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Internetnutzung von Menschen lateinamerikanischer Herkunft stieg um zehn Prozentpunkte

Quelle: Pew Internet & American Life Project vom 23.12.09

Das Pew Internet & American Life Project ist eine Initiative des nichtkommerziellen "Pew Research Centers" und hat gemeinsam mit dem "Pew Hispanic Center" den Report Latinos Online, 2006-2008: Narrowing the Gap"" veröffentlicht. In den USA werden unter dem Begriff "Latino" Menschen verstanden, die ihre Wurzeln in Lateinamerika haben oder deren Muttersprache Spanisch oder Portugiesisch ist.

Die Begriffe "Latino" und "Hispanic" sowie "Einwanderer" haben in dieser Studie die gleiche Bedeutung. Die aktuelle Analyse basiert auf acht Telefoninterviews, die von Februar bis Oktober 2006 und von August bis Dezember 2008 durchgeführt wurden. Insgesamt hatte das "Pew Hispanic Center" 7.554 Erwachsene und das Pew Internet & American Life Project 13.687 Erwachsene interviewt.

Die Studie zeigte: Von 2006 bis 2008 stieg die Internetnutzung von Menschen mit lateinamerikanischen Wurzeln in den USA um zehn Prozentpunkte, von 54 auf 64 Prozent. Im Vergleich dazu stieg der Anteil von weißen US-Amerikanern, die im Netz surften, um vier Prozentpunkte und der Anteil von Afroamerikanern, die online waren, um nur zwei Prozentpunkte. In 2006 gaben 31 Prozent der Erwachsenen mit lateinamerikanischen Wurzeln, die keinen High School Abschluss aufwiesen an, sie würden immer online sein, in 2008 sagten das schon 41 Prozent von ihnen. Zudem stieg die Internetnutzung von Menschen mit lateinamerikanischen Wurzeln, die weniger als 30.000 Dollar im Jahr verdienten, zwischen 2006 und 2008 um 17 Prozentpunkte.

Dennoch: Der Anteil derjenigen Menschen mit lateinamerikanischen Wurzeln, die zu Hause über einen Internetanschluss verfügten, stieg zwischen 2006 und 2008 nur von 79 Prozent auf 81 Prozent an. Zum Vergleich: 2006 hatten 92 Prozent der weißen US-Amerikaner zu Hause einen Internetanschluss und 2008 waren es sogar schon 94 Prozent. Zudem besaßen im Jahre 2006 insgesamt 84 Prozent der Afroamerikaner zuhause einen Onlinezugang und 2008 waren es 87 Prozent gewesen.

Die Höhe der Breitbandanschlüsse stieg jedoch für alle drei Nutzergruppen dramatisch an: In 2006 besaßen 63 Prozent der Erwachsenen mit lateinamerikanischen Wurzeln einen Internetzugang mit Breitbandanschluss, in 2008 betrug ihr Anteil 76 Prozent. Für weiße US-Amerikaner stieg die Anzahl der Breitbandanschlüsse von 65 Prozent im Jahre 2006 auf 82 Prozent im Jahre 2008 und bei den Afroamerikanern stieg die Breitbandnutzung von 63 Prozent im Jahre 2006 auf 78 Prozent im Jahre 2008.

Zudem ergab die aktuelle Studie, dass jüngere Menschen mit lateinamerikanischer Herkunft eher dazu neigten das Internet zu nutzen, als ältere Menschen lateinamerikanischer Herkunft: Zwischen Menschen mit lateinamerikanischer Herkunft der Altersgruppe 18 bis 34 Jahre nutzten 77 Prozent das Internet, in der Altersgruppe der 35 bis 49-Jährigen waren es 65 Prozent und in der Altersgruppe der 50 bis 64-Jährigen nur 53 Prozent. Hingegen nutzte ein Viertel der Menschen mit lateinamerikanischer Herkunft, die 65 Jahre alt und älter waren, das Internet. Weitere Informationen zur Studie "Latinos Online, 2006-2008: Narrowing the Gap" entnehmen Sie bitte dem Download, das für Sie bereit steht.



