Bereich net.werker Bereich Experten Bereich Presse Bereich Einsteiger Bereich Experten
Logo der Stiftung Digitale Chancen
Über die Stiftung
Service für Experten
Schriftgrad ändern  
Schriftgrad 1Schriftgrad 2Schriftgrad 3
   Start    Suche News    Termine  Forum    Newsletter    Broschüren    Kontakt


Kinder und Jugendliche > Downloads
Zugangsorte finden:
:   

  ::  detailliert suchen
  ::  Zugangsort melden

Studie "Bedeutung der Eltern bei Internetnutzung der Kinder": 96 Prozent der Familien besitzen einen Computer mit Internetzugang

Quelle: Elements of Art vom 26.01.11

Die Internet-Agentur Elements of Art hat in Kooperation mit dem Münchner Marktforschungsunternehmen iconkids & youth sowie SUPER RTL und IP Deutschland eine Studie zum Thema "Die Bedeutung der Eltern bei der Internetnutzung der Kinder" veröffentlicht. Das Ziel war es, die Einstellungen und Einflüsse der Eltern in Bezug auf den Umgang ihrer Kinder mit dem Internet zu untersuchen. Zur Datenerhebung wurden zwischen Mai und Juni 2010 insgesamt 617 Eltern von 6- bis 13-jährigen Schülern im Rahmen eine Internet-Stichprobe befragt. Zudem wurden 1.014 Schüler zwischen 6 und 16 Jahren im gleichen Zeitraum interviewt. Alle teilnehmenden Schüler der Studie nutzen das Internet seit mindestens drei Monaten.

Die Ergebnisse verdeutlichen: 97 Prozent aller Familien besitzen in ihrem Haushalt einen Fernseher und 96 Prozent der Familien haben einen Computer oder Laptop mit Internetzugang zu Hause. Außerdem befindet sich bei 45 Prozent der Kinder ein internetfähiger Computer im Zimmer. Bei der Betrachtung der Altersstruktur der Kinder, die über eigene technische Geräte verfügen, zeigt sich: 12 Prozent der Schüler der 1. und 2. Klassen haben bereits einen Computer oder Laptop mit Internetanschluss in ihrem Zimmer stehen. Bei den Schülern der 3. und 4. Klassen haben 27 Prozent einen Computer mit Internetzugang in ihrem Kinderzimmer, bei den Schülern der 5. und 6. Klassen sind es 38 Prozent. Auch steht bei 49 Prozent der Schüler der 7. und 8. Klassen ein PC mit Internetanschluss im Zimmer.

Außerdem haben 96 Prozent aller Online-Eltern ihren 6- bis 13-jährigen Kindern schon einmal eine Webseite im Internet empfohlen. Die Studienfrage, wie oft Eltern ihren Kindern Webseitentipps geben, wurde von 37 Prozent der Erziehungsberechtigten mit der Aussage "mehrmals im Monat" beantwortet. Zudem haben 46 Prozent der Eltern bereits mehrere Websites empfohlen, die für die Schule oder für Referate wichtig sind. 18 Prozent der Eltern haben ihren Sprösslingen auch schon mehrere Internetangebote von Zeitungen, Zeitschriften oder Comics empfohlen und 22 Prozent der Mütter und Väter haben mehrmals Websites mit Kindernachrichten angepriesen.

Den Eltern wurde in der Analyse die Frage gestellt, wie sie mit dem Thema "Kinder und Internet in der Familie" umgehen: 68 Prozent der Erziehungsberechtigten setzten Zeitlimits, wie lange das Kind im Netz surfen darf. 44 Prozent der Mütter und Väter sprechen mit dem Kind, welche Websites es nutzen darf und 32 Prozent der Eltern haben ein Filterschutz-Programm beziehungsweise eine Software installiert. Außerdem gaben 24 Prozent der Eltern an, bei der Internetnutzung des Kindes immer anwesend zu sein. Die Kinder wurden in der Studie ebenfalls befragt, ob die Eltern bei der Internetnutzung zu Hause dabei sind. Hier gaben 25 Prozent der Kinder an, dass sie oft alleine ins Netz gehen und die Eltern auch nicht in der Nähe sind. Bei 56 Prozent der befragten Heranwachsenden sind jedoch die Eltern bei der Internetnutzung in der Nähe.

