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14,2 Millionen Menschen in Deutschland haben im ersten Vierteljahr 2008 zu privaten Zwecken über das Internet Radio gehört oder Fern gesehen. Im Vergleich zum Vorjahr (10,3 Millionen) ist das ein Zuwachs von rund 38 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der CeBIT 2009 in Hannover (3. bis 8. März 2009) weiter mitteilt, nutzten somit 19 Prozent aller Personen ab zehn Jahren das Internet für Radio und Fernsehen. Im Vorjahreszeitraum hatte dieser Anteil noch bei 14 Prozent gelegen.
Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsene ist Radiohören und Fernsehen per Internet sehr verbreitet. Über 39 Prozent der 16- bis 24-jährigen machten von dieser Möglichkeit Gebrauch. In der Altersgruppe der 10- bis 15-jährigen nutzte knapp jeder Vierte (24 Prozent) das Internet für solche Zwecke, bei den 25- bis 44-jährigen waren es 28 Prozent. Von den Personen ab 45 Jahren wird das Angebot dagegen weniger in Anspruch genommen. Nur 13 Prozent der 45- bis 64-Jährigen hörten Internet-Radio oder sahen Internet-Fernsehen. Bei den Personen ab 65 Jahren lag der Anteil sogar nur bei 3 Prozent.
Auch Männer und Frauen nutzen Internet-Radio und -Fernsehen in unterschiedlichem Maße. Im ersten Vierteljahr 2008 hörten beziehungsweise sahen 26 Prozent der Männer über dieses Medium Radio oder Fernsehen. Im Vergleich dazu nahmen nur 13 Prozent der Frauen diese Möglichkeit wahr. Bei der Betrachtung der männlichen und weiblichen Alterstruktur wird klar: Beliebt ist das Internet-Radio oder Internet-Fernsehen bei den Männern im Alter zwischen 16 und 24 Jahren, in dieser Kategorie nutzen das Angebot 46,8 Prozent. Es folgen 35,9 Prozent der Nutzer, die zwischen 25 und 44 Jahre alt sind und nur 4,8 Prozent sind 65 Jahre und älter. Bei den Frauen sieht die Alterstruktur etwas anders aus: Zwar sind auch in der Kategorie von 16 bis 24 Jahren mit 31,2 Prozent die meisten Nutzer vertreten, doch es folgt dann die Kategorie der 10 bis 15 jährigen Mädchen mit 21,6 Prozent. 65 Jahre und älter ist außerdem nicht vertreten.
In Bezug auf die Gebietsstände gibt es ebenfalls Unterschiede bei der Nutzung von Radiohören oder Fernsehen per Internet. Während im früheren Bundesgebiet 20 Prozent dieses Angebot nutzen, sind es in den neuen deutschen Bundesländern sowie Berlin-Ost nur 15,1 Prozent. Zum Vergleich: Das Handy für den Internetzugang nutzten in den neuen Ländern sowie Berlin Ost 5,6 Prozent, im früheren Bundesgebiet jedoch nur 5,2 Prozent. Die vollständige Studie "Private Haushalte in der Informationsgesellschaft- Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien" des Statistischen Bundsamtes steht hier zum Download bereit.
Das Pew Internet & American Life Project ist ein Projekt des nichtkommerziellen "Pew Research Centers" und hat eine internationale Studie zum Thema "Internet-, Breitband- und Handystatistiken" veröffentlicht. Zur Datenerhebung wurden zwischen November und Dezember 2009 insgesamt 2.258 Erwachsene per Festnetz- und Mobiltelefon in den USA befragt. Teilweise wurden die Interviews in Spanisch abgehalten. Die Ergebnisse zeigen: 74 Prozent der US-amerikanischen Erwachsenen nutzten das Internet, eine Zahl, die sich nicht wesentlich verändert hat seit 2006, damals wurde eine US-amerikanische Online-Bevölkerung von 73 Prozent errechnet.
Deutlich wird an Hand der Studie jedoch auch, dass der Anteil der Onliner in der Altersgruppe der 18 bis 29-Jährigen bei insgesamt 93 Prozent lag, in der Gruppe der 30- bis 49 Jährigen lag er bei 81 Prozent, in der Gruppe der 50 bis 64-Jährigen bei 70 Prozent und in der Altersgruppe 65plus bei nur 38 Prozent. Im Hinblick auf die Gemeindetypen der Internetnutzer zeigte sich, dass der Anteil der Stadtbewohner bei 74 Prozent lag, der Anteil der Vorortbewohner betrug 77 Prozent und der Anteil der ländlichen Nutzer nur 70 Prozent. Zudem hatten 39 Prozent der Internetnutzer weniger als einen High School-Abschluss, 63 Prozent verfügten über einen High School-Abschluss, 87 Prozent hatten das College abgeschlossen und 94 Prozent hatten einen College- oder sogar höheren Abschluss.
Außerdem gaben 60 Prozent der US-Amerikaner, inklusive der Spanisch sprechenden Bevölkerung an, über einen Breitbandanschluss zu verfügen. Der Anteil der amerikanischen Frauen, die einen Breitbandanschluss besaßen, lag bei 58 Prozent, der Anteil der männlichen Nutzer lag hingegen bei 61 Prozent. In der Altersgruppe der 18 und 29 Jährigen lag der Anteil der Breitbandnutzer bei 76 Prozent, in der Gruppe der Nutzer, die zwischen 30 und 49 Jahre alt waren, lag er 67 Prozent und bei den Onlinern, die zwischen 50 und 64 Jahre alt waren, lag er bei 56 Prozent. In der Gruppe 65plus betrug der Anteil der Breitbandnutzer nur 26 Prozent. Zudem waren 61 Prozent der Breitbandnutzer in städtischen Regionen ansässig, 64 Prozent lebten in der Vorstadt und 47 Prozent derjenigen Surfer mit Breitbandanschluss wohnten ländlich.
