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Monitoring-Report Deutschland Digital - Der IKT-Standort im internationalen Vergleich

Quelle: TNS Infratest vom 07.01.10

Das Marktforschungsunternehmen TNS Infratest hat im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie die Studie "Monitoring-Report Deutschland Digital - Der IKT-Standort im internationalen Vergleich" im Dezember 2009 veröffentlicht. Der Report zeigt, ob sich der Informations- und Kommunikationstechnologienstandort (IKT) Deutschland im internationalen Vergleich behaupten kann. Im Jahre 2008 lag Deutschland gemeinsam mit Norwegen auf Platz sieben der 15 weltweit führenden IKT-Nationen Europas, Asiens und den USA. Im Bereich der Infrastruktur lag Deutschland auf Platz acht der 15 besten IKT-Nationen und im Bereich der Marktentwicklung gemeinsam mit den Niederlanden sogar auf Platz fünf.

Laut Studie muss es im Rahmen der so genannten IKT-Standortstrategie 2013 zu einer Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands kommen, dies kann geschehen durch eine verstärkte Zielkonzentration und der Umsetzung konkreter Maßnahmen. In einem ersten Schritt wurden Chancen und Risiken verschiedener Handlungsfelder wie Deutschlands Datensicherheit, Innovationspolitik, Bildungspolitik oder auch der Breitbandausbau beziehungsweise die Telekommunikationspolitik näher untersucht:

  • Datensicherheit

    Laut Untersuchung hat das Bundeskriminalamt bekannt gegeben, dass die IKT-Kriminalität im Jahre 2008 Schäden in Höhe von 37 Millionen Euro angerichtet hat und es wurden insgesamt 37.900 Fälle der IKT-Kriminalität festgehalten. Bei diesen Zahlen wird empfohlen, das Datenschutzrecht zu aktualisieren, denn ohne Vertrauen in Datensicherheit könne das IKT-Wirtschaftswachstum nicht gesteigert werden.

  • Innovationspolitik
  • Die Studie besagt, dass aktuell 650 Millionen Euro für Forschung- und Entwicklung vom Bund für den IKT-Standort Deutschland ausgegeben werden. Zudem wird geraten, bessere Bedingungen für Forschung- und Entwicklung im Bereich der IK-Technologien zu schaffen, dazu gehören unter anderem die Steigerung der Ausgaben auf etwa 4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bis zum Jahre 2015 sowie Transparenz im Hinblick auf die Mittelvergabe in den Bereichen Forschung und Entwicklung zu schaffen. Außerdem wäre es sinnvoll, wenn die Aufwendungen aus den Bereichen Forschung und Entwicklung steuerlich absetzbar wären.

  • Bildungspolitik
  • Nach Studienangaben waren im Jahre 2008 etwa 830.000 Arbeitnehmer in der Informations- und Kommunikationstechnologiebranche beschäftigt. Andererseits waren im Sommer 2009 zwar viele offene Stellen in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu vergeben, doch nur wenige Fachkräfte aus diesen Fächern waren arbeitslos gemeldet. Daher weist die Studie explizit auf einen strukturell bedingten Fachkräftemangel hin, um dem entgegen zu wirken sollten unter anderem IKT-Fachkräfte Weiterbildungsmöglichkeiten in Unternehmen und Hochschulen haben.

  • Telekommunikationspolitik / Breitband
  • Im Jahre 2008 lag Deutschland bei der Breitbanddichte im globalen Vergleich auf Platz sieben. Zudem werden in Deutschland in neun von zehn Fällen Breitbandanschlüsse mit DSL genutzt und nur sechs Prozent werden über das TV-Kabel genutzt. Für eine flächendeckende Auslastung von Hochgeschwindigkeit- und Glasfasernetzen werden in den nächsten Jahren Investitionen bis zu 50 Milliarden Euro notwendig sein, diese sind eine wichtige Voraussetzung für neue Innovationen.

Die vollständige Studie "Monitoring-Report Deutschland Digital - Der IKT-Standort im internationalen Vergleich" steht für Sie bei uns zum Download bereit.



