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Initiative D21 e.V. gibt wichtige Tipps für das sichere Surfen im Netz

Quelle: Initiative D21 vom 11.03.11

Die Initiative D21 e.V. hat in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium der Justiz die Broschüre "Gut zu Wissen! Sicher surfen - sicher handeln" veröffentlicht: Das Ziel ist es, mit praktischen Tipps über die sichere Nutzung von Internet-Diensten aufzuklären. Beim Online-Einkauf sollten Nutzer unter anderem verschiedene Kriterien beachten: Seriöser Eindruck der Webseite, Angaben von Versand- sowie Gesamtkosten und die Einhaltung der Impressumpflicht. Seriöse Webseiten zeichnen sich unter anderem durch ein Gütesiegel aus. Findige Betrüger fälschen manchmal ein solches Siegel. Daher werden die vier gültigen Siegel, mit denen Internet-Shops in Deutschland zertifiziert werden können, vorgestellt. Diese sind s@fer shopping, Trusted Shops, das Datenschutz-Gütesiegel ips und EHI Geprüfter Online-Shop.

Die aktuelle Publikation stellt drei Verfahren vor, mit deren Hilfe persönliche Daten oder Vorlieben von Nutzern gesammelt werden: Cookies dienen dazu, den Nutzer zu identifizieren und ihm bei einer Wiederkehr auf dem Portal bestimmte Waren anzubieten. In diesem Fall haben Cookies Daten des Nutzers gespeichert und die Datenbank des Webauftritts konnte seine Vorlieben identifizieren. Bei einer Webanalyse wird vom Anbieter ein Cookie auf den Browser des Nutzers gesetzt, um seinen Weg im Netz zu verfolgen. Webumfragen (auch "Behavioral Targeting" genannt) dienen außerdem dazu, persönliche Informationen des Nutzers zu erhalten und das Surfverhalten des Nutzers zu analysieren. Nutzer sollten daher bei jeder Beendigung der Internetsitzung die Cookies im Browser löschen. Alternativ können auch Cookies von bestimmten Anbietern gesperrt oder gelöscht werden.

Ein weiteres Sicherheitsproblem im Internet ist Identitätsdiebstahl: In diesem Fall gibt ein Nutzer vor, eine andere Person zu sein und nutzt den Schutz der Anonymität aus, um in dessen Namen Waren oder Dienstleistungen zu bestellen. Identitätsdiebstahl dient auch dazu, in die Rolle eines Anderen zu schlüpfen und dann ungestraft Nutzer zu beleidigen und zu beschämen. Die Weitergabe persönlicher Informationen, insbesondere Hobbies und Namen guter Freunde, sollte sehr sorgfältig überlegt werden. Ein weiteres Problem ist das Phishing, der Kunstbegriff setzt sich aus den Wörtern "Password" und "fishing" (Fischen) zusammen. Geldinstitute und seriöse Wirtschaftsunternehmen werden ihre Kunden nicht per E-Mail dazu auffordern, darin angeführte Links von Webseiten anzuklicken und vertrauliche Daten einzugeben. Genau das ist aber oft der Inhalt von Phishing-Mails, die von Betrügern leicht gefälscht werden können. Sind Onliner unsicher, ob sie eine Phishing-Mail erhalten haben, sollten sie mit dem Geschäftspartner in Kontakt treten.

