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Bildung für Berlin - Jugendmedienschutzbericht Berlin

von: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Berlin, Redaktion: Referat Jugendarbeit, Stefan Heinig vom 07.02.06

Buchtitel: Bildung für Berlin - Jugendmedienschutzbericht Berlin

Bericht über die Maßnahmen zum Jugendmedienschutz in Berlin

Der Berliner Senat hat auf Vorlage des Senators für Bildung, Jugend und Sport, Klaus Bögner, am 7. Februar 2006 den Bericht an das Abgeordnetenhaus über die ‚Maßnahmen zum Jugendmedienschutz Berlin’ beschlossen. Der Bericht stellt Maßnahmen und Programme des Berliner Senats zum Jugendmedienschutz vor. Er betont die besondere Wichtigkeit die der Förderung der Medienkompetenz zukommt.

Filterprogrammen seien zwar eine Möglichkeit, kinder- und jugendgefährdende Inhalte zu blockieren, aber sie können der Meinung des Senats zufolge keinen Ersatz für die Vermittlung von Medienkompetenz darstellen. Medienkompetenz wird als eine der wichtigsten Fähigkeiten für den individuellen Erfolg in der Informations- und Wissensgesellschaft gesehen und schließt den Erwerb sozialer Kompetenzen wie Team- und Konfliktfähigkeit ein. Soziale Kompetenz und Chancengleichheit entwickeln sich nicht als automatische Folge technischer Entwicklung. Der Medienkompetenz kommt zudem die Aufgabe zu, eine Ausweitung der Wissenslücke zwischen informierten und uninformierten jungen Menschen zu verhindern, denn die Chancen junger Menschen, Fähigkeiten und Kenntnisse im Umgang mit den neuen Medien zu erwerben, hängen immer noch sehr von der sozialen Stellung der Eltern ab. Medienkompetenz kommt auch angesichts der Tatsache, dass Computer und Internet zu einem festen Bestandteil heutiger Jugendkultur geworden sind, eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung zu. Sie ist Grundlage für Gegenwarts- und Zukunftschancen der jungen Generation und zudem die wichtigste Vorraussetzung für einen effektiven Jugendmedienschutz. Der selbstverantwortlicher Umgang mit dem Internet gewinnt vor dem Hintergrund der eingeschränkten Möglichkeiten das weltumspannende Internet zu regulieren, besondere Bedeutung.

Der Bericht stellt verschiedene Maßnahmen, Programme und Projekte vor, die Kindern und Jugendlichen, Pädagoginnen und Pädagogen und Erzieherinnen und Erziehern Medienkompetenz vermitteln können und gleichzeitig den Kinder- und Jugendmedienschutz zu gewährleisten:
  • In den Kindertagesstätten ist das Berliner Bildungsprogramm für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen bis zu ihrem Schuleintritt' Arbeitsgrundlage;
  • das IBM-Förderprogramm KidSmart' und die Bildungsinitiative von MicrosoftSchlaumäuse' unterstützen gegenwärtig in 208 Berliner Kindertagesstätten den Bildungsprozess der Kinder und der Erzieherinnen und Erzieher;
  • für die schulische Bildung wurde die Bildungsinitiative CidS! Computer in die Schule' erfolgreich umgesetzt und seit 2005 ist der eEducation Masterplan Berlin Handlungsschwerpunkt;
  • in der außerschulischen Bildung wird erfolgreich das Berliner Landesprogramm ,jugendnetz-berlin.de’ realisiert;
  • Projekte der Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen, medienpädagogischen Ausund Weiterbildung von Pädagoginnen und Pädagogen, Erzieherinnen und Erziehern und Multiplikatoren und im IT-Bereich sind Schwerpunkte bei der Förderung durch den Europäischen Sozialfonds.
Als Anlagen sind dem Bericht beigefügt:
  • Informations- und Beratungsangebote zur Medienpädagogik und zum Kinder- und Jugendschutz,
  • zusammenfassende Informationen zum IBMFörderprogramm KidSmart in Berlin
  • zum Fortbildungsprogramm BITS 21
  • zum eEducation Masterplan Berlin
  • zum Landesinstitut für Schule und Medien
  • und zum Landesprogramm ‚jugendnetz-berlin.de’.


