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E-Inclusion – Digitale Integration durch E-Government
Quelle: European Research Center for Information Systems (ERCIS) vom 26.03.08
Das European Research Center for Information Systems (ERCIS) der Universität Münster hat im Auftrag des Bundesministeriums des Innern eine Studie namens ‚E-Inclusion – Digitale Integration durch E-Government’ über die Verfügbarkeit und Zugangsmöglichkeiten zu Verwaltungsleistungen im Internet veröffentlicht.
In Deutschland bestehen deutliche Unterschiede bei der Nutzung von Internet und auch von E-Government – Verwaltungsdienstleistungen, die über elektronische Medien, insbesondere das Internet abgewickelt werden. Das Regierungsprogramm 'E-Government 2.0' verfolgt daher die Umsetzung einer elektronischen Verwaltung, bei der alle Bevölkerungsgruppen durch z.B. zielgruppengerechte Kompetenzförderung und den Abbau von Zugangsbarrieren integriert werden sollen. E-Inclusion widmet sich der Ausgestaltung dieser Angebote.
Die vorliegende Studie bildet eine Bestandsaufnahme der momentanen Situation des E-Government in Deutschland ab und thematisiert, wie bestehende Entwicklungspotenziale, aufbauend auf Erfahrungen nationaler und internationaler E-Inclusion-Projekte, systematisch genutzt werden können. Es wurden umfangreiche Projekt-, Studien- und Datenanalysen sowie empirische Erhebungen in Form von schriftlichen Expertenfragebögen und telefonischen Interviews mit Experten und Interessenvertretern potenzieller Zielgruppen vorgenommen. So konnten nach einer Zielgruppenanalyse, einer Bestandsanalyse, der Identifizierung von Best Practices und einer Schwachstellenanalyse umfangreiche Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.
Einige Ergebisse der Studie:
- Es bedarf weiterer Datenerhebungen bezüglich der Internetnutzung allgemein und speziell der Nutzung von E-Goverment-Angeboten, da die Informationslage in vielen Bereichen unvollständig ist, gerade in Hinblick auf Menschen mit Behinderung und Menschen mit Migrationshintergrund.
- Die Vorteile von E-Government-Angeboten müssen den Bürgern und der Wirtschaft klar nähergebracht werden, um das Image von E-Government in Deutschland zu verbessern. Dazu sind E-Government-Marketingkonzepte notwendig.
- Die E-Government-Angebote müssen sich stärker an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Kunden orientieren. Es sollten gezielt Dienstleistungen priorisiert werden, die für den Kunden von hohem Nutzen sind. Daher müssen Daten zur kundenbedarfsgerechten Gestaltung von E-Government-Diensten, insbesondere der kundengerechten Wahl der Kontaktkanäle, erhoben werden.
- Es bedarf einer besseren Vernetzung der Akteure im Bereich des inklusiven E-Government - insbesondere zwischen Verbänden und öffentlichen Verwaltungen (auf Bundes-, Landes- sowie kommunaler Ebene).
Aus den Ergebnissen geht weiterhin hervor, dass insbesondere Senioren, Menschen mit Behinderungen oder Bewohner ländlicher Gebiete generell Probleme beim Zugang zum Internet haben. Dies liegt neben fehlenden Kenntnissen vor allem immer noch an bestehenden Infrastrukturproblemen. Darüber hinaus hat besonders die ältere Generation eine ablehnende Haltung gegenüber dem Internet bzw. Computern im Allgemeinen aufgrund von Unsicherheiten und Vertrauensproblemen.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, haben die Wissenschaftler am ERCIS konkrete Vorschläge ausgearbeitet, wie man diese momentan noch benachteiligten Gruppen in die Informationsgesellschaft integrieren kann. Diese Verbesserungsvorschläge werden in das von der Bundesregierung veröffentlichte Programm E Government 2.0 mit einfließen.
Dies ist eine Partner-Studie der Veröffentlichung
E-Partizipation – Elektronische Beteiligung von Bevölkerung und Wirtschaft am E-Government, die ebenfalls im Downloadbereich abrufbar ist.
"E-Inclusion – Digitale Integration durch E-Government" herunterladen
(pdf, 2.592 MB)
Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.ercis.org
Im Angebot der SDC seit 26.03.08 (sbe)
Rampensäue, bitte zurücktreten! Vom Blogger-Narzissmus zum Paradigma der Kollaboration
von: Claus Leggewie, ZMI Zentrum für Medien und Interaktivität Gießen vom 23.03.07
Anders als zur Pionierzeit des Netzes ist es heute keine Selbstverständlichkeit mehr an einen Medienwandel direkt-demokratische Erwartungen zu knüpfen. Mit dem demokratisch-interaktiven Potential des Web 2.0 setzt sich der vorliegende Beitrag des Politikwissenschaftlers Claus Leggewie auseinander.
