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Downloads zum Themenbereich Medienkompetenz

Pew Research Center: 35 Prozent der US-amerikanischen Erwachsenen nutzen online Soziale Netzwerke

Quelle: Das Pew Internet & American Life Project vom 14.10.09

Das Pew Internet & American Life Project ist ein Projekt des nichtkommerziellen "Pew Research Centers" und hat jetzt eine Studie zum Thema "Erwachsene und Soziale Netzwerke im Internet" herausgebracht. Zur Datenerhebung wurden von April bis Mai 2008 insgesamt 2.251 US-Amerikaner, die 18 Jahre alt und älter waren, per Telefoninterview befragt. Die Studienergebnisse zeigen: 35 Prozent der US-amerikanischen Erwachsenen haben ein Online-Profil in einem Sozialen Netzwerk eingerichtet. Damit hat sich die Zahl der Erwachsenen, die ein Profil bei Sozialen Netzwerken wie Facebook oder MaySpace hat, in den letzten vier Jahren vervierfacht, denn in 2005 waren es noch 8 Prozent der Internetnutzer gewesen. Zum Vergleich: Aktuell nutzen 65 Prozent der Jugendlichen, die online sind, ein Soziales Netzwerk.

Die Studie zeigt auch, dass MySpace das meistgenutzte Online-Netzwerk der Erwachsenen US-Amerikaner ist: 50 Prozent von ihnen nutzen MySpace, während 22 Prozent einen Eintrag bei Facebook haben. 6 Prozent sind bei LinkedIn registriert und 2 Prozent bevorzugen Yahoo. Dabei sagen 89 Prozent derjenigen, die in Sozialen Netzwerken ihr Profil haben, sie würden es nutzen, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben und 57 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, innerhalb des Sozialen Netzwerks gerne Pläne mit Freunden zu machen. Nur 28 Prozent sind hingegen der Auffassung, Soziale Netzwerke seinen geeignet, um neue geschäftliche oder professionelle Kontakte zu knüpfen.

Insgesamt haben 83 Prozent der Nutzer sogar Profile in mehreren Sozialen Netzwerken angelegt. 24 Prozent sind der Auffassung sie könnten dadurch besser mit Freunden in Kontakt bleiben, 19 Prozent sagen, einige ihrer Profile seien für professionelle Zwecke und andere für private Zwecke besser geeignet. Vier Prozent der Befragten gaben an, sie hätten verschiedene Online-Profile, um die verschiedenen Seiten ihrer Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen und für drei Prozent ist das laut Studie alles nur ein Spaß.

Im Hinblick auf den Umgang mit persönlichen Daten in Sozialen Netzwerken gaben außerdem 60 Prozent der Erwachsenen an, sie würden den Zugang zu ihren Profilen auf ihre Freunde beschränken, 36 Prozent der erwachsenen Nutzer gestatten jedoch jedem ihre Online-Profile einzusehen. 58 der Erwachsenen grenzen auch ein, wer bestimmte Informationen wie Fotos sehen kann, während 39 Prozent der Erwachsenen bestimmte Inhalte ihres Profils nicht eingrenzen wollen. Weitere Informationen zur Studie "Erwachsene und Soziale Netzwerke im Internet" entnehmen Sie bitte dem Download, das für Sie bereit steht.



Download vorhanden  "Pew Research Center: 35 Prozent der US-amerikanischen Erwachsenen nutzen online Soziale Netzwerke" herunterladen
(pdf, 0.247 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://pewinternet.org/Reports/2009/Adults-and-Social-Network-Websites .aspx


Im Angebot der SDC seit 15.10.09 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Internationale Aspekte, Informationsfreiheit, Bildungspolitik / Bildungswesen, Bürgerbeteiligung, Medienkompetenz, Bürgernetze, Neue Technologien, Mediennutzung allgemein, Vernetzung und Kooperation





YouthNet: 82 Prozent der britischen Jugendlichen nutzten bereits das Internet, um Rat zu finden

