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Die 71. Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) endete in Berlin mit der Verabschiedung von Resolutionen zur inklusiven Bildung und zu den Potenzialen sozialer Medien für die Arbeit der UNESCO.
Die DUK fordert in der Resolution "Inklusive Bildung in Deutschland stärken" Bund, Länder und Kommunen auf, zügig Aktionspläne auf Landes- und kommunaler Ebene zur inklusiven Bildung zu erarbeiten. Deutschland habe im Vergleich zu vielen europäischen Ländern einen erheblichen Nachholbedarf bei der Entwicklung zu einem inklusiven Bildungswesen. Inklusion beinhalte - unabhängig von besonderen Lernbedürfnissen, Behinderung, Geschlecht oder Herkunft - das Recht auf gemeinsamen Unterricht in einer allgemeinen Schule. Die DUK appelliert, die Sonderschulen planvoll in das allgemeine Schulwesen zu überführen. Inklusive Bildung müsse als Leitidee in der Aus- und Fortbildung aller pädagogischen Berufe verankert und in der wissenschaftlichen Forschung gefördert werden. Die DUK betont das in der UN-Behindertenrechtskonvention verankerte Menschenrecht auf gemeinsames Lernen. Seit 2009 gilt in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention.
Die DUK verabschiedete außerdem die Resolution "Potenziale von Sozialen Medien für UNESCO-Ziele nutzen". Darin ruft sie alle politisch und fachlich zuständigen Institutionen in Deutschland auf, soziale Medien im Sinne der UNESCO für die Förderung moderner Wissensgesellschaften einzusetzen. Sie ruft den Bund auf, rechtliche Rahmenbedingungen im Hinblick auf die Nutzung von sozialen Medien zu überprüfen. Sie appelliert insbesondere an Bund, Länder und die Akteure des Bildungssystems, durch soziale Medien neue Lernformen auf allen Bildungsstufen zu fördern. Die DUK ruft dazu auf, die Vermittlung von Kompetenzen für den Umgang mit sozialen Medien auf allen Bildungsstufen und an alle Generationen sicherzustellen. Die DUK verpflichtet sich unter anderem, den Einsatz von sozialen Medien in der Schule im Netzwerk der UNESCO-Projektschulen weiter zu erproben, Ergebnisse ihrer Arbeit nach ihren Möglichkeiten unter freien Lizenzierungsformen zu veröffentlichen und soziale Medien für die Erreichung neuer Zielgruppen in allen Generationen einzusetzen.
Die DUK hat 114 Mitglieder, unter ihnen Vertreter von Bund und Ländern, wichtiger Organisationen aus Bildung, Wissenschaft, Kultur und Medien. Sie berät die Bundesregierung, den Bundestag und die übrigen zuständigen Stellen in allen Fragen, die sich aus der Mitgliedschaft Deutschlands in der UNESCO ergeben. Die DUK ist Verbindungsstelle zwischen Staat und Zivilgesellschaft und Partnerin der UNESCO und ihrer 196 Nationalkommissionen.
Weiterhin sagt die Studie, dass das Internet in der Medienumgebung an vorderster Front agiert. Das Internet ist bei der Berichterstattung von Wahlkampfkampagnen ebenso eine wichtige Quelle wie Zeitungen geworden. So erhalten 26 Prozent der Erwachsenen Neuigkeiten zu Wahlen aus dem Internet, im Vergleich zu 28 Prozent, die ihre Neuigkeiten durch Zeitungen beziehen. Dies ist erstaunlich, denn noch dominiert der Fernseher in diesem Land als Quelle für die politische Berichterstattung, er wird von etwa 78 Prozent der Erwachsenen genutzt.
Auch ein weiterer Trend ist in den USA laut Studie abzusehen: Die politisch aktiven Internetnutzer wechseln von Webseiten, die keine Stellung beziehen, hin zu Onlineauftritten, die mit ihrer politischen Richtung übereinstimmen. Für 2008 sagten bereits 44 Prozent der Demokraten und 35 Prozent der Republikaner, sie würden Webseiten nutzen, die ihrem politischen Standpunkt entsprächen. Der größte Wechsel im Nutzerverhalten macht sich bei der Gruppe der 18 bis 24-jährigen Nutzer deutlich: 2004 sagten noch 22 Prozent, ihre besuchten Webseiten stimmten mit ihren persönlichen Ansichten überein. Im Jahre 2008 teilten sogar schon 43 Prozent der Nutzer diese Auffassung.
Die aktuelle Studie des Pew Internet & American Life Project geht auch direkt auf das Verhalten von Barack Obama Wählern und John McCain Wählern ein: Demnach waren die Befürworter von John McCain mit 83 Prozent mehr Internetnutzer als die Fans von Barack Obama mit einem Anteil von nur 76 Prozent. Dies entspräche der Tatsache, dass McCain-Unterstützer einen größeren Bildungsumfang und ein höheres Einkommen als die Demokraten hätten. Andererseits hätten sich 22 Prozent aller Obama-Anhänger mehr untereinander mit dem Handy verständigt und dadurch Informationen von der Partei erhalten, im Vergleich zu 14 Prozent der John McCain Wähler.
Eine weitere wichtige Erkenntnis der Studie ist, dass die jungen Erwachsenen den größten Anteil der politisch engagierten Internetnutzer ausmachen. In der Kategorie der 18 bis 29-jährigen politischen Onlinenutzer sind es 72 Prozent, in der Gruppe der 30 bis 49-Jährigen engagieren sich 65 Prozent politisch und in der Altersklasse der 65-jährigen und älteren politisch aktiven Onliner sind es immerhin noch 22 Prozent. Weitere Studienergebnisse entnehmen Sie bitte dem hier bereit gestellten Download.
