Internationale Aspekte / Nachhaltigkeit > Downloads im Archiv
Downloads
UNCTAD - Digital Divide Report 2005
von: United Nations Conference on Trade and Development
Quelle: United Nations vom 01.01.06, New York und Genf

Die Unterschiede des Zugangs zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zwischen den Ländern sind beträchtlich, von der digitalen Spaltung sind vor allem die weniger entwickelten Länder betroffen, dies ist die zentrale Aussage des Digital Divide Reports 2005 der UNCTAD.
Durch IKT-Strategien wie Beteiligung des privatwirtschaftlichen Sektors, Wettbewerb und effektive Regulierung konnte die digitale Spaltung zwischen armen und reichen Ländern bisher kaum überwunden werden. Es ist lediglich gelungen, die Kluft in speziellen Gebieten leicht zu reduzieren. Führend bei der Nutzung von IKT sind die industrialisierten Länder Nordamerikas und Westeuropas sowie die asiatischen Tigerstaaten. Die einkommensschwachen Länder, darunter die meisten afrikanischen Staaten, liegen dagegen weit zurück. Obwohl in den einkommensschwachen Ländern inzwischen zahlreiche öffentliche Zugangsorte wie Internetcafés oder Telecenter zu finden sind, ist die Wahrscheinlichkeit, ein Internetnutzer zu sein, für die Bevölkerung in den einkommensstarken Ländern 22-fach höher. Dies ist vor allem deswegen bedeutsam, weil 37 Prozent der Weltbevölkerung in einkommensschwachen Ländern leben. Internetnutzung ist in den ärmeren Ländern zudem vergleichsweise viel teuerer und gleichzeitig ist die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit des Internet viel geringer.
Der Bericht stellt Fallstudien zu den IKT-Strategien der verschiedenen Länder vor und vergleicht diese hinsichtlich ihres Erfolgs.
"UNCTAD - Digital Divide Report 2005" herunterladen
(pdf, 0.800 MB)
Im Angebot der SDC seit 21.07.06 (jch)
- Verwandte
Themenbereiche:
- Internationale Aspekte, Zielsetzung, Vorgehensweise zur Überwindung der Digitalen Spaltung, Technische Unterstützung, Internetregulierung, Internetpolitik
Amerikas Landbevölkerung auf dem Datenhighway
von: John Horrigan, unter Mitarbeit von Katherine Murray, Pew Internet & American Life Project
Quelle: PM 26.02.06 vom 26.02.06

Rural Broadband Internet Use
Die amerikanische Landbevölkerung hat seltener einen privaten Hochgeschwindigkeitzugang zum Internet als die übrige Bevölkerung Amerikas. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Studie des unabhängigen amerikanischen Pew-Instituts, die sich auf Untersuchungen von September und Dezember 2005 über die amerikanische Internetnutzung stützt. Allerdings deutet sich eine allmähliche Angleichung an: der Abstand zwischen dem ländlichen Amerika und dem Rest des Landes hat sich in den letzten zwei Jahren verringert.
Ende 2005 nutzten 24 % der auf dem Lande lebenden amerikanischen Erwachsenen das Internet zu Hause mit Hochgeschwindigkeitsanschlüssen im Vergleich zu 39 % der entsprechenden Gruppe in den Städten und Vorstädten. Obwohl der Unterschied beträchtlich ist, stieg die Breitbandnutzung auf dem Lande im Vergleich mit städtischen und vorstädtischen Regionen in den letzten beiden Jahren schnell an.
"Die Breitbandnutzer auf dem Lande unterscheiden sich nicht von den Privatnutzern mit Hochgeschwindigkeitsanschlüssen anderswo; sie sind öfter online und machen mehr im Internet als Nutzer mit Einwahlverbindung", sagte John B. Horrigan, der stellvertretende Direktor des Pew Internet Project und Hauptautor des Berichts. "Aber angesichts eines geringeren Anteils an Breitbandnutzern im ländlichen Amerika bedeutet dies, dass die auf dem Lande wohnenden Amerikaner insgesamt ein distanzierteres Verhältnis zum Internet haben als die in den Städten und Vorstädten lebenden Amerikaner."