Quelle: YouthNet UK vom 16.10.09

Die Online-Wohltätigkeitsorganisation YouthNet UK hat das Ziel, junge Menschen aus Großbritannien mit Hilfe der neuen Medien Internet, Handy oder digitales Fernsehen bei wichtigen Fragen des täglichen Lebens zu unterstützen. Jetzt hat YouthNet eine Studie zum Thema "Beistand im Leben - die Bedürfnisse junger Menschen im digitalen Zeitalter" (Life support- Young people´s needs in a digital age) veröffentlicht. Zur Datenerhebung wurden 994 junge Menschen, die zwischen 16 und 24 Jahre alt waren, befragt. Untersucht werden sollte insbesondere, woher junge Menschen Informationen und Ratschläge bekommen, welche Rolle das Internet als Informationsquelle für Jugendliche spielt und welche Rolle Gleichaltrige bei der Bereitstellung von Informationen einnehmen.

Der Autor der Studie, Hon. Professor Michael Hulme (Lancaster University), hat in einem ersten Schritt versucht, die Nutzergruppe der "digital Einheimischen" zu skizzieren: Diese Jugendlichen sind ständig in Kontakt mit Freunden und der Familie, mit Menschen, die sie jeden Tag sehen und bauen mit ihnen innige Beziehungen auf. Die Nutzung der neuen Medien erlaubt ihnen, einen kontinuierlichen Strang verschiedenartiger Konversationen, beispielsweise per Video, durch das Versenden von Fotos oder die Kommunikation in Sozialen Netzwerken, aufrecht zu erhalten. Der Experte ist der Auffassung, die Nutzung der neuen Medien von Jugendlichen könne als das Entwickeln oder Bestätigen der eigenen Identität angesehen werden. Außerdem seien die "digital einheimischen Jugendlichen" aktiv auf der Suche nach Interaktion und würden auch innerhalb der Beziehung zu anderen ein Feedback erwarten. So sagten auch 84 Prozent der befragten Jugendlichen, dass das Internet Gemeinschaften und Menschen mit ähnlichen Interesen zusammen bringt.

Im Hinblick auf das Vertrauen und die Sicherheit der Jugendlichen, die sich online austauschen, ist der Autor der Untersuchung der Meinung, dass viele Menschen dadurch Vertrauen demonstrieren würden, dass sie persönliche Inhalte versenden würden. Im Hinblick auf Soziale Netzwerke scheint dies besonders der Fall zu sein, dort bedinge die Vertraulichkeit des ständigen Versendens von Nachrichten den Aufbau von Interaktion, dies wiederum steigere das Vertrauen. Das Vertrauen könne sich bis zu dem Punkt aufbauen, wo die Teilnehmer sogar glücklich sind, so viele Informationen wie möglich an so viele Menschen wie möglich weiterzugeben, um letztlich Identität und soziale Beziehungen zu entwickeln. So sagten auch 63 Prozent der befragten Jugendlichen, sie würden sich dank des Internets als Mitglied von neuen Gruppen und Gemeinschaften fühlen. 71 Prozent der Heranwachsenden gaben zudem an, dass sie, um nach Rat und Hilfe zu suchen, möglichst viele Meinungen einholen würden.

Die Untersuchung setzt sich auch damit auseinander, zu welchen Themenbereichen die Jugendlichen Rat im Internet suchen: 82 Prozent der Befragten gaben an, sie hätten das Internet schon einmal genutzt, um nach Rat und Informationen Ausschau zu halten. Leidglich zwei Prozent gaben an, dass Internet nie dafür nutzen zu wollen, um nach Hilfe zu suchen. 60 Prozent sagten hingegen, sie hätten sich bereits im Netz nach Hilfe für jemand anderen umgesehen und 37 Prozent hatten sich im Internet schlau gemacht, um anderen Menschen bei sensiblen Themen einen Ratschlag geben zu können. Die Studie zeigte außerdem: Das wichtigste Hauptargument, in stressigen Situationen tatsächlich nach Hilfe im Netz zu suchen, war für 43 Prozent der Jugendlichen die Tatsache, dass das Internet ein anonymer Ort ist. Zudem sagten etwa 50 Prozent, dass es im Internet möglich wäre, sich über Themen auszutauschen, über die Menschen ansonsten nicht von Angesicht zu Angesicht sprechen könnten. Weitere Informationen zu der Studie "Beistand im Leben - die Bedürfnisse junger Menschen im digitalen Zeitalter" entnehmen Sie bitte auch dem Download.



