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Downloads zum Themenbereich E-Government

Election 2006 Online: Das Internet im amerikanischen Wahlkampf

von: Lee Rainie, John Horrigan vom 17.01.07

Buchtitel: Election 2006 Online: Das Internet im amerikanischen Wahlkampf
Welche Rolle spielt das Internet beim Wahlkampf?

Eine amerikanische Studie zeigt, dass die Bedeutung des Internet als hauptsächliche Quelle für Wahlkampfinformationen in den USA deutlich gestiegen ist. Im Vergleich zu den Kongresswahlen 2002 hat sich im Jahr 2006 die Anzahl der erwachsenen Amerikaner verdoppelt, die sich in erster Linie über das Internet mit Nachrichten zum Wahlkampf versorgt haben: Sie ist von 7 auf 15 Prozent gestiegen.

Die Studie wurde vom unabhängigen amerikanischen Pew Internet & American Life Project und vom Pew Research Center for The People and The Press durchgeführt. Sie steht in englischer Sprache hier zum Download bereit.

Download vorhanden  "Election 2006 Online: Das Internet im amerikanischen Wahlkampf" herunterladen
(pdf, 0.311 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.pewinternet.org/PPF/r/199/report_display.asp


Im Angebot der SDC seit 23.01.07 (jch)

Verwandte
Themenbereiche:
E-Government, Mediennutzung allgemein





Pew Internet & American Life Project: 15 Prozent der Onliner nehmen an politischen Diskussionen teil

Quelle: Pew Internet & American Life Project vom 04.09.09

Das Pew Internet & American Life Project gehört zu den sieben Projekten des nichtkommerziellen "Pew Research Centers" und hat eine amerikanische Studie zum Thema "Das Internet und ziviles Engagement" veröffentlicht. Eine wichtige Erkenntnis der Untersuchung: Wie im bürgerlichen offline Leben sind besser Gebildeten und besser betuchten Menschen wahrscheinlicher an politischen online Aktivitäten wie das Unterschreiben einer Online Petition oder das Leisten eines politischen Beitrages beteiligt als die weniger Wohlhabenden. So engagierten sich 27 Prozent der aktiven Onliner mit einem Einkommen zwischen 75.000 und etwa 100.000 Dollar für politische Aktivitäten, bei den aktiven Offlinern waren das in der gleichen Einkommenskategorie 34 Prozent. Nur 8 Prozent der Onliner mit einem Einkommen, das weniger 20.000 Dollar betrug, waren bürgerlich oder politisch engagiert, bei den Offlinern waren es 18 Prozent. Die Untersuchung zeigte zudem, dass 33 Prozent der Internetnutzer ein Profil in einem Sozialen Netzwerk hatten und das sich 31 Prozent dieser Sozialen Netzwerkmitglieder für Aktivitäten eingesetzt haben, die politische oder bürgerliche Belange betrafen.

Insgesamt sind laut Studie 15 Prozent der Internetnutzer (sie repräsentieren 11 Prozent aller Erwachsenen) online gegangen, um an der politischen Diskussion teilzunehmen. Dies geschah auf vielfältige Weise: 12 Prozent haben Kommentare auf einer Webseite oder in einem Blog zu politischen oder sozialen Themen gepostet, 3 Prozent haben Fotos gepostet, 2 Prozent haben Videoinhalte gepostet und 4 Prozent haben politische Inhalte für ihre Freunde versandt, um diese in einem Sozialen Netzwerk online lesen zu können. Ergänzend kann hinzugefügt werden, dass 31 Prozent der Blogger ihren Blog genutzt haben, um politische oder soziale Angelegenheiten zu untersuchen. Werden das Posten von politischen Inhalten und das politische Engagement in Sozialen Netzwerken gemeinsam betrachtet, so können 19 Prozent aller Internetnutzer als Mitglieder der so genannten "teilnehmenden Klasse" betrachtet werden.

