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Sicherheit im Internet - erster Bericht des AOL-Sicherheitsrates

von: Dr. Wolfgang Schulz, Hans-Bredow-Institut für Medienforschung vom 18.12.06

Logo: AOL Deutschland
Im Jahr 2005 hat AOL Deutschland einen Sicherheitsrat ins Leben gerufen. Der Sicherheitsrat besteht aus unabhängigen Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Mit der vorliegenden Broschüre stellt der Sicherheitsrat seinen ersten Sicherheitsbericht der Öffentlichkeit vor. Der Sicherheitsrat soll zur Verbesserung der Internetsicherheit intern bei AOL beitragen, als 'Leuchtturminitiative' soll er aber auch positiven Einfluss auf die Branche insgesamt haben. Intern wirkt er vor allem durch jährliche Zielvereinbarungen mit der Geschäftsführung. Die zentralen Befunde und Vorschläge des vorliegenden Sicherheitsberichtes adressieren auch andere Akteure in den sicherheitsrelevanten Themenbereichen. Sie basieren auf der Diskussion der Erfahrungen von AOL im Sicherheitsrat:

Schutz für Kinder und Jugendliche

  • Ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft der staatlichen Aufsicht ist geboten, um branchentaugliche Lösungen zusammen mit Providern zu etablieren. Gegenüber AOL war im Berichtszeitraum erfreulicherweise ein solches hohes Maß an Kooperationsbereitschaft zu verzeichnen.
  • Im regulatorischen Umfeld des Jugendmedienschutzes sind die Anreize für die Kooperation der Wirtschaft bei Ko- und Selbstregulierung verbesserungsfähig; auch die Ausstattung der staatlichen Aufsicht erscheint bislang nicht angemessen.
  • Als dringliche Problemfelder für den Jugendschutz wurden Bilder- und Videosuche bei Suchmaschinen als auch Plattformen für Inhalte der Nutzer ('User Generated Content') identifiziert.
  • Ausbaufähig erscheinen Meldefunktionen an Provider (Notice-and-take-down'), über welche Nutzer schädliche Inhalte an Provider melden können. Die technischen Möglichkeiten dafür sind noch nicht ausgereizt und die Bekanntheit solcher Funktionen bei Nutzern verbesserungsfähig.
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Medienkompetenz der Nutzer und insbesondere der Eltern sind wesentlich. Auch, um die Nutzungsgrade bestehender technischer Lösungen zu erhöhen. Bei Maßnahmen ist besonderer Augenmerk darauf zu richten, diejenigen Nutzer zu adressieren, die sich für Inhalte zu Sicherheitsaspekten nicht interessieren.

Schutz vor strafbaren und die Menschenwürde verletzenden Inhalten

  • Im Bereich der strafprozessualen Vorschriften gibt es Rechtsunsicherheiten und einige Lücken bei der Ermittlung schwerer Straftaten, beispielsweise die fehlende Möglichkeit zur Telekommunikationsüberwachung bei der nicht gewerbsmäßigen Verbreitung von Kinderpornographie.
  • Als eines der größten Hindernisse bei der Bekämpfung von strafbaren Inhalten wurden die langwierigen und komplexen Prozesse des internationalen Rechtshilfeverkehrs identifiziert, die eine Ermittlung von Tätern, die strafbare Inhalte aus dem Ausland verbreiten, in der Praxis wesentlich erschwert.
  • Eine weitere Internationalisierung strafbarer Inhalte und eine Harmonisierung von Rechtsvorschriften innerhalb der EU ist geboten (bspw. einheitliche Altersgrenze bei der Bekämpfung von Kinderpornografie).
  • Zu kritisieren sind die Haftungsregeln für Provider (§ 8 ff. TDG), welche denjenigen Provider haftungsrechtlich benachteiligen, der über seine gesetzlichen Verpflichtungen hinaus aktiv nach illegalen Inhalten auf den eigenen Systemen sucht. Diese negativen Anreize können in der Praxis dazu führen, dass derartige freiwillige Kontrollen unterbleiben.