Aktuell wird in den Medien viel über das Thema "Abofallen" berichtet. Dabei versuchen Anbieter den Nutzern einen Vertrag unterzuschieben, obwohl bestimmte Online-Angebote zunächst kostenlos erscheinen. Das Problem: Die tatsächlichen Kosten werden auf der Webseite verschleiert. So werden beispielsweise Hausaufgabenhilfen, Kochrezepte oder Software auf den ersten Blick kostenlos angeboten und der Nutzer soll lediglich seinen Namen und seine Adresse eingeben. Mit der Preisgabe dieser Daten wird dann jedoch ein Abonnement abgeschlossen und bei Nichtzahlung erhalten Nutzer oft Drohbriefe von den Betreibern. Wichtige Indizien für kostenpflichtige Angebote können außerdem sein: Schriftfarben, die sich schlecht vom Hintergrund unterscheiden und ein auffälliger Fließtext am äußersten Rande der Website. Wenn Nutzer in eine Abofalle getappt sind, raten die Experten der Broschüre, in jedem Fall Ruhe zu bewahren und niemals sofort zu bezahlen. Zudem sollten Surfer sich nicht einschüchtern lassen und den Anbieter schriftlich darauf hinweisen, dass kein Vertrag geschlossen wurde. Auch sollte der Vertrag vorsorglich widerrufen werden. Weitere Informationen zur Publikation "Gut zu Wissen! Sicher surfen - sicher handeln" entnehmen Sie bitte dem deutschsprachigen Download.



Download vorhanden  "Initiative D21 e.V. gibt wichtige Tipps für das sichere Surfen im Netz" herunterladen
(pdf, 1.076 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.initiatived21.de/


Im Angebot der SDC seit 11.03.11 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Datenschutz, Verbraucherschutz, Mediennutzung allgemein, E-Commerce, Internetdienste, Internet, Sicherheit





"Spielregeln im Internet - Durchblicken im Rechtedschungel"

vom 21.01.11

Das Projekt iRights.info ist ein Informationsangebot zum Urheberrecht in der digitalen Welt und hat in Kooperation mit der EU-Initiative klicksafe die Broschüre "Spielregeln im Internet - Durchblicken im Rechtedschungel" veröffentlicht. Das Besondere: Die Publikation ist unter der freien Creative Commons Lizenz veröffentlicht worden und kann bei Angabe der Herausgeber in unveränderter Fassung zu nicht kommerziellen Zwecken öffentlich verbreitet werden.

Der Hintergrund der Publikation: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, Urheber- und Persönlichkeitsrechte können aus Unkenntnis durch das Herunterladen von Dateien verletzt werden. Die Folgen sind Abmahnungen, Unterlassungserklärungen und Schadensersatzforderungen. Die Broschüre beleuchtet daher in acht Kapiteln Themen, die sich unter anderem mit Datenschutz in sozialen Netzwerken, Cyber-Mobbing sowie Streaming und Downloading befassen. Ziel ist es, zur sicheren Nutzung des Internet einen wichtigen Beitrag zu leisten.

Das Kapitel "Datenschutz in sozialen Netzwerken - Meine Daten gehören mir" nennt Aspekte, die es zum Schutz der Privatsphäre zu beachten gilt. Im Hinblick auf die Datensparsamkeit sollten sich Nutzer fragen, ob ihnen die Preisgabe der persönlichen Informationen später peinlich oder unangenehm sein könnte. Das Motto "Erst nachdenken, bevor etwas veröffentlicht wird" ist hier ausschlaggebend. Zudem sollte daran gedacht werden, dass auch über soziale Netzwerke Viren oder Spionageprogramme zum Auskundschaften von Passwörtern verbreitet werden können. Nachrichten von einigen so genannten Freunden sollten daher mit Misstrauen behandelt werden.

Zu den Schattenseiten des Internet zählt das Phänomen Cyberbullying, dahinter verbirgt sich das Ausgrenzen, Belästigen und Herabwürdigen anderer Internetnutzer. Das Kapitel "Cyber-Mobbing, Cyberbullying und was man dagegen tun kann" verdeutlicht das Problem: Bei dieser Form des Mobbings können die Täter anonymer bleiben als in der realen Welt, daher sinken die Hemmschwellen im Netz eher. Cyberbullying kann beispielsweise auftreten, wenn Freundschaften zerbrechen oder Konflikte im Arbeitsleben nicht verarbeitet werden. Wenn so ein Fall auftritt, sollten Internetnutzer den Webseitenbetreiber informieren. Juristisch betrachtet können Opfer zivilrechtlich gegen Cyberbullying vorgehen: Maßnahmen sind unter anderem Abmahnungen oder Unterlassungsklagen.