Bei einer Untersuchungsfrage sollten die Eltern einschätzen, wie gut sie darüber Bescheid wissen, was das Kind im Internet macht: 30 Prozent der Eltern gaben sich hier die Note "sehr gut" und 46 Prozent der Eltern bewerteten sich mit der Note "gut". Auch wurde die Frage an die Kinder und Jugendlichen gestellt, wie oft diese mit ihren Eltern über Internetinhalte sprechen. 30 Prozent der Kinder waren der Meinung, häufig über Websites mit den Eltern zu sprechen und 47 Prozent sagten, sie würden dies manchmal machen. Nur 19 Prozent der Teenager sprechen selten mit ihren Eltern über Inhalte, die ihnen im Netz begegnen.

Die Studie "Die Bedeutung der Eltern bei der Internetnutzung der Kinder" steht bei uns zum Download bereit.



Download vorhanden  "Studie "Bedeutung der Eltern bei Internetnutzung der Kinder": 96 Prozent der Familien besitzen einen Computer mit Internetzugang" herunterladen
(pdf, 0.558 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.eoa.de/


Im Angebot der SDC seit 26.01.11 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Mediennutzung durch Kinder / Aktivitäten für Kinder, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Mediennutzung allgemein, Internet





Dokumentation der Workshopreihe "Soziale Netzwerke"

von: Arnold Hildebrandt, Benjamin Wilde, Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Medien NRW e.V. vom 01.02.12

Die Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Medienarbeit NRW e.V. lud Medienpädagogen, Fachleute und Interessierte aus Schulen, Jugendeinrichtungen und Behörden ein, über die Chancen zur Identitätsentwicklung sowie die soziale Integration und Partizipation in Sozialen Netzwerken zu diskutieren.

In vier Workshops, die an jeweils unterschiedlichen Standorten in Nordrhein-Westfalen stattfanden, wurden ausführlich sowohl die Gefahren als auch die Chancen, die das Web 2.0 und Soziale Netzwerke für Jugendliche mit sich bringen, von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchleuchtet. Die Veranstalter luden neben den Referenten auch Jugendliche zu den Workshops ein, die von ihren Erfahrungen mit Sozialen Netzwerken berichteten. In den Workshops erarbeiteten die Teilnehmenden zahlreiche Tipps und praktische Ideen zur Sensibilisierung der Jugendlichen und Aufklärung ihrer Betreuer über die Möglichkeiten in Sozialen Netzwerken.

Die Dokumentation fasst die Diskussionen der Workshops zusammen und gibt einen Überblick über die Begrifflichkeiten von und Möglichkeiten in Sozialen Netzwerken. Auch arbeitet sie heraus, dass es gerade in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen notwendig ist, sich als Betreuer mit dem Erfahrungsfeld Soziale Netzwerke auseinanderzusetzen, um nicht nur die Gefahren, sondern auch Vorteile im Umgang mit dem Web 2.0 zu erkennen. Darüber hinaus haben die Verfasser wichtige Links und Hinweise zu Materialien über das Thema zusammengetragen. Die Dokumentation erhebt keinen Anspruch auf eine allumfassende Abhandlung des Themas Soziale Netzwerke, ist jedoch eine hilfreiche Unterstützung bei der Jugendmedienarbeit vor Ort.