Die Studie verweist auch darauf, dass die Verbreitung von politischem Material im Netz und die Nutzung der Sozialen Netzwerke für politische Zwecke eine Domäne der 18 und 24-Jährigen, den so genannten jungen Erwachsenen, sei. Dieses Bild entspricht der außergewöhnlich hohen Nutzerrate von jungen Internetnutzern, denn 90 Prozent von ihnen sind bereits online. Dennoch: Das Internet ist inzwischen teil des täglichen bürgerlichen Lebens der Amerikaner: 36 Prozent der Amerikaner sind an bürgerlichen oder politischen Gruppen beteiligt und 56 Prozent von ihnen nutzen digitale Werkzeuge, um mit anderen Gruppenmitgliedern zu kommunizieren. Tatsächlich nutzten 5 Prozent der Gruppenmitglieder ausschließlich digitale Technologien, um mit ihren Kollegen zu kommunizieren. An vorderster Front steht hier der E-Maildienst, 57 Prozent der verkabelten Mitglieder bürgerlicher Gruppen nutzen E-Mails, um sich auszutauschen. 17 Prozent der Mobilfunkbesitzer, die in politischen Gruppen involviert sind, tauschten sich mit ihrer Gruppe via Textnachrichten aus.

Zum Vergleich: 28 Prozent der Amerikaner haben mit anderen Mitgliedern aus politischen oder sozialen Gruppen nur offline kommuniziert. So bevorzugten 63 Prozent der Offliner den direkten Kontakt und tauschten sich von Angesicht zu Angesicht aus, 60 Prozent von ihnen nutzten das Telefon und 35 Prozent haben sich durch Gruppennewsletter oder Briefe verständigt. Insgesamt haben sich 49 Prozent der Amerikaner im vergangenen Jahr über ein Thema, das ihnen wichtig erschien, durch das Unterschreiben einer Petition oder durch die Teilnahme in einer Fernseh- beziehungsweise Radiosendung geäußert. So haben 32 Prozent aller Erwachsenen eine Petition unterzeichnet, wobei 25 Prozent eine Petition auf Papier unterzeichnet haben und 19 Prozent der Internetnutzer ihre Petition online unterzeichneten. 30 Prozent aller amerikanischen Erwachsenen haben Kontakt zur nationalen oder lokalen Regierung aufgenommen, um sich über ein wichtiges Thema zu äußern. 24 Prozent der Erwachsenen taten dies persönlich, per Telefon oder per Brief, während 25 Prozent der Internetnutzer sich via E-Mail äußerten.



Download vorhanden  "Pew Internet & American Life Project: 15 Prozent der Onliner nehmen an politischen Diskussionen teil" herunterladen
(pdf, 5.156 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://pewinternet.org/Reports/2009/15--The-Internet-and-Civic-Engagem ent.aspx?r=1


Im Angebot der SDC seit 04.09.09 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Informationsfreiheit, Bürgerbeteiligung, Medienkompetenz, Bürgernetze, Neue Technologien, E-Government, Mediennutzung allgemein, Vernetzung und Kooperation





Pew Internet: 82 Prozent der US-amerikanischen Internetnutzer suchen auf einer Regierungswebseite nach Informationen

Quelle: Pew Internet & American Life Project vom 03.05.10

Das Pew Internet & American Life Project ist ein Projekt des nichtkommerziellen "Pew Research Centers" und hat eine aktuelle Studie zum Thema "Government online" (Regierung online) veröffentlicht. Die Kernaussage lautet: Das Internet ermöglicht Bürgern neue Zugangswege zu Regierungsinformationen und Regierungsdienstleistungen. Die Studie basiert auf den Ergebnissen eines Telefoninterviews, das von November bis Dezember 2009 mit 2.258 US-amerikanischen Erwachsenen, die 18 Jahre alt und älter waren, durchgeführt wurde.

Die Untersuchung verdeutlicht: Die US-Amerikaner wenden sich in großer Anzahl den Regierungswebseiten zu, um dort an wichtige Informationen zu gelangen. Insgesamt 82 Prozent der Internetnutzer, diese repräsentieren 61 Prozent aller US-amerikanischen Erwachsenen, surften in den letzten 12 Monaten auf einer Regierungswebseite, um nach Informationen zu suchen oder um ein Rechtsgeschäft abzuschließen. Zu den typischen Aktivitäten der US-Amerikaner auf den Regierungswebseiten gehören:

  • 41 Prozent der Internetnutzer haben Regierungsformulare heruntergeladen.
  • 35 Prozent der Surfer suchten nach offiziellen Regierungsdokumenten oder Statistiken.
  • 19 Prozent der Nutzer haben auf diesem Wege Informationen erhalten, wie sie sich für eine Stelle bei der Regierung bewerben können.
  • 15 Prozent der Nutzer haben auf diesem Wege ein Bußgeld, beispielsweise für ein Parkticket, bezahlt.

