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Weiterhin sagt die Studie, dass das Internet in der Medienumgebung an vorderster Front agiert. Das Internet ist bei der Berichterstattung von Wahlkampfkampagnen ebenso eine wichtige Quelle wie Zeitungen geworden. So erhalten 26 Prozent der Erwachsenen Neuigkeiten zu Wahlen aus dem Internet, im Vergleich zu 28 Prozent, die ihre Neuigkeiten durch Zeitungen beziehen. Dies ist erstaunlich, denn noch dominiert der Fernseher in diesem Land als Quelle für die politische Berichterstattung, er wird von etwa 78 Prozent der Erwachsenen genutzt.
Auch ein weiterer Trend ist in den USA laut Studie abzusehen: Die politisch aktiven Internetnutzer wechseln von Webseiten, die keine Stellung beziehen, hin zu Onlineauftritten, die mit ihrer politischen Richtung übereinstimmen. Für 2008 sagten bereits 44 Prozent der Demokraten und 35 Prozent der Republikaner, sie würden Webseiten nutzen, die ihrem politischen Standpunkt entsprächen. Der größte Wechsel im Nutzerverhalten macht sich bei der Gruppe der 18 bis 24-jährigen Nutzer deutlich: 2004 sagten noch 22 Prozent, ihre besuchten Webseiten stimmten mit ihren persönlichen Ansichten überein. Im Jahre 2008 teilten sogar schon 43 Prozent der Nutzer diese Auffassung.
Die aktuelle Studie des Pew Internet & American Life Project geht auch direkt auf das Verhalten von Barack Obama Wählern und John McCain Wählern ein: Demnach waren die Befürworter von John McCain mit 83 Prozent mehr Internetnutzer als die Fans von Barack Obama mit einem Anteil von nur 76 Prozent. Dies entspräche der Tatsache, dass McCain-Unterstützer einen größeren Bildungsumfang und ein höheres Einkommen als die Demokraten hätten. Andererseits hätten sich 22 Prozent aller Obama-Anhänger mehr untereinander mit dem Handy verständigt und dadurch Informationen von der Partei erhalten, im Vergleich zu 14 Prozent der John McCain Wähler.
Eine weitere wichtige Erkenntnis der Studie ist, dass die jungen Erwachsenen den größten Anteil der politisch engagierten Internetnutzer ausmachen. In der Kategorie der 18 bis 29-jährigen politischen Onlinenutzer sind es 72 Prozent, in der Gruppe der 30 bis 49-Jährigen engagieren sich 65 Prozent politisch und in der Altersklasse der 65-jährigen und älteren politisch aktiven Onliner sind es immerhin noch 22 Prozent. Weitere Studienergebnisse entnehmen Sie bitte dem hier bereit gestellten Download.
Das "Pew Internet & American Life Project" ist ein Projekt des "Pew Research Centers" und bietet Informationen zu Trends, die in den USA und anderen Ländern gegenwärtig sind. Zudem werden Studien veröffentlicht, die den Einfluss des Internets im Hinblick auf Familienleben, Arbeit oder Familie untersuchen. Aktuell hat das Pew Internet & American Life Project einen Report zum Thema "Das soziale Leben der Gesundheitsinformationen" veröffentlicht. Untersucht wurde das Phänomen des E-Patienten (Online-Patienten), dabei handelt es sich um Internetnutzer, die sich online über Gesundheitsthemen informieren und in Communities austauschen.
Laut Studie verändert sich das Verhalten der Internetnutzer und insbesondere auch das Verhalten derjenigen, die sich über das Gesundheitswesen informieren mit zunehmender Mobilität des Internetzugangs. Im Jahre 2000 besaßen 5 Prozent der Haushalte eine Breitbandversbindung und 25 Prozent der erwachsenen US-Amerikaner sahen sich online nach Gesundheitsinformationen um. Aktuell sind 57 Prozent der Haushalte mit Breitband versorgt und 61 Prozent der Nutzer interessieren sich für Gesundheitsfragen.
Die Studienteilnehmer wurden gefragt, welche Quellen sie in medizinischen oder gesundheitlichen Dingen nutzten und 86 Prozent gaben als Antwort, dass sie einen Arzt konsultieren würden. 68 Prozent würden hingegen Freunde oder Familienmitglieder fragen und 57 Prozent der Befragten antworteten, das Internet sei eine Informationsquelle. Diese so genannten E-Patienten nutzen das Internet für sich, um Alternativen zu vergleichen und Beistand bei ihren Entscheidungen zu bekommen.