Download vorhanden  "Dokumentation der Workshopreihe "Soziale Netzwerke"" herunterladen
(pdf, 3.695 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.medienarbeit-nrw.de/cms-startseite/soziale-netzwerke-1-89.h tml


Im Angebot der SDC seit 01.02.12

Verwandte
Themenbereiche:
Mediennutzung durch Kinder / Aktivitäten für Kinder, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Medienpädagogische Projekte





Pew Internet & American Life Project: 71 Prozent der Jugendlichen besaßen in 2008 ein Handy

Quelle: Pew Internet & American Life Project vom 20.08.09

Das Pew Internet & American Life Project gehört zu den sieben Projekten des nichtkommerziellen "Pew Research Centers" und informiert über Trends und Themen, die Amerika und die restliche Welt betreffen. Das Projekt hat aktuell eine Studie zum Thema "Teenager und Mobiltelefone" veröffentlicht. Die Daten stammen unter anderem aus vier verschiedenen Pew Internet & American Life Project Untersuchungen, die sich mit dem Verhalten von Eltern und Kindern befasst haben. Der Hintergrund: Bereits 2004 wurde zum ersten Mal die Mobiltelefonnutzung von Jugendlichen untersucht, damals besaßen 45 Prozent ein Gerät.

Dieser Trend hat sich weiter fortgesetzt, im Jahre 2006 waren es bereits 63 Prozent und im Jahre 2008 schon 71 Prozent. Zudem besaßen 74 Prozent der Heranwachsenden in 2008 einen iPod oder mp3 Player und 60 Prozent waren im Besitz eines Desktop- oder Laptopcomputers. Im Vergleich dazu besaß in 2008 noch 77 Prozent der Erwachsenen ein Mobiltelefon und im April 2009 stieg diese Zahl auf 85 Prozent an.

Bei Jugendlichen spielt das Alter die wichtigste Rolle im Hinblick auf den Besitz eines Mobiltelefons. Bereits 52 Prozent der 12 bis 13-Jährigen besaßen in 2008 ein Gerät. Bereits in der Gruppe der Jugendlichen ab 14 Jahren erhöht sich dieser Prozentsatz rapide, denn hier besaßen 2008 schon 72 Prozent ein Handy und bei den Jugendlichen ab 17 Jahren hatten schon 84 Prozent ihr eigenes Mobiltelefon. Jenseits des Alters gibt es weitere charakteristische Merkmale der Mobiltelefonbesitzer: Internetnutzer werden laut Studie wahrscheinlich eher ein Handy haben als Nichtnutzer.

Der aktuelle Report macht jedoch auch deutlich, dass Festnetztelefone die am meisten verbreitete Methode der US-amerikanischen Jugendlichen sind, um mit ihren Freunden zu kommunizieren: 94 Prozent der Handybesitzer nutzten in 2008 das Handy um Freunde anzurufen und 76 Prozent von ihnen haben Textnachrichten versendet. Dennoch unterhalten sich 87 Prozent der jugendlichen Mobiltelefonbesitzer weiterhin mit ihren Freunden über das Festnetz.

Viele Jugendliche in den USA nutzen jedoch laut Studie das Mobiltelefon täglich für Internetdienste: 26 Prozent aller Jugendlichen versendeten Nachrichten über die Sozialen Netzwerke und 43 Prozent der Jugendlichen, die sich in einem Sozialen Netzwerk angemeldet hatten, versendeten sogar täglich ihre Meldungen. 26 Prozent der Teenager chatteten täglich miteinander und 16 Prozent versendeten täglich E-Mails.

Die Studie informiert zudem darüber, dass Jugendliche auch Anschluss an andere mobile Geräte haben, die sie mit anderen Menschen oder anderen Netzwerken verbinden. Die gängigsten Geräte sind Spielkonsolen wie Nintendo oder die portablen Play Station von Sony. Die portable Play Station bietet die Möglichkeit, ins Internet zu gehen und sie besitzt eine Sype-Funktion, mit der die Nutzer, oft auch umsonst, über das Internet telefonieren können. Die Nutzung von Nintendo Dsi erlaubt es den Nutzern, über das lokale Netzwerk hinaus miteinander zu spielen oder an Funknetzbasierten Internetspielen teilzunehmen.