Download vorhanden  "Internetnutzung von Menschen lateinamerikanischer Herkunft stieg um zehn Prozentpunkte" herunterladen
(pdf, 0.315 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://pewhispanic.org/reports/report.php?ReportID=119


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Internationale Aspekte, Bürgerrechte, Informationsfreiheit, Mediennutzung durch sozial Benachteiligte / Aktivitäten für sozial Benachteiligte, Mediennutzung durch Menschen mit Migrationshintergrund / Aktivitäten für Menschen mit Migrationshintergrund, Technologiepläne (Entwicklung und Umsetzung), Infrastruktur, Neue Technologien, Mediennutzung allgemein, Vernetzung und Kooperation, Personalbeschaffung





"Teens and Sexting": 4 Prozent der Jugendlichen verschicken von sich anzügliche Nacktfotos per SMS

von: Yvonne Zerbe
Quelle: Pew Internet & American Life Project vom 16.12.09


Das Pew Internet & American Life Project ist eines von sieben Initiativen des Pew Research Centers. Diese Non-Profitorganisation stellt Informationen zu Themen oder Trends bereit, die US-Amerika und die restliche Welt betreffen und hat jetzt Studie "Teens and Sexting" veröffentlicht. Inhaltlich wird beleuchtet, wie Teenager mit dem Versenden von SMS, die einen sexuellen Hintergrund haben, umgehen. Das Kunstwort "Sexting" setzt sich hierbei aus den Begriffen "Sexualität" und "Texten" zusammen. Der Report basiert auf Ergebnisse einer Telefonuntersuchung zum Thema "Die Nutzung des Mobiltelefons von Jugendlichen und Erwachsenen", die mit sechs Hauptgruppen in 3 U.S. Städten im Oktober 2009 mit Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren durchgeführt wurde. Die quantitativen Ergebnisse der Untersuchung basieren auf Telefoninterviews, die zwischen Juni und September 2009 mit 800 Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren durchgeführt wurden.

Die Studie zeigte: 75 Prozent aller Jugendlichen besaßen ein Mobiltelefon und 66 Prozent von ihnen nutzten die SMS-Funktion (im englischen Sprachgebrauch auch "texting" genannt). Von den Jugendlichen, die ein Mobiltelefon besitzen, verschickten vier Prozent ein sexuell anzügliches Nacktfoto beziehungsweise ein Foto oder Video mit fast nacktem Körper von sich selber an jemand anderen. Insbesondere Jugendliche, die ihre Handykosten selber tragen, sind bei der Versendung anzüglicher Fotos weniger zurückhaltend: 17 Prozent von ihnen sendeten sexuell andeutende SMS an andere, im Gegensatz zu drei Prozent derjenigen Heranwachsenden, die nicht oder nur teilweise für ihre Handykosten selbst aufkommen müssen.

Im Hinblick auf den Empfang von sexuell anzüglichen Nackt- oder Halbnacktfotos gaben 15 Prozent der 12 bis 17-Jährigen an, bereits solch ein Foto auf ihrem Handy empfangen zu haben. 18 Prozent der älteren Teenager zwischen 14 und 18 Jahren haben solch ein Foto bekommen, jedoch nur 6 Prozent der 12 bis 13-Jährigen. Bei Teenagern, die anzügliche SMS versenden und erhalten, spielt das Mobiltelefon eine zentrale Rolle in ihrem Leben: 16 Prozent der Jugendlichen, die regelmäßig SMS versenden, erhielten anzügliche Bilder, jedoch gaben nur 7 Prozent der Jugendlichen, die keine SMS-Funktion nutzen an, solche Fotos zu erhalten.

