|
![]() |
|
||||
|
Start |
||||||
Strategic Project Management Toolkit for Creating Digital Literacy Initiatives
Der kürzlich veröffentlichte SPreaD Leitfaden ist das Ergebnis eines Wissens- und Erfahrungsaustausches führender Institutionen, die Medienkompetenzprojekte in Europa durchführen. Erstellt wurde der Leitfaden in dem von der EU geförderten Projekt SPreaD – Strategic Project Management Tool-Kit for Creating Digital Literacy Initiatives.
Die drei Projektpartner MFG Baden-Württemberg (D), die Generaldirektion für Modernisierung der Region Valencia (ES) und das Zentrum für Innovation im Bereich Bildung und Ausbildung CINOP (NL) haben diesen praxisorientierten Leitfaden entwickelt. Er richtet sich an alle regionalen, nationalen und europäischen Institutionen, die Projekte oder Programme im Bereich Medienkompetenz fördern, initiieren oder durchführen. Er unterstützt sie bei der Bewertung, Planung und Umsetzung von breit angelegten Medienkompetenzprogrammen.
Basis des Leitfadens sind sechs bereits von den Partnerinstitutionen erfolgreich umgesetzte Best-Practice-Projekte. Aus Baden-Württemberg sind dies "start und klick!", "klick - mach mit!" sowie "do-it.regional".
Bestellung:
Die Druckversion des Leitfadens kann bei der MFG Baden-Württemberg (newrly@mfg.de) kostenlos bestellt werden.
Das Pew Internet & American Life Project gehört zu den sieben Projekten des nichtkommerziellen "Pew Research Centers" und informiert über Trends und Themen, die Amerika und die restliche Welt betreffen. Das Projekt hat aktuell eine Studie zum Thema "Teenager und Mobiltelefone" veröffentlicht. Die Daten stammen unter anderem aus vier verschiedenen Pew Internet & American Life Project Untersuchungen, die sich mit dem Verhalten von Eltern und Kindern befasst haben. Der Hintergrund: Bereits 2004 wurde zum ersten Mal die Mobiltelefonnutzung von Jugendlichen untersucht, damals besaßen 45 Prozent ein Gerät.
Dieser Trend hat sich weiter fortgesetzt, im Jahre 2006 waren es bereits 63 Prozent und im Jahre 2008 schon 71 Prozent. Zudem besaßen 74 Prozent der Heranwachsenden in 2008 einen iPod oder mp3 Player und 60 Prozent waren im Besitz eines Desktop- oder Laptopcomputers. Im Vergleich dazu besaß in 2008 noch 77 Prozent der Erwachsenen ein Mobiltelefon und im April 2009 stieg diese Zahl auf 85 Prozent an.
Bei Jugendlichen spielt das Alter die wichtigste Rolle im Hinblick auf den Besitz eines Mobiltelefons. Bereits 52 Prozent der 12 bis 13-Jährigen besaßen in 2008 ein Gerät. Bereits in der Gruppe der Jugendlichen ab 14 Jahren erhöht sich dieser Prozentsatz rapide, denn hier besaßen 2008 schon 72 Prozent ein Handy und bei den Jugendlichen ab 17 Jahren hatten schon 84 Prozent ihr eigenes Mobiltelefon. Jenseits des Alters gibt es weitere charakteristische Merkmale der Mobiltelefonbesitzer: Internetnutzer werden laut Studie wahrscheinlich eher ein Handy haben als Nichtnutzer.
Der aktuelle Report macht jedoch auch deutlich, dass Festnetztelefone die am meisten verbreitete Methode der US-amerikanischen Jugendlichen sind, um mit ihren Freunden zu kommunizieren: 94 Prozent der Handybesitzer nutzten in 2008 das Handy um Freunde anzurufen und 76 Prozent von ihnen haben Textnachrichten versendet. Dennoch unterhalten sich 87 Prozent der jugendlichen Mobiltelefonbesitzer weiterhin mit ihren Freunden über das Festnetz.