Laut der Studie "Studieren im Web 2.0" der Hochschul-Informations-System GmbH und des Multimedia Kontors Hamburg bewegt sich die Mehrheit der deutschen Studierenden (73%) täglich zwischen einer und drei Stunden aktiv im Internet - ein knappes Viertel (23 %) sogar zwischen vier bis sechs Stunden am Tag.
Im Fokus der vorliegenden Untersuchung stand die Frage, wie Studierende Internetanwendungen und E-Learning-Angebote in der Hochschullehre beurteilen und welchen Einfluss die jungen Nutzer auf die Entwicklung netzgestützter Lehr- und Lernformen an Hochschulen haben. Es werden Informationen dazu bereitgestellt, wie Studierende an den öffentlichen und privaten deutschen Hochschulen diese Angebote nutzen und wie nützlich diese für ihr Studium sind. Ein weiterer Untersuchungsgegenstand ist, für wie vertrauenswürdig sie die Informationen bekannter Wissensportale halten.
Zu den Nutzungsgewohnheiten von Wikis, Blogs oder Social Communities - privat und in Lehrveranstaltungen - wurde belegt, dass die Studierenden besonders häufig auf die Online-Enzyklopädie Wikipedia und auf Social Communities wie StudiVZ, FaceBook, MySpace oder Xing zugreifen. Dort kommunizieren sie überwiegend mit Freunden, tauschen sich aber auch mit Kommilitonen über Themen des Studiums aus.
Es wurde weiterhin nach der Kenntnis und Nutzung "älterer" E-Learning-Formen oder nach der Verlässlichkeit netzgestützter Informationsquellen aus Sicht der Studierenden gefragt. Dabei zeigte sich, dass sich an der Nutzungshäufigkeit von E-Learning-Formen wie lehrveranstaltungsbegleitenden Materialien, netzgestützten Seminaren oder virtuellen Laboren seit einer HISBUS-Erhebung aus 2004 kaum etwas verändert hat. Allerdings fällt die Nutzung vor allem der digital bereitgestellten Lernmaterialien heute deutlich intensiver aus, was auf das große Angebot von Selbst-Test-Möglichkeiten und elektronischen Übungsumgebungen zurückzuführen sein dürfte.
Weiterhin werden Angaben zur Einschätzung der Nützlichkeit und zu den studienbezogenen Zwecken von digitalen Anwendungen und Diensten, die Studierende damit verfolgen, bereitgestellt.
Zur Methode: Es wurde eine Online-Befragung mit Studierenden aus dem HISBUS Studierenden-Panel durchgeführt. Es konnten Antworten von 4.400 deutschen Studierenden innerhalb des Erhebungszeitraums von vier Wochen im September und Oktober 2008 in die Untersuchung einbezogen werden. Die Erhebung ist im Hinblick auf die genannten Strukturmerkmale für deutsche Studierende repräsentativ.
HISBUS ist ein von der HIS Hochschul-Informations-System GmbH durchgeführtes und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt. Ziel des Projekts ist es, Kenntnisse und Erfahrungen der Studierenden aktuell und schon im Vorfeld von Entscheidungen in die Diskussion in Parlamenten, Ministerien und Hochschulen einfließen zu lassen. Das HISBUS-Panel ist als virtuelles Studierendendorf konzipiert: Die Panelisten sind so ausgewählt, dass sie möglichst exakt die Wirklichkeit der Studierenden insgesamt abbilden.
Das Zentrum für empirische pädagogische Forschung hat in Zusammenarbeit mit der Schülerhilfe eine Befragung zum Thema ‚Förderung an Deutschlands Schulen’ durchgeführt. Bei der Untersuchung wurden folgende Fragen aus der Perspektive von Eltern und Lehrkräften fokussiert:
Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass Förderung an deutschen Schulen stark verbesserungswürdig ist: die befragten Eltern haben die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften bei der Förderung der Kinder als befriedigend eingestuft. Dies ist insoweit problematisch, da Förderung nur dann greifen kann, wenn Eltern und Lehrkräfte gut miteinander kooperieren. Dazu bedarf es einer professionellen Entwicklung von Förderplänen, da diese derzeit sehr selten eingesetzt werden.
Weiterhin sind lediglich 14,4% der Lehrkräfte mit diagnostischen Hilfsmitteln vertraut, die zur Entscheidung beitragen, ob ein Förderbedarf vorliegt – dies ist elementar für die Begründung und Kontrolle von Förderung. Sie geben weiter an, dass sie sich für keinen in der Befragung vorgegebenen Förderbereich gut vorbereitet fühlen – darunter fallen soziale Kompetenzen, Lern- und Arbeitsverhalten, Motorik, Bewegung und Sport, Lebensgestaltung und Selbstverwirklichung.
Prof. Dr. Reinhold S. Jäger vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung dazu: "Die durch das Bildungsbarometer aufgezeigten Problembereiche sind markant. Die Ergebnisse machen deutlich, warum Schule soziale Benachteilungen nicht auffangen kann. Individuelle Förderung ist der Schlüssel zur Verbesserung der Bildung in Deutschland und zur Sicherung von Chancengerechtigkeit."
Bei der Online-Befragung haben 1510 Personen den Fragebogen vollständig bearbeitet (510 Eltern und 545 Lehrkräfte).
Das Angebot zum Download der Studie ist mit ausdrücklicher Genehmigung des zepf erfolgt.