So haben bereits 41 Prozent der E-Patienten die Kommentare von anderen Nutzern über gesundheitliche oder medizinische Erfahrungen in einer Newsgroup oder in einem Blog gelesen und 24 Prozent der E-Patienten haben Ranglisten oder Bewertungen von Krankenhäusern oder medizinischen Einrichtungen zu Rate gezogen. 19 Prozent haben im Internet eingewilligt, Werbung oder einen Newsletter zu gesundheitlichen oder medizinischen Themen zu bekommen.
E-Patienten mischen sich jedoch auch aktiv im Netz ein: 5 Prozent haben bereits Kommentare in einem Blog geschrieben, 5 Prozent der E-Patienten haben schon einmal Online-Bewertungen über einen Arzt geschrieben und 4 Prozent haben online Fotos, Videos oder Audiodateien zu medizinischen Angelegenheiten genutzt. Das Alter spielt bei den Online-Aktivitäten im Gesundheitswesen eine wichtige Rolle, so haben zwei Drittel der E-Patienten im Alter zwischen 18 und 49 Jahren schon einmal zu medizinischen Themen einen Beitrag in einem Blog geschrieben, Bewertungen von Krankenhäusern im Internet genutzt oder ähnliche Aktivitäten ausgeführt. Dies tat auch die Hälfte der E-Patienten, die 50 Jahre oder älter waren.
Den E-Patienten wurde auch die Frage gestellt, ob die Online-Informationen zum Thema Gesundheit eine hohe Auswirkung auf ihre Gesundheitsvorsorge oder den Umgang mit anderen haben: 13 Prozent der E-Patienten antworteten, dass ihre letzte Online-Nachfrage einen großen Einfluss auf ihr Verhalten hatte, 44 Prozent der E-Patienten antworteten, es hätte eine geringe Auswirkung auf sie gehabt und 41 Prozent sind der Auffassung, die Online-Anfrage hätte keine Auswirkung gehabt.
Nach Auffassung der Studienautoren ist das Thema Gesundheitsvorsorge inklusive der Suche nach Onlineinformationen zu dem Thema eine soziale Aktivität. So nutzen auch 39 Prozent der E-Patienten ein Soziales Netzwerk wie "MySpace" oder "Facebook", um sich auszutauschen und 12 Prozent der E-Patienten sind beim Microblogging-Dienst "Twitter" vertreten. Weitere Informationen rund um das Thema "E-Patienten" entnehmen Sie bitte der Studie, die bei uns zum Download bereit steht.
Das Pew Internet & American Life Project gehört zu den sieben Projekten des nichtkommerziellen "Pew Research Centers" und hat eine neue Studie zum Thema "Das Internet als Ablenkung" veröffentlicht. Die Daten des Reports basieren auf Telefoninterviews, die von März bis April 2009 mit 2253 amerikanischen Erwachsenen ab 18 Jahren durchgeführt wurden. Die Studie untersuchte das Verhalten von Nutzern, die das Internet für Onlinekäufe oder Verkäufe nutzen, dies sind 69 Prozent aller US-Amerikaner und sie werden als so genannte "online economic user" bezeichnet. Die Ergebnisse der Studie zeigen: 74 Prozent der Befragten bestätigten, dass sie das Internet nutzen würden, um sich zu entspannen und von wirtschaftlichen oder finanziellen Problemen abzulenken.
Unter den "online economic usern" in der Altersklasse der 18 bis 29-Jährigen gaben 74 Prozent an, beim Videogucken zu entspannen, 73 Prozent relaxen, wenn sie online Musik hören, 52 Prozent spielen gerne Onlinespiele und 55 Prozent der befragten Nutzer lenken sich im Chat mit Freunden ab. In der Altersklasse der 30 bis 49-Jährigen gaben 58 Prozent der "online economic user" an, beim sich beim Videoschauen im Netz zu entspannen, 34 Prozent spielen gerne Onlinespiele und 33 Prozent chatten gerne online mit Freunden, um Probleme zu vergessen.