Es handelt sich um die erweiterte schriftliche Fassung des Vortrages 'Demokratie 2.0 - Wie kollaboratives Netzwissen Bürgerbeteiligung stärken kann', der vom Autor im Rahmen der Tagung 'Weblogs, Podcasting und Videojournalismus - Neue Medien zwischen demokratischen und ökonomischen Potentialen' am ZKM in Karlsruhe gehalten wurde. Der Vortrag ist im gleichnamigen Band im d-punkt Verlag erschienen.
Link:
Veröffentlichung im d-punkt Verlag
"Rampensäue, bitte zurücktreten! Vom Blogger-Narzissmus zum Paradigma der Kollaboration" herunterladen
(pdf, 0.156 MB)
Im Angebot der SDC seit 23.03.07 (jch)
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Themenbereiche:
- Mediennutzung allgemein, Blogs
Election 2006 Online: Das Internet im amerikanischen Wahlkampf
von: Lee Rainie, John Horrigan vom 17.01.07
Welche Rolle spielt das Internet beim Wahlkampf?
Eine amerikanische Studie zeigt, dass die Bedeutung des Internet als hauptsächliche Quelle für Wahlkampfinformationen in den USA deutlich gestiegen ist. Im Vergleich zu den Kongresswahlen 2002 hat sich im Jahr 2006 die Anzahl der erwachsenen Amerikaner verdoppelt, die sich in erster Linie über das Internet mit Nachrichten zum Wahlkampf versorgt haben: Sie ist von 7 auf 15 Prozent gestiegen.
Die Studie wurde vom unabhängigen amerikanischen Pew Internet & American Life Project und vom Pew Research Center for The People and The Press durchgeführt. Sie steht in englischer Sprache hier zum Download bereit.
"Election 2006 Online: Das Internet im amerikanischen Wahlkampf" herunterladen
(pdf, 0.311 MB)
Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.pewinternet.org/PPF/r/199/report_display.asp
Im Angebot der SDC seit 23.01.07 (jch)
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Themenbereiche:
- E-Government, Mediennutzung allgemein
Europäische Kommission veröffentlicht eInclusion-Studie
Quelle: Europäische Kommission vom 02.04.09
Die Europäische Kommission hat eine Studie mit dem Titel "Inklusive Innovation für Wachstum und Zusammenhalt: Modellierung und Demonstration des Einflusses von "eInclusion" veröffentlicht. Inhaltlich werden nicht nur der Einfluss von "eInclusion" auf soziale und ökonomische Aspekte gezeigt, sondern auch die Hauptursachen der Prozesse der digitalen Inklusion oder Exklusion beleuchtet und die Studie leitet davon wichtige politische Auswirkungen ab. Es werden Indikatoren zur Messung des Einflusses demonstriert und Initiativen vorgestellt, die eInclusion zwar unterstützen, aber ein geringes Bewusstsein dafür haben, wie wichtig es ist, greifbare Leistungen zu zeigen.
Den Begriff der "Digitalen Kluft" und der grundlegende Blick auf digitale Inklusion mit der Möglichkeit des Zugriffs zu begründen, ist laut Studie veraltet und inadäquat um ein Verständnis für Prozesse der Inklusion und Exklusion zu erhalten und geeignete Initiativen zu entwickeln. Der Zugang ins Internet sei eine notwendige aber mangelhafte Bedingung, um digitale Inklusion und die wünschenswerten individuellen Vorteile tatsächlich zu sichern und um davon auch ein soziales Ergebnis ableiten zu können. Dies sei vielmehr abhängig von der Nutzung und Bereitstellung der Informations- und Kommunikationstechnologien. Der Mangel an Bereitstellung und gezielter Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien sei der Kern der digitalen Ungleichheit, so die Studie die Europäischen Kommission
Insbesondere wird auf Effektivität hingewiesen: Dies sei die Kernpriorität von "eInclusion", um begehrte Veränderungen für die Wahlbezirke, die Wirtschaft und die Gesellschaft als Ganzes im Hinblick auf individuelle Einsatzmöglichkeiten zu erreichen. Die Studie weist jedoch auch darauf hin, dass die gängige Literatur zeige, der Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien bedinge eine gesteigerte Nachfrage nach Fachkräften. Entscheidungen bezüglich Löhne, Arbeitsverhältnisse und Arbeitsangebote werden teilweise vom Grad der digitalen Fähigkeiten des Einzelnen abhängig gemacht. Der Zugriff und die Fähigkeit, Technologie zu nutzen, berühre die Vermittelbarkeit auf dem Arbeitsmarkt. Dies sei einhergehend mit der Gestaltung der Entscheidung, in den Arbeitsmarkt einzusteigen und in Weiterbildung zu investieren. Die weiteren Ergebnisse entnehmen Sie bitte der Zusammenfassung der Studie, die bei uns als Download bereit steht.
