Veröffentlicht am: 28.07.15

Kongress/Tagung: Die Zukunft der Arbeit: Kommunikation 2005 - 2015 - 2025

Veranstaltungsdatum:
22.09.15 bis 23.09.15
Veranstaltungsort:
DGUV Akademie Dresden
Dresden , Sachsen
http://www.dguv.de/akademie-dresden
Webangebot:
http://gfa2015.cimtt.de

"Moderne Kommunikationstechnologien entwickeln sich in rasanter Geschwindigkeit. Dies hat Auswirkungen auf unser gesamtes Leben, sowohl in der Freizeit als auch am Arbeitsplatz. Virtuelle Arbeitsteams, ständige Erreichbarkeit, Informationsflut sind nur einige Schlagworte in diesem Kontext." Diese Aussage ist zehn Jahre alt und war die Ankündigung der Veranstaltung 2005. In diesem Jahr wird diskutiert, was sich in den letzten zehn Jahren getan hat und wie die Entwicklung in den nächsten zehn Jahren verlaufen könnte.

Die Stiftung Digitale Chancen beteiligt sich an der Diskussion; Geschäftsführer Gerhard Seiler referiert am 22. September zu folgendem Thema:

Zweiklassengesellschaft - Gleiche Basis für alle? Digitalisierung und Automatisierung - Risiko oder Chancen für die Zukunft der Arbeit?

Die "Digitale Zweiklassengesellschaft" ist kein neues Phänomen - bereits Mitte der 1990er Jahre wurde der Begriff der „digitalen Kluft“ geprägt, der die ungleiche Verteilung von Zugangsmöglichkeiten zu Informations- und Kommunikationsmedien und somit die unterschiedlichen Chancen auf Bildung und Teilhabe beschreibt. Die klassischen Ausschlusskriterien im Hinblick auf gesellschaftliche Teilhabe sind Geschlecht, Alter, soziales Milieu und Migrationshintergrund. Die gleichen Kriterien gelten auch im Digitalen: Digital abgehängt sind in Deutschland vor allem Senioren und Seniorinnen, Arbeitslose, Menschen mit niedrigem formalem Bildungsstand und Menschen mit (vor allem geistiger) Behinderung. Inzwischen warnen ökonomen vor Arbeitsplatzverlusten durch Automatisierung/Digitalisierung. Als Folge würde nicht nur die Kluft zwischen Arm und Reich sondern auch die Gefahr der Entwicklung hin zu einer digitalen Zweiklassengesellschaft, in der es mehr Verlierer als Gewinner gäbe, größer werden.

Andererseits birgt die Digitalisierung auch Chancen für mehr Teilhabe. Gesellschaftlich benachteiligten Bevölkerungsgruppen den Zugang zum Internet und damit zu Bildung und Information zu ermöglichen ist die Aufgabe der Stiftung Digitale Chancen. Der Impulsvortrag spannt den Bogen von der Digitalen Spaltung zur Digitalen Inklusion und zeigt anhand von Stiftungsprojekten, wie z. B. Menschen mit geistiger Behinderung als IT-Trainer für Senioren echte Wertschätzung im Job erfahren können oder wie Jugendliche auf einer Social Media Plattform ihre Stärken für IT-Jobs entdecken können.



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Themenbereiche:
Digitale Inklusion


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