Derzeit haben viele Regierungsbehörden angefangen, Daten wie Besucherzahlen auf den Webseiten oder politische Geldspenden zu veröffentlichen, um Offenheit und Transparenz der Regierungen zu stärken. Laut der Studie haben US-Amerikaner großes Interesse an diesen Details, in den letzten zwölf Monaten waren 40 Prozent der Nutzer im Netz auf der Suche nach Daten von Regierungsgeschäften. Die Untersuchung zeigte:

  • 23 Prozent der erwachsenen Onliner aus den USA waren im Netz, um nachzusehen, wie das Geld aus dem letzten Konjunkturpacket ausgegeben wurde.
  • 22 Prozent lasen oder luden sich Gesetzestexte von den Regierungswebseiten herunter.
  • 14 Prozent sahen sich nach Informationen darüber um, wer an den Kampagnen ihrer gewählten Regierungsvertreter teilnahm.

Die Studie hat auch das Verhalten der "online government participators" (auf Deutsch: Onliner, die sich an den Geschehnissen der Regierung beteiligen) untersucht. Diese Internetnutzer haben in den letzten zwölf Monaten Kommentare gepostet oder sich mit anderen Onlinern über Regierungsaktivitäten ausgetauscht. Von ihnen gehörten 12 Prozent einer Gruppe an, die versuchte, die Regierungspolitik zu beeinflussen, 11 Prozent von ihnen veröffentlichten Kommentare über die Regierungspolitik, drei Prozent von ihnen nahmen gerne an einer Online-Rathaussitzung teil und 2 Prozent schrieben Kommentare in einem Regierungsblog. Weitere Informationen zur Studie "Government online" entnehmen Sie bitte dem Download, der für Sie in englischer Sprache bereit steht.



Download vorhanden  "Pew Internet: 82 Prozent der US-amerikanischen Internetnutzer suchen auf einer Regierungswebseite nach Informationen" herunterladen
(pdf, 2.094 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://pewinternet.org/Reports/2010/Government-Online.aspx


Im Angebot der SDC seit 03.05.10 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Internationale Aspekte, E-Government, Mediennutzung allgemein





Pew Research: Für 34 Prozent der Onliner hat das Internet Einfluss auf die Teilhabe am Gemeindeleben

Quelle: Pew Internet & American Life Project vom 09.03.11

Das Pew Internet & American Life Project ist ein Projekt der Non-Profit-Organisation Pew Research Center und hat in Kooperation mit dem Monitor Institute und der John S. and James L. Knight Foundation eine Studie zum Thema "How the Public Perceives Community Information Systems" (Wie die Öffentlichkeit Informationssysteme von Gemeinden wahrnimmt) veröffentlicht. Die Experten haben zur Datenerhebung Befragungen in den US-amerikanischen Gemeinden Macon, Philadelphia und San José mit insgesamt 1510 Bürgern durchgeführt. Untersucht wurde die Qualität der Informationssysteme der jeweiligen Gemeinden, dazu gehören ein facettenreiches Informationsangebot sowie eine technisch ausgereifte Infrastruktur zur Informationsanlieferung. Zudem sollten ortsansässige Personen die Fähigkeiten haben, diese Informationen zu erhalten und sie an andere Gemeindemitglieder weiterzugeben. Weitere Qualitätskriterien sind unter anderem: High-Speed Internet für alle Bürger, lokale Schulen mit Zugang zu Computern und High-Speed Internet (dies beinhaltet auch Unterrichtseinheiten, die digitale und mediale Bildung unterstützen) und eine lokale Regierung mit einer engagierten Politik der Transparenz.