Interessanterweise gaben 80 Prozent der Jugendlichen, die sexuell anzügliche Inhalte erhalten an, sie würden ihre Telefon nutzen, um Langeweile zu kompensieren, dies sagten auch 67 Prozent der Jugendlichen, die keine sexuellen Fotos oder ähnliches zugesandt bekamen. 68 Prozent der Jugendlichen, die obszöne Fotos erhielten, sagten außerdem, sie würden generell nicht ihr Mobiltelefon ausstellen, wenn sie es nicht wirklich müssten. Dies bestätigten auch 46 Prozent der Jugendlichen, die keine anzüglichen SMS bekamen. Die Experten von Pew Internet & American Life Project fanden außerdem heraus, dass drei generelle Situationen vorherrschen, die das Versenden von SMS mit anzüglichen Bildern bedingen: In einer Situation werden diese Bilder zwischen zwei verliebten Partnern geteilt, manchmal ist "sexting" auch Teil einer experimentellen Phase von Teenagern, die noch nicht sexuell aktiv sind. Manchmal werden auch Fotos mit sexuellem Inhalt an Freunde und Klassenkameraden verschickt, beispielsweise aus Rache am ehemaligen Partner oder aus Sehnsucht nach einer Partnerschaft. Weitere Informationen zum Thema "Versenden von SMS mit anzüglichem Hintergrund unter Teenagern" entnehmen Sie bitte der Studie "Teens and Sexting", die zum Download bereit steht.



Download vorhanden  ""Teens and Sexting": 4 Prozent der Jugendlichen verschicken von sich anzügliche Nacktfotos per SMS" herunterladen
(pdf, 1.027 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.pewinternet.org/Reports/2009/Teens-and-Sexting.aspx?r=1


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Internationale Aspekte, Kunst, Informationsfreiheit, Bürgerbeteiligung, Grund-, Haupt- und Realschulen, Gymnasien, Mediennutzung durch Kinder / Aktivitäten für Kinder, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Kosten des Zugangs, Neue Technologien, Mediennutzung allgemein, Medienpädagogische Konzepte





Studie zum Thema "Mobiler Einkauf": In Deutschland ist das Hauptproblem die unerwünschte Werbung

Quelle: Consumer Focus vom 16.12.09

Die Verbraucherorganisation Consumer Focus, mit Sitz in London hat, eine internationale Studie namens "Pocketshopping" veröffentlicht: Untersucht wird das Thema "Mobiler Geschäftsverkehr", dies beinhaltet den Einkauf von Waren und Dienstleitungen per Mobiltelefon. Ziel der Untersuchung war es, die Einkaufserfahrungen von Mobilfunkgerätenutzern abzuschätzen sowie gute und schlechte Praktiken zu identifizieren. Durchgeführt wurde die Studie von Forschern von Verbraucherorganisationen in elf Ländern zwischen Juli und September 2009. Dazu gehörten unter anderem "The Danish Consumer Council", die Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. - vzbv und das "National Consumer Council (Norway)". Insgesamt haben die Forscher 112 Güter und Dienstleistungen mit ihrem Mobiltelefon gekauft. Die Ergebnisse offenbaren die Notwendigkeit, Marktchancen und Wettbewerb zu steigern und Geschäftspraktiken sowie Verbraucherschutz im Bereich "m-commerce" zu verbessern.

Die Frage, welche Probleme bei "m-commerce" auftreten können, wurde in den einzelnen Ländern unterschiedlich beantwortet: In Deutschland waren die Hauptprobleme unerwünschte Werbung beziehungsweise unerwünschte Newsletter und in Spanien wurden zusätzlich zu diesen Schwierigkeiten fehlerhafte Probleme beklagt. Bei der Frage, ob alle anfallenden Kosten des Einkaufs von der Firma aufgelistet worden waren, gaben die Forscher in Deutschland an, dies sei bei 58 Prozent der Einkäufe der Fall gewesen und zudem wurden alle Posten exakt aufgeführt. In Großbritannien bestätigten die Forscher, dass bei nur 27 Prozent der mobilen Einkäufe alle Kosten aufgelistet worden seien, in den USA war dies hingegen bei 90 Prozent aller Einkäufe der Fall.