Download vorhanden  "Pew Internet & American Life Project: 71 Prozent der Jugendlichen besaßen in 2008 ein Handy" herunterladen
(pdf, 1.052 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.pewinternet.org/Reports/2009/14--Teens-and-Mobile-Phones-Da ta-Memo.aspx


Im Angebot der SDC seit 20.08.09 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Internationale Aspekte, Medienkompetenz, Mediennutzung durch Kinder / Aktivitäten für Kinder, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Neue Technologien, Mediennutzung allgemein, Medienpädagogische Konzepte, Mobile Nutzung, WLAN/Hotspots





Endbericht: Jugendliche Aktivitäten im Wandel

von: Deutsches Jugendinstitut, Technische Universität Dortmund vom 08.09.11

Gesellschaftliche Beteiligung und Engagement in Zeiten des Web 2.0

Das Deutsche Jugendinstitut und die Technische Universität Dortmund veröffentlichen den Endbericht zum Forschungsprojekt "Jugendliche Aktivitäten im Wandel. Gesellschaftliche Beteiligung und Engagement in Zeiten des Web 2.0.", das zwischen September 2009 und Dezember 2010 durchgeführt wurde und gefördert wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ziel war es, Erkenntnisse zu den Zusammenhängen zwischen dem Freizeitverhalten, der Mediennutzung und dem freiwilligen Engagement Jugendlicher zu gewinnen. Dabei war die Frage, ob und wie sich die Nutzung der neuen Medien auf traditionelle Beteiligungs- und Engagementformen Heranwachsender auswirkt von besonderem Interesse. Außerdem wurde der Frage nachgegangen, ob durch die neuen Medien, insbesondere durch die Möglichkeiten des sogenannten Web 2.0, neue Partizipations- und Engagementformen entstehen und ob sich hier geschlechts- und bildungsspezifische Differenzen zeigen lassen.

Im Endbericht sind die empirisch belegten Ergebnisse des Projekts veröffentlicht. Ein erstes wichtiges Ergebnis ist, dass die verstärkte Internetnutzung Jugendlicher keinen negativen Einfluss auf ihre Bereitschaft zum freiwilligen Engagement hat. Negative Einflüsse einer verstärkten Internetnutzung auf die Bereitschaft Jugendlicher, sich freiwillig zu engagieren, sind nicht festzustellen. Engagierte, aktive und nicht aktive Jugendliche zeigen ein hochgradig ähnliches Verhalten hinsichtlich ihrer Internetnutzung. Dies betrifft ihr Kommunikationsverhalten ebenso wie ihre Nutzung von Informations- und Unterhaltungsangeboten.

Jugendliche, die sich stark mit elektronischen Medien beschäftigen, sind im gleichen Maße freiwillig engagiert wie die, die sich eher nicht mit elektronischen Medien beschäftigen (je 34 Prozent). Hinsichtlich der Dauer und Intensität der Internetnutzung gibt es kaum Unterschiede. Auch in ihren Einstellungen zum Netz unterscheiden sich engagierte, aktive und nicht engagierte Jugendliche kaum. Nur eine kleine Gruppe eher männlicher Jugendlicher mit niedrigem Schulabschluss und starker Internetnutzung fällt durch geringe Engagementbereitschaft auf. Hier dürfte es sich um die Gruppe der sogenannten "Gamer" handeln.

Das zweite wichtige Ergebnis aus dem Projekt zeigt, dass Computer und Internet zum alltäglichen Hilfsmittel auch im traditionellen freiwilligen Engagement Jugendlicher geworden sind. Die Internetnutzung im Rahmen des freiwilligen Engagements hat in allen Bereichen zugenommen. So hat sich die Quote der Engagierten, die das Internet im Rahmen ihrer Tätigkeit nutzen, nach den Daten des Freiwilligensurveys zwischen 2004 und 2009 in vielen Engagementfeldern verdoppelt. Am stärksten wird das Internet im Bereich Politik, Menschenrechte etc. und im Bereich Umweltschutz genutzt. Leicht unterdurchschnittliche Nutzung gibt es in Sportvereinen (71 Prozent) und im kirchlich-religiösen Bereich (74 Prozent).