Download vorhanden  "Monitoring-Report Deutschland Digital - Der IKT-Standort im internationalen Vergleich" herunterladen
(pdf, 5.716 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.tns-infratest.com/Monitoring-Deutschland-Digital/Monitoring _Report_Deutschland_digital.asp


Im Angebot der SDC seit 07.01.10 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Wirtschaftspolitik, Internationale Aspekte, Technologiepläne (Entwicklung und Umsetzung), Neue Technologien, Technische Unterstützung, Internetpolitik, Mediennutzung allgemein, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und Kooperation, Breitband/DSL





Studie: "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien"

Quelle: TNS Infratest vom 07.01.10

Das Marktforschungsunternehmen TNS Infratest sowie der Münchner Kreis, die EICT GmbH und die Deutsche Telekom haben die internationale Delphi-Studie 2030 "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien" im November 2009 herausgegeben. Das Ziel der Untersuchung ist es, Entwicklungen und Trends in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Medien in den nächsten 20 Jahren einzuschätzen. Die Befragung von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erfolgte in zwei Wellen, insgesamt wurden 795 Experten angeschrieben. An der ersten Welle nahmen 551 Experten teil und an der zweiten Welle 439 Führungskräfte. Die Studie vermittelt fünf Kernbotschaften:

  1. Digitalsierung und Durchdringung der Informations- und Kommunikationstechnologien werden die Informationsgesellschaft zukünftig noch stärker prägen.
  2. Laut Studie werden in etwa 10 Jahren bereits mehr als 95 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland, aber auch in Europa und in den USA das Internet nutzen. Hierfür ist es wichtig, dass Maßnahmen zur Überwindung der Digitalen Spaltung unternommen werden. Damit Deutschland im internationalen Vergleich im Hinblick auf die sich entwickelnde Informationsgesellschaft konkurrenzfähig bleibt, wird unter anderem dazu geraten, in der Schule das Schulfach "Medienkunde" zu etablieren, um die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu fördern.

  3. Menschen müssen den Informations- und Kommunikationstechnologien Vertrauen schenken und diese auch zunehmend in ihren Alltag integrieren, so kann sich eine moderne Informationsgesellschaft entwickeln.
  4. Die Untersuchung prognostiziert, dass es in sechs bis zehn Jahren für Nutzer digitaler Medien in Deutschland und Europa möglich ist, die Hilfe eines digitalen vernetzten Assistenten beim Umgang mit digitalen Daten in verschiedenen Nutzungszusammenhängen in Anspruch zu nehmen. An dieser Stelle rät die Studie, dass Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor dem Missbrauch privater Daten seitens Politik, Wirtschaft und Wissenschaft geschaffen werden müssen. Dazu gehören unter anderem eine sichere E-Mailkommunikation und eine sichere E-Signatur.

  5. Eine flexible Informationsgesellschaft benötigt leistungsfähige Kommunikationsinfrastrukturen, um wettbewerbsfähig zu sein.
  6. Das Thema "Breitband" steht bei dieser Kernbotschaft im Vordergrund, denn eine moderne Kommunikationsinfrastruktur ermöglicht innovative Entwicklungen, steigert das Wirtschaftswachstum und eröffnet neue Absatzmärkte. Unter anderem wird in der Studie geraten, die Möglichkeiten von Speicher- und Prozessorchips zu nutzen, denn diese Medien seien wichtige Zukunftskomponenten.

  7. Mobile Internetnutzung wird nachhaltigen Einfluss auf die Informationsgesellschaft haben und es werden sich neue Anwendungsfelder entwickeln.
  8. Laut Studie wird insbesondere das mobile Internet in den nächsten Jahren eine wichtige Entwicklung für die moderne Informationsgesellschaft darstellen. Um dieses Potential zu nutzen, sollten Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die Entwicklung dieses Trends fördern. Vorausgesagt wird, dass Funktionen wie Ortungs- und Location-based Services (Dienste, die standortbezogen sind. Nötig ist hierfür ein Endgerät, ein Dienstanbieter und ein Positionsermittler) sowie Communities und die Augmented Reality (Schaffung einer erweiterten Realität durch technische Hilfsmittel wie Kamera oder Unterstützungssoftware) erfolgreich durch das mobile Internet genutzt werden können.

