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Effektive Betrugsbekämpfung im Internet
Quelle: PM Bundesministerium des Inneren vom 22.09.05

Betrugsbekämpfung im Internet - Nutzeraufklärung sowie intensive Kooperation zwischen Wirtschaft und Bundesregierung weiter im Fokus
Bundesinnenminister Otto Schily und die Initiative D21, haben am 22. September den Abschlussbericht der Projektgruppe 'Effektive Betrugsbekämpfung' vorgestellt. Die dort zu findenden Handlungsempfehlungen für Verbraucher, Wirtschaft und Verwaltung haben das Ziel, die Betrugsgefahr im Internet zu reduzieren.
Hierzu Bundesinnenminister Schily:
Die Projektgruppe hat mit ihrem Abschlussbericht eine beeindruckende Zusammenstellung vorgelegt, wie es um die Betrugsbekämpfung im Internet bestellt ist und Handlungsempfehlungen gegeben, mit denen die Sicherheit des Internets und damit das Vertrauen in dieses Medium gesteigert werden kann. Bundesregierung und Wirtschaft gemeinsam werden weiterhin die Nutzer über das Thema Online-Betrug aufklären, damit sie im Notfall Abwehrmaßnahmen gegen Betrugsversuche kennen und sie richtig einsetzen. Ein Ratschlag der Projektgruppe ist es zum Beispiel, insbesondere beim Erwerb hochpreisiger Waren mit Treuhandkonten zu bezahlen. Wir werden darüber hinaus den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Behörden und Unternehmen systematisieren, um gemeinsam Rahmenbedingungen und Lösungen für die tägliche, effektive Betrugsbekämpfung zu gestalten.'
Gerade private Internetnutzer müssen wissen, dass das Internet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten auch Risiken birgt. So sind zum Beispiel viele private Computer immer noch nicht ausreichend durch Firewalls gegen Angriffe durch Viren und Würmer geschützt. Auch bei Bankgeschäften oder Käufen im Internet sind vielfältige Betrugsmöglichkeiten gegeben. Ein Schwerpunkt der Projektgruppe war es, Betrugsmöglichkeiten im e-commerce, zum Beispiel im Online-Versandhandel und bei Online-Auktionen, aufzuzeigen.
Der Bericht der D21-Projektgruppe gibt einen Überblick zu möglichen Schutzmaßnahmen. Zudem werden Anlaufstellen genannt, bei denen Verbraucher Informationen und Hilfe bekommen. Dazu zählen beispielsweise das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
(BSI) oder die
Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes.
Die Informationen sowie der Abschlussbericht sowie weitere Hintergrundinformationen (Z.B. Datenmaterial zur Internetkriminalität) stehen auf den Seiten des Bundesministerium des Inneren (obiger Link) und auf den Seiten der
Initiative D21
bereit. Der unten folgende Link öffnet den Projektbericht "Effektive Betrugsbekämpfung" als Pdf.
"Effektive Betrugsbekämpfung im Internet" herunterladen
(pdf, 0.746 MB)
Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.bmi.bund.de/cln_012/nn_122688/Internet/Content/Nachrichten/ Pressemitteilungen/2005/09/Betrugsbekaempfung__Internet.html
Im Angebot der SDC seit 22.09.05 (jch)
- Verwandte
Themenbereiche:
- Datenschutz, Verbraucherschutz, E-Commerce, Sicherheit, Recht
Spyware - Spionageprogramme
von: Susannah Fox, PEW Internet & American Life Project
Quelle: PM, Übersetzung Anne Bausch, Jeanette Christu vom 06.07.05

Spyware-Programme sind Spionage-Programme, die sich heimlich auf dem Rechner mitinstallieren und dann das Verhalten der Nutzer überwachen oder den Browser unter ihre Kontrolle bringen. Sie sind mittlerweile zu einer Plage geworden, die Millionen Computernutzer heimsucht. Die vorliegende Studie belegt, dass die Bedrohung durch diese Programme zu Verhaltensänderungen der Internetnutzer geführt hat: 91 % sind vorsichtiger geworden, um nicht selbst zum Opfer zu werden.