Der Beitrag "Fremde Inhalte auf eigenen Seiten" zeigt, wie schnell es beim Einstellen fremder Fotos oder Texte zu Urheberrechtsproblemen kommen kann. Nutzer sollten wissen, dass es erlaubt ist, einzelne Kopien von fremden Werken zum "privaten oder sonstigen eigenen Gebrauch" zu machen. Wer diese Inhalte jedoch auf seine Webseite stellt, präsentiert sie einer breiten Öffentlichkeit und das ist kein privater Gebrauch mehr. Nutzer, die bei der Veröffentlichung von fremden Inhalten ganz sicher gehen wollen, sollten Creative Commons Lizenzen nutzen. Die Rechteinhaber legen dabei fest, ob die Werke inhaltlich verändert und für kommerzielle Zwecke genutzt werden dürfen. Die Lizenzen sollten daher genau durchgelesen werden. Eine Fundgrube für lizenzfreie Fotos ist beispielsweise Flickr.com.

Weitere Informationen zur Broschüre "Spielregeln im Internet - Durchblicken im Rechtedschungel" entnehmen Sie bitte dem Download.



Download vorhanden  ""Spielregeln im Internet - Durchblicken im Rechtedschungel"" herunterladen
(pdf, 1.850 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.irights.info


Im Angebot der SDC seit 21.01.11 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Datenschutz, Verbraucherschutz, Medienkompetenz, Mediennutzung allgemein, Internetdienste, Internet





Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit: Tipps für sicheres Surfen

Quelle: Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit vom 08.11.10

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit hat aktuell das Faltblatt "Sicheres Surfen im Internet -so schützen Sie sich!" veröffentlicht. Das Ziel ist es, Nutzer für die Gefahren des Web 2.0 zu sensibilisieren: In sozialen Netzwerken wie Facebook oder bei der Personalisierung von Webseiten besteht die Gefahr, dass private Daten gestohlen oder für illegale Zwecke missbraucht werden.

Bei der Computernutzung in öffentlichen Räumen ist das Sicherheitsrisiko auf Grund möglicher Überwachungssoftware außerdem schlecht einzuschätzen, daher sollten nur wenige private Informationen preisgegeben werden. Zuhause sollten Nutzer darauf achten, nicht auf gefälschte Internetseiten zu gelangen, auf denen Passwörter oder Bankdaten abgefragt werden. Wenn Betrüger versuchen, über gefälschte WWW-Adressen an sensible Daten zu gelangen, wird dieser Vorgang "Phishing" (zusammengesetzt aus den Wörtern "Password" und "Fishing") genannt.

Die sicheren Surftipps sind unter anderem:

  • Nutzer sollten regelmäßig eine Firewall installieren und diese auch in Abständen aktualisieren.
  • Online Banking in Internetcafés sollte vermieden werden, um Datenmissbrauch vorzubeugen.
  • Cookies sollten regelmäßig im Browser gelöscht werden. Ein Cookie ist eine kleine Datei, die es einem Web-Server ermöglicht, auf einem PC Informationen zu hinterlegen und ein Nutzerprofil anzulegen.
  • Nutzer sollten achtsam mit unbekannten E-Mails umgehen und verdächtige Mails im Zweifel löschen, ohne sie zu öffnen.
  • Internetnutzer sollten nur Programme von vertrauenswürdigen Quellen herunterladen.

Weitere Informationen zum Thema "Sicheres Surfen im Internet" entnehmen Sie bitte dem Download.