Download vorhanden  "YouthNet: 82 Prozent der britischen Jugendlichen nutzten bereits das Internet, um Rat zu finden" herunterladen
(pdf, 2.153 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.youthnet.org/mediaandcampaigns/pressreleases/hybrid-lives


Im Angebot der SDC seit 16.10.09 (yze)

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Themenbereiche:
Internationale Aspekte, Informationsfreiheit, Medienkompetenz, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Gemeinnützige Einrichtungen / Vereine / Verbände, Neue Technologien, Mediennutzung allgemein, Vernetzung und Kooperation, Medienpädagogische Projekte





Englische Studie zum Thema "Cyberbullying": 30 Prozent der 11 bis 16-Jährigen wurden im Netz gemobbt

vom 20.11.09

Die englische Organisation Beatbullying setzt sich für die Bekämpfung von Mobbing ein und hat eine Studie zum Thema "Virtuelle Gewalt: Kinder vor Cyberbullying schützen" veröffentlicht. Für die Untersuchung wurden zwischen November 2008 und Februar 2009 insgesamt 2,094 Kinder, die weiterführende Schulen besuchen und aus den englischen Bezirken Cambridge, Essex, Inner London, Kent, Middlesex, Surrey und South Yorkshire kommen, interviewt. Cyberbullying wird in diesem Zusammenhang definiert als die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien, insbesondere Mobiltelefone und Internet, um jemandem absichtlich wehzutun. Dazu gehören unter anderem: Falschmeldungen, Schmähanrufe oder schweigende Anrufe mit dem Mobiltelefon, außerdem beschämende Fotos oder Videos aufnehmen und diese über das Handy oder eine Webseite verbreiten.

Die Untersuchung zeigt, dass 30 Prozent der 11 bis 16-Jährigen Erfahrungen mit unterschiedlichen Formen von Cyberbullying gemacht haben. Ein Viertel dieser Jugendlichen sagte, die Mobbingaktionen seien fortlaufend und nicht nur einmalig gewesen. Die am meisten verbreitete Form von Cyberbullying waren außerdem Falschmeldungen, 18 Prozent der Jugendlichen berichteten darüber, 13 Prozent gaben hingegen an, durch SMS oder E-Mails gemobbt worden zu sein und 8 Prozent der Jugendlichen hatten die Erfahrung gemacht, dass verletzende Kommentare über sie in Sozialen Netzwerken geschrieben wurden.

Laut der Studie erfahren Jugendliche, wenn es zu Cyberbullying kommt, Gewalt durch verschiedene Technologien und durch verschiedene Formen der Qual. Insbesondere fand Cyberbullying auf dem Portal von MSN Messenger sowie im Sozialen Netzwerk Bebo statt.: 18 Prozent der Jugendlichen identifizierten den MSN Service als Medium, durch das sie gemobbt wurden. Da dort sehr viel Bewegung herrscht und die Nutzer sehr schnell im Live-Chat reagieren können, ist dieses Phänomen laut Studie erklärbar.

Ein anderes Phänomen ist die Videoplattform YouTube, die es jedem, der einen Internetzugang hat, möglich macht, ein Video hochzuladen, dass Millionen von Nutzern wenige Minuten später sehen können. Während laut Studie 5 Prozent der Nutzer auf YouTube Mobbingopfer waren, sahen sieben Mal so viele dabei zu, wie andere Nutzer gemobbt wurden. Die Studie gibt bekannt, dass 62 Prozent derjenigen Kinder, die kontinuierlich Cyberbullying erfahren hatten, es als eine Erweiterung des Mobbings, das sie in der Schule oder an öffentlichen Orten erlebt hatten, ansahen. Nur 22 Prozent gaben an, sie seien erstmals per Handy oder das Internet gemobbt worden.