Die Studienergebnisse basieren auf einer telefonischen Erhebung, die das Pew Internet & American Life Project (PIP) zwischen Mai und Juni 2005 an einer repräsentativen Stichprobe von 2,001 amerikanischen Internetnutzern ab 18 Jahren durchführte. Folgende Verhaltensänderungen wurden als Konsequenz auf Seiten der alarmierten Nutzer herausgefunden:
-
81 % der Internetnutzer geben an, dass sie keine E-Mail-Anlagen öffnen, wenn sie nicht von deren Sicherheit überzeugt sind.
- 48 % der Internetnutzer erklären, dass sie bestimmte Websites nicht mehr besuchen, weil sie befürchten, dass diese unerwünschte Programme auf ihren Computer laden.
- 25 % der Internetnutzer haben aufgehört, Musik- oder Videodateien aus P2P–Netzen herunterzuladen, um so unerwünschte Software-Programme zu vermeiden.
- 18 % der Internetnutzer sagen, sie hätten ihren Webbrowser gewechselt, um das Eindringen von Software zu verhindern.
Das vorsichtige Verhalten beruht dabei zu einem großen Teil auf tatsächlich gemachten schlechten Erfahrungen:
Ca. 93 Millionen Internetnutzer in den USA (68 %) berichteten über Probleme mit ihrem Computer, die möglicherweise von Spyware oder Viren verursacht wurden, obwohl sie sich zumeist nicht sicher waren, was genau die Gründe für die Rechnerprobleme waren (dies betrifft 60 % der Nutzer mit Rechnerproblemen). Etwa 25 % der Internetnutzer hatten neue Programme auf ihrem Computer, die sie nicht installiert hatten, oder neue Icons auf ihrem Schreibtisch, die aus dem Nichts aufgetaucht waren. Bei einem von fünf Internetnutzern (18 %) hatte sich auf unerklärliche Weise die Homepage verändert.
In ihrem Bericht weist die Geschäftsführerin von PIP, Susannah Fox, darauf hin, dass Nutzer mit privaten Breitbandanschluss und diejenigen, die ausgiebig und weit surfen, die größte Angriffsfläche für Spyware bieten. Mit am riskantesten ist es, P2P-Dienstleistungen herunterzuladen und Dateien über diese Netze zu tauschen, Websites für Erwachsene zu besuchen und Online-Spiele zu spielen.
"Im Hinblick auf Spyware führt Vertrautheit zu Missachtung. Je mehr Internetnutzer von diesen Programmen wissen, umso mehr wollen sie Alarm schlagen und sich schützen", so Fox. "Die Ergebnisse dieser Erhebung zeigen, dass Internetnutzer umso eher ihr Verhalten ändern, je mehr Erfahrung sie mit Spyware (und auch Adware) sammeln. Alarmierender jedoch ist die Vielzahl der Menschen, die sich mit geheimnisvollen Computerproblemen herumschlagen, aber nicht wissen, warum. Internetnutzer sind zunehmend frustriert und haben die Befürchtung, dass ihr eigenes Surfen sich ihrer Kontrolle entzieht."
Fazit:
49 % der Internetnutzer betrachten Spyware als eine ernsthafte Bedrohung ihrer Sicherheit im Internet. Viele sind der Meinung, man sollte Verbraucher stärker warnen und informieren, dass
Adware auf den Computer geladen werden kann, wenn man sich andere Software installiert. In vielen Fällen wird Adware installiert, wenn die Nutzer einer Nutzungsvereinbarung zustimmen. 73 % der Internetnutzer geben zu, dass sie diese Vereinbarungen häufig nicht lesen.
"Spyware - Spionageprogramme" herunterladen
(pdf, 0.113 MB)
Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.pewinternet.org/PPF/r/160/report_display.asp
Im Angebot der SDC seit 14.07.05 (jch)

Pew Internet & American Life Project
Das Pew Internet & American Life Project ist eine überparteiliche Non-Profit-Organisation mit Sitz in Washington, DC. Sie untersucht die sozialen Effekte des Internet auf das Leben in den USA.
Weitere inhaltlich zusammenhängende Materialien finden Sie hier.
