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Der Horizon (übersetzt: Horizont) Report 2009 wurde von dem New Media Consortium und der gemeinnützigen Gesellschaft "EDUCAUSE Learning Initiative" erstellt und berichtet über das Horizon Projekt, das sich mit neuen Technologien aus den Bereichen Lehre, Lernen oder Forschung auseinandersetzt. Vorgestellt werden in diesem 6. Jahresbericht neue Technologien und Anwendungen, die in den nächsten Jahren ihren Nutzen finden werden. Zudem werden Trends und Entwicklungen im Bereich der Hochschullehre aufgezeigt.
Zu den zukunftsweisenden Technologien gehören laut Forschungsbericht mobile Endgeräte wie Mobiltelefone oder Cloud (übersetzt: Wolke) Computing: Darunter wird ein Konzept verstanden, bei dem Daten und Anwendungen sich nicht auf einem lokalen Rechner, sondern in einem Netzwerk verbundener Server befinden. Weitere Technologien der Zukunft könnten smart objects (intelligente Objekte) sein, dabei handelt es sich um Technologien, die Objekte dazu bringen können, sich mit anderen Informationen zu verknüpfen oder ihre geografische Lage zu erkennen. Die Herausforderungen in der Lehre bestehen laut des Horizon Berichts darin, dass Hochschuleinrichtungen veraltetete Lernmaterialien benutzen. Zudem müssen immer mehr Daten der Studierenden erfragt und verwaltet werden und Studenten müssen umfassende technologische Fähigkeiten erwerben.
Mobile Endgeräte finden schon bald einen verstärkten Einsatz in der Lehre und Forschung, da sie die Anwendungsmöglichkeiten und die Flexibilität des Studierenden und Lehrenden erhöhen: Die Anwendungen von Mobilfunkgeräten beinhaltet die Nutzung von Werkzeugen zum Rechnen oder die Erstellung von Checklisten, außerdem können Videos, Töne und Bilder aufgenommen werden und der Zugang ins Internet ist ebenfalls möglich. Mobile Endgeräte werden beispielsweise in den Mathematikwissenschaften eingesetzt, wenn Studierende ihre iPhones in Computer umwandeln, oder in den Musikwissenschaften, beim Komponieren von Musikstücken.
Cloud Computing ist hingegen ein Service, der in drei unterschiedliche Formen umgesetzt werden kann: Die erste Form dient dazu, das Netzwerk unter anderem für eine erhöhte Datenspeicherung zu nutzen. Der zweite Typus konzentriert sich auf die Bereitstellung des technischen Equipments, um die Anwendung zu ermöglichen und die dritte Form des Services bietet nur Rechenleistungen an. Der Nachteil von Cloud Computing ist, das Daten nicht auf einem Computer gespeichert werden, sondern sie werden einer Cloud anvertraut. In Lehre und Forschung kann Cloud Computing jedoch Kosten senken und Gruppenarbeit fördern. In der Wissenschaft wird CloudComputing bereits bei dem Projekt Science Clouds eingesetzt: Forscher können Arbeitsspeicher innerhalb der Cloud namens Nimbus nutzen. Weitere Informationen zu den Ergebnissen des Horizon Reports entnehmen Sie bitte dem Download.
Das Zentrum für empirische pädagogische Forschung hat in Zusammenarbeit mit der Schülerhilfe eine Befragung zum Thema ‚Förderung an Deutschlands Schulen’ durchgeführt. Bei der Untersuchung wurden folgende Fragen aus der Perspektive von Eltern und Lehrkräften fokussiert:
Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass Förderung an deutschen Schulen stark verbesserungswürdig ist: die befragten Eltern haben die Zusammenarbeit mit den Lehrkräften bei der Förderung der Kinder als befriedigend eingestuft. Dies ist insoweit problematisch, da Förderung nur dann greifen kann, wenn Eltern und Lehrkräfte gut miteinander kooperieren. Dazu bedarf es einer professionellen Entwicklung von Förderplänen, da diese derzeit sehr selten eingesetzt werden.
Weiterhin sind lediglich 14,4% der Lehrkräfte mit diagnostischen Hilfsmitteln vertraut, die zur Entscheidung beitragen, ob ein Förderbedarf vorliegt – dies ist elementar für die Begründung und Kontrolle von Förderung. Sie geben weiter an, dass sie sich für keinen in der Befragung vorgegebenen Förderbereich gut vorbereitet fühlen – darunter fallen soziale Kompetenzen, Lern- und Arbeitsverhalten, Motorik, Bewegung und Sport, Lebensgestaltung und Selbstverwirklichung.
Prof. Dr. Reinhold S. Jäger vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung dazu: "Die durch das Bildungsbarometer aufgezeigten Problembereiche sind markant. Die Ergebnisse machen deutlich, warum Schule soziale Benachteilungen nicht auffangen kann. Individuelle Förderung ist der Schlüssel zur Verbesserung der Bildung in Deutschland und zur Sicherung von Chancengerechtigkeit."
Bei der Online-Befragung haben 1510 Personen den Fragebogen vollständig bearbeitet (510 Eltern und 545 Lehrkräfte).
Das Angebot zum Download der Studie ist mit ausdrücklicher Genehmigung des zepf erfolgt.