Interessanterweise zeigt die Studie, dass die "online economic user" unabhängig davon, ob sie von der Rezession beeinflusst wurden oder nicht, gerne ins Internet gehen, um zu relaxen: 77 Prozent mit einem exzellenten oder guten finanziellem Status gaben an, bereits per Video, Onlinespiel oder Videoschauen entspannt zu haben. Dies sagten auch 72 Prozent derjenigen, dessen finanzieller Status als ausreichend oder arm zu bezeichnen ist.
Nichtsdestoweniger sind für die Nutzer beim Relaxen auch wirtschaftliche Themen interessant, diese beziehen sich jedoch eher auf das Geld sparen. So sagten 75 Prozent derjenigen "online economic user", die online sind, um zu relaxen, sie würden auch online sein, um den günstigsten Preis eines Produktes herauszufinden. Zudem haben 26 Prozent von ihnen schon einmal persönliche Gegenstände bei einer Online-Auktionsseite verkauft und 13 Prozent haben mit anderen Nutzern Fotos, Videos oder Audiodateien über ökonomische oder finanzielle Angelegenheiten ausgetauscht. Weitere Informationen zur Studie "Das Internet als Ablenkung" entnehmen Sie bitte dem Download.
Das Pew Internet & American Life Project ist ein Projekt des nichtkommerziellen "Pew Research Centers" und hat jetzt eine Studie zum Thema "Erwachsene und Soziale Netzwerke im Internet" herausgebracht. Zur Datenerhebung wurden von April bis Mai 2008 insgesamt 2.251 US-Amerikaner, die 18 Jahre alt und älter waren, per Telefoninterview befragt. Die Studienergebnisse zeigen: 35 Prozent der US-amerikanischen Erwachsenen haben ein Online-Profil in einem Sozialen Netzwerk eingerichtet. Damit hat sich die Zahl der Erwachsenen, die ein Profil bei Sozialen Netzwerken wie Facebook oder MaySpace hat, in den letzten vier Jahren vervierfacht, denn in 2005 waren es noch 8 Prozent der Internetnutzer gewesen. Zum Vergleich: Aktuell nutzen 65 Prozent der Jugendlichen, die online sind, ein Soziales Netzwerk.
Die Studie zeigt auch, dass MySpace das meistgenutzte Online-Netzwerk der Erwachsenen US-Amerikaner ist: 50 Prozent von ihnen nutzen MySpace, während 22 Prozent einen Eintrag bei Facebook haben. 6 Prozent sind bei LinkedIn registriert und 2 Prozent bevorzugen Yahoo. Dabei sagen 89 Prozent derjenigen, die in Sozialen Netzwerken ihr Profil haben, sie würden es nutzen, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben und 57 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, innerhalb des Sozialen Netzwerks gerne Pläne mit Freunden zu machen. Nur 28 Prozent sind hingegen der Auffassung, Soziale Netzwerke seinen geeignet, um neue geschäftliche oder professionelle Kontakte zu knüpfen.
Insgesamt haben 83 Prozent der Nutzer sogar Profile in mehreren Sozialen Netzwerken angelegt. 24 Prozent sind der Auffassung sie könnten dadurch besser mit Freunden in Kontakt bleiben, 19 Prozent sagen, einige ihrer Profile seien für professionelle Zwecke und andere für private Zwecke besser geeignet. Vier Prozent der Befragten gaben an, sie hätten verschiedene Online-Profile, um die verschiedenen Seiten ihrer Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen und für drei Prozent ist das laut Studie alles nur ein Spaß.
Im Hinblick auf den Umgang mit persönlichen Daten in Sozialen Netzwerken gaben außerdem 60 Prozent der Erwachsenen an, sie würden den Zugang zu ihren Profilen auf ihre Freunde beschränken, 36 Prozent der erwachsenen Nutzer gestatten jedoch jedem ihre Online-Profile einzusehen. 58 der Erwachsenen grenzen auch ein, wer bestimmte Informationen wie Fotos sehen kann, während 39 Prozent der Erwachsenen bestimmte Inhalte ihres Profils nicht eingrenzen wollen. Weitere Informationen zur Studie "Erwachsene und Soziale Netzwerke im Internet" entnehmen Sie bitte dem Download, das für Sie bereit steht.
Der Infobrief "Fahrtenschreiber" (Stand September 2009) der Initiative Internet erfahren berichtet über erste Aktivitäten der Initiative.