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Das Pew Internet & American Life Project ist ein Projekt des Pew Research Centers und hat eine Studie veröffentlicht, die sich mit dem Thema "Mobiltelefone und US-amerikanische Erwachsene" beschäftigt. Zur Datenerhebung wurden zwischen April und Mai 2010 insgesamt 2,252 US-Amerikaner ab 18 Jahren interviewt. Zur Untersuchung des Nutzungsverhaltens von Teenagern wurden im Juni und September 2009 insgesamt 800 Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren befragt. Die Ergebnisse zeigen: 82 Prozent der US-amerikanischen Erwachsenen besitzen ein Handy, Blackberry, iPhone oder ein ähnliches Gerät. 46 Prozent der US-Amerikaner sind Besitzer eines iPod oder MP3-Players und 4 Prozent haben sich einen eBook Reader angeschafft.
Die beiden wichtigsten Funktionen des Mobiltelefons sind laut Pew Research die Sprachfunktion und die SMS-Funktion. Während nahezu alle erwachsenen Nutzer mit dem Mobiltelefon Anrufe tätigen, senden und erhalten derzeit 72 Prozent der erwachsenen Mobiltelefonnutzer Textnachrichten. Zum Vergleich: Im Dezember 2007 versendeten noch 58 Prozent aller Mobiltelefonbesitzer Textnachrichten. Aktuell versendet und erhält der Durchschnittsnutzer zehn SMS pro Tag, im September 2009 waren es noch fünf Textnachrichten pro Tag gewesen.
Derzeit versenden sogar vier Prozent der erwachsenen Nutzer mehr als 200 Textnachrichten pro Tag, beziehungsweise 6.000 Textnachrichten pro Monat. Zudem zeigt die aktuelle Studie: 88 Prozent der Nutzer ab 50 Jahren versendet zehn oder weniger Textnachrichten pro Tag. Zudem versenden 18 Prozent der Jugendlichen zwischen 18 und 24 Jahren sowie 15 Prozent der zwölf- bis 17-Jährigen und drei Prozent der 25- bis 29-Jährigen mehr als 200 Textnachrichten pro Tag.
Laut Studie ergeben sich bei der Nutzung des Mobiltelefons Geschlechterunterschiede, denn Frauen telefonieren geringfügig weniger als Männer: Während 53 Prozent der weiblichen Handynutzer fünf beziehungsweise weniger als fünf Telefonrufe pro Tag erhalten und tätigen, telefonieren 43 Prozent der Männer fünf Mal beziehungsweise weniger als fünf Mal pro Tag mit dem Handy. Andererseits erhalten oder tätigen 21 Prozent der männlichen Handynutzer elf bis 30 Telefonanrufe pro Tag, dies machen jedoch nur 17 Prozent der Frauen.
Die Studie untersucht außerdem das Telefonverhalten je nach Altersstruktur der Nutzer: So telefonieren 12 Prozent der Jugendlichen zwischen 18 und 29 Jahren mehr als 30 Mal pro Tag mit dem Handy, ebenso wie sieben Prozent der 30- bis 49-jährigen Nutzer. Zum Vergleich: Nur drei Prozent der 50- bis 64-Jährigen und nur ein Prozent derjenigen, die 65 Jahre alt und älter sind, tätigen mehr als 30 Anrufe pro Tag auf dem Mobiltelefon. Mehr als die Hälfte der Erwachsenen, die 50 Jahre alt und älter sind, tätigen und erhalten fünf beziehungsweise weniger als fünf Telefonanrufe pro Tag mit dem Mobiltelefon. Die Mehrheit der Nutzer unter 50 Jahren tätigt und erhält sechs oder mehr als sechs Telefonanrufe pro Tag.
Die Studie verdeutlicht außerdem: 67 Prozent der Männer und 64 Prozent der Frauen nehmen ihr Mobiltelefon sogar mit ins Bett. Bei den jeweiligen Altersgruppen zeigt sich, dass 90 Prozent der 18- bis 29-Jährigen mit ihrem Handy einschlafen oder ihr Handy direkt neben ihrem Bett platziert haben. In der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen schlafen 70 Prozent mit ihrem Handy im Bett und in der Gruppe der 50- bis 64-Jährigen nehmen 50 Prozent ihr Handy mit ins Bett. In der Gruppe der 65plus-Nutzer sind dies nur 34 Prozent.