Das dritte wichtige Ergebnis zeigt, dass sich auch bei Jugendlichen neue Formen internetgestützten Engagements zeigen. Mit den "Politikinteressierte Internetnutzer/innen", "Mitglieder von Internetgruppen" und "Produzent(inn)en" wurden drei Gruppen Internetnutzer/innen identifiziert, die als Vorformen eines (internetgestützten) Engagement 2.0 verstanden werden können.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unten stehendem Download.



Download vorhanden  "Endbericht: Jugendliche Aktivitäten im Wandel" herunterladen
(pdf, 1.504 MB)


Im Angebot der SDC seit 08.09.11

Verwandte
Themenbereiche:
Bürgerbeteiligung, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Forschung





JIM-Studie 2008 - Jugend, Information, (Multi-)Media

von: Sabine Feierabend & Thomas Rathgeb (Redaktion), Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest
Quelle: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs) vom 01.12.08 vom 05.12.08


Buchtitel: JIM-Studie 2008
Download vorhanden  "JIM-Studie 2008 - Jugend, Information, (Multi-)Media" herunterladen
(pdf, 0.767 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://wwww.mpfs.de


Im Angebot der SDC seit 05.12.08 (rro)

JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs)


Weitere inhaltlich zusammenhängende Materialien finden Sie hier.




Medienkonvergenz Monitoring Soziale Online-Netzwerke-Report 2010": 92 Prozent der Jugendlichen nutzen oft das Soziale Netzwerk schülerVZ

von: Yvonne Zerbe
Quelle: Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft (Universität Leipzig) vom 01.09.10


Das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig hat den "Medienkonvergenz Monitoring Soziale Online-Netzwerke-Report 2010" veröffentlicht und stellt Ergebnisse zur Nutzung Sozialer Netzwerke von Jugendlichen vor. Das Medienkonvergenz Monitoring ist ein Projekt, das regelmäßig die konvergenzbezogene Medienaneignung Jugendlicher untersucht. Als Medienkonvergenz wird das Zusammenwachsen ehemals getrennter Medienbereiche auf technischer und inhaltlicher Ebene bezeichnet. Zur Datenerhebung der Studie wurden 8382 Nutzer sozialer Netzwerkplattformen zwischen 12 und 19 Jahren online quantitativ befragt. Zudem wurden 31 Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren aus der Region Leipzig qualitativ interviewt. Der Report zeigt: 92 Prozent der Jugendlichen nutzen oft das Soziale Netzwerk schülerVZ, 15 Prozent sind oft bei MySpace und 11 Prozent der Befragten nutzen oft studiVZ.

Zudem sind 29,7 Prozent der befragten Jugendlichen nur auf einem Sozialen Netzwerk angemeldet, nahezu 70 Prozent sind auf zwei und mehr Netzwerkplattformen aktiv. Bei der Betrachtung der genutzten Netzwerkplattformen hinsichtlich der Geschlechteraufteilung sowie Alter und Bildung wird deutlich: Die Vielnutzer Sozialer Netzwerke sind eher älter und weiblich. Durchschnittlich nutzen Mädchen 2,51 Netzwerkplattformen, bei den Jungen sind es durchschnittlich 2,08 Plattformen. Außerdem nutzen die Jugendlichen zwischen 18 und 19 Jahren durchschnittlich 2,74 Plattformen. Zum Vergleich: In der Altersgruppe der 12- bis 13-Jährigen werden durchschnittlich 1,99 Soziale Netzwerke genutzt.

