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Der mobile Unterschied: Studie zur Nutzung der I und K-Technologien

Quelle: Pew Internet & American Life Project vom 27.03.09

Das Pew Internet & American Life Project arbeitet gemeinnützig und veröffentlicht Informationen über Verhalten und Trends der US-Amerikaner und der restlichen Welt. Die Initiative ist eines der sieben Projekte des Pew Research Centers und hat jetzt einen neuen Report zum Thema "Der mobile Unterschied" veröffentlicht. Um besser untersuchen zu können, welchen Einfluss verkabelte und mobile Informations- und Kommunikationsgeräte auf das Verhalten der US-amerikanischen Nutzer haben, wurden die Nutzer in zehn verschiedene Typen eingeteilt und ihr Verhalten bezüglich Vorlieben und Neigungen untersucht.

Der Report sagt, dass diejenigen, die sich auf beweglichem Wege an Informations- und Kommunikationstechnologien anschließen könne, auch aktiver in Bezug auf das digitale Leben agieren. Fünf der insgesamt zehn Gruppen, sie machen etwa 39 Prozent der erwachsenen Bevölkerung aus, haben bemerkt, dass die Häufigkeit ihre Internetnutzung in dem Maße zunahm, in dem das Vertrauen in mobile Geräte wuchs. Zum Vergleich: 14 Prozent der US-Amerikaner sind bisher noch vollkommen weg vom Netz.

Die meisten drahtlosen US-Amerikaner bewerten die mobile Beschleunigung in Bezug auf ihre digitalen Angewohnheiten positiv. Zu den fünf Gruppen, die sich durch die Mobilität motiviert fühlen und zu denen 39 Prozent der US-Amerikaner gehören, zählen: Die Gruppe der "digitalen Kollaborateure", das sind acht Prozent der Erwachsenen. Sie vertiefen sich in den digitalen Lifestyle, um sich mit anderen Online-Nutzern auszutauschen. Eine weitere Gruppe ist die der "Media Movers", sie machen sieben Prozent aus und nutzen ihre Informationsapparate als Plattform, um digitalen Inhalt mit anderen auszutauschen.

Die "Roving Nodes" (übersetzt: Faserknoten), das sind neun Prozent der Nutzer, setzten mobile Verbindung ein, um persönliche Produktivität zu nutzen. Die "ambivalenten Netzwerker" sind zusammengesetzt aus sieben Prozent der US-Amerikaner, die mobile Verbindungen gerne für soziale Netzwerke nutzen, aber gereizt sind, weil sie für andere so erreichbar sind. Außerdem gibt es die Gruppe der "Mobilen Neuen", sie machen acht Prozent aus und haben sich gerade an Mobiltelefone gewöhnt.

Die übriggeblieben 61 Prozent der erwachsenen US-Amerikaner sind die eher unbewegliche Mediennutzermehrheit. Viele von ihnen sind zufrieden, an eine Breitbandverbindung angeschlossen zu sein, um zu kommunizieren und sich auszutauschen. Die Nutzer dieser fünf Gruppen verwenden ihre mobilen Geräte hauptsächlich zum Telefonieren und weniger zum Verbinden mit dem Internet. Außerdem finden sie hereinkommende Nachrichten oft aufdringlich. Weitere Informationen zum Report entnehmen Sie bitte dem Download.



Download vorhanden  "Der mobile Unterschied: Studie zur Nutzung der I und K-Technologien" herunterladen
(pdf, 3.448 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.pewinternet.org/Press-Releases/2009/The-Mobile-Difference.a spx


Im Angebot der SDC seit 27.03.09 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Neue Technologien, Mediennutzung allgemein





Ausstattung, Nutzung und Bedürfnisse digitaler Technologien im sozialen Wohnungsbau

von: Mario Kranz, Daniel O. Maerki, Andrea Schikowitz, Das Fernlicht vom 01.12.06

Ausstattung, Nutzung und Bedürfnisse digitaler Technologien im sozialen und kommunalen Wohnungsbau in Österreich

Das Fernlicht - ein in Wien ansässiges internationales Kompetenzzentrum für Zukunft & Lebenswelten, das vorrangig an der Schnittstelle zwischen Technologie und Gesellschaft arbeitet, hat im Jahr 2006 eine vergleichende Ist-Analyse der Ausstattung, Nutzung und Bedürfnisse in Bezug auf digitale Technologien im sozialen und kommunalen Wohnbau durchgeführt. Durch die rasante Entwicklung im Bereich der Digitalisierung und Vernetzung wird die Handhabung der digitalen Angebote im Wohnbereich immer komplexer. Es werden neue Anwenderkenntnisse erforderlich sein, die nicht allen Menschen in gleicher Weise gegeben sind. In diesem Zusammenhang führt die wachsende soziale Ungleichheit zu unterschiedlichen Nutzungsintensitäten.

