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Das Pew Internet & American Life Project ist eines von sieben Initiativen des Pew Research Centers. Diese Non-Profitorganisation stellt Informationen zu Themen oder Trends bereit, die US-Amerika und die restliche Welt betreffen und hat jetzt Studie "Teens and Sexting" veröffentlicht. Inhaltlich wird beleuchtet, wie Teenager mit dem Versenden von SMS, die einen sexuellen Hintergrund haben, umgehen. Das Kunstwort "Sexting" setzt sich hierbei aus den Begriffen "Sexualität" und "Texten" zusammen. Der Report basiert auf Ergebnisse einer Telefonuntersuchung zum Thema "Die Nutzung des Mobiltelefons von Jugendlichen und Erwachsenen", die mit sechs Hauptgruppen in 3 U.S. Städten im Oktober 2009 mit Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren durchgeführt wurde. Die quantitativen Ergebnisse der Untersuchung basieren auf Telefoninterviews, die zwischen Juni und September 2009 mit 800 Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren durchgeführt wurden.
Die Studie zeigte: 75 Prozent aller Jugendlichen besaßen ein Mobiltelefon und 66 Prozent von ihnen nutzten die SMS-Funktion (im englischen Sprachgebrauch auch "texting" genannt). Von den Jugendlichen, die ein Mobiltelefon besitzen, verschickten vier Prozent ein sexuell anzügliches Nacktfoto beziehungsweise ein Foto oder Video mit fast nacktem Körper von sich selber an jemand anderen. Insbesondere Jugendliche, die ihre Handykosten selber tragen, sind bei der Versendung anzüglicher Fotos weniger zurückhaltend: 17 Prozent von ihnen sendeten sexuell andeutende SMS an andere, im Gegensatz zu drei Prozent derjenigen Heranwachsenden, die nicht oder nur teilweise für ihre Handykosten selbst aufkommen müssen.
Im Hinblick auf den Empfang von sexuell anzüglichen Nackt- oder Halbnacktfotos gaben 15 Prozent der 12 bis 17-Jährigen an, bereits solch ein Foto auf ihrem Handy empfangen zu haben. 18 Prozent der älteren Teenager zwischen 14 und 18 Jahren haben solch ein Foto bekommen, jedoch nur 6 Prozent der 12 bis 13-Jährigen. Bei Teenagern, die anzügliche SMS versenden und erhalten, spielt das Mobiltelefon eine zentrale Rolle in ihrem Leben: 16 Prozent der Jugendlichen, die regelmäßig SMS versenden, erhielten anzügliche Bilder, jedoch gaben nur 7 Prozent der Jugendlichen, die keine SMS-Funktion nutzen an, solche Fotos zu erhalten.
Interessanterweise gaben 80 Prozent der Jugendlichen, die sexuell anzügliche Inhalte erhalten an, sie würden ihre Telefon nutzen, um Langeweile zu kompensieren, dies sagten auch 67 Prozent der Jugendlichen, die keine sexuellen Fotos oder ähnliches zugesandt bekamen. 68 Prozent der Jugendlichen, die obszöne Fotos erhielten, sagten außerdem, sie würden generell nicht ihr Mobiltelefon ausstellen, wenn sie es nicht wirklich müssten. Dies bestätigten auch 46 Prozent der Jugendlichen, die keine anzüglichen SMS bekamen. Die Experten von Pew Internet & American Life Project fanden außerdem heraus, dass drei generelle Situationen vorherrschen, die das Versenden von SMS mit anzüglichen Bildern bedingen: In einer Situation werden diese Bilder zwischen zwei verliebten Partnern geteilt, manchmal ist "sexting" auch Teil einer experimentellen Phase von Teenagern, die noch nicht sexuell aktiv sind. Manchmal werden auch Fotos mit sexuellem Inhalt an Freunde und Klassenkameraden verschickt, beispielsweise aus Rache am ehemaligen Partner oder aus Sehnsucht nach einer Partnerschaft. Weitere Informationen zum Thema "Versenden von SMS mit anzüglichem Hintergrund unter Teenagern" entnehmen Sie bitte der Studie "Teens and Sexting", die zum Download bereit steht.