Außerdem wurde in der Studie die Frage gestellt, ob der Anbieter dem Käufer im Falle eines Diebstahls des Mobiltelefons entsprechende Anweisungen darüber gab, was zu tun sei. Hier wurde in Deutschland in 83 Prozent der Fälle keine Anweisung erteilt, in Belgien Slowenien oder Großbritannien wurden sogar zu 100 Prozent keine Angaben darüber gemacht. Eine Frage befasste sich zudem damit, ob die Forscher beim Einkauf die Möglichkeit hatten, alle wichtigen Details der Bestellung sofort durchzusehen, noch bevor sie endgültig in Auftrag gegeben wurde: In Deutschland war dies bei 58 Prozent aller Einkäufe möglich, in Großbritannien sogar bei 84 Prozent aller Einkäufe und in Spanien bei 70 Prozent aller Einkäufe.

Eine Frage befasste sich auch damit, ob der Anbieter Angaben zur geographischen Adresse des Unternehmens gemacht hatte. In Deutschland war dies bei 100 Prozent aller Einkäufe der Fall, in Belgien nur bei 73 Prozent der Einkäufe und in Norwegen nur bei 64 Prozent. Eine andere Frage der Untersuchung befasste sich damit, ob der Anbieter Angaben zu Lieferbeschränkungen gemacht hatte. In Deutschland war dies bei 33 Prozent der Einkäufe der Fall, bei 50 Prozent der Einkäufe jedoch gar nicht und bei 17 Prozent der Einkäufe wurde dies nicht exakt aufgelistet. In Slowenien wurden sogar bei 100 Prozent aller Einkäufe keine Angaben dazu gemacht, genauso wie in Kanada. Weitere Informationen zur Studie "Pocketshopping" liefert auch der Download, der für Sie bereit steht.



Download vorhanden  "Studie zum Thema "Mobiler Einkauf": In Deutschland ist das Hauptproblem die unerwünschte Werbung" herunterladen
(pdf, 2.578 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.consumerfocus.org.uk/publications-reports


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Internationale Aspekte, Bürgerrechte, Informationsfreiheit, Verbraucherschutz, Bürgerbeteiligung, Neue Technologien, Mediennutzung allgemein, E-Commerce, Mobile Nutzung





Englische Studie zum Thema "Cyberbullying": 30 Prozent der 11 bis 16-Jährigen wurden im Netz gemobbt

vom 20.11.09

Die englische Organisation Beatbullying setzt sich für die Bekämpfung von Mobbing ein und hat eine Studie zum Thema "Virtuelle Gewalt: Kinder vor Cyberbullying schützen" veröffentlicht. Für die Untersuchung wurden zwischen November 2008 und Februar 2009 insgesamt 2,094 Kinder, die weiterführende Schulen besuchen und aus den englischen Bezirken Cambridge, Essex, Inner London, Kent, Middlesex, Surrey und South Yorkshire kommen, interviewt. Cyberbullying wird in diesem Zusammenhang definiert als die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien, insbesondere Mobiltelefone und Internet, um jemandem absichtlich wehzutun. Dazu gehören unter anderem: Falschmeldungen, Schmähanrufe oder schweigende Anrufe mit dem Mobiltelefon, außerdem beschämende Fotos oder Videos aufnehmen und diese über das Handy oder eine Webseite verbreiten.

Die Untersuchung zeigt, dass 30 Prozent der 11 bis 16-Jährigen Erfahrungen mit unterschiedlichen Formen von Cyberbullying gemacht haben. Ein Viertel dieser Jugendlichen sagte, die Mobbingaktionen seien fortlaufend und nicht nur einmalig gewesen. Die am meisten verbreitete Form von Cyberbullying waren außerdem Falschmeldungen, 18 Prozent der Jugendlichen berichteten darüber, 13 Prozent gaben hingegen an, durch SMS oder E-Mails gemobbt worden zu sein und 8 Prozent der Jugendlichen hatten die Erfahrung gemacht, dass verletzende Kommentare über sie in Sozialen Netzwerken geschrieben wurden.

