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Die zunehmende Bedeutung der Themen Migration und Zuwanderung in den Ländern der EU wirft die Frage auf, wie das Potential von Informations- und Kommunikationstechnologien für die Förderung der Integration in Europa genutzt werden kann. Das Projekt "Bridge IT" - ein thematisches Netzwerk für soziale Integration und kulturelle Vielfalt durch PC und Internet - widmet sich diesem Thema.
Ziel des Bridge-IT Netzwerkes ist es, Beispiele guter Praxis aus verschiedenen Ländern als Vorbilder zu identifizieren und Werkzeuge für ihre Nachbildung und Verbreitung in ganz Europa zu entwickeln. Daraufhin sollen mit Experten Richtlinien für die Verbesserung, Entwicklung und Nachbildung von bestehenden Initiativen erarbeitet werden. Dabei wird sich das Projekt auf diese drei speziellen Unterthemen fokussieren:
Die erste Veröffentlichung aus der Zusammenarbeit der Partner des Netzwerkes ist ein Booklet namens "Migrants, ethnic minorities and ICT" (Migranten, ethnische Minderheiten und IKT), in dem eine Bestandsaufnahme der Projekte als gute Beispiele der beteiligten Länder dokumentiert ist. Das vorliegende Booklet stellt einen Überblick über zahlreiche Initiativen vor, die in unterschiedlichen Umgebungen aus verschiedenen Gründen entstanden sind und verschiedene Zielgruppen adressieren - jedoch alle gemeinsame Ziele teilen: d.h. Informations- und Kommunikationstechnologien zu nutzen, um Migranten und ethnische Minderheiten sozio-ökonomisch in die Gesellschaft zu integrieren, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die mit ihnen arbeiten, zu unterstützen und einen wechselseitigen Erfahrungs- und Wissensaustausch unter den Aufnahmeländern anzuregen. Die genauen Projektbeschreibungen entnehmen Sie bitte dem untenstehenden PDF Dokument in englischer Sprache, das dort zum Download bereit steht.
Dem Projekt Bridge-IT gehören 25 Partner aus 11 EU Ländern an. Das Netzwerk besteht aus Experten aus dem öffentlichen Bereich, aus Migranten- und Nichtregierungsorganisationen, aus sozialen Einrichtungen, die mit Migranten arbeiten, aus dem Gewerkschaftsbund und Forschungseinrichtungen, sowie IT-Anbietern.
Weitere inhaltlich zusammenhängende Materialien finden Sie hier.
Am 12. Juli 2007 stellte die Bundeskanzlerin Angela Merkel beim zweiten Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt den Nationalen Integrationsplan vor. Er stellt die Integrationsinitiativen des Bundes, der Länder, der Kommunen und der Bürgergesellschaft erstmals auf eine gemeinsame Grundlage und wurde im Dialog von Vertreterinnen und Vertretern aller staatlichen Ebenen, der wichtigsten nichtstaatlichen Organisationen und der Migrantinnen und Migranten erarbeitet. In verschiedenen Arbeitsgruppen hatten die Beteiligten darüber beraten, wo Handlungsbedarf besteht. Der Nationale Integrationsplan enthält klare Ziele sowie über 400 konkrete Maßnahmen und Selbstverpflichtungen. Alle Beteiligten haben sich im Nationalen Integrationsplan verpflichtet, geeignete Maßnahmen für eine bessere Integration zu ergreifen und umzusetzen.
Folgende Themenfelder wurden vereinbart:Konkret kündigt der Bund beispielsweise an, die Stundenzahl der Integrationskurse von 600 auf 900 zu erhöhen. Ein Netzwerk von Bildungspaten soll Kinder und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien in Schule und Ausbildung unterstützen. Die Wirtschaftsverbände sagen zu, jungen Migrantinnen und Migranten bessere Chancen bei der Ausbildung zu gewähren. Die Fortschritte sollen bei der Umsetzung des Plans im Herbst 2008 überprüft werden.
"Wir reden nicht mehr über die Migranten, sondern mit ihnen" brachte es die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, auf den Punkt. Sie ist für die Gesamtkoordination des Nationalen Integrationsplans verantwortlich.