Download vorhanden  "Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit: Tipps für sicheres Surfen" herunterladen
(pdf, 0.041 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.bfdi.bund.de/cln_136/DE/Home/homepage_kurzmeldungen2010/Fly erSicheresSurfen.html?nn=408908


Im Angebot der SDC seit 08.11.10 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Datenschutz, Verbraucherschutz, Regierungsaktivitäten auf Bundesebene, Mediennutzung allgemein, Internet





"Mobile Web Watch 2011": 56 Prozent der Deutschen nutzen ihr Smartphone beruflich und privat

von: Yvonne Zerbe
Quelle: Accenture vom 16.08.11


Das Unternehmen Accenture ist ein international führender Technologiedienstleister und hat in der aktuellen Studie "Mobile Web Watch 2011" die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung des mobilen Internet untersucht. Zur Datenerhebung wurden im Januar 2011 mehr als 4.000 Verbraucher in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt: 14 Millionen Deutsche (28 Prozent) surfen mit dem Handy im Netz. Zudem sind 58 Prozent täglich mobil online, um Dienste wie E-Mail oder Downloads zu nutzen. Der Ländervergleich zeigt, dass die mobile Internetnutzung in Österreich und der Schweiz deutlich höher ist: 42 Prozent der Österreicher und 44 Prozent der Schweizer nutzen ihr Mobiltelefon für die mobile Internetnutzung.

Bei der Betrachtung der Altersstruktur der Onliner, die in Deutschland mit dem Handy ins Netz gehen, sind Unterschiede erkennbar. So sind 35 Prozent zwischen 14 und 19 Jahre alt und 33 Prozent sind zwischen 30 und 39 Jahre alt. Zudem sind 27 Prozent der mobilen Onliner zwischen 40 und 49 Jahre alt und 15 Prozent sind 50 Jahre alt und älter. Auch im Hinblick auf die mobilen Nutzungsgewohnheiten von Männern und Frauen zeigen sich Differenzen: 37 Prozent der Männer und 17 Prozent der Frauen sind mobil im Netz unterwegs. Die Studie macht jedoch auch deutlich: Frauen, die mit dem Handy im Netz sind, interessieren sie sich eher für die mobile Kommunikation als Männer. In 2011 nutzen 59 Prozent der Frauen das Handy, um ihre Kontakte in Online-Communities zu pflegen. Bei den Männern sind es lediglich 18 Prozent.

Mobile Geräte wie beispielsweise das Smartphones haben laut der Studienexperten insbesondere eine wichtige Bedeutung für Berufstätige: 56 Prozent der deutschen, die beruflich ein Smartphone nutzen, setzen es auch für den Zugriff auf mobile Onlinedienste ein. Zum Vergleich: Bei denjenigen Nutzern, die das Smartphone nur privat nutzen, sind es 25 Prozent. Außerdem sind 40 Prozent der Smartphones von Nutzern, die das Gerät beruflich einsetzen, jünger als ein Jahr alt. Bei den Privatnutzern verfügen 29 Prozent über ein hochmodernes Gerät, das jünger als ein Jahr alt ist. Außerdem verwenden 64 Prozent der Befragten, die in einem Büro tätig sind, für ihre mobile Internetnutzung überhaupt keine Netbooks oder Laptops mehr. Bei den privaten Onlinern sind es 47 Prozent.

Ein Gerät, das derzeit den Markt der mobilen Internetnutzung erobert, ist der Tablet-PC. Laut der Experten von Accenture wird sich die Verbreitung des Gerätes in den nächsten Jahren steigern. Derzeit verbinden sich 3 Prozent der Studienteilnehmer via iPad und anderen Tablets mit dem Internet. Insgesamt 21 Prozent der Tablet-Besitzer nutzen außerdem mehrmals täglich Dienste wie E-Mail, Internet oder Downloads. Zum Vergleich: Bei den privaten Nutzern sind es 32 Prozent und bei den beruflichen Nutzern 11 Prozent. Bei der Frage, wie häufig der Tablet-PC in den letzten 12 Monaten bei verschiedenen Gelegenheiten zur Nutzung des Internet zum Einsatz gekommen ist, wird erkennbar: 36 Prozent verwenden den Tablet-PC häufig zuhause, um die Dienste des Internet zu nutzen. 53 Prozent gehen bei Freunden, Bekannten oder Verwandten häufig mit dem Tablet-PC ins Netz. Auch nutzen 56 Prozent der Befragten Tablets häufig unterwegs (im Zug, in der U-Bahn oder am Flughafen), um auf das Internetangebot zurückzugreifen.