  9. Die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wird sich auf die Industrien der deutschen Wirtschaft, etwa Maschinenbau sowie Automobil oder Energie, auswirken.
  10. Politik, Wirtschaft und Technologieforschung sollten laut Studie ihre Schwerpunkte auf Zukunftsthemen wie Grüne Technologie, Elektroauto und Energieeffizienz oder auf den Mediensektor legen. Durch die Förderung der Forschung und Entwicklung von IKT-Schlüsseltechnologien kann das langfristige Ziel, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken, nachhaltig umgesetzt werden.

    Die vollständiege Studie "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien" steht bei uns zum Download bereit.



Download vorhanden  "Studie: "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien"" herunterladen
(pdf, 18.70 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.tns-infratest.com/presse/presseinformation.asp?prID=719


Im Angebot der SDC seit 07.01.10 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Internationale Aspekte, Medienkompetenz, Mediennutzung allgemein, Breitband/DSL, Mobile Nutzung





IT-Standort Deutschland bei Breitbandversorgung und Internetnutzung führend

Quelle: Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie vom 05.08.09 vom 07.08.09

Bundesregierung legt Bericht zum Politikprogramm "iD2010 - Informationsgesellschaft Deutschland 2010" vor

Die Bundesregierung hat heute einen Fortschrittsbericht zum Aktionsprogramm der Bundesregierung "iD2010 - Informationsgesellschaft Deutschland 2010" (kurz: iD2010) verabschiedet, der Bericht fasst die Ergebnisse ihrer Politik für den IT-Standort Deutschland seit Beginn des Programms iD2010 im Jahr 2006 zusammen.

Ein zentrales Ergebnis des Berichts ist, dass Deutschland bei der Gestaltung der Informationsgesellschaft im Berichtszeitraum 2006 bis 2009 eine erfolgreiche Entwicklung genommen hat. So nutzen heute schon gut zwei Drittel der Deutschen das Internet. Im Jahr 2006 war es erst die Hälfte der Bevölkerung. Zudem ist die Zahl der deutschen Haushalte, die Breitbandanschlüsse für den Zugang ins Internet nutzen, seit 2006 deutlich angestiegen. Sie liegt derzeit bei 57 Prozent. Damit nimmt Deutschland im europäischen Vergleich einen vorderen Platz ein. Weiterhin zeigt der Bericht, dass die Bundesregierung mit iD2010 diverse Maßnahmen und Projekte in zentralen Handlungsfeldern angestoßen hat. Hierzu zählen zum Beispiel die Verbesserung der rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen für IKT, die beschleunigte Integration von Bürgern und Staat in die Informationsgesellschaft, die Schaffung einer sicheren Informationsgesellschaft sowie der Ausbau der IKT-Forschung und die Stärkung der IKT-Investitionen. Zur erfolgreichen Umsetzung des Programms iD2010 hat insbesondere der von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel mit dem 1. IT-Gipfel 2006 in Potsdam gestartete hochrangige Dialog von Politik, IKT-Wirtschaft und Wissenschaft beigetragen.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Peter Hintze: "Die Informations- und Kommunikationstechnologien sind zu einem entscheidenden Treiber für Wachstum, Beschäftigung und Innovation geworden. Gerade angesichts der gegenwärtigen Wirtschaftskrise darf nicht nachgelassen werden, in Schlüsseltechnologien wie die IKT zu investieren, um die Position Deutschlands im internationalen Wettbewerb weiter auszubauen."

Ebenso zeigt der Fortschrittsbericht, dass die im Rahmen des Programms iD2010 gesetzten Ziele zur Breitbandversorgung durch bestehende Initiativen der Bundesregierung im Zusammenwirken mit Ländern, Landkreisen, Kommunen und Wirtschaft bereits erreicht wurden. Die Bundesregierung gibt sich jedoch hiermit nicht zufrieden, sondern hat sich mit ihrer im Februar 2009 beschlossenen Breitbandstrategie neue, ehrgeizige Ziele gesetzt. So sollen bis spätestens Ende 2010 die Lücken in der Breitbandversorgung geschlossen und flächendeckend leistungsfähige Breitbandanschlüsse verfügbar sein. Bis 2014 sollen bereits für 75 Prozent aller Haushalte und möglichst bald nach 2014 auch flächendeckend Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit/Sekunde zur Verfügung stehen. Die Strategie beinhaltet insgesamt 15 Maßnahmen, von denen einige bereits umgesetzt sind. So ist beispielsweise die Hebung von Synergien durch die Nutzung bestehender Infrastrukturen der Energie- und Wasserwirtschaft für den Breitbandausbau auf den Weg gebracht worden. Mit dem Beschluss des Bundesrates vom 12. Juni 2009 zur Freigabe der Frequenzen der so genannten "Digitalen Dividende" wurde zudem die Voraussetzung für eine bessere Breitbandversorgung insbesondere ländlicher Räume geschaffen. Ebenso wurden bestehende Fördermaßnahmen aufgestockt und um neue Fördertatbestände ergänzt. Durch die Maßnahmen der Breitbandstrategie und die hierdurch angestoßenen Projekte wird ein zusätzlicher, signifikanter Investitionsschub erwartet, so dass mit einer Erreichung der Strategieziele gerechnet werden kann.