Pew Internet & American Life Project hat auch untersucht, aus welchen Gründen Erwachsene regelmäßig ihr Mobiltelefon benutzen: 26 Prozent nutzen das Handy mehrmals am Tag, um Freunden und Verwandten "Hallo" zu sagen und um zu plaudern. 21 Prozent nutzen zudem mehrmals am Tag das Mobiltelefon, um mitzuteilen, wo sie sich befinden oder um zu erfragen, wo der Gesprächspartner sich befindet. Neun Prozent führen außerdem mehrmals pro Tag längere Gespräche mit dem Handy, um persönliche Angelegenheiten mit einem Gesprächspartner zu erörtern. Weitere Informationen zu der Studie "Mobiltelefone und US-amerikanische Erwachsene" entnehmen Sie bitte dem Download, der in englischer Sprache bereit steht.
Das Pew Internet & American Life Project ist ein Projekt des Pew Research Centers und hat einen aktuellen Report zum Thema "Ältere Erwachsene und Soziale Medien" veröffentlicht. Für die Datenerhebung wurden zwischen April und Mai 2010 insgesamt 2.252 US-amerikanische Personen ab 18 Jahren interviewt. Die Kernaussage des Berichts lautet: Die Nutzung Sozialer Netzwerke hat sich bei den Internetnutzern der Altersgruppe 50plus nahezu verdoppelt. Nutzten in 2009 noch 22 Prozent dieser Gruppe Soziale Netzwerke, waren es in 2010 schon 42 Prozent. Während sich die Nutzung der Sozialen Medien drastisch bei allen Altersgruppen erhöht hat, konnten sich insbesondere ältere Nutzer im letzten Jahr zunehmend für die Werkzeuge der Sozialen Netzwerke begeistern. Laut Studie setzte sich auch der E-Mailverkehr zunehmend bei älteren Nutzern durch, um mit Freunden oder Familienmitgliedern in Kontakt zu bleiben. Dennoch nutzen viele ältere Surfer inzwischen die Werkzeuge beziehungsweise Dienste Sozialer Netzwerke, um ihre Kontakte zu pflegen. Dienste können beispielsweise das Versenden von Fotos, Videos oder aktuellen Nachrichten sein.
Insgesamt 47 Prozent der Erwachsenen zwischen 50 und 64 Jahren sowie 26 Prozent der Senioren ab 65 Jahren, die online sind, gehören inzwischen zu den Mitgliedern von Netzwerken wie Facebook und LinkedIn. Das ist im Gegensatz zu April 2009 ein Anstieg um 25 Prozent von Onlinern zwischen 50 und 64 Jahren und ein Anstieg um 13 Prozent von Senioren, die 65 Jahre alt und älter sind. Junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren sind weiterhin die stärksten Nutzer von Sozialen Netzwerken: 86 Prozent von ihnen nutzen diese Webseiten. Im Vergleich dazu haben Gruppen älterer Nutzer jedoch einen stärkeren Zuwachs zu verzeichnen. Zwischen April 2009 und Mai 2010 nahm die Nutzung Sozialer Netzwerke wie Facebook oder MySpace von Älteren, die zwischen 50 und 64 Jahre alt sind, um 88 Prozent zu. Die Nutzung der Netzwerke stieg zudem bei der Gruppe 65plus um 100 Prozent. Im Vergleich dazu konnte die Gruppe der 18- bis 29-Jährigen nur eine Zuwachsrate von 13 Prozent verzeichnen.