Schutz der Persönlichkeit (Datensicherheit und -schutz)

  • Festzustellen ist eine bemerkenswerte Sorglosigkeit der Nutzer im Umgang mit ihren eigenen personenbezogenen Daten. Das Risikobewusstseins der Nutzerinnen und Nutzer ist insoweit durch aufklärende Maßnahmen zu steigern.
  • Für den Bereich der Bekämpfung von Phishing und Identitätsdiebstahl liegt ein Verbesserungspotential in der Verbesserung der Kommunikationskanäle und Reaktionszeiten, so dass Informationen über eine Phishing Site in möglichst kurzer Zeit an alle befassten Stellen (öffentliche wie private) weitergeleitet werden.

Schutz bei der Nutzung fremder Inhalte

  • Die Gefahr, bei Kopier- und Tauschvorgängen im Internet selbst ungewollt ein Strafverfahren auszulösen, ist kaum bekannt. Angezeigt erscheint es, das Risikobewusstsein der Nutzerinnen und Nutzer zu steigern.
  • In der komplizierten Materie des Urheberrechts erscheint die Förderung neutraler, glaubwürdiger Informationen über Urheberrecht im Netz (wie das mit dem Grimme Online Award ausgezeichnete Portal iRights.info) sinnvoll, die Nutzer wertfrei darüber informieren, was bei der Nutzung von Musik, Filmen und anderen urheberrechtlich geschützten Werken im Internet zu beachten ist.
Bei der zukünftigen Arbeit will der Sicherheitsrat Schwerpunkte bei von Nutzerinnen und Nutzern erstellten Inhalten (User Generated Content) setzen. Der Sicherheitsrat ist der Überzeugung, dass viele der Themen in einen europäischen oder internationalen Kontext gestellt werden müssen, um Fortschritte für die Internetsicherheit zu erzielen.

Download vorhanden  "Sicherheit im Internet - erster Bericht des AOL-Sicherheitsrates" herunterladen
(pdf, 1.810 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.aol.de


Im Angebot der SDC seit 20.12.06 (jcr)

Verwandte
Themenbereiche:
Datenschutz, Verbraucherschutz, Jugendschutz, Filterverfahren





IT-Ausstattung der allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland 2005

von: Krützer, Beate; Probst, Heike, barke+partner Köln im Auftrag des BMBF
Quelle: PM BMBF, barke+partner vom 01.09.05


Buchtitel: IT-Ausstattung der allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland 2005

Fünfte Studie zur IT-Ausstattung und -nutzung der bundesdeutschen Schulen

Bestandsaufnahme 2005 und Entwicklung 2001 bis 2005

Die Ausstattung deutscher Schulen mit Computern hat sich weiter verbessert. Nach den Daten der fünften bundesweiten Erhebung zur "IT-Ausstattung der allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland" liegt die durchschnittliche Versorgung bei einem Computer für elf Schüler.

Nach der Erhebung konnte im Vergleich zum Vorjahr die Schüler-Computer-Relation in den Sekundarstufen I und II auf 12:1 (2004: 13:1) verbessert werden. Auch in den Grundschulen verbesserte sich das Verhältnis auf 13:1 (2004: 15:1). Die berufsbildenden Schulen erreichten wie im Vorjahr eine Relation von 9:1 und haben damit weiterhin die Nase vorn. Der Europäische Rat hatte im Rahmen des Aktionsplans E-Learning das Ziel auf ein Verhältnis von 15:1 gesetzt.

Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Computer mit Internet-Zugang. In den berufsbildenden Schulen sind 78 Prozent der Computer ans World Wide Web angeschlossen, in den Sekundarstufen I und II 72 Prozent und in den Grundschulen 47 Prozent. 78 % der berufsbildenden Schulen bieten ihren Schülerinnen/Schüler die Möglichkeit der Computernutzung außerhalb des Unterrichts. Bei den Sekundarschulen I und II sind dies mehr als die Hälfte (57 %) aller Schulen, bei den Grundschulen lediglich 28 %.

