an Neuerungen anpassen zu wollen und technik-/fortschrittsfeindlich zu sein, benötigt hier besondere Unterstützung, um dieser Gefahr vorzubeugen.
Erschwerend kommt hinzu, dass der richtige Gebrauch von Suchmaschinen gerade von Surf-Neulingen auch erst erlernt werden muss und damit der vielleicht erwartete oder befürchtete Frust bei deren Benutzung erst recht eintritt.
Dieser Hintergrund war den Machern dieser Broschüre, der Projektgruppe „Thematische Zugänge zum Internet“ durchaus bewusst. Sie sind alle selbst aktiv im Arbeitskreis „Seniorinnen/Senioren und Internet“ (SENET) am Zentrum für Allgemeine Wissenschaftliche Weiterbildung (ZAWiW) der Universität Ulm, als aktiver Seniorstudierenden oder als begleitende/r Mitarbeiter/innen und die Broschüre entstand aus den Erfahrungen der täglichen Arbeit (Zitat aus dem Vorwort): „Grund und Motivation für die Zusammenstellung war die Erkenntnis, dass Menschen im „dritten Lebensalter“, die sich mit dem Internet befassen, immer wieder Hilfe in Form von Wegweisern und Orientierungshilfen durch das Netz der Netze benötigen.“
Doch was erwartet den/die Leser/in nun konkret:Neunundzwanzig Artikel, zugeordnet in neun Kategorien stellen auf insgesamt 127 Seiten im wesentlichen kommentierte Linklisten vor.
Soweit die nackten Zahlen. Welche Inhalte finden sich konkret: Ganz vorne stehen zwei Artikel, die das Problem „Suchen und Finden im Netz“ abhandeln und die wichtigsten Links zu Suchmaschinen und zu Literaturrecherchen auflisten. Dann geht die Broschüre auf Themen ein, von denen man davon ausgehen kann, dass innerhalb der Zielgruppe der Senior/innen ein großes Interesse dafür besteht. Z.B.: Sprachen und Reisen, Frauen, Medizin und Gesundheit, Medien, um nur einige zu nennen.
Natürlich kann eine solche Auswahl nur willkürlich sein und erhebt bestimmt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Aber hilfreich ist sie allemal – und in gewissen Grenzen auch übertragbar auf andere, in dieser Broschüre nicht behandelte Themen, weil sie doch klarmacht, welche Gedankengänge einem bei einer thematischen Suche im Netz möglicherweise eher hilfreich sein werden als andere.
Für Kenner der Materie liegt das Manko einer solchen Broschüre natürlich auf der Hand: Inhalte und Adressen im Internet verändern sich oft überraschend schnell. Das kann natürlich dazu führen, dass der ein oder andere Link, auf den hingewiesen wird, möglicherweise bereits nicht mehr funktioniert. Damit müssen alle Autor/innen leben, die solche Informationen in ihre Werke einbauen.
Doch sind einige Artikel auch bereits an sich – auch ohne Nutzen der Links - so informativ, dass sie eine Lektüre wert sind. Außerdem versuchen die Autor/innen, ihr Werk ständig zu aktualisieren. Das zeigt sich auch in einer stark begrenzten Höhe der Auflage und in der Geschwindigkeit, mit der überarbeitete Neuauflagen gemacht werden. Die Erstauflage war im März 2001, im März 2002 erschien bereits die dritte Auflage und im Moment wird an einer vierten Auflage gearbeitet.
Im Angebot der SDC seit 22.04.02 (mam)
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