Laut der Studie erfahren Jugendliche, wenn es zu Cyberbullying kommt, Gewalt durch verschiedene Technologien und durch verschiedene Formen der Qual. Insbesondere fand Cyberbullying auf dem Portal von MSN Messenger sowie im Sozialen Netzwerk Bebo statt.: 18 Prozent der Jugendlichen identifizierten den MSN Service als Medium, durch das sie gemobbt wurden. Da dort sehr viel Bewegung herrscht und die Nutzer sehr schnell im Live-Chat reagieren können, ist dieses Phänomen laut Studie erklärbar.

Ein anderes Phänomen ist die Videoplattform YouTube, die es jedem, der einen Internetzugang hat, möglich macht, ein Video hochzuladen, dass Millionen von Nutzern wenige Minuten später sehen können. Während laut Studie 5 Prozent der Nutzer auf YouTube Mobbingopfer waren, sahen sieben Mal so viele dabei zu, wie andere Nutzer gemobbt wurden. Die Studie gibt bekannt, dass 62 Prozent derjenigen Kinder, die kontinuierlich Cyberbullying erfahren hatten, es als eine Erweiterung des Mobbings, das sie in der Schule oder an öffentlichen Orten erlebt hatten, ansahen. Nur 22 Prozent gaben an, sie seien erstmals per Handy oder das Internet gemobbt worden.

Ein weiteres Charakteristikum von Kindern, die fortwährend Cyberbullying erfahren ist, dass sie das Internet regelmäßig nutzen: Von den 1251 Kindern, die in der Befragung angaben, nie mit den neuen Medien gemobbt worden zu sein, nutzen 65 Prozent das Internet täglich und 29 Prozent nutzten es wöchentlich. Von den 158 Kinden, die angaben, fortwährend Cyberbullying erfahren zu haben, sagten indessen 78 Prozent, sie würden das Internet täglich nutzen und 19 Prozent gaben an, es wöchentlich zu nutzen. Weitere Informationen zur Studie "Virtuelle Gewalt: Kinder vor Cyberbullying schützen" entnehmen Sie bitte dem Download.



Download vorhanden  "Englische Studie zum Thema "Cyberbullying": 30 Prozent der 11 bis 16-Jährigen wurden im Netz gemobbt" herunterladen
(pdf, 0.714 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.beatbullying.org/docs/media-centre/press-releases/Nov09/vir tual-violence-report.html


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Pew Internet & American Life Project: Report zum Thema "Soziale Isolation und neue Technologien"

von: Yvonne Zerbe
Quelle: Pew Internet & American Life Project vom 09.11.09


Das Pew Internet & American Life Project ist ein Projekt des nichtkommerziellen "Pew Research Centers" und hat eine "Pew Internet Personal Networks and Community"-Erhebung veröffentlicht, die sich damit beschäftigt, inwiefern Menschen Internet und Handy in ihr soziales Leben einbinden. Für den Report "Soziale Isolation und neue Technologien" wurden 2.512 kontinentale US-Amerikaner per Telefoninterview befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass US-Amerikaner das Mobiltelefon und das Internet nutzen, um vielfache und weiter ausgedehnte Kontakte zu pflegen. Insbesondere die Nutzung des Internets und die Nutzung Sozialer Netzwerke wie Facebook werden assoziiert mit vielfältigen, sozialen Netzen.

Der Report beschäftigt sich mit der Frage, ob das Internet oder das Mobiltelefon in Zusammenhang damit steht, ob Menschen kleinere oder weniger ausgedehnte Kernbeziehungen haben. Zu den Kernbeziehungen gehören Personen, mit denen wichtige Dinge besprochen werden sowie Personen, die als sehr wichtig im Leben gelten. Laut Studie haben Mobiltelefonnutzer und diejenigen, die online gehen um Instant Messaging zu nutzen, sogar größere soziale Netzwerke. Der Kreis wichtiger Menschen von Handynutzern tendiert dazu, 12 Prozent größer zu sein als das Netzwerk von Nichtnutzern. Diejenigen, die Instant Messaging verwenden, haben Kernnetzwerke, die durchschnittlich 11 Prozent größer sind als von denjenigen, die es nicht verwenden.