Ein weiteres Charakteristikum von Kindern, die fortwährend Cyberbullying erfahren ist, dass sie das Internet regelmäßig nutzen: Von den 1251 Kindern, die in der Befragung angaben, nie mit den neuen Medien gemobbt worden zu sein, nutzen 65 Prozent das Internet täglich und 29 Prozent nutzten es wöchentlich. Von den 158 Kinden, die angaben, fortwährend Cyberbullying erfahren zu haben, sagten indessen 78 Prozent, sie würden das Internet täglich nutzen und 19 Prozent gaben an, es wöchentlich zu nutzen. Weitere Informationen zur Studie "Virtuelle Gewalt: Kinder vor Cyberbullying schützen" entnehmen Sie bitte dem Download.



Download vorhanden  "Englische Studie zum Thema "Cyberbullying": 30 Prozent der 11 bis 16-Jährigen wurden im Netz gemobbt" herunterladen
(pdf, 0.714 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.beatbullying.org/docs/media-centre/press-releases/Nov09/vir tual-violence-report.html


Im Angebot der SDC seit 20.11.09 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Internationale Aspekte, Informationsfreiheit, Jugendschutz, Grund-, Haupt- und Realschulen, Gymnasien, Medienkompetenz, Neue Technologien, Mediennutzung allgemein, Öffentlichkeitsarbeit





Studie: "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien"

Quelle: TNS Infratest vom 07.01.10

Das Marktforschungsunternehmen TNS Infratest sowie der Münchner Kreis, die EICT GmbH und die Deutsche Telekom haben die internationale Delphi-Studie 2030 "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien" im November 2009 herausgegeben. Das Ziel der Untersuchung ist es, Entwicklungen und Trends in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Medien in den nächsten 20 Jahren einzuschätzen. Die Befragung von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erfolgte in zwei Wellen, insgesamt wurden 795 Experten angeschrieben. An der ersten Welle nahmen 551 Experten teil und an der zweiten Welle 439 Führungskräfte. Die Studie vermittelt fünf Kernbotschaften:

  1. Digitalsierung und Durchdringung der Informations- und Kommunikationstechnologien werden die Informationsgesellschaft zukünftig noch stärker prägen.
  2. Laut Studie werden in etwa 10 Jahren bereits mehr als 95 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland, aber auch in Europa und in den USA das Internet nutzen. Hierfür ist es wichtig, dass Maßnahmen zur Überwindung der Digitalen Spaltung unternommen werden. Damit Deutschland im internationalen Vergleich im Hinblick auf die sich entwickelnde Informationsgesellschaft konkurrenzfähig bleibt, wird unter anderem dazu geraten, in der Schule das Schulfach "Medienkunde" zu etablieren, um die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu fördern.

  3. Menschen müssen den Informations- und Kommunikationstechnologien Vertrauen schenken und diese auch zunehmend in ihren Alltag integrieren, so kann sich eine moderne Informationsgesellschaft entwickeln.
  4. Die Untersuchung prognostiziert, dass es in sechs bis zehn Jahren für Nutzer digitaler Medien in Deutschland und Europa möglich ist, die Hilfe eines digitalen vernetzten Assistenten beim Umgang mit digitalen Daten in verschiedenen Nutzungszusammenhängen in Anspruch zu nehmen. An dieser Stelle rät die Studie, dass Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor dem Missbrauch privater Daten seitens Politik, Wirtschaft und Wissenschaft geschaffen werden müssen. Dazu gehören unter anderem eine sichere E-Mailkommunikation und eine sichere E-Signatur.

  5. Eine flexible Informationsgesellschaft benötigt leistungsfähige Kommunikationsinfrastrukturen, um wettbewerbsfähig zu sein.
  6. Das Thema "Breitband" steht bei dieser Kernbotschaft im Vordergrund, denn eine moderne Kommunikationsinfrastruktur ermöglicht innovative Entwicklungen, steigert das Wirtschaftswachstum und eröffnet neue Absatzmärkte. Unter anderem wird in der Studie geraten, die Möglichkeiten von Speicher- und Prozessorchips zu nutzen, denn diese Medien seien wichtige Zukunftskomponenten.