- Verwandte
Themenbereiche:
- Datenschutz, Verbraucherschutz, Filterverfahren, Medienkompetenz, Mediennutzung allgemein, Sicherheit
Digitaler Verbraucherschutz - Verbraucherpolititk im modernen Kommunikations- und Medienzeitalter
von: Tile von Damm / Jan Schallaböck, PerGlobal - Perspektiven Globaler Politik vom 27.05.05
Kurzgutachten für das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
Das vorliegende Kurzgutachten von Mai 2005 beschreibt die Notwendigkeit einer verbraucherschutzpolitischen Konzeption zur Gestaltung der digitalen Gesellschaft. Die Berücksichtigung des Verbraucherschutzes tritt zunehmend insbesondere aufgrund der steigenden kommerziellen Bedeutung digitaler Medien zutage. Nach einer Analyse der Rahmenbedingungen skizziert der Bericht die Felder des Digitalen Verbraucherschutzes.
"Digitaler Verbraucherschutz - Verbraucherpolititk im modernen Kommunikations- und Medienzeitalter" herunterladen
(pdf, 0.202 MB)
Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.perglobal.org
Im Angebot der SDC seit 03.01.06 (jch)
- Verwandte
Themenbereiche:
- Datenschutz, Verbraucherschutz, Regierungsaktivitäten auf Bundesebene
Stopping Spam: Creating a Stronger, Safer Internet
von: Anti-Spam Task Force
Quelle: Information Distribution Centre Communications and Marketing Branch Industry Canada vom 17.05.05

Der Report "Stopping Spam: Creating a Stronger, Safer Internet" enthält die abschließenden Empfehlungen der Anti-Spam Task Force an die kanadische Regierung vom 17.05.05. Entwickelt wurden Vorschläge zur Bekämpfung von Spam und ähnlichen Bedrohungen der Sicherheit im Internet (wie Botnets, Spyware, Keylogger).
Die Anti-Spam Task Force wurde vor einem Jahr, im Mai 2004, anlässlich des Anti-Spam Action Plans der kanadischen Regierung ins Leben gerufen.
Der Report der Task Force empfiehlt der kanadischen Regierung zur wirksamen Bekämpfung von Spam klare Gesetze zu erlassen, die Spam und ähnliche Bedrohungen unter Strafe stellen und bestehende Gesetze anzupassen.
Die Anti-Spam-Force listet die E-Mail Aktion, die unter Strafe zu stellen sind, auf - z.B. falsche oder irreführende Header oder Betreff-Inhalte - und macht Vorschläge zum Strafmaß das auf die Missachtung der Gesetze folgen sollte.
Firmen, die ihre Produkte mit Spam bewerben lassen, sowie davon profitierende Dritte, sind nach den Empfehlungen der Spam Force, zur Verantwortung zu ziehen.
Darüber hinaus enthält der Report Best-Practice Tipps für das richtige E-Mail-Marketing - aber auch für den Privatnutzer sind die Tipps zum Schutz vor Spam und Phishing, sowie das Glossar mit den (englischen) Fachbegriffen empfehlenswert.
"Stopping Spam: Creating a Stronger, Safer Internet" herunterladen
(pdf, 1.633 MB)
Mehr Infos finden Sie unter:
http://e-com.ic.gc.ca/epic/internet/inecic-ceac.nsf/en/h_gv00248e.html
Im Angebot der SDC seit 01.06.05 (jch)
- Verwandte
Themenbereiche:
- Internationale Aspekte, Datenschutz, Verbraucherschutz, Filterverfahren, E-Commerce, Email
Spam and Phishing: US-Nutzer reagieren gelassener
von: Deborah Fallows, PEW Internet & American Life Project
Quelle: PEW - Internet Reports on Public Policy vom 10.04.05
Spam und Phishing (Mails mit Nachfragen nach persönlichen finanziellen Informationen):
E-Mail-Nutzer erhalten mehr Spam, aber die schädlichen Wirkungen dieser unaufgefordert geschickten Nachrichten nehmen ihrer Meinung nach ab. Über ein Drittel der E-Mail-Nutzer haben Phishing-Mails bekommen.