Zudem hat der Report untersucht, ob die Netzwerke von Internet und Mobiltelefonnutzern vielfältiger sind: Wissenschaftler haben laut Report des Pew Internet & American Life Project gezeigt, dass die Netzwerke der Amerikaner durchschnittlich aus hunderten von Menschen bestehen. Da es nahezu unmöglich ist, dass jemand alle Personen aufzählt, die er kennt, wurde für die aktuelle Studie der Positionsgenerator als Methode gewählt, um die Vielfalt sozialer Beziehungen zu erforschen. Für den Report wurde eine Liste mit 22 Tätigkeiten, angefangen beim Pagen bis hin zum Vorstandschef eines Unternehmens, verwendet und Menschen wurden dazu befragt, ob sie einen Freund, Bekannten oder Verwandten haben, der eine der Tätigkeiten ausübt. Netzwerkvielfalt wurde dann als Anzahl der verschiedenen Tätigkeiten, in denen jemand eine soziale Bindung hatte, gemessen. Es wurde herausgefunden, dass eine durchschnittliche Person jemanden in etwa 9 der 22 untersuchten Tätigkeiten kennt.

Eine weitere Frage der Untersuchung beschäftigt sich damit, ob die Nutzung des Internets in Zusammenhang steht mit weniger nachbarlichen Kontakten oder einem geringeren Grad der Teilnahme an lokalen, freiwilligen Vereinen. Laut Studie zeigt sich: Wenn das Internet als Medium für nachbarschaftliche Kontakte genutzt wird, beispielsweise durch eine E-Mailliste der Nachbarschaft oder durch ein Forum, tendieren die Teilnehmer dazu, hohes soziales Engagement zu zeigen. So kannten rund 60 Prozent derjenigen, die online ein Nachbarschaftsdiskussionsforum nutzten, so gut wie alle ihrer Nachbarn, im Vergleich zu 40 Prozent der Amerikaner. 79 Prozent derjenigen, die online ein Nachbarschaftsforum nutzten, sprachen zudem mindestens einmal im Monat persönlich mit ihren Nachbarn, im Vergleich zu 61 Prozent der üblichen Bevölkerung. Weitere Informationen zum Report "Soziale Isolation und neue Technologien" entnehmen Sie bitte dem Download.



Download vorhanden  "Pew Internet & American Life Project: Report zum Thema "Soziale Isolation und neue Technologien"" herunterladen
(pdf, 0.907 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://pewinternet.org/Reports/2009/18--Social-Isolation-and-New-Techn ology.aspx?r=1


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Internationale Aspekte, Bürgerrechte, Informationsfreiheit, Bürgerbeteiligung, Neue Technologien, Mediennutzung allgemein





YouthNet: 82 Prozent der britischen Jugendlichen nutzten bereits das Internet, um Rat zu finden

Quelle: YouthNet UK vom 16.10.09

Die Online-Wohltätigkeitsorganisation YouthNet UK hat das Ziel, junge Menschen aus Großbritannien mit Hilfe der neuen Medien Internet, Handy oder digitales Fernsehen bei wichtigen Fragen des täglichen Lebens zu unterstützen. Jetzt hat YouthNet eine Studie zum Thema "Beistand im Leben - die Bedürfnisse junger Menschen im digitalen Zeitalter" (Life support- Young people´s needs in a digital age) veröffentlicht. Zur Datenerhebung wurden 994 junge Menschen, die zwischen 16 und 24 Jahre alt waren, befragt. Untersucht werden sollte insbesondere, woher junge Menschen Informationen und Ratschläge bekommen, welche Rolle das Internet als Informationsquelle für Jugendliche spielt und welche Rolle Gleichaltrige bei der Bereitstellung von Informationen einnehmen.

