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Downloads zum Themenbereich Mediennutzung allgemein

Pew Internet & American Life Project: 53 Prozent der 18- bis 29-Jährigen spielen Handyspiele

von: Yvonne Zerbe
Quelle: Pew Internet & American Life Project vom 18.08.11


Das Pew Internet & American Life Project, ein Projekt der Non-Profit-Organisation Pew Research Center, hat eine aktuelle Studie zum Thema "Americans and their cell phones" (Amerikaner und ihr Mobiltelefon) veröffentlicht. Zur Datenerhebung wurden 2.277 erwachsene US-Amerikaner zwischen April und Mai 2011 befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass 83 Prozent der US-Amerikaner ein Mobiltelefon besitzen und das Gerät für vielfältige Möglichkeiten nutzen: 73 Prozent versenden Textnachrichten, 54 Prozent versenden Videos oder Fotos und 44 Prozent nutzen das Handy für den Internetzugang. Zudem verwenden 31 Prozent das Handy, um damit Apps zu downloaden und 26 Prozent sehen sich damit Videos an.

Die Altersstruktur der Mobiltelefonbesitzer zeigt: 95 Prozent der 18- bis 29-Jährigen senden oder empfangen Textnachrichten, ebenso 85 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 24 Prozent der Nutzergruppe 65 Jahre und älter. Außerdem sind 64 Prozent der 18- bis 29-Jährigen mit dem Handy im Internet. Auch nutzen 54 Prozent der 30- bis 49-Jährigen sowie 26 Prozent der 50- bis 64 Jährigen das Handy, um ins Netz zu gehen. Zum Vergleich: In der Nutzergruppe derjenigen, die 65 Jahre alt und älter sind, gehen nur 10 Prozent mit dem Gerät ins Netz. Auch Online- und Offlinespiele werden gerne von den jüngeren Nutzern mit dem Mobiltelefon gespielt: 53 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen dieses Angebot, ebenso 44 Prozent der 30- bis 49-Jährigen. In der Nutzergruppe der 50- bis 64-Jährigen haben 18 Prozent Interesse daran, mit dem Mobiltelefon Spiele zu spielen und in der Gruppe 65plus sind es 7 Prozent.

Die Studienexperten haben durch eine Anzahl von Fragen ermittelt, welche unterschiedlichen Erfahrungen Nutzer mit ihrem Gerät gemacht haben: So nutzen 42 Prozent der Befragten das Gerät, wenn sie gelangweilt sind und 40 Prozent konnten sich dank des Mobiltelefons bereits aus einer Notlage befreien. 29 Prozent der Nutzer schalten außerdem ihr Gerät hin und wieder ab, um sich davon eine Pause zu gönnen. Die Gewohnheiten der Nutzer zeigen je nach Altersgruppe unterschiedliche Ausprägungen: 70 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen ihr Mobiltelefon, wenn sie sich langweilen oder zur Unterhaltung. Zum Vergleich: In der Altersgruppe derjenigen, die 65 Jahre alt und älter sind, nutzen 7 Prozent ihr Gerät für diese Zwecke. Zudem schalten 32 Prozent der 18- bis 29-Jährigen ihr Gerät ab, wenn sie davon eine Pause brauchen. Ebenso wie 26 Prozent der 50- bis 64-Jährigen und 23 Prozent der Nutzergruppe 65plus.

Die Forscher der Untersuchung haben auch den Smartphone-Besitz der Befragten näher beleuchtet. Dabei wird deutlich, dass 35 Prozent der US-Amerikaner ein solches Gerät besitzen und auch gerne die vielfältigen Möglichkeiten ausnutzen: 92 Prozent nutzen das Gerät, um Textnachrichten zu erhalten oder zu versenden und 84 Prozent gehen mit dem Smartphone ins Internet. 64 Prozent der Besitzer eines solchen Gerätes spielen gerne Online- und Offlinespiele und 59 Prozent nutzen mit dem Smartphone ein soziales Netzwerk und nehmen Eintragungen an ihrem Profil vor. Zudem heben sich die Erfahrungen der Smartphone-Nutzer in einigen Punkten von denen der Mobiltelefonnutzer ab: 72 Prozent der Smartphone-Besitzer nutzen ihr Gerät, wenn sie gelangweilt sind und 36 Prozent sind frustriert über das langsame Download-Tempo. Zudem hatten 34 Prozent Probleme, Dinge umzusetzen, da sie ihr Smartphone nicht bei sich hatten. Weitere Informationen zur der Studie "Americans and their cell phones" entnehmen Sie bitte dem englischsprachigen Download.



Download vorhanden  "Pew Internet & American Life Project: 53 Prozent der 18- bis 29-Jährigen spielen Handyspiele" herunterladen
(pdf, 0.989 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.pewinternet.org/


Im Angebot der SDC seit 18.08.11 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Internationale Aspekte, Mediennutzung allgemein, Internetzugang, Internetdienste, Internet, Mobile Nutzung, WLAN/Hotspots





Studie: Gründe und Ursachen für die Nichtnutzung von Bibliotheken

Quelle: Deutscher Bibliotheksverband e.V., Institut für Lese- und Medienforschung (Stiftung Lesen) vom 27.04.12

Öffentliche Bibliotheken ermöglichen den Zugang zu Bildung und Kultur für Menschen aller Generationen und jeder Herkunft. Sie haben ein breites Dienstleistungsspektrum und reagieren zeitnah auf alle neuen Entwicklungen auf dem Medien- und Informationsmarkt. Nahezu jeder Dritte ab 14 Jahren hat im vergangenen Jahr das Angebot Öffentlicher Bibliotheken genutzt. Das ergab eine repräsentative Befragung von 1.300 Personen zwischen 14 und 75 Jahren, die vom Deutschen Bibliotheksverband e.V. und dem Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen mit Förderung vom Bundesbeauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien durchgeführt wurde. Erstmals wurde darin untersucht, warum viele Jugendliche und Erwachsene keine öffentliche Stadt- oder Gemeindebibliothek (mehr) nutzen und welche Möglichkeiten es gibt, sie (zurück-) zugewinnen.

