Über den Beitrag öffentlicher Internetzentren zur Erwachsenenbildung in Europa
Die Ergebnisse eines von der Europäischen Kommission im Rahmen des Socrates Grundtvig Programms finanziell unterstützten transnationalen Projekts wurden nun veröffentlicht. Während der zweijährigen Zusammenarbeit konnten sich die sechs beteiligten europäischen Projektpartner, die bereits in verschiedener Weise mit der Förderung von Medienkompetenz beschäftigt waren, über Methoden austauschen und ihre Erfahrungen teilen.
Dabei konnten folgende Probleme herausgestellt werden:Es herrscht kaum Austausch zwischen öffentlichen Internetzentren auf europäischer Ebene über bereits bewährte Verfahren. Es bedarf anwendbarer Instrumente zur Bewertung und Qualitätssicherung der Arbeit und Arbeitshilfen, um die jeweiligen Dienstleistungen diskriminierungsfrei allen Zielgruppen anbieten zu können.
Im Rahmen des Projektes wurde ein Vergleich der pädagogischen Vorgehensweisen in öffentlichen Internetzentren durchgeführt, verschiedene bewährte Verfahren zur Medienkompetenzvermittlung und Erwachsenenbildung wurden erfasst. Die Daten wurden in den fünf Ländern der Projektpartner gesammelt (Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, Tschechische Republik), die Erkenntnisse sind potenziell auch auf andere europäische Regionen oder Länder übertragbar. Aus den ermittelten Daten wurden mehrsprachige Leitlinien für die Einführung und Umsetzung von Qualitäts- und Bewertungsmethoden in öffentlichen Internetzentren entwickelt.
Weiterhin wurde eine mehrsprachige Arbeits- und Schulungshilfe für die Förderung von diskriminierungsfreien Verfahren in öffentlichen Internetzentren entwickelt, die in elektronischer und gedruckter Form zur Verfügung steht. Für den Vergleich des diskriminierungsfreien Zugangs zu öffentlichen Internetzentren in den am Projekt teilnehmenden Ländern konnte für in Deutschland auf die Datenbank öffentlicher Internetzugangs- und Lernorte der
Internetzugangs- und lernorte der Stiftung Digitale Chancen zurückgegriffen werden.
Die Hauptergebnisse des Projektes und weitere Informationen und Materialien werden auf der mehrsprachigen Internetseite
www.pic-project.eu zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse des Projektes stellen eine handlungsorientierte Unterstützung für Betreiber und Mitarbeitenden von öffentlichen Internetzentren dar. Gleichzeitig zeigen sie die Bedeutung öffentlicher Internetzugangsorte für die Überwindung der Digitalen Spaltung auf und belegen die Notwendigkeit weiterer Förderung für entsprechende Initiativen.
Die am Projekt beteiligten Partner sind die Bildungsorganisation La Ligue de l'Enseignement aus Frankreich, die Kultur- und Freizeitorganisation ARCI - Association of Social Promotion aus Italien, die Stiftung Fundación Ciudad de Viladecans sowie die Universität Barcelona aus Spanien, die Organisation für Internetzugang Centrum Internetu aus Tschechien und der AWO Bundesverband aus Deutschland.
Im Angebot der SDC seit 11.03.08 (sbe)