Die Ergebnisse zeigen: 65 Prozent aller Studienteilnehmer sind mit der Arbeit ihrer lokalen Regierung zufrieden und 30 Prozent haben das Gefühl, durch die öffentlichen Informationsquellen werden sie mit allen wesentlichen Neuigkeiten versorgt. 55 Prozent der Teilnehmer haben den Eindruck, die öffentlichen Schulen erfüllen ihre Aufgabe gut, 76 Prozent sind mit der Berichterstattung ihrer lokalen Zeitung zufrieden und 38 Prozent sind mit der städtischen Regierung zufrieden. Die Wissenschaftler haben auch herausgefunden: Breitbandnutzer sind manchmal weniger zufrieden mit dem Gemeindeleben als ihre Mitbürger. Die Forscher führen dies darauf zurück, dass Breitbandnutzer tiefere Einblicke über gegenwärtige Probleme der Gemeinde bekommen und daher mehr kritische Informationen über die lokale Regierung zusammentragen. Insgesamt nutzen in San José 85 Prozent der Einwohner das Internet und 76 Prozent verfügen zuhause über eine Breitbandverbindung. Zum Vergleich: In Philadelphia sind 66 Prozent der Bürger online und 57 Prozent haben einen Breitbandanschluss und in Macon nutzen 64 Prozent der Bürger das Netz und 50 Prozent sind zuhause mit Breitband versorgt.

Alle Studienteilnehmer mit Zugang zum Netz sollten außerdem abschätzen, welchen Einfluss eine Internetverbindung auf ihre verschiedenen Lebensbereiche hat: 69 Prozent der Internetnutzer aller drei Gemeinden sagen, das Internet hätte einen großen Einfluss auf ihre Fähigkeit, neue Sachen zu erlernen. 48 Prozent der Onliner meinen, dass das Internet sich auf den Umgang mit Gesundheitsthemen auswirken würde. 34 Prozent der Internetnutzer sind zudem der Auffassung, die Internetnutzung beeinflusst die Teilhabe in der Gemeinde. 24 Prozent der befragten Onliner sagen, das Internet beeinflusst die Interaktion zwischen Regierungsbeamten und Politikern. Die Studie hat auch hinterfragt, wie sich soziale Medien (beispielsweise Facebook, Twitter, YouTube) auf die Kommunikation innerhalb der Gemeinde auswirken: 32 Prozent der Onliner aller drei Gemeinden erhalten lokale Informationen von sozialen Netzwerken. 12 Prozent der Nutzer erhalten lokale Meldungen, die von Nachrichtenwebseiten auf ihr Handy geschickt werden und 7 Prozent der Nutzer bekommen lokale Informationen von Twitter.

Die Forscher wollten von den Teilnehmern auch wissen, welche Quellen sie für den Erhalt unterschiedlicher Informationen nutzen: Mitteilungen über die Nachbarschaft erhalten in Philadelphia und in Macon jeweils 11 Prozent der Befragten über das Internet. Zudem lesen in San José 15 Prozent der Bürger wichtige Einzelheiten zur Nachbarschaft in den Gemeindebriefen nach. Berufliche Nachrichten erfahren 40 Prozent der Befragten in Philadelphia, 35 Prozent der Bürger in Macon und 51 Prozent der Bürger in San José über das Internet. Die Analyse zeigt außerdem: Jede der Gemeinden verfügt über eine eigene Webseite, doch nur etwa ein Drittel der Befragten hat davon gewusst. Die meisten Studienteilnehmer haben bei Google nach lokalen Informationen recherchiert oder sich auf den Webseiten der lokalen Tageszeitungen und TV-Sender umgeschaut. Manche haben auch Informanden ihres privaten Netzwerks bei Fragen zu lokalen Themen kontaktiert. Weitere Informationen zur Studie "How the Public Perceives Community Information Systems" entnehmen Sie bitte dem englischsprachigen Download.



Download vorhanden  "Pew Research: Für 34 Prozent der Onliner hat das Internet Einfluss auf die Teilhabe am Gemeindeleben" herunterladen
(pdf, 0.243 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://pewinternet.org/


Im Angebot der SDC seit 09.03.11 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Internationale Aspekte, E-Government, Mediennutzung allgemein, Internet, Mobile Nutzung






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