In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob und inwiefern es innerhalb der einzelnen Wohnhausanlagen zu einer Verdichtung von Personen mit bestimmten individuellen Handlungsmöglichkeiten (Geld, Wissen, HilfestellerInnen, Alter, Geschlecht) kommt und wie sich dies auf die Nutzung bzw. das Anwenderwissen auswirkt. Weiterhin sollte herausgefunden werden, ob bestimmte Personengruppen aufgrund dieser Verdichtung benachteiligt werden. Dazu wurden drei unterschiedliche Wohnobjekte aus dem sozialen und kommunalen Wohnbau mit verschieden hohem technischen Ausstattungsgrad gegenübergestellt und die unterschiedlichen Nutzungsweisen der einzelnen Haushalte miteinander verglichen.

Es wurden Daten über das Haushaltsnettoeinkommen, die Haushaltsgröße, die Bildung und Anzahl der HilfestellerInnen ermittelt und mit dem Alter und Geschlecht der Befragten in Verbindung gebracht.

Die wichtigsten Ergebnisse:
Die untersuchten Haushalte sind überdurchschnittlich gut mit Computern und Zubehör ausgestattet. Das hat gesellschaftliche Bedeutung, da Computer offensichtlich kein reines "Luxusgut" mehr darstellen. Damit wird durch den Aspekt des möglichen Nicht-Besitzes von IuK-Technologien eine (neue) Form der Ungleichheit erzeugt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass trotz Besitz eines Computers die Anwendungskompetenz oft eher niedrig ist. Dem könnte gezielt durch Schulungen entgegengewirkt werden.

Die Studie ergab, dass Mehrpersonenhaushalte aufgrund höherer Haushaltsnettoeinkommen über eine bessere Ausstattung als Einzelhaushalte verfügen. Haushalte mit Kindern sind besser mit technischen Geräten ausgestattet, weil Computer und oft auch Internet für die Ausbildung meist vorausgesetzt werden. Bildung wirkt sich auf die Ausstattung mit Computern positiv und Alter (über 50 Jahre) negativ aus. Die Nutzung von IuK-Technologie ist daher eine Frage der Generationen, weil Kinder selbstverständlich damit aufwachsen, während die Generation 50plus sich oft ganz neu darauf einlassen muss.

Bestimmte Personengruppen haben zwar den Willen zur Nutzung von IuKTechnologien, jedoch Schwierigkeiten bei der Anwendung bzw. sind stärker auf die Hilfe anderer Personen angewiesen. Drei Viertel der Befragten bitten bei Technik- oder Anwendungsproblemen andere Personen um Rat und Hilfe. Damit zeigt sich sehr deutlich der Wert des persönlichen sozialen Netzwerkes für die Lösung von Schwierigkeiten der einzelnen Personen - umgekehrt kann sich das Fehlen eines sozialen Netzwerkes auf die Handlungsoptionen der Menschen auswirken.

Ein hohes Interesse an Technik zeugt auch von einer positiven Grundeinstellung, dies ist zum Erlernen (neuer) technischer Anwendungen und Funktionen wichtig. Menschen wollen im Umgang mit Technologie gefordert, aber nicht überfordert werden, da sie sonst schnell das Interesse verlieren. Die Studie steht hier in einer Zusammenfassung im Umfang von 15 Seiten zur Verfügung, eine Langfassung kann bei 'Das Fernlicht' erfragt werden.

Download vorhanden  "Ausstattung, Nutzung und Bedürfnisse digitaler Technologien im sozialen Wohnungsbau" herunterladen
(pdf, 0.266 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.dasfernlicht.com/


Im Angebot der SDC seit 25.07.07 (jcr)

Verwandte
Themenbereiche:
Medienkompetenz, Mediennutzung durch SeniorInnen / Aktivitäten für SeniorInnen, Mediennutzung durch sozial Benachteiligte / Aktivitäten für sozial Benachteiligte, Mediennutzung durch Arbeitslose / Aktivitäten für Arbeitslose, Mediennutzung durch Risikogruppen / Aktivitäten für Risikogruppen, Mediennutzung durch Menschen mit Migrationshintergrund / Aktivitäten für Menschen mit Migrationshintergrund, Städte / urbane Regionen, Zielsetzung, Vorgehensweise zur Überwindung der Digitalen Spaltung, Forschung, Infrastruktur






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