Die Rangfolge des Computereinsatzes und der Internetnutzung im Unterricht hat sich in den letzten drei Jahren kaum verändert, es sind lediglich kleine Abweichungen festzustellen. Dabei ist der Anteil der Schulen, die Computer im Unterricht einsetzen und das Internet nutzen, in fast allen Fächern, Lernbereichen und beruflichen Einsatzfeldern kontinuierlich gestiegen. Computereinsatz und Internetnutzung im Unterricht wird selbstverständlicher.

Lernsoftware ist die nach wie vor die am häufigsten eingesetzte Software in den allgemein bildenden Schulen, gefolgt von multimedialen Nachschlagewerken, Programmen zum Erstellen multimedialer Anwendungen, Software mit Werkzeugcharakter und Programmiersprachen. In den berufsbildenden Schulen belegt die Branchensoftware für die berufliche Bildung wie im vergangenen Jahr Platz eins, dicht gefolgt von Programmen zum Erstellen multimedialer Anwendungen und Lernsoftware. Software mit Werkzeugcharakter, multimediale Nachschlagewerke und Programmiersprachen folgen auf den Plätzen vier bis sechs.

Die Ergebnisse der Studie entsprechen dem Stand Juli 2005, d.h. sie geben die jeweils aktuellsten Angaben wieder, die im Monat Juli 2005 in den einzelnen Bundesländern vorlagen. Dabei erstreckt sich der Abfragezeitraum in den einzelnen Bundesländern von Februar 2003 bis Juli 2005

Download vorhanden  "IT-Ausstattung der allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen in Deutschland 2005" herunterladen
(pdf, 0.367 MB)


Im Angebot der SDC seit 04.10.05 (jch)

Verwandte
Themenbereiche:
Grund-, Haupt- und Realschulen, Gymnasien, Medienkompetenz, Berufliche Aus- und Weiterbildung





Internet - Chancen für alle

vom 10.11.04

Buchtitel: Internet - Chancen für alle
Seit drei Jahren arbeitet die Stiftung Digitale Chancen unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit erfolgreich an der Entwicklung von Strategien zur Digitalen Integration in der sich entwickelnden Informationsgesellschaft. Im Jahr 2001 wurden im Rahmen des Projektes zum Aufbau eines Netzwerks Digitale Chancen an der Universität Bremen die Grundlagen dieser Arbeit gelegt. Aufgabe war und ist es, Chancengleichheit beim Zugang zum Internet zu ermöglichen und die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien für breitere Kreise der Bevölkerung zu fördern.

Die Broschüre 'Internet - Chancen für alle' gibt einen Überblick über die Tätigkeitsbereiche der Stiftung in den Jahren 2003 - 2004. Vorgestellt werden die verschiedenen Trainingsmaßnahmen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die von der Stiftung entwickelt und durchgeführt wurden. Daneben findet die Dokumentation der Veranstaltungsreihe 'Berliner Gespräche zur Digitalen Integration' Raum. Fünf verschiedene Aspekte der Digitalen Integration wurden mit Betroffenen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis diskutiert. Die Broschüre fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung der Informationsgesellschaft. Die vollständige Dokumentation aller Vorträge und Präsentationen der Berliner Gespräche steht online zur Verfügung.

Informationen zum Wettbewerb für barrierefreie Internetgestaltung - Biene-Award und zu den Webangeboten der Stiftung vervollständigen die Broschüre.

Download vorhanden  "Internet - Chancen für alle" herunterladen
(pdf, 1.201 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.digitale-chancen.de


Im Angebot der SDC seit 09.12.04

Verwandte
Themenbereiche:
Zielsetzung, Vorgehensweise zur Überwindung der Digitalen Spaltung, Mediennutzung allgemein





Neues Internetrecht - Forderungen aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer

Quelle: Datenspeicherung.de, Veröffentlichung unter Creative Commons Attribution 2.0 Germany Lizenz vom 15.11.06

Verbraucherorganisationen fordern besseren Schutz ihrer Daten im Internet

Deutschlands Internetnutzer müssen zunehmend den Missbrauch ihrer Daten befürchten. Elf Organisationen fordern vom Gesetzgeber jetzt ein mutiges Gegensteuern: Die Sammlung und Aufzeichnung von Daten im Internet soll auf ein Mindestmaß beschränkt werden, verlangen unter anderem die Deutsche Vereinigung für Datenschutz und die Verbraucherzentrale Bundesverband in einem gemeinsamen Forderungspapier, welches hier heruntergeladen werden kann.