"Europäische Kommission veröffentlicht eInclusion-Studie" herunterladen
(pdf, 1.376 MB)
Mehr Infos finden Sie unter:
http://ec.europa.eu/information_society/activities/einclusion/library/ studies/eco_impact/index_en.htm
Im Angebot der SDC seit 02.04.09 (yze)
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Themenbereiche:
- Zielsetzung, Vorgehensweise zur Überwindung der Digitalen Spaltung, Infrastruktur
E-Partizipation – Elektronische Beteiligung von Bevölkerung und Wirtschaft im E-Government
vom 10.03.08
Das Institut für Informationsmanagement Bremen GmbH (ifib) und Zebralog e.V. (Berlin) haben die Studie "E-Partizipation – Elektronische Beteiligung von Bevölkerung und Wirtschaft im E-Government" im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI) im Rahmen des Regierungsprogramms E-Government 2.0 veröffentlicht. Ein wichtiges Ziel der Bundes-
regierung dabei ist eine größere Bürgerbeteiligung in allen Phasen der demokratischen Entscheidungsfindung. Als ‚E-Partizipation’ wird die Teilhabe an politischen Prozessen der Entscheidungsfindung mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnik bezeichnet.
Durch das Medium Internet sollen Bürgerinnen und Bürgern verstärkt einbezogen werden.
Um dies zu konkretisieren, wurde in vorliegender Studie eine Bestandsaufnahme elektronischer Partizipation in Deutschland vorgenommen und Handlungsempfehlungen sowie Projekt- und Maßnahmenvorschläge abgeleitet.
Es wurden Daten zum Entwicklungsstand der elektronischen Beteiligung an der Entscheidungsfindung in Politik und Verwaltung in Deutschland erhoben. Dazu wurden umfangreiche Befragungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Verbänden aus Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen vorgenommen, um die Sicht der Adressaten abzubilden – auch für die zukünftige Ausgestaltung der Angebote.
Durch eine Analyse von nationalen und internationalen Projekten im Bereich der E-Partizipation konnten Good Practice-Beispiele identifiziert werden, die Orientierung bieten können. Im internationalen Vergleich besetzen unter den westlichen Industrienationen die Vereinigten Staaten, Kanada und Neuseeland und in Europa Großbritannien, Dänemark und Estland eine Vorreiterrolle in der E-Partizipation. Die Quantität und Qualität der internationalen Beispiele zur Beteiligung variieren jedoch sehr. Prof. Dr. Herbert Kubicek vom Institut für Informations-
management Bremen dazu: "Deutschland schöpft die Möglichkeiten des Internets zur Vereinfachung des Informationszugangs im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes nicht aus."
Eine Stärken-Schwächen-Analyse rundet den Analyseteil ab und mündet in die Handlungs-
empfehlungen zur Förderung der E-Partizipation und konkrete Projektvorschläge, die auf den zeitlichen Rahmen des Regierungsprogramms E-Government 2.0 ausgerichtet sind. Sie beziehen sich auf die identifizierten Chancen und Referenzprojekte und veranschaulichen dadurch ihre Realisierbarkeit.
Es konnten vier zentrale Qualitäts- und Erfolgsfaktoren herausgestellt werden:
- Transparenz durch Veröffentlichung aller Beiträge, um Vertrauen zu schaffen und zur Beteiligung zu motivieren
- Förderung der Responsivität durch klare Darstellung, wie das Beteiligungsprojekt in den politischen Prozess eingebunden ist
- Vereinfachter Zugang durch bereichsübergreifende One-Stop-Angebote wie im E-Government
- Einbeziehung weiterer Kreise durch zusätzliche verkürzte Beteiligungsformen, bei denen z.B. nur zugestimmt/abgelehnt wird und kein Text zu formulieren ist
Dies ist eine Partner-Studie der Veröffentlichung
E-Inclusion – Digitale Integration durch E-Government, die ebenfalls im Downloadbereich abrufbar ist.
"E-Partizipation – Elektronische Beteiligung von Bevölkerung und Wirtschaft im E-Government" herunterladen
(pdf, 5.126 MB)
Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.ifib.de/
Im Angebot der SDC seit 10.03.08 (sbe)
- Verwandte
Themenbereiche:
- Bürgerbeteiligung