Die Studie zeigt auch, dass inzwischen 11 Prozent der Onliner zwischen 50 und 64 Jahren und fünf Prozent der Onliner ab 65 Jahren Twitter oder andere Dienste nutzen, um Neuigkeiten über sich selbst oder über andere auszutauschen. Zum Vergleich: Im Jahre 2009 hatten noch 5 Prozent der 50- bis 64-jährigen Onliner Twitter oder andere Dienste genutzt. Durchschnittlich haben sechs Prozent der 50- bis 64-jährigen Onliner Twitter in ihren Alltag integriert, im Jahre 2009 waren es noch ein Prozent der Nutzer gewesen. Laut Studie sind Soziale Netzwerke außerdem eine zunehmend wichtige Stütze im Leben der US-Amerikaner geworden. In 2010 nutzen 20 Prozent der 50- bis 64-jährigem Onliner Soziale Netzwerke, im Jahre 2009 waren es noch 10 Prozent gewesen. Ebenso sind 13 Prozent der Onliner über 65 gewöhnlich auf der Webseite eines Sozialen Netzwerks eingeloggt, im Gegensatz zu 4 Prozent in 2009.
Die aktuelle Untersuchung verdeutlicht: Während der E-Maildienst bei Teenagern nicht mehr zu den beliebtesten Diensten gehört, nutzen ältere Nutzer noch sehr stark diese Funktion für ihre tägliche Kommunikation. Insgesamt 92 Prozent der Onliner, die zwischen 50 und 64 Jahre alt sind und 89 Prozent der Onliner über 65 senden oder lesen E-Mails und mehr als die Hälfte von jeder Nutzergruppe tauscht an einem gewöhnlichen Tag E-Mailnachrichten aus. Auch Onlinemeldungen werden zunehmend wichtiger für die täglichen Mediengewohnheiten der älteren Internetnutzer: 76 Prozent der 50- bis 64-jährigen Onliner erhalten aktuelle Meldungen online, 42 Prozent der Nutzer dieser Altersgruppe lesen an einem gewöhnlichen Tag aktuelle Meldungen im Netz. Bei den Onlinern ab 65 Jahren suchen 62 Prozent nach aktuellen Meldungen im Netz und 34 Prozent dieser Nutzer lesen gewöhnlich Meldungen im Internet.
Soziale Medien ergänzen laut der aktuellen Studie neuerdings die tägliche Nutzung der digitalen Medien älterer Nutzer. Dennoch wird auch die Schattenseite der Nutzung deutlich: Bei den Nutzern der Altersgruppe 50plus, die bei Sozialen Netzwerken angemeldet sind, nutzen 44 Prozent der Nutzer die Sozialen Netzwerke eher als die vorhandenen Kontakte. Der Anteil der Twitter-Nutzer in der Altersgruppe 50plus ist zu klein, um ihn in Segmente zu teilen, dennoch zeichnet sich auch hier ein ähnlicher Trend ab. Ein weiterer Vergleich zeigt, dass weniger als die Hälfte der über 50-jährigen Online-Banking-Nutzer diese Seiten an einem typischen Tag nutzen und einer von fünf älteren Nutzern berichtete in dem Report, auf einer Werbewebseite gewesen zu sein. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Download, der in englischer Sprache zur Verfügung steht.Das Pew Internet & American Life Project ist ein Projekt der Nonprofit-Organisation "Pew Research Center" und hat eine Studie zum Thema "Home Broadband 2010" veröffentlicht. Die Studie hat untersucht, wie sich die Verbreitung von Breitband in der US-amerikanischen Bevölkerung entwickelt hat. Zur Datenerhebung wurden zwischen April und Mai 2010 insgesamt 2.252 US-Amerikaner ab 18 Jahren befragt. Laut aktueller Studie ist der Grad der Akzeptanz von Breitband innerhalb der Bevölkerung in den USA dramatisch gesunken. Derzeit haben 66 Prozent der US-Amerikaner einen High-Speed Zugang zu Hause, diese Zahl unterscheidet sich kaum gegenüber 2009: Im letzten Jahr hatten 63 Prozent der US-Amerikaner Breitband zu Hause genutzt.
Geringe Unterschiede der Breitbandverbreitung zeigen sich auch bei den verschiedenen Nutzergruppen: Bei der Betrachtung der Breitbandnutzer nach Altersgruppen wird deutlich, dass im Jahre 2009 noch 77 Prozent der 18- bis 29-Jährigen Breitband zu Hause nutzten, im Jahre 2010 sind es immerhin 80 Prozent. In der Gruppe der Nutzer, die 65 Jahre alt und älter sind, nutzten in 2009 30 Prozent Breitband und in 2010 sind es 31 Prozent. Im Gegensatz zu diesen Entwicklungen stieg der Grad der Akzeptanz von Breitband bei Afro-Amerikanern zwischen 2009 und 2010 signifikant: Nutzten im April 2009 noch 46 Prozent der Afro-Amerikaner eine Breitbandverbindung zu Hause, sind es im Mai 2010 schon 56 Prozent.