Download vorhanden  "Bildung für Berlin - Jugendmedienschutzbericht Berlin" herunterladen
(pdf, 1.625 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.senbjs.berlin.de


Im Angebot der SDC seit 13.02.06 (jch)

Verwandte
Themenbereiche:
Jugendschutz, Medienkompetenz, Regierungsaktivitäten auf Länderebene, Förderprogramme auf Ebene der Länder, Mediennutzung durch Kinder / Aktivitäten für Kinder, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche





Chancen und Perspektiven interkultureller Medienpädagogik

von: Horst Niesyto
Quelle: Vortrag auf dem 22. GMK-Forum in Bielefeld vom 19.11.05, Zusammenfassung für SDC: J. Christu


Portrait: Horst Niesyto
Überarbeitete Version eines Plenumsvortrags auf dem 22. GMK-Forum, das vom 18.-20.11.2005 in Bielefeld zum Thema 'Globalisierung, Migration, Medien - neue Konzepte für Pädagogik und Bildung' stattfand. Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors. Der Beitrag erscheint in der GMK-Schriftenreihe (2006).

Die Jugendunruhen in Frankreich im Herbst 2005 haben auch in Deutschland eine erneute Debatte um Migration und Integration aufkommen lassen. Professor Niesyto nimmt dies zum Ausgangspunkt seines Vortrags, die Unruhen verweisen nach seiner Ansicht auf den engen Zusammenhang von Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe und sozialer Herkunft. In diesem Punkt gibt es auch in Deutschland Probleme, die anbrennen könnten, warnt Niesyto: "Es gibt auch in Deutschland Formen der Ghettobildung und es gibt den gefährlichen Kreislauf von mangelnden Sprachkompetenzen, zu wenig Bildung und Arbeitslosigkeit." Er sieht daraus folgend die Notwendigkeit umfassender Fördermaßnahmen auf verschiedenen Ebenen und einer stärkeren zielgruppenspezifischen Ausdifferenzierung pädagogischer Konzepte.

Professor Niesyto erläutert Grundverständnis und Ziele bisheriger Aktivitäten im Bereich der interkulturellen Bildung und Medienbildung. In diesem Zusammenhang greift er auch kritische Aspekte auf, die in Fachdiskussionen auftauchen. Dies betrifft vor allem die Frage, wie Kinder und Jugendliche aus sozial und bildungsmäßig benachteiligenden Milieus durch Angebote interkultureller Medienbildung erreicht werden können.

In einem dritten Teil stellt Niesyto ausgewählte Befunde und Beispiele aus interkulturellen Praxisforschungsprojekten vor und schließt konzeptionelle Überlegungen zu einer subjektorientierten Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen aus Migrationskontexten an. Visuelle und audiovisuelle Kommunikationsmöglichkeiten bieten Chancen non-verbale Potentiale zu nutzen, die in der interkulturellen Pädagogik noch weit gehend ungenutzt sind. Zudem betont Niesyto, dass die interkulturelle Medienarbeit gerade für Kinder- und Jugendliche aus Migrationskontexten förderlich für Selbstbewusstsein und Erlebnisse von Selbstwirksamkeit sein kann.

Aus der dargelegten Bedeutung interkultureller Medienarbeit und Medienbildung leitet Niesyto Forderungen an die Ausbildung von Pädagoginnen und Pädagogen in Sachen Medienkompetenz und an künftige Forschung ab und verweist darüber hinaus auf die Notwendigkeit einer 'Weitung der Perspektive' für Medienwissenschaft, Medienpolitik und Medienpädagogik, die über die bislang praktizierten Formen interkultureller Medienbildung hinausweist.

Prof. Dr. Horst Niesyto lehrt an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik.