Bei der mobilen Internetnutzung ist auch der Sicherheitsaspekt ein wichtiges Thema geworden. In Deutschland befürchten 47 Prozent der Nutzer, dass ihre persönlichen Daten ausspioniert werden könnten. Zum Vergleich: In Österreich haben 36 Prozent Angst vor Datenmissbrauch und in der Schweiz sind es 36 Prozent. Im Hinblick auf allgemeine Sicherheitsbedenken bei der mobilen Onlinenutzung macht der Ländervergleich klar: In Deutschland haben 22 Prozent der Onliner, die mit dem Handy im Netz sind, keine Angst vor Viren, Schadprogramme oder dem Ausspionieren von Zugangsdaten. In Österreich machen sich 36 Prozent der mobilen Onliner keine Gedanken über diese Themen und in der Schweiz sind es 33 Prozent.

Weitere Informationen zur Studie entnehmen Sie bitte dem Download in deutscher Sprache.



Download vorhanden  ""Mobile Web Watch 2011": 56 Prozent der Deutschen nutzen ihr Smartphone beruflich und privat" herunterladen
(pdf, 2.541 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.accenture.com/de-de/Pages/insight-mobile-web-watch-2011.asp x


Im Angebot der SDC seit 16.08.11 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Mediennutzung allgemein, Internetzugang, Internetdienste, Internet, Sicherheit, WLAN/Hotspots





22. Tätigkeitsbericht zum Datenschutz für die Jahre 2007-2008 erschienen

Quelle: Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit vom 23.04.09

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit hat am 21. April 2009 den "22. Tätigkeitsbericht zum Datenschutz für die Jahre 2007 und 2008" an den Präsidenten des Deutschen Bundestages überreicht. Der Bericht greift aktuelle Themen auf, weißt auf Mängel in der in der Datensicherheit hin und zieht Bilanz: Es wird darauf hingewiesen, dass die Transparenz im Hinblick darauf, welche persönlichen Daten eines Einzelnen durch die Komplexität des Internets und anderer Technologien veröffentlich werden, heutzutage erschwert wird. Datenschutzklauseln stiften laut Bericht eher Verwirrung beim Anwender, daher sei es wichtig, die neuen Technologien datenschutzgerecht zu entwickeln.

Der Report nennt Probleme und Entwicklungen des Datenschutzes in den wichtigsten gesellschaftlichen Bereichen. In Bezug auf das Wirtschaftssystem wird beispielsweise auf eine Einstellungsänderung im Hinblick auf das Recht der informationellen Selbstbestimmung hingewiesen. Dieses Recht impliziert einerseits Freiheit, andererseits jedoch auch eine erhöhte Wachsamkeit im Zuge einer sich rasant entwickelnden Informationsgesellschaft. Diese Selbstverantwortung scheitert jedoch in mancher Hinsicht an der Digitalen Spaltung, daher wird betont, dass der Staat den Bürger schützen müsse.

Im Bereich "Rechtswesen und Innere Verwaltung" wird erläutert, dass der Datenschutz meldepflichtiger Bürger einer Reform bedarf. Zudem weist der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar, darauf hin, dass das Bundesmeldegesetz und die Entwicklung eines zentralen Bundesmelderegisters (BMR) auch unter Einbeziehung neuer Kommunikations- und Informationstechnologien an aktuelle gesellschaftliche Bedürfnisse angepasst werden muss. Peter Schaar betont, dass ein Bundesmelderegister mit allen wichtigen Bürgerdaten zu tief in das Datenschutzrecht eines Einzelnen eingreifen würde und dies auch den Datenmissbrauch vorantreiben könne. Zudem dürfe das BMR nicht den Weg für Zusammenführung persönlicher Daten aus unterschiedlichen Quellen ebnen.

