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Prof. Barbara Schwarze, Präsidiumsmitglied der Initiative D21 und Dr. Armgard von Reden, die Leiterin des IBM Verbindungsbüros und Vorsitzende des IBM German Women´s Leadership Councils haben gemeinsam ein Projekt ins Leben gerufen, um den weiblichen Führungsnachwuchs im IT-Bereich zu fördern: Die "Charta für die Talente der Zukunft" wurde bereits von vielen Managerinnen aus der Informations- und Telekommunikationsbranche unterzeichnet und verpflichtet die Teilnehmerinnen, sich an gezielten Maßnahmen zur Frauenförderung zu beteiligen. Weitere Verbände und Einrichtungen sind das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., Bitkom, die Dienstleistungsgesellschaft ver.di oder auch Die Zeit.
Um andere Frauen bei ihrer Studien- und Berufsfindung zu unterstützen, haben die Unterzeichnerinnen der Charta sich bereit erklärt, als Mentorin zur Verfügung zu stehen. Außerdem setzen sich die Unterzeichnerinnen dafür ein, Praktika für Schüler oder Studenten in ihren Unternehmen oder Verbänden durchzusetzen, Arbeitsplatzbewerberinnen zu coachen und sich insgesamt in ihren Unternehmen vielfältig für Frauenbelange zu engagieren. Dieses Vorhaben beinhaltet unter anderem Ungleichbehandlungen abzubauen, Weiterbildungen anzubieten oder auch gemischte Teams auf allen Ebenen der Unternehmenshierarchie durchzusetzen. Zudem erklären die Unterzeichnerinnen sich einverstanden, spezielle Programme, die Familie und Beruf in Einklang bringen, zu unterstützen und Frauen bei der Wahl einer wissenschaftlichen Laufbahn zu ermutigen. Hier steht die "Charta für die Talente der Zukunft" als Download zur Verfügung.
Die Zeitschrift "Internationale Politik" hat eine Umfrage für das Meinungsforschungsinstitut Forsa in Auftrag gegeben: 1004 Deutschen wurde im Juni 2009 die Frage gestellt, wie sie das Internet am ehesten charakterisieren würden. Mehrfachnennungen waren bei den insgesamt fünf zur Auswahl stehenden Antworten möglich. Die Einschätzung, dass das Internet eine Informationsquelle sei, war klarer Favorit bei allen Antworten, denn 89 Prozent der Befragten waren dieser Auffassung. Bei der Betrachtung dieser Antwort hinsichtlich des Alters der Befragten wird deutlich, dass 95 Prozent der 18 bis 29-Jährigen und 95 Prozent der 30 bis 44-Jährigen, jedoch nur 75 Prozent derjenigen, die 60 Jahre und älter waren, dieser Charakterisierung zustimmten. Beim Bildungsabschluss zeigt sich, dass 94 Prozent der Antwortgeber ihr Abitur abgelegt oder ein Studium absolviert hatten und 71 Prozent ihren Hauptschulabschluss besaßen.
Die Antwort, dass das Internet ein soziales Netzwerk sei, war eine Einschätzung, die immerhin 64 Prozent der Befragten teilten. Bei der demografischen Betrachtung zeigte sich, dass 68 Prozent aus der Gruppe der 30 und 44-Jährigen dieser Aussage zustimmten. Zudem teilten auch 58 Prozent aus der Gruppe der 45 bis 59-Jährigen diese Meinung. Die Befragten konnten außerdem der Charakterisierung zustimmen, dass das Internet die Ausgangsbasis für kriminelle Machenschaften wie Datenmissbrauch oder Betrug sei. Dies fanden insgesamt 57 Prozent der Befragten. 61 Prozent von ihnen gehörten zur Alterskategorie der 18 bis 29-Jährigen, zudem stimmten 68 Prozent der 30 bis 55-Jährigen und 58 Prozent derjenigen, die 60 Jahre alt und älter sind, dem zu. Zudem hatten 56 Prozent derjenigen, die dieser Auffassung waren, das Abitur oder einen Studienabschluss und 51 Prozent hatten die Hauptschule besucht.