Den Teilnehmern der Studie wurde außerdem die Frage gestellt: "Denken Sie, dass die Erweiterung des bezahlbaren Breitbandzugangs für jeden Bewohner im Land eine wichtige Priorität für die Regierung sein sollte? Oder denken Sie, dass die Ausbreitung zwar wichtig ist, aber eine geringe Priorität hat, beziehungsweise nicht so wichtig ist?" Hier antworteten 26 Prozent der befragten US-Amerikaner, die Verbreitung von Breitband sollte nicht von der Regierung voran gebracht werden. Zudem sagten 30 Prozent der Befragten, die Verbreitung hätte wichtige Priorität. Die Studie sagt auch, dass insgesamt 21 Prozent der erwachsenen US-Amerikaner nicht ins Internet gehen. Die Gründe sind vielfältig: 31 Prozent gaben an, sie seien einfach nicht daran interessiert, 12 Prozent sagten, sie hätten keinen Computer und zehn Prozent sagten, es sei ihnen zu teuer.
Die Studienteilnehmer wurden befragt, wann es ein Nachteil sein kann, keinen Breitbandzugang zu haben: 43 Prozent der US-Amerikaner sagten, Menschen, die keinen Breitbandanschluss zu Hause hätten, befänden sich in einer benachteiligten Situation, wenn es um die Jobsuche oder das Lernen neuer Fähigkeiten ginge. Zudem sagten 34 Prozent der US-Amerikaner, fehlender Breitbandanschluss würde sich als Nachteil erweisen, wenn Gesundheitsinformationen nicht erhältlich seien. 29 Prozent gaben an, es sei dann ein Nachteil, wenn Regierungsangebote nicht genutzt werden könnten. Bei der Betrachtung der Nutzer nach Altersgruppen zeigt sich, dass 18 Prozent der 18- bis 29-Jährigen denken, fehlender Breitbandzugang sei ein Nachteil, wenn es darum ginge, sich über lokale Ereignisse auf dem laufenden zu halten. Dieser Ansicht waren auch 21 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 11 Prozent der Nutzer aus der Gruppe 65plus. Weiter Informationen der Studie "Home Broadband 2010" entnehmen Sie bitte dem Download, der in englischer Sprache bereit steht.
Das Pew Internet & American Life Project, ein Projekt der Nichtregierungsorganisation Pew Research Center, hat im Juni eine Studie zum Thema "Adults and cell phone distractions" (auf Deutsch etwa: Erwachsene und die Ablenkung durch Mobiltelefone) veröffentlicht. Der Report beschäftigt sich mit der Nutzung des Mobiltelefons während des Autofahrens und basiert auf einer Untersuchung, die zwischen April und Mai 2009 mit 2.252 erwachsenen US-Amerikanern per Telefoninterview durchgeführt wurde. Zum Vergleich der aktuellen Ergebnisse wird in diesem Zusammenhang die Studie "Teens and distracted driving" , die im November 2009 veröffentlicht wurde und sich mit dem Thema "Autofahren und Mobilfunktelefonnutzung von Jugendlichen" befasst, herangezogen.
Von den Befragten der neuen Studie waren 1.917 erwachsene US-Amerikaner (82 Prozent) Mobiltelefonbesitzer und 1.189 (58 Prozent) von ihnen nutzten die SMS-Funktion. Die aktuelle Studie zeigt: 47 Prozent der Erwachsenen, die den SMS-Dienst nutzten, sagten, sie hätten Textnachrichten gelesen oder verschickt, während sie Auto fuhren. Das lässt sich mit den Ergebnissen der Studie "Teens and distracted driving" vergleichen, denn hier hatte sich gezeigt, dass 34 Prozent der 16 bis 17-Jährigen SMS während des Autofahrens gesendet hatten. Im Hinblick auf die Geschlechterunterschiede gaben 51 Prozent der Männer, die die SMS-Funktion nutzten, an, sie hätten beim Autofahren SMS verschickt oder gesendet, dies sagten auch 42 Prozent der befragten Frauen, die gerne SMS versendeten.