Die Untersuchung belegt auch, dass Jugendliche in erster Linie durch das nähere Umfeld (Freunde, Mitschüler oder Geschwister) auf die Sozialen Netzwerke aufmerksam geworden sind. Die häufigste Aussage der Jugendlichen lautete, dass sie von jemandem eingeladen worden seien, sich dort anzumelden. Die Studie hat die Herausforderungen beim Umgang Jugendlicher mit Sozialen Netzwerken untersucht: So gaben insgesamt 23 Prozent der befragten Jugendlichen an, schon einmal schlechte Erfahrungen in einem Sozialen Netzwerk gemacht zu haben. Bei der Betrachtung der Geschlechter zeigt sich, dass 25 Prozent der Mädchen und nur 19 Prozent der Jungen bereits negative Erfahrungen in Sozialen Netzwerken gesammelt haben.

Bei der Frage, ob die Jugendlichen schon einmal schlechte Erfahrungen bei der Nutzung von Sozialen Online-Netzwerken gemacht haben, zeigen die Antworten: 24 Prozent der Heranwachsenden haben schon einmal Phänomene wie Bedrohung, Beleidigung oder Mobbing erlebt. 18 Prozent der Befragten wurden schon einmal in einem Sozialen Netzwerk belästigt und vier Prozent haben es erlebt, dass private Daten an die Öffentlichkeit gelangten. Bei den Jungen und Mädchen kristallisierten sich Unterschiede beim Erleben schlechter Erfahrungen heraus: 25 Prozent der Mädchen sind schon einmal in einem Sozialen Netzwerk mit sexueller Belästigung konfrontiert worden, dies bestätigten auch sechs Prozent der Jungen. Beleidigungen haben außerdem schon 24 Prozent der Mädchen und 22 Prozent der Jungen erlebt.

Den Jugendlichen wurde außerdem die Frage gestellt: "Hast Du in Sozialen Online-Netzwerken schon einmal etwas gemacht, was du im Nachhinein nicht okay fandest?". Hier gaben 14 Prozent an, bereits einmal (subjektiv) negative Handlungen ausgeführt zu haben. Bei der Betrachtung der Altersgruppen zeigt sich: 18 Prozent der 12- bis 13-Jährigen stimmten dieser Antwort zu, bei den 14- bis 15- Jährigen stimmten 16 Prozent zu und bei den 18- bis 19-Jährigen nur 12 Prozent. Nach Meinung der Studienexperten ist es für Jugendliche unumgänglich, Mitglied in einem Sozialen Netzwerk zu sein. Denn dieser Lebensraum ermöglicht es Jugendlichen, unter Gleichaltrigen zu sein, sich mit ihnen auszutauschen und sich einer Gruppe mit gleichen Interessen zugehörig zu fühlen.

Auch die soziale Realität spiegelt sich in Sozialen Netzwerken wider. Geschlechterunterschiede werden dort deutlich, denn Mädchen scheint es auffallend wichtiger zu sein, Kontakte zu pflegen und sie auch zu erhalten. Insgesamt sind die Handlungsmöglichkeiten laut Experten in Sozialen Netzwerken eher begrenzt, sie beschränken sich im Wesentlichen auf Selbstpräsentation, Informationen über andere Nutzer erhalten und die Kommunikation mit anderen Jugendlichen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Download, der zur Verfügung steht.



Download vorhanden  "Medienkonvergenz Monitoring Soziale Online-Netzwerke-Report 2010": 92 Prozent der Jugendlichen nutzen oft das Soziale Netzwerk schülerVZ" herunterladen
(pdf, 0.735 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.uni-leipzig.de/~mepaed/medienkonvergenz-monitoring/publikat ionen/


Im Angebot der SDC seit 01.09.10 (yze)

Medienkonvergenz Monitoring Report


Weitere inhaltlich zusammenhängende Materialien finden Sie hier.


Verwandte
Themenbereiche:
Jugendschutz, Medienkompetenz, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Forschung, Mediennutzung allgemein, Internetdienste, Internet






1 2 3 4 > >>


 Nach oben

Copyright 2012, SDC.