Viele Jugendliche in den USA nutzen jedoch laut Studie das Mobiltelefon täglich für Internetdienste: 26 Prozent aller Jugendlichen versendeten Nachrichten über die Sozialen Netzwerke und 43 Prozent der Jugendlichen, die sich in einem Sozialen Netzwerk angemeldet hatten, versendeten sogar täglich ihre Meldungen. 26 Prozent der Teenager chatteten täglich miteinander und 16 Prozent versendeten täglich E-Mails.
Die Studie informiert zudem darüber, dass Jugendliche auch Anschluss an andere mobile Geräte haben, die sie mit anderen Menschen oder anderen Netzwerken verbinden. Die gängigsten Geräte sind Spielkonsolen wie Nintendo oder die portablen Play Station von Sony. Die portable Play Station bietet die Möglichkeit, ins Internet zu gehen und sie besitzt eine Sype-Funktion, mit der die Nutzer, oft auch umsonst, über das Internet telefonieren können. Die Nutzung von Nintendo Dsi erlaubt es den Nutzern, über das lokale Netzwerk hinaus miteinander zu spielen oder an Funknetzbasierten Internetspielen teilzunehmen.
Das Pew Internet & American Life Project ist eines von sieben Initiativen des Pew Research Centers. Diese Non-Profitorganisation stellt Informationen zu Themen oder Trends bereit, die US-Amerika und die restliche Welt betreffen und hat jetzt Studie "Teens and Sexting" veröffentlicht. Inhaltlich wird beleuchtet, wie Teenager mit dem Versenden von SMS, die einen sexuellen Hintergrund haben, umgehen. Das Kunstwort "Sexting" setzt sich hierbei aus den Begriffen "Sexualität" und "Texten" zusammen. Der Report basiert auf Ergebnisse einer Telefonuntersuchung zum Thema "Die Nutzung des Mobiltelefons von Jugendlichen und Erwachsenen", die mit sechs Hauptgruppen in 3 U.S. Städten im Oktober 2009 mit Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren durchgeführt wurde. Die quantitativen Ergebnisse der Untersuchung basieren auf Telefoninterviews, die zwischen Juni und September 2009 mit 800 Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren durchgeführt wurden.
Die Studie zeigte: 75 Prozent aller Jugendlichen besaßen ein Mobiltelefon und 66 Prozent von ihnen nutzten die SMS-Funktion (im englischen Sprachgebrauch auch "texting" genannt). Von den Jugendlichen, die ein Mobiltelefon besitzen, verschickten vier Prozent ein sexuell anzügliches Nacktfoto beziehungsweise ein Foto oder Video mit fast nacktem Körper von sich selber an jemand anderen. Insbesondere Jugendliche, die ihre Handykosten selber tragen, sind bei der Versendung anzüglicher Fotos weniger zurückhaltend: 17 Prozent von ihnen sendeten sexuell andeutende SMS an andere, im Gegensatz zu drei Prozent derjenigen Heranwachsenden, die nicht oder nur teilweise für ihre Handykosten selbst aufkommen müssen.
Im Hinblick auf den Empfang von sexuell anzüglichen Nackt- oder Halbnacktfotos gaben 15 Prozent der 12 bis 17-Jährigen an, bereits solch ein Foto auf ihrem Handy empfangen zu haben. 18 Prozent der älteren Teenager zwischen 14 und 18 Jahren haben solch ein Foto bekommen, jedoch nur 6 Prozent der 12 bis 13-Jährigen. Bei Teenagern, die anzügliche SMS versenden und erhalten, spielt das Mobiltelefon eine zentrale Rolle in ihrem Leben: 16 Prozent der Jugendlichen, die regelmäßig SMS versenden, erhielten anzügliche Bilder, jedoch gaben nur 7 Prozent der Jugendlichen, die keine SMS-Funktion nutzen an, solche Fotos zu erhalten.