Die Untersuchung ergab außerdem, dass insgesamt 55 Prozent der US-Amerikaner das Internet mit WLAN nutzen. Zudem wurde die Nutzung der Geräte für den kabellosen Zugang untersucht: 46 Prozent der US-amerikanischen Erwachsenen besitzen heutzutage einen Laptop und von ihnen waren 83 Prozent über WLAN und 28 Prozent über kabellosen Breitband (schneller Internetzugang) verbunden. Von den 83 Prozent der US-amerikanischen Erwachsenen, die ein Mobilfunkgerät oder ein Smartphone (Mobiltelefon inklusive Kalender- oder Adressverwaltung, kann auch über einen Touchscreen verfügen) besaßen, besuchten 35 Prozent das Internet mit ihrem Handy. Weitere Informationen zur Studie "Internet-, Breitband- und Handystatistiken" entnehmen Sie bitte dem Download.
In der obersten Leitungsebene von privatwirtschaftlichen Betrieben ist nur jede vierte Führungskraft eine Frau. Dies ergab eine repräsentative Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von 16.000 Betrieben in Deutschland. Im Laufe von vier Jahren ist der Wert damit nahezu unverändert geblieben. "Nach wie vor sind die Ergebnisse ernüchternd", schreiben die Arbeitsmarktforscherinnen Susanne Kohaut und Iris Möller.
Die Anteile der Frauen an den Führungspositionen unterscheiden sich nach Betriebsgrößen, Branchen und Sektoren: So werden beispielsweise kleine Betriebe häufiger von Frauen geführt als große. In der ersten Führungsebene von Großbetrieben mit mehr als 500 Beschäftigten liegt der Studie zufolge der Frauenanteil gerade mal bei neun Prozent. Immerhin seien hier aber Zuwächse zu verzeichnen, so das IAB: Vier Jahre zuvor lag der Wert erst bei sechs Prozent.
Weibliche Chefs seien vorwiegend in Dienstleistungsbereichen wie Erziehung und Unterricht, Gesundheitswesen oder Gastronomie anzutreffen, schreiben Kohaut und Möller. Zudem würden Frauen auch eher Betriebe im öffentlichen Sektor leiten als in der Privatwirtschaft.
Im Finanz- und Versicherungssektor sind Frauen in Führungspositionen eine Seltenheit
Grundsätzlich sei es nicht überraschend, dass im Dienstleistungsbereich, wo der Frauenanteil unter den Beschäftigten überdurchschnittlich ist, auch mehr Frauen in Führungspositionen gelangen, so die Forscherinnen. Bemerkenswert sei aber, dass speziell im Finanz- und Versicherungssektor, der ebenfalls einen hohen Frauenanteil aufweist, Frauen in Führungspositionen eine Seltenheit sind. "Besonders dort, wo es um wirtschaftliche Macht geht, sind Frauen wenig vertreten", stellen die Arbeitsmarktforscherinnen fest.
Die Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) steht für Sie zum Download bereit.
Das Statistische Bundesamt hat den Aufsatz "Frauen in Führungspositionen. Ansatzpunkte zur Analyse von Führungskräften in Mikrozensus und Arbeitskräfteerhebung" der Autoren Thomas Körner, M. A. und Lisa Günther veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen: Fast 28 Prozent der Führungspositionen in privaten Unternehmen in Deutschland sind mit einer Frau besetzt. Der Anteil der weiblichen Chefs erreichte im Jahr 2010 mit 27,7 Prozent einen neuen Höchststand. Dennoch ist der Frauenanteil an Führungspositionen noch immer deutlich niedriger als der Anteil der weiblichen Beschäftigten insgesamt (45,6 Prozent).
Weibliche Führungskräfte sind vor allem in kleineren Betrieben präsent: In Betrieben mit bis zu 49 Beschäftigten waren 35,0 Prozent der Führungspositionen mit einer Frau besetzt, in Betrieben mit 50 und mehr Mitarbeitern waren es dagegen nur 23,4 Prozent. Insgesamt waren Frauen im Top-Management seltener anzutreffen als auf der zweiten Führungsebene (24,2 Prozent gegenüber 28,8 Prozent). Den größten Seltenheitswert haben Frauen in der ersten Führungsebene größerer Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigen, der Anteil liegt bei 16,9 Prozent.
Bei jüngeren Führungskräften liegt der Frauenanteil deutlich höher als bei älteren: Knapp 38 Prozent der Führungskräfte im Alter bis 39 Jahre waren weiblich, ab 40 Jahren und älter waren es lediglich rund 22 Prozent der Führungskräfte. In den letzten fünfzehn Jahren besetzten immer mehr Frauen Führungspositionen. Seit dem Jahr 1996 ist der Frauenanteil in Führungspositionen von 21,8 Prozent um knapp 6 Prozent angestiegen. Den größten Zuwachs gab es in größeren Betrieben mit 50 und mehr Beschäftigten.
Der Aufsatz "Frauen in Führungspositionen" steht als Download in deutscher Sprache bereit.