Ziel war es, detaillierte, empirisch fundierte und flächendeckende Erkenntnisse über die Gruppe der Nichtnutzer und deren Gründe für die Nichtnutzung zu gewinnen. Die Rückschlüsse und Empfehlungen können Bibliotheken bei der Entwicklung individueller Ansprachen und Angebote für die verschiedenen Zielgruppen unterstützen, um Nichtnutzer und ehemalig Nutzer gezielter zu erreichen und sie (wieder) in die Bibliotheken zu locken.

In einer computerunterstützten Telefonumfrage durch das Feldinstitut IFAK (Taunusstein) wurden 1.300 Bürger zwischen 14 und 75 Jahren befragt. In die repräsentative Umfrage wurden sowohl Nutzer als auch Nichtnutzer von Öffentlichen Bibliotheken eingebunden, um einen direkten Vergleich zwischen diesen beiden Gruppen zu ermöglichen.

Die Nicht- bzw. Nicht-Mehr-Nutzer wünschen erweiterte Öffnungszeiten, ansprechendere Räumlichkeiten und ein interessanteres Veranstaltungs- und Medienangebot. Am eindrücklichsten ist jedoch, dass sich der frühe Bibliotheksbesuch auszahlt: 62 Prozent der heutigen Bibliothekskunden haben in ihrer Kindheit mit ihren Eltern eine Bibliothek besucht, bei den Nicht- oder Nicht-Mehr-Nutzern sind dies nur 42 Prozent.

Handlungsempfehlungen

Wer in der Kindheit eine Bibliothek besucht hat, bleibt auch in seinem späteren Leben mit höherer Wahrscheinlichkeit Bibliothekskunde. Kinder müssen Bibliotheken also schon früh als selbstverständlichen Treffpunkt erfahren. Es wird daher empfohlen, verbindliche Kooperationsvereinbarungen zwischen Bibliotheken und Schulen sowie Kindergärten zügig weiter auszubauen, damit auch Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern erreicht werden, für die ein Bibliotheksbesuch nicht zum Alltag gehört. Hier ist das Engagement der Länder und Kommunen gefordert. Auch Eltern sollen vermehrt mit niedrigschwelligen Angeboten sensibilisiert und aktiviert werden, die sie in die Bibliothek führen und mit den Bibliotheksangeboten in Kontakt bringen.

Gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass in den digitalen Angeboten ein großes Potenzial liegt, weitere Besucher zu gewinnen. Gezielte Investitionen, die eine stärkere Aktualität der Medien sowie eine größere Auswahl an DVDs, CDs und digitalen Medien gestatten sowie eine höhere Anzahl an Internetarbeitsplätzen sind nur einige von vielen konkreten Maßnahmen, mit denen Bibliotheken ihre Attraktivität gerade für junge Menschen steigern können. Hierin liegt sicherlich auch Potenzial, die 14- bis 19-Jährigen auch über die Schulzeit hinaus an Bibliotheken zu binden.

Eine große Chance Bibliotheksbesucher (zurück-)zu gewinnen liegt auch in längeren Öffnungszeiten am Abend und in der Sonntagsöffnung, was eine aktuelle Bundesratsinitiative zur bundesweiten Sonntagsöffnung von Bibliotheken unterstützt. Auch Räumlichkeiten mit mehr Licht und hellen Farben sowie ein interessanteres Veranstaltungs- und Medienangebot mit ungewöhnlichen Anreizen und Events, das neugierig auf die Bibliothek macht, stehen auf der Wunschliste ganz oben. Gut besuchte Veranstaltungen sorgen für mehr Interesse und positive Mundpropaganda.

Die Einrichtung einer Cafeteria gibt der Bibliothek einen weiteren Anziehungspunkt und macht sie zum Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger. Bei Nichtnutzern, die durch dieses Angebot angelockt werden, kann so ein neues oder wiedergefundenes Interesse geweckt werden.

Image-Defizite in spezifischen Gruppen ernst nehmen: Bibliotheken sollten versuchen, die Realsituation zu verbessern (wo notwendig) und parallel dazu regionale / lokale Imagekampagnen durchzuführen. Hilfreich ist auch eine "Professionalisierung" der Außenauftritte (Flyer, Webseite, Plakate usw.) - dadurch erfolgt eine Aufwertung des Angebots auch nach außen.

Neue Distributionswege von Medien für bestimmte Zielgruppen, wie Lieferungen nach Hause (z. B. Senioren) oder an Packstationen (z.B. für junge Berufstätige) könnten in Pilotprojekten getestet werden.

Eine Kurzfassung der Ergebnisse finden Sie in folgender Zusammenfassung.



Download vorhanden  "Studie: Gründe und Ursachen für die Nichtnutzung von Bibliotheken" herunterladen
(pdf, 0.846 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.bibliotheksverband.de/


Im Angebot der SDC seit 27.04.12 (sbe)

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Bibliotheken, Mediennutzung allgemein






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