Insgesamt hat sich das Internet auf dem Lande rasch verbreitet: 62 % der auf dem Lande lebenden amerikanischen Erwachsenen hatte Ende 2005 Internetzugang, während es bei den Erwachsenen in den Städten und Vorstädten 70 % waren. Dieser Unterschied von acht Prozent ist nur noch etwa halb so groß wie Ende 2003. Zusammen mit einer schnellen Verbreitung der Breitbandnutzung wird das Internetprofil des ländlichen Amerika dem des übrigen Landes langsam ähnlicher. Eine Analyse von spezifischen Aktivitäten zeigt, dass Nutzer auf dem Lande bestimmte Dinge eher online machen als städtische. Ländliche Internetnutzer nehmen eher Online-Unterricht und laden eher Bildschirmschoner und Videospiele herunter.
"Für bestimmte Dinge wie Online-Unterricht ist das Internet ein großer Vorteil für das ländliche Amerika, da es Entfernungen überbrückt," erklärte Katherine Murray, Forschungsassistentin im Projekt und Ko-Autorin des Berichts.
Der Bericht des Pew Internet Projects über die Verbreitung von Breitband auf dem Lande basiert auf den kombinierten Ergebnissen von zwei im September und Dezember 2005 durchgeführten Befragungen mit 5.262 Amerikanern, von denen 3.508 Internetnutzer waren.
"Amerikas Landbevölkerung auf dem Datenhighway" herunterladen
(pdf, 0.210 MB)
Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.pewinternet.org
Im Angebot der SDC seit 20.03.06 (jch)

Pew Internet & American Life Project
Das Pew Internet & American Life Project ist eine überparteiliche Non-Profit-Organisation mit Sitz in Washington, DC. Sie untersucht die sozialen Effekte des Internet auf das Leben in den USA.
Weitere inhaltlich zusammenhängende Materialien finden Sie hier.
- Verwandte
Themenbereiche:
- Internationale Aspekte, Ländliche Regionen
Nutzung von Webcams - Use of webcams
von: Lee Rainie, Pew Internet & American Life Project vom 20.06.05, Juni
16 % der amerikanischen Internetnutzer haben Personen oder Orte per Webcam angesehen
Einer von sechs erwachsenen Internetnutzern in Amerika (16%) geht ins
Internet, um eine andere Person oder einen Ort per Webcam zu beobachten. Das bedeutet, dass ca. 21 Millionen Menschen Material von Webcams angeschaut haben.
An einem beliebigen Tag betrachten etwa 2 Millionen Internetnutzer fremde Orte oder Menschen mit Hilfe von Webcams.
Diese Daten stammen von einer Telefonbefragung des Pew Internet & American Life Projects, welche die Non-Profit-Initiative zwischen dem 21. Februar und dem 21. März 2005 durchführte. Befragt wurden 1450 amerikanische Internetnutzer. Da es sich um die erste Studie zur Webcam Benutzung handelt, gibt es noch keine Vergleichsdaten, welche Aussagen über eine Zu- oder Abnahme der Nutzung gestatten würden. Aus verschiedenen Gründen wird aber angenommen, dass die Verwendung in den letzten Jahren zugenommen hat:
Webcams sind relativ billig und die Verbreitung schneller Internetzugänge erleichtert Darstellung und Zugang zu den von Webcams produzierten Bildern auf dem Rechner. Außerdem nehmen die Nutzungsarten von Webcams zu: z.B. zur direkten Übertragung von Videomaterial über das Internet, für Video-Chats und Video-Konferenzen, im Kontext von Reality-TV-Shows, um entfernte Personen oder Lokalitäten zu sehen, zur Sicherheitsüberwachung von Straßen und Gebäuden, zur Kontrolle der Verkehrslage z.B. für Berufspendler und zur Kommunikation zwischen US-Militärpersonal im Irak und deren Familien.