Dass das Internet ein Instrument zur politischen Beteiligung sei, fanden hingegen nur 44 Prozent der Untersuchungsteilnehmer. Von allen Antworten, wurde dieser Charakterisierung am wenigsten zugestimmt. Von denjenigen, die dieser Auffassung waren, besaßen 48 Prozent ihr Abitur oder hatten einen Studienabschluss, 44 Prozent hatten einen mittleren Abschluss und 36 Prozent hatten die Hauptschule abgeschlossen. Insgesamt zeigt sich: Trotz der Auftritte der Parteien im Netz, des YouTube-Kanals "Open Reichstag" zur Bundestagswahl oder des Blogs "netzpolitik.org" kann das Internet die Bürger noch nicht richtig als ein Medium, dass zur poltischen Meinungsbildung verhilft, überzeugen. Bei dieser Charakterisierung des Internets waren unter den Antwortgebern insgesamt 51 Prozent der 18 bis 29-Jährigen, 42 Prozent aus der Altersgruppe der 45 bis 59-Jährigen und nur 37 Prozent derjenigen, die 60 Jahre alt und älter sind, vertreten.
Das Pew Internet & American Life Project hat in Kooperation mit der amerikanischen "Elon University" (North Carolina) die vierte Studie zum Thema "Die Zukunft des Internets" veröffentlicht. Die Untersuchung wurde mittels eines Online-Fragebogens mit einer ausgewählten Expertengruppe und einer hoch engagierten Internetöffentlichkeit zwischen Dezember 2009 und Januar 2010 durchgeführt.
Insgesamt wurden 895 Personen befragt: Institutionen, bei denen die Befragten einer Beschäftigung nachgehen, sind unter anderem Nokia, Cisco Systems, Microsoft oder British Telecom. Die Antworten der Untersuchungsteilnehmer gliedern sich in zwei Spalten: Einerseits werden die Antworten der 371 Langzeitexperten gezeigt, die regelmäßig an der Studie teilnehmen. Außerdem werden die Antworten aller Teilnehmer gezeigt, inklusive der 524 Personen, die von anderen Experten angeworben wurden.
Die Studienteilnehmer wurden dazu befragt, die Zukunft der internetbasierten Welt in einem Zeitraum von jetzt bis 2020 zu überprüfen. Zu diesem Zweck sollten die Teilnehmer verschiedene Zukunftsszenarien beurteilen, um Aussagen einer möglichen Evolution des Internets besser zu reflektieren. Im ersten Teil der Untersuchung sollten sich die Teilnehmer unter dem Aspekt "Die Zukunft der Intelligenz" darüber Gedanken machen, ob Google die Menschen dumm macht. 76 Prozent aller 895 Studienteilnehmer stimmten folgender Aussage zu:
Der Experte Paul Jones (University of North Carolina - Chapel Hill) begründete die Zustimmung dieser Aussage mit dem Argument, dass Google uns erlaubt, kreativer im Umgang mit Problemen und integrativer in unserem Denken zu werden. Daher würden wir zukünftig die Zeit mehr damit nutzen, Lösungen hervorzubringen. Esther Dyson (Langzeit-Internetexpertin und Investorin) sagt hingegen, das Problem sei nicht Google, sondern dass, was Google uns hilft zu finden. Für einige wird Google nutzlosen Inhalt finden, aber für andere Nutzer wird Google Antworten für Fragen liefern, um die Welt erforschen zu können.
Ein weiteres Zukunftsszenario untersuchte die Meinungen der Studienteilnehmer im Hinblick darauf, welchen Einfluss das Internet auf das Lesen, Schreiben und Erbringen von Wissen hat. 65 Prozent aller Studienteilnehmer und 69 Prozent der Langzeitexperten stimmten folgender Aussage zu:
32 Prozent aller 895 Experten und 27 Prozent der Langzeitexperten stimmten jedoch einer anderen Aussage zu:
Der Experte Alex Halavais (Association of Internet Researchers) äußerte zu dieser Frage die Stellungnahme, dass er der Auffassung sei, eine marginal größere Anzahl von Menschen wird zukünftig in den Prozess der Medienentwicklung beteiligt sein, sowohl visuell als auch textlich. Als Ergebnis daraus wird das gesamte Bildungsniveau ansteigen. Der Experte Kevin Novak (World Wide Web Consortium) meint zudem, das Schreiben und Lesen würde sich verbessern, weil diejenigen, die das Internet und den Wert der Informationen nutzten, weiterhin einem großen Wortschatz und kontextualen Informationen ausgesetzt seien. Weitere Informationen zu der Studie "Die Zukunft des Internets" entnehmen Sie bitte dem Download.