Interessanterweise gaben 80 Prozent der Jugendlichen, die sexuell anzügliche Inhalte erhalten an, sie würden ihre Telefon nutzen, um Langeweile zu kompensieren, dies sagten auch 67 Prozent der Jugendlichen, die keine sexuellen Fotos oder ähnliches zugesandt bekamen. 68 Prozent der Jugendlichen, die obszöne Fotos erhielten, sagten außerdem, sie würden generell nicht ihr Mobiltelefon ausstellen, wenn sie es nicht wirklich müssten. Dies bestätigten auch 46 Prozent der Jugendlichen, die keine anzüglichen SMS bekamen. Die Experten von Pew Internet & American Life Project fanden außerdem heraus, dass drei generelle Situationen vorherrschen, die das Versenden von SMS mit anzüglichen Bildern bedingen: In einer Situation werden diese Bilder zwischen zwei verliebten Partnern geteilt, manchmal ist "sexting" auch Teil einer experimentellen Phase von Teenagern, die noch nicht sexuell aktiv sind. Manchmal werden auch Fotos mit sexuellem Inhalt an Freunde und Klassenkameraden verschickt, beispielsweise aus Rache am ehemaligen Partner oder aus Sehnsucht nach einer Partnerschaft. Weitere Informationen zum Thema "Versenden von SMS mit anzüglichem Hintergrund unter Teenagern" entnehmen Sie bitte der Studie "Teens and Sexting", die zum Download bereit steht.
Am 9. Februar 2010 war wieder "Safer Internet Day". Der "Safer Internet Day" wird jährlich am zweiten Dienstag weltweit organisiert: Schulen, Initiativen oder Vereine veranstalten bunte Aktionen, die auf die Themen Internetsicherheit und Medienkompetenz aufmerksam machen. Partner des Netzwerks sind so genannte "Safer Internet Center", sie setzen gemeinsam das "Safer Internet Programme" der Europäischen Union um. In Deutschland hat diese Aufgabe der Verbund Safer Internet DE mit der EU-Initiative klicksafe übernommen.
Im Rahmen des Safer Internet Day 2010 hat klicksafe ein Dossier zum Thema Datenschutz und Persönlichkeitsrechte im Internet veröffentlicht. Institutionen, Vereine und Autoren haben über ihre Erfahrungen und persönlichen Ansichten zu diesem Thema geschrieben. Das Dossier soll zum Nachdenken anregen und eine gesellschaftliche Auseinandersetzung anstoßen. Zudem wird deutlich, dass Datenschutz im Netz jeden Nutzer betrifft, einfache Beispiele dafür sind das Einrichten einer E-Mailadresse oder das Anlegen eines Profils in einem Sozialen Netzwerk, denn in beiden Fällen muss der Nutzer genau überlegen, was er von sich preisgibt.
Die Autoren des Dossiers beleuchten die Thematik auf mannigfaltige Weise: Kai Hanke (Referent für Medien, Deutsches Kinderhilfswerk e.V.) verweist in seinem Bericht "Datenschutz 2.0 - Voraussetzungen für eine kinder- und jugendgerechte Informationsgesellschaft" darauf, dass alle Menschen heutzutage in einem digitalen Datengeflecht involviert sind und nennt Forderungen, wie Kinder und Jugendliche während der Netzkommunikation besser geschützt werden sollten.
Jutta Croll (Geschäftsführerin, Stiftung Digitale Chancen) verdeutlicht in ihrem Artikel "Von Schützern und Beschützern" den Unterschied zwischen Datenschutz und Datensicherheit und weist darauf hin, dass Datenschutz auch der Mitwirkung der Nutzerinnen und Nutzer bedarf. Bei ihnen ein Schutzbedürfnis zu entwickeln sei daher eine wichtige Aufgabe des Datenschutzes und der Vermittlung von Medienkompetenz.
Hingegen macht Prof. Dr. Klaus Neumann-Braun (Lehrstuhl für Medienwissenschaft, Universität Basel) in seinem Bericht "Gefühlte Privatheit im offenen Netz" darauf aufmerksam, dass Kinder und Jugendliche im Bereich Medienkompetenz oft auf sich allein gestellt sind. Der Autor ist der Meinung, dass Nutzer, die älter als 35 Jahre alt sind, auf Grund mangelnder Internetkenntnisse kaum in der Lage seien, Heranwachsende beim Surfen im Netz zu begleiten. Jugendliche würden eher ihre eigenen Erfahrungen im Netz sammeln, als von Eltern oder Pädagogen aufgeklärt zu werden.
Weitere Autoren des Dossiers sind Ilse Aigner (Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz), Gerhart Baum (Bundesminister a.D.), Dr. Alexander Dix (Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit), Dr. Kristina Köhler (Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) und Peter Schaar (Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit).