Der Bereich "Elektronische Identität" beschäftigt sich mit persönlicher Anonymität, die sich im Hinblick auf Chipkarten, E-Government oder Internetnutzung zunehmend schwieriger gestaltet. Überall hinterlegen Bürger ihre Datenspuren, problematisch daran ist, dass einzelne Daten wiedererkannt und zugeordnet werden könnten. Die Folgen: Der Missbrauch persönlicher Daten hat sich in den letzten Jahren beispielsweise in den Bereichen Kreditkartenbetrug oder Bankbetrug drastisch erhöht. Der Schutz für Identitätsmissbrauch ist daher laut Tätigkeitsbericht unumgänglich, dazu gehört jedoch auch, dass die Bürger bei der Nutzung digitaler Angebote so wenig persönliche Daten wie möglich von sich offenlegen müssen.

Peter Schaar weist daher auf die Dringlichkeit eines modernen Identitätsmanagement hin, das bestimmte Anforderungen einzuhalten hat. Hierzu gehört unter anderem, die zentrale Zusammenführung von Identitätsdaten zu unterbinden und die Offenlegung von Datenpannen. Der vollständige "22. Tätigkeitsbericht des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit" steht auch hier zum Download bereit.



Download vorhanden  "22. Tätigkeitsbericht zum Datenschutz für die Jahre 2007-2008 erschienen" herunterladen
(pdf, 3.733 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.bfdi.bund.de/cln_027/nn_533554/DE/Oeffentlichkeitsarbeit/Pr essemitteilungen/2009/PM12__UebergabeTB.html


Im Angebot der SDC seit 23.04.09 (yze)

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Themenbereiche:
Datenschutz, Medienkompetenz, Mediennutzung allgemein





Privatsphärenschutz in Soziale-Netzwerke-Plattformen

von: Andreas Poller, Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie Darmstadt vom 02.10.08

Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie hat in der kürzlich veröffentlichen Studie "Privatsphärenschutz in Soziale-Netzwerke-Plattformen" sieben soziale Netze im Bezug auf die jeweiligen Datenschutzmaßnahmen untersucht und dabei zum Teil erhebliche Mängel aufgedeckt.

Auf den internetbasierten Plattformen bilden die Anwender ihre Beziehungen zu anderen Personen ab, wobei die dort verarbeiteten Daten fast ausschließlich personenbezogener Natur sind. Entsprechend hoch ist das Gefährdungspotential, wenn Sicherheitsschwachstellen existieren und Schutzmechanismen fehlen. Die Wissenschaftler prüften unter anderem Aspekte wie die Zugriffskontrolle und ihre Steuerungsmöglichkeit, die Standardkonfiguration sowie Verschlüsselungsmöglichkeiten der Angebote im Internet.

Die Forscher meldeten sich als Nutzer bei myspace, facebook, studiVZ, wer-kennt-wen, lokalisten, XING und LinkedIn an. Dort versuchten sie beispielsweise, von außen auf eingegebene Daten zuzugreifen und konnten mit Hilfe spezieller Suchmaschinen geschützte nicht explizit freigegebene Bilder oder persönliche Daten auslesen. Dies war zum Teil sogar noch nach Löschung der Mitgliedschaft möglich, was große Gefahren birgt, wie z.B. Opfer von einem Phishing- oder Hackerangriff zu werden.

Als Bewertungsgrundlage für alle Tests wurde ein Kriterienkatalog erarbeitet, der spezielle Gefährdungen von Social Network Plattformen beinhaltet. Keine der untersuchten Plattformen konnte alle Ansprüche zur vollsten Zufriedenheit erfüllen, zum Teil raten die Tester sogar von der Nutzung bestimmter Dienstfunktionen ab.

Dieser Test bietet methodisch bedingt keine umfassende Sicherheitsanalyse und liefert keine Aussagen darüber, inwiefern die Dienstbetreiber rechtlichen Datenschutzanforderungen nachkommen. Er kann den Nutzern dieser Angebote jedoch wertvolle Hinweise zur sicheren Anwendung geben und den Dienstanbietern Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen.

Die Studie ist unter www.sit.fraunhofer.de downloadbar.



Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.sit.fraunhofer.de


Im Angebot der SDC seit 02.10.08 (sbe)

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Themenbereiche:
Datenschutz






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