  7. Mobile Internetnutzung wird nachhaltigen Einfluss auf die Informationsgesellschaft haben und es werden sich neue Anwendungsfelder entwickeln.
  8. Laut Studie wird insbesondere das mobile Internet in den nächsten Jahren eine wichtige Entwicklung für die moderne Informationsgesellschaft darstellen. Um dieses Potential zu nutzen, sollten Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die Entwicklung dieses Trends fördern. Vorausgesagt wird, dass Funktionen wie Ortungs- und Location-based Services (Dienste, die standortbezogen sind. Nötig ist hierfür ein Endgerät, ein Dienstanbieter und ein Positionsermittler) sowie Communities und die Augmented Reality (Schaffung einer erweiterten Realität durch technische Hilfsmittel wie Kamera oder Unterstützungssoftware) erfolgreich durch das mobile Internet genutzt werden können.

  9. Die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wird sich auf die Industrien der deutschen Wirtschaft, etwa Maschinenbau sowie Automobil oder Energie, auswirken.
  10. Politik, Wirtschaft und Technologieforschung sollten laut Studie ihre Schwerpunkte auf Zukunftsthemen wie Grüne Technologie, Elektroauto und Energieeffizienz oder auf den Mediensektor legen. Durch die Förderung der Forschung und Entwicklung von IKT-Schlüsseltechnologien kann das langfristige Ziel, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken, nachhaltig umgesetzt werden.

    Die vollständiege Studie "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien" steht bei uns zum Download bereit.



Download vorhanden  "Studie: "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien"" herunterladen
(pdf, 18.70 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.tns-infratest.com/presse/presseinformation.asp?prID=719


Im Angebot der SDC seit 07.01.10 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Internationale Aspekte, Medienkompetenz, Mediennutzung allgemein, Breitband/DSL, Mobile Nutzung





EU Initiative klicksafe: Dossier zum Thema "Datenschutz und Persönlichkeitsrechte im Web"

Quelle: klicksafe vom 10.02.10

Am 9. Februar 2010 war wieder "Safer Internet Day". Der "Safer Internet Day" wird jährlich am zweiten Dienstag weltweit organisiert: Schulen, Initiativen oder Vereine veranstalten bunte Aktionen, die auf die Themen Internetsicherheit und Medienkompetenz aufmerksam machen. Partner des Netzwerks sind so genannte "Safer Internet Center", sie setzen gemeinsam das "Safer Internet Programme" der Europäischen Union um. In Deutschland hat diese Aufgabe der Verbund Safer Internet DE mit der EU-Initiative klicksafe übernommen.

Im Rahmen des Safer Internet Day 2010 hat klicksafe ein Dossier zum Thema Datenschutz und Persönlichkeitsrechte im Internet veröffentlicht. Institutionen, Vereine und Autoren haben über ihre Erfahrungen und persönlichen Ansichten zu diesem Thema geschrieben. Das Dossier soll zum Nachdenken anregen und eine gesellschaftliche Auseinandersetzung anstoßen. Zudem wird deutlich, dass Datenschutz im Netz jeden Nutzer betrifft, einfache Beispiele dafür sind das Einrichten einer E-Mailadresse oder das Anlegen eines Profils in einem Sozialen Netzwerk, denn in beiden Fällen muss der Nutzer genau überlegen, was er von sich preisgibt.

Die Autoren des Dossiers beleuchten die Thematik auf mannigfaltige Weise: Kai Hanke (Referent für Medien, Deutsches Kinderhilfswerk e.V.) verweist in seinem Bericht "Datenschutz 2.0 - Voraussetzungen für eine kinder- und jugendgerechte Informationsgesellschaft" darauf, dass alle Menschen heutzutage in einem digitalen Datengeflecht involviert sind und nennt Forderungen, wie Kinder und Jugendliche während der Netzkommunikation besser geschützt werden sollten.