Der Autor der Studie, Hon. Professor Michael Hulme (Lancaster University), hat in einem ersten Schritt versucht, die Nutzergruppe der "digital Einheimischen" zu skizzieren: Diese Jugendlichen sind ständig in Kontakt mit Freunden und der Familie, mit Menschen, die sie jeden Tag sehen und bauen mit ihnen innige Beziehungen auf. Die Nutzung der neuen Medien erlaubt ihnen, einen kontinuierlichen Strang verschiedenartiger Konversationen, beispielsweise per Video, durch das Versenden von Fotos oder die Kommunikation in Sozialen Netzwerken, aufrecht zu erhalten. Der Experte ist der Auffassung, die Nutzung der neuen Medien von Jugendlichen könne als das Entwickeln oder Bestätigen der eigenen Identität angesehen werden. Außerdem seien die "digital einheimischen Jugendlichen" aktiv auf der Suche nach Interaktion und würden auch innerhalb der Beziehung zu anderen ein Feedback erwarten. So sagten auch 84 Prozent der befragten Jugendlichen, dass das Internet Gemeinschaften und Menschen mit ähnlichen Interesen zusammen bringt.

Im Hinblick auf das Vertrauen und die Sicherheit der Jugendlichen, die sich online austauschen, ist der Autor der Untersuchung der Meinung, dass viele Menschen dadurch Vertrauen demonstrieren würden, dass sie persönliche Inhalte versenden würden. Im Hinblick auf Soziale Netzwerke scheint dies besonders der Fall zu sein, dort bedinge die Vertraulichkeit des ständigen Versendens von Nachrichten den Aufbau von Interaktion, dies wiederum steigere das Vertrauen. Das Vertrauen könne sich bis zu dem Punkt aufbauen, wo die Teilnehmer sogar glücklich sind, so viele Informationen wie möglich an so viele Menschen wie möglich weiterzugeben, um letztlich Identität und soziale Beziehungen zu entwickeln. So sagten auch 63 Prozent der befragten Jugendlichen, sie würden sich dank des Internets als Mitglied von neuen Gruppen und Gemeinschaften fühlen. 71 Prozent der Heranwachsenden gaben zudem an, dass sie, um nach Rat und Hilfe zu suchen, möglichst viele Meinungen einholen würden.

Die Untersuchung setzt sich auch damit auseinander, zu welchen Themenbereichen die Jugendlichen Rat im Internet suchen: 82 Prozent der Befragten gaben an, sie hätten das Internet schon einmal genutzt, um nach Rat und Informationen Ausschau zu halten. Leidglich zwei Prozent gaben an, dass Internet nie dafür nutzen zu wollen, um nach Hilfe zu suchen. 60 Prozent sagten hingegen, sie hätten sich bereits im Netz nach Hilfe für jemand anderen umgesehen und 37 Prozent hatten sich im Internet schlau gemacht, um anderen Menschen bei sensiblen Themen einen Ratschlag geben zu können. Die Studie zeigte außerdem: Das wichtigste Hauptargument, in stressigen Situationen tatsächlich nach Hilfe im Netz zu suchen, war für 43 Prozent der Jugendlichen die Tatsache, dass das Internet ein anonymer Ort ist. Zudem sagten etwa 50 Prozent, dass es im Internet möglich wäre, sich über Themen auszutauschen, über die Menschen ansonsten nicht von Angesicht zu Angesicht sprechen könnten. Weitere Informationen zu der Studie "Beistand im Leben - die Bedürfnisse junger Menschen im digitalen Zeitalter" entnehmen Sie bitte auch dem Download.



Download vorhanden  "YouthNet: 82 Prozent der britischen Jugendlichen nutzten bereits das Internet, um Rat zu finden" herunterladen
(pdf, 2.153 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.youthnet.org/mediaandcampaigns/pressreleases/hybrid-lives


Im Angebot der SDC seit 16.10.09 (yze)

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Internationale Aspekte, Informationsfreiheit, Medienkompetenz, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Gemeinnützige Einrichtungen / Vereine / Verbände, Neue Technologien, Mediennutzung allgemein, Vernetzung und Kooperation, Medienpädagogische Projekte






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