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Beiträge aus den Bereichen Medienpädagogik, Kommunikationswissenschaft, Migrationsforschung, Jugendsoziologie, interkulturelle Pädagogik und JugendmedienschutzDie vorliegende Publikation "Interkulturell mit Medien" ist im Rahmen der gleichnamigen interdisziplinären Fachtagung im November 2007 erschienen. Neben Expertinnen und Experten, die an der Veranstaltung teilgenommen haben, konnten weitere einschlägige Autorinnen und Autoren dafür gewonnen werden, die Rolle der Medien für Integration und interkulturelle Verständigung zu erörtern.
Es werden Fragestellungen behandelt, wie inwiefern herkunftskulturelle Bedingungen zu Differenzen im Medienhandeln führen und wie diese einzuschätzen sind. Es wird diskutiert, wie die verschiedenen Mediennutzungsmuster Verständigung oder interkulturelles Denken und Handeln fördern können und welche medienpädagogischen Bestrebungen notwendig sind, um mehr Aufschluss über das interkulturelle Leben mit Medien zu erhalten, bzw. dies effektiv zu fördern.
Die aktive Gestaltung von Medien fördert die Kreativität der jungen Nutzerinnen und Nutzer – der Erwerb von Medienkompetenz kann gerade bei bildungsfernen jugendlichen Migrantinnen und Migranten die Chance auf mehr Partizipation an der Gesellschaft ermöglichen. Das Internet bietet viele Möglichkeiten der Information und Orientierung sowie der Kommunikation – so können Beziehungen in anderen Ländern gepflegt und soziale Netzwerke zum Herkunftsland aufrechterhalten bzw. neue Kontakte geknüpft werden.
Im ersten Teil von "Interkulturell mit Medien" werden die Lebenswelten und Perspektiven junger Migrantinnen und Migranten in Deutschland thematisiert, welche die Rahmenbedingungen für ihr Medienhandeln bestimmen. Dazu gehören Probleme bei der Identitätsfindung, wenn die Jugendlichen zwischen unterschiedlichen Kulturen stehen, die sie vereinbaren müssen oder ‚Startschwierigkeiten’ im schulischen Alltag.
Der folgende Abschnitt behandelt Medien als Sozialisationsfaktor für Heranwachsende und gemeinsame bzw. unterschiedliche Nutzungsweisen aufgrund ihrer Herkunftsmilieus. Die Nutzung hängt in erster Linie von dem jeweiligen Bildungsstand und dem ökonomischen und sozialen Hintergrund der Jugendlichen ab – ihre Herkunftskultur setzt lediglich zusätzliche Akzente. Somit bieten Medien die Chance, Benachteiligung und Ausgrenzung zu überwinden und haben eine besondere Bedeutung für Integrationsprozesse. Es wird weiterhin über Medien als Mittel interkultureller Verständigung und die Rolle der Familie bei der Aneignung von Medien berichtet.
Teil Drei thematisiert medienpädagogische Konzepte für die interkulturelle Arbeit. Neben Aspekten des Jugendmedienschutzes wird die Förderung von Medienkompetenz der jungen Nutzer fokussiert, um sie vor Risiken zu bewahren und zu einem sicheren Umgang zu befähigen. Es werden weiterhin die kreativen Potenziale für die interkulturelle Medienarbeit mit Fotografie, Video und Audio aufgezeigt.
Um die vielfältigen Möglichkeiten im medienpädagogischen Bereich effektiv nutzen zu können, bedarf es weiterer Forschung zum Mediengebrauch von Migrantinnen und Migranten, um gezielter auf die Zielgruppe eingehen zu können. Menschen mit Migrationshintergrund zählen aufgrund struktureller Benachteiligungen häufig zu den so genannten bildungsbenachteiligten Schichten. Gerade die aktive Medienarbeit kann dabei helfen, diese Benachteiligungen auszugleichen.
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