Jutta Croll (Geschäftsführerin, Stiftung Digitale Chancen) verdeutlicht in ihrem Artikel "Von Schützern und Beschützern" den Unterschied zwischen Datenschutz und Datensicherheit und weist darauf hin, dass Datenschutz auch der Mitwirkung der Nutzerinnen und Nutzer bedarf. Bei ihnen ein Schutzbedürfnis zu entwickeln sei daher eine wichtige Aufgabe des Datenschutzes und der Vermittlung von Medienkompetenz.

Hingegen macht Prof. Dr. Klaus Neumann-Braun (Lehrstuhl für Medienwissenschaft, Universität Basel) in seinem Bericht "Gefühlte Privatheit im offenen Netz" darauf aufmerksam, dass Kinder und Jugendliche im Bereich Medienkompetenz oft auf sich allein gestellt sind. Der Autor ist der Meinung, dass Nutzer, die älter als 35 Jahre alt sind, auf Grund mangelnder Internetkenntnisse kaum in der Lage seien, Heranwachsende beim Surfen im Netz zu begleiten. Jugendliche würden eher ihre eigenen Erfahrungen im Netz sammeln, als von Eltern oder Pädagogen aufgeklärt zu werden.

Weitere Autoren des Dossiers sind Ilse Aigner (Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), Gerhart Baum (Bundesminister a.D.), Dr. Alexander Dix (Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit), Dr. Kristina Köhler (Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und Peter Schaar (Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit).



Download vorhanden  "EU Initiative klicksafe: Dossier zum Thema "Datenschutz und Persönlichkeitsrechte im Web"" herunterladen
(pdf, 1.908 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
https://www.klicksafe.de/themen/aktuelles-thema/datenschutz-dossier/in dex.html


Im Angebot der SDC seit 10.02.10 (yze)
Safer Internet Day 2010

Safer Internet Day 2010


Weitere inhaltlich zusammenhängende Materialien finden Sie hier.


Verwandte
Themenbereiche:
Datenschutz, Jugendschutz, Medienkompetenz, Mediennutzung durch Kinder / Aktivitäten für Kinder, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Mediennutzung allgemein, Medienpädagogische Konzepte, Medienpädagogische Projekte





Initiative D21: 55 Prozent der Gelegenheitsnutzer sind Frauen

Quelle: Initiative D21 e.V. vom 19.03.10

Die Initiative D21 hat im Rahmen des (N)ONLINER Atlas eine Sonderstudie zum Thema "Digitale Gesellschaft - Sechs Nutzertypen im Vergleich" veröffentlicht, die von TNS Infratest durchgeführt wurde: Laut Studie ist es nur möglich, sich den Herausforderungen der digitalen Welt zu stellen, indem die aktiven Nutzergruppen gestärkt und die passiven Nutzergruppen verkleinert würden. Die insgesamt sechs Nutzergruppen zeichnen sich folgendermaßen aus:
  1. 35 Prozent der Internetnutzer gehören zu den digitalen Außenseitern.
  2. 30 Prozent der deutschen Bevölkerung sind Gelegenheitsnutzer.
  3. Neun Prozent der Deutschen sind Berufsnutzer.
  4. Elf Prozent der User sind Trendnutzer.
  5. Zwölf Prozent der Surfer gehören zur Gruppe der digitalen Profis.
  6. Nur drei Prozent der Nutzer gehören hingegen zur digitalen Avantgarde.
Die Studie bietet ausführliche Profile der jeweiligen Nutzertypen:
  • Digitale Außenseiter
  • Diese Nutzergruppe verfügt über das geringste digitale Potenzial, nutzt Computer- und Internet am wenigsten und steht den digitalen Themen sehr kritisch gegenüber. Das Durchschnittsalter dieser Nutzergruppe liegt bei 62,4 Jahren und viele von ihnen leben alleine und sind nicht berufstätig. Nur 18 Prozent der Nutzer sind fähig, gezielt im Internet zu recherchieren und nur 23 Prozent können am Computer einen Brief schreiben. Begriffe wie "E-Mail" oder "Homepage" sind vielen der Nutzer unbekannt.