Die Nutzung von Webcams ist bei den amerikanischen Männern etwas stärker ausgeprägt als bei Frauen: 19% der Männer mit Internetanschluss haben schon einmal eine Webcam genutzt gegenüber 13% der Frauen.
In den übrigen demographischen Kategorien wurden keine nennenswerten Unterschiede festgestellt.
"Nutzung von Webcams - Use of webcams" herunterladen
(pdf, 0.055 MB)
Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.pewinternet.org
Im Angebot der SDC seit 11.07.05 (jch)

Pew Internet & American Life Project
Das Pew Internet & American Life Project ist eine überparteiliche Non-Profit-Organisation mit Sitz in Washington, DC. Sie untersucht die sozialen Effekte des Internet auf das Leben in den USA.
Weitere inhaltlich zusammenhängende Materialien finden Sie hier.
- Verwandte
Themenbereiche:
- Internationale Aspekte, Neue Technologien, Mediennutzung allgemein
USA: E-Voting löchrig wie ein Schweizer Käse ?
vom 01.04.04
Nach der Untersuchung von DRE (direct recording electronic) voting systems kamen Experten zu kritischen Ergebnissen. In einem Experiment wurden mögliche Sicherheitslücken untersucht und für gravierend befunden. Feindliche Angriffe von außerhalb der USA könnten in PC/Internet-basierte Wahlsysteme eindringen und den Wahlausgang manipulieren. Würde man solche Angriffe sorgfältig planen, könnten sie sogar unentdeckt bleiben.
Die Schwächen sind dabei fundamentaler Natur und können in dem für den Test verwendeten System SERVE nicht behoben werden. Zitat: "The real barrier to
success is not a lack of vision, skill, resources, or dedication; it is the fact that, given the current Internet
and PC security technology, and the goal of a secure, all-electronic remote voting system, the FVAP has
taken on an essentially impossible task. There really is no good way to build such a voting system
without a radical change in overall architecture of the Internet and the PC, or some unforeseen security
breakthrough. The SERVE project is thus too far ahead of its time, and should not be reconsidered until
there is a much improved security infrastructure to build upon.
"USA: E-Voting löchrig wie ein Schweizer Käse ?" herunterladen
(pdf, 0.380 MB)
Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.servesecurityreport.org/
Im Angebot der SDC seit 01.04.04 (tsc)
- Verwandte
Themenbereiche:
- Internationale Aspekte, E-Government
UK: e-Learning System wird zum Millionengrab
von: National Audit Office vom 17.04.03
Eigentlich war es ein erfolgversprechender Ansatz: "Individual Learning Accounts" sollten vor allem sozial Benachteiligten einen Zugang zu Bildung und Wissen ermöglichen. Durch ein mangelhaftes Design, schlechte Qualität der angebotenen Informationen und Missbrauch scheiterte das System jedoch und hinterliess ein Finanzloch in Millionenhöhe.
"UK: e-Learning System wird zum Millionengrab" herunterladen
(pdf, 0.551 MB)
Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.nao.gov.uk/pn/01-02/01021235.htm
Im Angebot der SDC seit 17.04.03 (tsc)
- Verwandte
Themenbereiche:
- Internationale Aspekte, E-Learning
Benton Foundation betont die Bedeutung von Breitband
von: Matthew Bennett vom 29.04.03
In vielen Bereichen der Internettechnologie sind die USA führend - nicht jedoch bei den Breitband-Anschlüssen. Da Breitband-Internetanschlüsse eine Vielzahl neuer Optionen für das Internet eröffnen und eine Spaltung der Internet-Benutzer in Gruppen mit oder ohne Breitband-Anschluss droht, hat die Benton Foundation einen Bericht über Breitband-Anwendungsmöglichkeiten herausgegeben, der von Telemedizin bis hin zu Online-learning reicht.
"Benton Foundation betont die Bedeutung von Breitband" herunterladen
(pdf, 0.775 MB)
Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.benton.org
Im Angebot der SDC seit 29.04.03 (tsc)
- Verwandte
Themenbereiche:
- Internationale Aspekte, Internetpolitik, E-Learning, Internetzugang