Staatssekretär Hintze: "Unsere Breitbandstrategie definiert klare Ziele und strukturierte Maßnahmen. Wir haben einerseits die sehr wichtige, kurzfristige Schließung von Versorgungslücken in der Fläche im Blick, andererseits aber auch ein Konzept zur Schaffung einer langfristig tragfähigen Breitbandinfrastruktur. Das Ergebnis ist ein zukunftsweisender, für jeden nachvollziehbarer Fahrplan. Eine zentrale Stärke unserer Strategie ist es, dass wir nicht alle, lokal teilweise sehr unterschiedlichen Herausforderungen über einen Kamm scheren. Wir aktivieren die großen Potenziale und Innovationskräfte, die in dezentralen Lösungen liegen, damit die Menschen eine schnelle und flexible Lösung bekommen, die gemessen an den Gegebenheiten vor Ort die Beste ist."

Der Fortschrittsbericht zeigt weiterhin, dass im Rahmen der jährlichen IT-Gipfel zahlreiche zukunftsweisende Vorhaben innovativer IT-Anwendungen auf den Weg gebracht werden konnten. Mit mehreren Projekten sollen intelligente IKT-Lösungen für das Internet der Zukunft und für neue Wachstumsmärkte entwickelt werden. Die Grundlagen für das zukünftige Internet der Dienste werden beispielsweise mit dem FuE-Projekt THESEUS geschaffen. Durch Entwicklung neuer semantischer Internettechnologien soll der Zugang zu Informationen und Wissen im Internet für die Nutzer erheblich vereinfacht und erleichtert werden.



Download vorhanden  "IT-Standort Deutschland bei Breitbandversorgung und Internetnutzung führend" herunterladen
(pdf, 0.248 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/pressemitteilungen,did=30867 4.html


Im Angebot der SDC seit 07.08.09 (yze)

Verwandte
Themenbereiche:
Mediennutzung durch Menschen mit Behinderungen / Aktivitäten für Menschen mit Behinderungen, Neue Technologien, Technische Unterstützung, Mediennutzung allgemein, Barrierefreiheit, Breitband/DSL





Digitale Kluft in NRW: Bildung und Alter haben Einfluss auf die Internetnutzung

Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) vom 24.04.09

Das statistische Landesamt "Information und Technik NRW" hat eine Studie zum Thema "Die Digitale Kluft in Nordrhein-Westfalen" veröffentlicht. Für diese Untersuchung wurde eine europaweite Haushaltsbefragung zur Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) durchgeführt, wobei in Nordrhein-Westfalen im April 2007 etwa 4.700 Menschen ab 10 Jahren aus 2.300 verschiedenen Haushalten interviewt wurden. Der Autor der Studie, Dr. Hans-Ullrich Mühlenfeld, kommt zu dem Ergebnis, dass in NRW eine digitale Kluft existiert.

Die These der Digitale Kluft besagt: Je besser die Bildung und das Einkommen, desto mehr werden die neuen Informations- und Telekommunikationstechnologien genutzt. Weitere Faktoren, die eine Digitale Kluft forcieren können, sind Alter und Geschlecht. Diese Indikatoren spiegeln sich auch im Ergebnis der Studie wieder: Eine gute Bildung und ein angemessenes Einkommen erlauben die Freiheit, sich mit den neuen Technologien auszustatten und diese auch intensiv zu nutzen.