Zudem zeigen die Ergebnisse, dass 75 Prozent der Mobiltelefonbesitzer schon einmal hinter dem Lenkrad gesessen und dabei telefoniert hatten. Bei näherer Betrachtung der Ergebnisse zeigt sich außerdem: 82 Prozent der Mobiltelefonbesitzer, die Eltern waren, gaben an, mindestens schon einmal während des Autofahrens telefoniert zu haben. Dies sagten auch 72 Prozent der Mobiltelefonbesitzer, die keine Eltern waren. Zum Vergleich: Bei der Studie, die sich mit dem Autofahren und der Moltelefonnutzung von Teenagern beschäftigt, hatten 52 Prozent der Handybesitzer zwischen 16 und 17 Jahren angegeben, sie hätten während des Autofahrens telefoniert.
Zudem wurde untersucht, wie viel Prozent der Befragten bereits in einem Auto gesessen hatten, in dem der Fahrer SMS gelesen oder verschickt hatte: Hier sagten 49 Prozent der US-amerikanischen Erwachsenen, sie wären schon Mitfahrer in Autos mit SMS-verschickenden Fahrern gewesen. Bei der Studie , die sich mit dem Autofahren und der Handynutzung von Jugendlichen befasst, hatten hingegen 48 Prozent aller Teenager zwischen 12 und 17 Jahren angegeben, bereits in einem Auto gesessen zu haben, in dem der Fahrer SMS verschickt oder gelesen hatte.
Die aktuelle Studie verdeutlicht außerdem die Gefahren der Mobiltelefonnutzung im Auto, denn 44 Prozent der erwachsenen US-Amerikaner hatten angegeben, mindestens schon einmal in einem Auto gesessen zu haben, in dem der Fahrer des Wagens das Handy in einer Weise genutzt hatte, mit dem er sich und andere in Gefahr gebracht hatte. Weitere Ergebnisse der aktuellen Studie, die sich mit der Mobiltelefonnutzung von Erwachsenen im Auto beschäftigt, entnehmen Sie bitte dem englischsprachigen Download.
Die EU-"Cyber Security"-Agentur - ENISA (European Network and Information Security Agency, Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit) hat den dritten "Anti-Spam Measures Survey", den Report zum Thema "Anti-Spam Maßnahmen" veröffentlicht und untersucht darin Maßnahmen, die E-Mail Service-Provider vornehmen, um Spam zu reduzieren. Die Untersuchung wurde mit 92 Mail-Anbietern aus 30 verschiedenen Ländern durchgeführt, aus Deutschland nahmen drei Anbieter teil, aus den USA ein Anbieter und aus Österreich kamen sogar 13 Anbieter.
Die wichtigste Kernaussage der Untersuchung war: Nahezu alle Befragten behandeln Spam-Mails als einen Teil des Sicherheitsvorkehrungen und der Durchschnitt der Befragten antwortete im Hinblick auf die Wichtigkeit der Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf Spam, dass diese signifikant seien. Laut Bericht variieren die Anti-Spam Budgets je nach Größe des Providers, denn während kleinere Provider ein jährliches Budget von über 10.000 Euro aufweisen, können die größten Provider sogar ein Budget von mehreren Millionen Euros haben.
Zudem wurde festgestellt, dass Spam sich auf den Betrieb eine Service Providers im Hinblick auf die Qualität der Angebote auswirkt. Einige Anbieter bemerkten in dem Report, dass ein signifikanter Anteil der Anrufe bei den Hepldesks das Thema Spam behandelten, die meisten der Studienteilnehmer gaben jedoch an, dass weniger als 10 Prozent der Hepldesk-Anrufe das Thema Spam behandelten. Auch zeigen Daten über die abgebrochenen SMTP (E-Mailsendeverfahren), dass Anti-Spam Maßnahmen erfolgreich scheinen: Nahezu 80 Prozent der SMTP wurden als Spam ausgefiltert.