Download vorhanden  "Chancen und Perspektiven interkultureller Medienpädagogik" herunterladen
(pdf, 3.682 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.gmk-net.de


Im Angebot der SDC seit 22.03.06 (jch)

Verwandte
Themenbereiche:
Medienkompetenz, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Mediennutzung durch Menschen mit Migrationshintergrund / Aktivitäten für Menschen mit Migrationshintergrund, Zielsetzung, Vorgehensweise zur Überwindung der Digitalen Spaltung





Die Beteiligung der Europäer an kulturellen Aktivitäten

Quelle: Eurostat, Europäische Kommission vom 07.05.02

Lesen, Musik hören, fernsehen, im Internet surfen oder künstlerische Betätigung - die Europäische Kommission und Eurostat wollten einen Überblick gewinnen über die Vielfalt der kulturellen Aktivitäten, die die Europäer ausüben. Die heute veröffentlichte Erhebung verdeutlicht zum einen Massenphänomene, die für alle Europäer gelten (Bedeutung des Fernsehens und des Kinos), zum anderen aber auch große Unterschiede bei den kulturellen Gewohnheiten (Lesen von Zeitungen, Nutzung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien).

Mit dieser Studie, die im Rahmen der 'Eurobarometer 56.0'-Erhebung vom 22. August bis zum 27. September 2001 unter Beteiligung von 16 162 Personen durchgeführt wurde, wird eine Analyse über die Teilnahme der Europäer an kulturellen Aktivitäten vorgelegt. Sie umfasst Staatsbürger der EU-Mitgliedstaaten ab dem 15. Lebensjahr, die in einem der Mitgliedstaaten wohnen.

Die Hauptschlussfolgerungen dieser Studie:
  • Nordeuropäer lesen mehr Bücher als Südeuropäer;
  • fast die Hälfte der Europäer liest täglich Zeitung;
  • ins Kino gehen ist die häufigste kulturelle Aktivität der Europäer, gefolgt von Besuchen von Bibliotheken und Besichtigung historischer Denkmäler;
  • die Hälfte aller befragten Europäer gehen in ein Rock- oder Popkonzert, fast ein Viertel in ein klassisches Konzert;
  • Fotografieren und Tanzen sind die häufigsten künstlerischen Aktivitäten, gefolgt von Singen, Schreiben und Tätigkeiten wie Bildhauerei, Malen und Zeichnen;
  • über die Hälfte der Europäer benutzt keinen Computer;
  • nur jeder dritte Europäer surft im Internet;
  • fast alle Europäer sehen fern;
  • die Europäer bevorzugen Rock- und Popmusik.


Download vorhanden  "Die Beteiligung der Europäer an kulturellen Aktivitäten" herunterladen
(pdf, 0.782 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://europa.eu.int


Im Angebot der SDC seit 08.05.02 (jcr)

Eurobarometer


Weitere inhaltlich zusammenhängende Materialien finden Sie hier.


Verwandte
Themenbereiche:
Internationale Aspekte





Memorandum Kunst und Kultur in einer demokratischen und wettbewerbsfähigen Informationsgesellschaft

von: AG Kunst und Kultur, Forum Informationsgesellschaft vom 17.07.02

Die AG Kunst und Kultur des Forums Informationsgesellschaft befasst sich in diesem Memorandum mit den gesellschaftlichen Veränderungen, die durch die Entwicklung zur Informationsgesellschaft hervorgerufen werden. Das Memorandum zeigt auf, welche Rolle den Kunst- und Kulturschaffenden in diesem Prozess zukommt und welche Aufgabe und Verwantwortung sie als Mittler zwischen kulturellem Erbe und medialer Gegenwart bei der Gestaltung einer pluralen Informationsgesellschaft übernehmen können.

Download vorhanden  "Memorandum Kunst und Kultur in einer demokratischen und wettbewerbsfähigen Informationsgesellschaft" herunterladen
(pdf, 0.539 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.forum-informationsgesellschaft.de


Im Angebot der SDC seit 17.07.02 (jcr)

Verwandte
Themenbereiche:
Kunst, Bildungspolitik / Bildungswesen, Sonstige kulturelle Einrichtungen






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