  • Gelegenheitsnutzer
  • Diese Nutzertypen sind durchschnittlich 41,9 Jahre alt, 55 Prozent von ihnen sind Frauen und sie verfügen überwiegend über eine einfache oder mittlere formale Bildung. Nur 20 Prozent von ihnen nutzen privat den Computer über zwei Stunden am Tag und nur 9 Prozent nutzen mehr als zwei Stunden am Tag das Internet. 31 Prozent von ihnen verfügen außerdem über mobiles Internet. Gerne werden von den Gelegenheitsnutzern E-Maildienste genutzt oder sie recherchieren im Netz und vergleichen dort auch Preise.

  • Berufsnutzer
  • Der Berufsnutzer hat ein Durchschnittsalter von 42,2 Jahren und hier ist mit 85 Prozent der höchste Anteil der Berufstätigen zu finden. 33 Prozent der Berufsnutzer verdienen mehr als 2.500 Euro pro Monat, damit verfügt diese Nutzergruppe über ein durchschnittliches Haushaltseinkommen. 92 Prozent der Berufsnutzer besitzen zuhause einen PC beziehungsweise ein Notebook, bei 69 Prozent stehen am Arbeitsplatz ein Computer oder ein Notebook zur Verfügung. 15 Prozent der Nutzer haben den Zugang zu mobilem Internet. 78 Prozent von ihnen wissen, was eine Datensicherung ist und insgesamt sind bei dieser Nutzergruppe die administrativen Fähigkeiten, unter anderem Software installieren, gut vorhanden.

  • Trendnutzer
  • Diese Gruppe hat mit 78 Prozent den höchsten Männeranteil und das Durchschnittsalter liegt bei 35,9 Jahren. 40 Prozent in dieser Gruppe haben einen mittleren formalen Bildungsabschluss, 13 Prozent von ihnen sind Schüler. 96 Prozent der Nutzer verfügen über privaten Internetzugang, 83 Prozent nutzen sogar Breitband/ DSL als Zugangsmöglichkeit. Auch die Computer- und Internetkompetenzen sind ausgeprägt: 91 Prozent kennen sich mit Textverarbeitung aus, 70 Prozent können mit Tabellenkalkulation umgehen und 62 Prozent haben die Fähigkeit, eine Website ins Netz zu stellen.

  • Digitale Profis
  • Hier liegt das Durchschnittsalter bei 36,1 Jahren und 66 Prozent der Nutzer sind männlich. 81 Prozent aller digitalen Profis sind berufstätig: 97 Prozent nutzen zuhause den PC oder das Notebook und 84 Prozent verwenden dieses Equipment in geschäftlichen Zusammenhängen. 87 Prozent von ihnen haben DSL/ Breitband als Zugangsmöglichkeit zum Netz und 42 Prozent nutzen mobiles Internet. Die digitalen Profis verfügen über viel Fachwissen, 97 Prozent haben eine gute Vorstellung davon, was eine Datensicherung ist, 65 Prozent können den Begriff "Blog" erklären und 93 Prozent haben Kenntnisse von Passwortschutz.

  • Digitale Avantgarde
  • Die Digitale Avantgarde ist im Durchschnitt 30,5 Jahre alt und 40 Prozent von ihnen haben einen Hochschulabschluss. 74 Prozent von ihnen sind berufstätig und 26 Prozent dieser Nutzertypen leben in Ein-Personen-Haushalten. Auch hier sind die Fachkompetenzen sehr hoch: 88 Prozent sind in der Lage, Software zu installieren, 93 Prozent verfügen über Suchkompetenz und 62 Prozent von ihnen können Websites ins Netz stellen. 89 Prozent haben einen privaten Internetzugang und 50 Prozent von ihnen gehen mit dem Handy ins Netz.

    Weitere Informationen zur Studie "Digitale Gesellschaft - Sechs Nutzertypen im Vergleich" entnehmen Sie bitte dem ePaper, das als Download für Sie bereit steht.



Download vorhanden  "Initiative D21: 55 Prozent der Gelegenheitsnutzer sind Frauen" herunterladen
(tml, 0.005 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.digitale-gesellschaft.info/


Im Angebot der SDC seit 19.03.10 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Medienkompetenz, Mediennutzung allgemein, Internetzugang, Breitband/DSL, Email






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