Laut Bericht von Dr. Hans-Ullrich Mühlenfeld besitzen in NRW 70,2 Prozent der Haushalte einen Computer, knapp 63,3 Prozent der Haushalte haben auch einen Internetanschluss. Dieses Ergebnis ist im Vergleich zum Durchschnitt der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sehr gut: Der Anteil der Haushalte mit Internetanschluss liegt innerhalb der EU bei nur 54 Prozent. Auch das Nettoeinkommen der Haushalte sowie der Anteil der Haushalte, die mit einem Computer ausgestattet sind, sind in NRW sehr hoch und genau das ist ein Problem, denn es existiert keine gleichmäßige Verteilung.

Während 94,5 Prozent der Haushalte einen Computer besitzen und ein Einkommen von 3600 Euro haben, liegt das Nettoeinkommen bei 46,6 Prozent der Haushalte mit Computer bei knapp 1300 Euro oder darunter. Es zeigt sich außerdem: 91 Prozent der Haushalte verdienen 3600 Euro oder mehr und haben einen Internetanschluss, wohingegen nur 62,9 Prozent derjenigen, die zwischen 1300 und 2600 Euro monatlich verdienen, bei sich zu Hause ins Internet gehen können. Dr. Hans-Ullrich Mühlenfeld erklärt in seinem Bericht, diese Ergebnisse seien erste Indikatoren für eine bestehende Digitale Kluft.

Auch im Hinblick auf die Schulbildung machen sich bei der Internetnutzung in NRW gravierende Unterschiede bemerkbar. Insgesamt haben 71,4 Prozent der Bürger in NRW schon einmal im Netz gesurft, 64,3 Prozent sind sogar fast täglich online. Jedoch: 92,5 Prozent der Surfer, die schon einmal im Netz waren, haben Abitur. Doch auf der anderen Seite haben nur 46,3 Prozent der Nutzer mit einem Hauptschul- oder Volksschulabschluss schon einmal das Internet besucht.

Am häufigsten wird von 84,9 Prozent der Onliner die E-Mailfunktion genutzt, davon haben jedoch 79,8 Prozent einen Hauptschul- oder Volksschulabschluss und 92,6 Prozent die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife. Gerne wird im Internet die Suche nach Informationen zu Waren oder Dienstleistungen in Anspruch genommen: 82,7 Prozent nutzen diese Möglichkeit, hiervon haben anteilig 82,4 Prozent einen Hauptschul- oder Volksschulabschluss und 91,1 Prozent die Fachhochschulreife.

Auch die Altersstruktur der Nutzer in NRW spiegelt die Digitale Kluft wieder, gerade ältere Menschen brauchen länger, um sich den neuen Technologien anzunähern. IN NRW haben bereits 98 Prozent der 10 bis 15-jährigen Kinder und Jugendlichen schon einmal einen Computer benutzt, in der Kategorie der 45 bis 54-Jährigen sind es 89,5 Prozent und bei den 65 bis 74-Jährigen immerhin noch 44,3 Prozent. Lediglich 17,7 Prozent der Menschen über 75 Jahre haben schon einmal Kontakt mit einem Computer gehabt.

Interessanterweise beschäftigen sich jedoch 46,9 Prozent der Gruppe der 75-jährigen und älteren Nutzer, die sich bereits mit einem Computer angefreundet haben, jeden Tag mit dieser Technologie. Es wird deutlich, dass sich auch ältere Menschen gerne noch mit aktuellen Entwicklungen auseinandersetzen. Weitere Informationen zu der Studie "Die Digitale Kluft in Nordrhein-Westfalen" von Dr. Hans-Ullrich Mühlenfeld entnehmen Sie bitte dem Download.



Download vorhanden  "Digitale Kluft in NRW: Bildung und Alter haben Einfluss auf die Internetnutzung" herunterladen
(pdf, 0.153 MB)


Mehr Infos finden Sie unter:
http://www.it.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2009/pres_058_09.html


Im Angebot der SDC seit 28.04.09 (yze)

Verwandte
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Mediennutzung durch Kinder / Aktivitäten für Kinder, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Mediennutzung durch SeniorInnen / Aktivitäten für SeniorInnen, Neue Technologien, Mediennutzung allgemein, Internetzugang, Computer






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