Weitere inhaltlich zusammenhängende Materialien finden Sie hier.
Die Behörde für Datenschutz und Informationsfreiheit der Freien und Hansestadt Hamburg hat in Kooperation mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein und weiteren Partnern eine Broschüre zum Thema "Meine Daten kriegt Ihr nicht" veröffentlicht: Beleuchtet wird die Unterrichtseinheit "Datenschutz", die im Frühjahr 2010 im 7. Jahrgang der Gesamtschule Walddörfer (Hamburg) durchgeführt wurde. Der Leitfaden richtet sich an Lehrer, Pädagogen sowie Medienexperten und möchte dazu anregen, Unterrichtseinheiten zur Förderung der Medienkompetenz an Schulen zu entwickeln und anzubieten.
Als Vorüberlegung sollte geklärt werden, ob reale Daten aus dem Netz zu Anschauungszwecken im Unterricht genutzt werden sollten. Die Experten raten an dieser Stelle, fiktive Personen ins Internet einzustellen. Auf diese Weise kann vermittelt werden, dass die Privatsphäre geschützt werden sollte, ohne dabei andere Nutzer bloßzustellen. Rechtlich ist dieser Vorgang ebenfalls möglich: So müssen beispielsweise Anbieter wie googlemail oder auch soziale Netzwerke wie SchülerVZ die Anmeldung von Nutzern mit Pseudonym zulassen. Im späteren Verlauf des Unterrichts kann schließlich aufgeklärt werden, dass es sich bei der untersuchten Person um eine fiktive Person handelt. Dies ist insbesondere wichtig, um den Schülern zunächst die Möglichkeit zu geben, sich unvoreingenommen mit den offengelegten Daten von Nutzern zu beschäftigen.
Die Schüler können im Unterricht die fiktive Persönlichkeit im Netz suchen und durch verschiedene Internetquellen Informationen von ihr einholen. Die Broschüre erklärt Lehrern in kleinen Schritten, wie diese einen fiktiven Nutzer im Internet platzieren können. Wenn dies zu aufwendig sein sollte, können Schüler auch nach ihren Lieblingsstars recherchieren. Zudem listet die Handreichung exemplarisch auf, wie die Unterrichtseinheit gestaltet werden sollte: Die Schüler reflektieren bei jedem Thema gemeinsam, wann persönliche Grenzen oder die Grenzen anderer Jugendlicher überschritten werden. Zudem sollten Jugendliche sich genau über Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) von sozialen Netzwerken informieren und bei der Veröffentlichung von persönlichen Daten nie blind vertrauen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Download.
Das "The New Media Consortium" hat in Kooperation mit der EDUCAUSE Learning Initiative den "Horizon Report 2011" entwickelt. Der Report berichtet über Untersuchungsergebnisse, die den Einsatz von neuen Medien und neuen Technologien in den Bereichen Lehre, Lernen und kreative Forschung betreffen. Vorgestellt werden mediale Trends, die Reihenfolge der Vorstellung richtet sich nach der Einschätzung, wie bedeutend diese im Verlauf der nächsten fünf Jahre für Bildungsträger sein werden. Insgesamt präsentiert der Horizon Report 2011 sechs Trendtechnologien, die in drei Zeithorizonte eingeteilt wurden.
Der kurzfristige Zeithorizont sagt aus, dass die Technologien sich voraussichtlich in den nächsten zwölf Monaten durchsetzen werden. Zu diesen Techniken gehören elektronische Bücher und mobile Endgeräte. Der mittelfristige Horizont geht davon aus, dass die entsprechenden Techniken zwei bis drei Monate zur Etablierung brauchen. In diesen Bereich fallen Augmented Reality und Game-basiertes lernen. Der langfristige Zeithorizont geht davon aus, dass die entsprechenden technischen Entwicklungen vier bis fünf Jahre brauchen werden, um sich durchzusetzen. Dazu gehören gestenbasiertes Computing und Learning Analystics.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der deutschen Ausgabe des "Horizon Report 2011", die in Zusammenarbeit mit dem Multimedia Kontor Hamburg GmbH verfasst wurde und bei uns als Download erhältlich ist. Der Bericht steht unter Creative Commons Lizenz.