Über ein Jahr nach Inkrafttreten des CAN-SPAM-Gesetzes in Amerika geben E-Mail-Nutzer an, sie erhielten etwas mehr Spam als zuvor, aber es mache ihnen weniger aus.
Eine Untersuchung des Pew Internet & American Life Project, welches zwischen dem 13. Januar und dem 9. Februar 2005 2.201 Erwachsene ab 18 telefonisch interviewte, ergab Folgendes:
-
28 % der Nutzer mit einem persönlichen E-Mail-Account geben an, sie erhielten mehr Spam als vor einem Jahr, 22 % sagen, sie bekämen weniger.
- 21 % der Nutzer mit einem E-Mail-Account am Arbeitsplatz geben an, sie erhielten mehr Spam als vor einem Jahr, 16 %
- 53 % der E-Mail-Nutzer erklärten, wegen Spam hätten sie weniger Vertrauen in den E-Mail-Dienst; vor einem Jahr waren es noch 62 %.
- 22 % der E-Mail-Nutzer gaben an, wegen Spam hätten sie ihre E-Mail-Nutzung insgesamt reduziert; vor einem Jahr waren es 29 %.
- 67 % der E-Mail-Nutzer sagten, durch Spam werde der Aufenthalt im Netz unangenehm oder ärgerlich; vor einem Jahr sagten dies 77 %
Insgesamt klagte mehr als die Hälfte der Internet-Nutzer (52 %), Spam sei ein großes Problem.
Unter anderem wurde in der Untersuchung festgestellt, dass die Leute weniger Porno-Spam erhielten, eine besonders ärgerliche Form des Spam nach Meinung der meisten Nutzer, speziell der Frauen. 63 % der E-Mail-Nutzer geben jetzt an, sie hätten Porno-Spam erhalten - das sind acht Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Von diesen sagen 29 %, sie bekämen jetzt weniger Porno-Spam, während 16 % angeben, sie bekämen mehr.
In einer ersten Untersuchung des 'Phishing', d.h. unaufgefordert geschickter E-Mails, in denen nach persönlichen finanziellen Informationen gefragt wird, erklärten 35 % der Nutzer, sie hätten solche E-Mails bekommen; von ihnen haben 2 % geantwortet und die Informationen zur Verfügung gestellt.
"Spam and Phishing: US-Nutzer reagieren gelassener" herunterladen
(pdf, 0.408 MB)
Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.pewinternet.org/PPF/r/155/report_display.asp
Im Angebot der SDC seit 01.05.05 (jch)

Pew Internet & American Life Project
Das Pew Internet & American Life Project ist eine überparteiliche Non-Profit-Organisation mit Sitz in Washington, DC. Sie untersucht die sozialen Effekte des Internet auf das Leben in den USA.
Weitere inhaltlich zusammenhängende Materialien finden Sie hier.
- Verwandte
Themenbereiche:
- Internationale Aspekte, Verbraucherschutz, Forschung
Zur aktuellen Sicherheitslage im Internet
von: Herbert Kubicek, Stiftung Digitale Chancen vom 25.05.05
Dokumentation eines Vortrags zur konstituierenden Sitzung des AOL Sicherheitsrats am 25. Mai 2005 im Bundeskanzleramt. Das Dokument gibt mit Hilfe von 20 grafischen Darstellungen einen umfassenden und strukturierenden Überblick darüber, welche Aspekte mit dem Begriff der Sicherheit in Bezug auf das Internet insgesamt angesprochen werden, welche Maßnahmen zur Erhöhung dieser Sicherheit in Frage kommen, wo aktuell die Defizite und Umsetzungsprobleme liegen, was speziell Internet Provider tun können und auf welche Unterstützung und Zuarbeit sie dabei angewiesen sind.
"Zur aktuellen Sicherheitslage im Internet" herunterladen
(pdf, 0.494 MB)
Im Angebot der SDC seit 03.06.05 (jcr)
- Verwandte
Themenbereiche:
- Datenschutz, Verbraucherschutz, Jugendschutz, Filterverfahren, Internetpolitik