Laut Report bewähren sich Anti-Spam Maßnahmen generell effektiv, dennoch können diese Anstrengungen noch verbessert werden: So sollten unter anderem Blicklist-Manager sicherstellen, dass es einfacher sei, eine Domain oder einen Server von der Blacklist zu beseitigen, wenn Spamprobleme korrigiert wurden. Und mit so vielen verschiedenen Blicklists im Gebrauch, sollten laut ENISA die gemeinschaftlichen Bemühungen, Daten von Servern zu teilen, die von der Blicklist entfernt werden sollten, dabei helfen, das Problem anzugehen. Der vollständige Report zu den Anti-Spam Maßnahmen steht bei uns zum Download bereit.
Das Pew Internet & American Life Project ist ein Projekt des nichtkommerziellen "Pew Research Centers" und hat eine internationale Studie zum Thema "Internet-, Breitband- und Handystatistiken" veröffentlicht. Zur Datenerhebung wurden zwischen November und Dezember 2009 insgesamt 2.258 Erwachsene per Festnetz- und Mobiltelefon in den USA befragt. Teilweise wurden die Interviews in Spanisch abgehalten. Die Ergebnisse zeigen: 74 Prozent der US-amerikanischen Erwachsenen nutzten das Internet, eine Zahl, die sich nicht wesentlich verändert hat seit 2006, damals wurde eine US-amerikanische Online-Bevölkerung von 73 Prozent errechnet.
Deutlich wird an Hand der Studie jedoch auch, dass der Anteil der Onliner in der Altersgruppe der 18 bis 29-Jährigen bei insgesamt 93 Prozent lag, in der Gruppe der 30- bis 49 Jährigen lag er bei 81 Prozent, in der Gruppe der 50 bis 64-Jährigen bei 70 Prozent und in der Altersgruppe 65plus bei nur 38 Prozent. Im Hinblick auf die Gemeindetypen der Internetnutzer zeigte sich, dass der Anteil der Stadtbewohner bei 74 Prozent lag, der Anteil der Vorortbewohner betrug 77 Prozent und der Anteil der ländlichen Nutzer nur 70 Prozent. Zudem hatten 39 Prozent der Internetnutzer weniger als einen High School-Abschluss, 63 Prozent verfügten über einen High School-Abschluss, 87 Prozent hatten das College abgeschlossen und 94 Prozent hatten einen College- oder sogar höheren Abschluss.
Außerdem gaben 60 Prozent der US-Amerikaner, inklusive der Spanisch sprechenden Bevölkerung an, über einen Breitbandanschluss zu verfügen. Der Anteil der amerikanischen Frauen, die einen Breitbandanschluss besaßen, lag bei 58 Prozent, der Anteil der männlichen Nutzer lag hingegen bei 61 Prozent. In der Altersgruppe der 18 und 29 Jährigen lag der Anteil der Breitbandnutzer bei 76 Prozent, in der Gruppe der Nutzer, die zwischen 30 und 49 Jahre alt waren, lag er 67 Prozent und bei den Onlinern, die zwischen 50 und 64 Jahre alt waren, lag er bei 56 Prozent. In der Gruppe 65plus betrug der Anteil der Breitbandnutzer nur 26 Prozent. Zudem waren 61 Prozent der Breitbandnutzer in städtischen Regionen ansässig, 64 Prozent lebten in der Vorstadt und 47 Prozent derjenigen Surfer mit Breitbandanschluss wohnten ländlich.
Die Untersuchung ergab außerdem, dass insgesamt 55 Prozent der US-Amerikaner das Internet mit WLAN nutzen. Zudem wurde die Nutzung der Geräte für den kabellosen Zugang untersucht: 46 Prozent der US-amerikanischen Erwachsenen besitzen heutzutage einen Laptop und von ihnen waren 83 Prozent über WLAN und 28 Prozent über kabellosen Breitband (schneller Internetzugang) verbunden. Von den 83 Prozent der US-amerikanischen Erwachsenen, die ein Mobilfunkgerät oder ein Smartphone (Mobiltelefon inklusive Kalender- oder Adressverwaltung, kann auch über einen Touchscreen verfügen) besaßen, besuchten 35 Prozent das Internet mit ihrem Handy. Weitere Informationen zur Studie "Internet-, Breitband- und Handystatistiken" entnehmen Sie bitte dem Download.