Download vorhanden  "Neues Internetrecht - Forderungen aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer" herunterladen
(pdf, 0.388 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.daten-speicherung.de


Im Angebot der SDC seit 20.11.06 (jch)

Verwandte
Themenbereiche:
Datenschutz, Verbraucherschutz





AOL Safer Media Award

von: AOL Deutschland vom 06.06.06

Logo des AOL Safer Media Award

Beispielhafte Projekte zur Vermittlung von Medienkompetenz

Am 24. Mai 2006 haben AOL Deutschland und die Stiftung Digitale Chancen erstmalig den AOL Safer Media Award im Rahmen des Medienforums NRW verliehen. Prämiert wurden Projekte zur Vermittlung von Medienkompetenz, welche in herausragender Weise zur Steigerung der Sicherheit von Medienangeboten und zum Schutz in den Medien beitragen.

Der Award wurde in den Kategorien TV/Film, Gaming/Spiele und Mobile Nutzung ausgeschrieben. Zusätzlich vergab der deutsche Knotenpunkt des Safer Internet Programms der EU Kommission, Klicksafe, den Klicksafe-Preis für Sicherheit im Internet.

Das anhängende PDF bietet Materialien zum Award und stellt die prämierten Projekte vor.

Download vorhanden  "AOL Safer Media Award" herunterladen
(pdf, 0.595 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.digitale-chancen.de/aol-award/index.cfm


Im Angebot der SDC seit 12.06.06 (jch)

Verwandte
Themenbereiche:
Datenschutz, Verbraucherschutz, Jugendschutz, Sicherheit





Mehr Sicherheit durch Kooperation

von: Prof. Dr. Herbert Kubicek, Stiftung Digitale Chancen
Quelle: Vortrag im Rahmen des Internetgipfels, Medienforum NRW vom 24.05.06


Präsentation zum Vortrag im Rahmen des Internetgipfels, Medienforum NRW

Es besteht große Einigkeit in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, dass Probleme der Sicherheit die Ausschöpfung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potentiale des Internet behindern und dass an der Verbesserung der Sicherheit gearbeitet werden muss. Es besteht jedoch keine Übereinstimmung darüber, was mit Sicherheit genau gemeint ist und was zur Verbesserung der Sicherheit von wem getan werden soll.

Während im Englischen mit den Begriffen Safety und Security zumindest sprachlich zwischen zwei ganz unterschiedlichen Teilaspekten unterschieden werden kann, wird das Wort Sicherheit im Deutschen gleichermaßen zur Verbesserung des Schutzes vor Viren über den Datenschutz, Kinder- und Jugendschutz sowie Verbraucherschutz bis hin zur Sicherung der Verwertungsrechte von Urhebern verwendet. Ähnlich vielfältig sind die Aktivitäten zur Verbesserung der Sicherheit. Es gibt eine ganze Reihe politischer Programme und privater Initiativen, so dass man fragen kann, wie viele Sicherheitsinitiativen Deutschland braucht.

Angesichts der Breite des Themenspektrums sollte sich die Beantwortung dieser Frage weniger auf die Quantität der Initiativen als auf die Qualität ihrer Arbeit beziehen. In dem Referat wird dazu ein Überblick gegeben, welche Aspekte mit dem Begriff der Sicherheit in Bezug auf das Internet insgesamt angesprochen werden, welche Maßnahmen zur Erhöhung dieser Sicherheit in Frage kommen und wo aktuell die Defizite und Umsetzungsprobleme liegen. Dabei wird deutlich, dass vor allem mehr Kooperation zu größeren Fortschritten führen könnte.

Download vorhanden  "Mehr Sicherheit durch Kooperation" herunterladen
(pdf, 0.402 MB)


Im Angebot der SDC seit 24.05.06 (jch)

Verwandte
Themenbereiche:
Datenschutz, Verbraucherschutz, Jugendschutz, Medienkompetenz, Sicherheit






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