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Statistisches Bundesamt veröffentlicht neue Ausgabe "Informationsgesellschaft in Deutschland"

Neues Heft beinhaltet aktuelle Fakten zum Thema "E-Government"

Das Statistische Bundesamt hat eine neue Ausgabe des Heftes "Informationsgesellschaft in Deutschland - Ausgabe 2009" veröffentlicht und beschäftigt sich darin mit dem Einfluss der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) auf das gesellschaftliche, poltische und private Leben. Das dritte Kapitel der Publikation behandelt das Thema "E-Government: Verfügbarkeit und Nutzung elektronischer Behördendienste", untersucht werden der elektronische Austausch von Informationen sowie onlinebasierte Kommunikationsprozesse, die zwischen Behörden und Bürgern, zwischen Behörden und Unternehmen oder zwischen privaten Haushalten und Behörden stattfinden.

Da Dienstleistungen, die elektronisch abgewickelt werden, ein wichtiger Kernpunkt für die Verwaltungsmodernisierung darstellen, ist das Thema E-Government auch auf europäischer Ebene interessant: So dokumentiert die aktuelle Publikation des Statistischen Bundesamtes eine von der Europäischen Kommission veröffentlichte Studie, die 8.000 Portale von Behörden hinsichtlich 20 verschiedener Dienstleistungen untersucht hat. Zu den Dienstleistungen zählen unter anderem Einkommenssteuererklärung, Kfz-Zulassung oder Gewerbeanzeigen. Hier zeigt sich im Ländervergleich, dass im Jahre 2007 in Österreich der Anteil an Online-Dienstleistungen bei 100 Prozent lag. In Deutschland lag der Prozentsatz der Behördenleistungen, die online möglich sind, immerhin bei 74 Prozent und in Frankreich und Spanien nur bei 70 Prozent.

Auch viele Unternehmen kommunizieren in Deutschland online mit Behörden: Im Jahre 2008 tauschten sich laut des Statistischen Bundesamtes 51 Prozent derjenigen Unternehmen, die über einen Internetzugang verfügten, elektronisch mit öffentlichen Behörden aus. Dabei verwendeten 83 Prozent der Unternehmen, die E-Government nutzten, die Funktion, Formulare zu downloaden und 79 Prozent der Unternehmen holten online wichtige Behördeninformationen ein. 74 Prozent der Unternehmen nahmen den Dienst in Anspruch, Formulare ausgefüllt über das Internet zurückschicken zu können, ein Online-Angebot für elektronische Ausschreibungen abzugeben war hingegen nur für 12 Prozent der Unternehmen interessant.

Private Haushalte haben laut Bericht des Statistischen Bundesamtes ebenfalls zunehmend mehr Interesse ihre behördlichen Angelegenheiten online zu erledigen. Im Jahre 2008 suchten bereits 53 Prozent der Internetnutzer auf den Portalen der öffentlichen Behörden nach Informationen und 35 Prozent der Internetnutzer erhielten ihre amtlichen Formulare als Download aus dem Netz. Insgesamt hatten 55 Prozent der Internetnutzer in den letzten zwölf Monaten vor der Untersuchung des Statistischen Bundesamtes via Internet Kontakt mit der öffentlichen Verwaltung, davon waren 68 Prozent der Onliner 25 bis 44 Jahre alt. In der Altersklasse der 45 bis 64-Jährigen suchten zudem 64 Prozent behördlichen Kontakt über das Internet, bei den 65-Jährigen und Älteren Onlinern lag der Anteil hingegen bei 47 Prozent.

Quelle:
Statistisches Bundesamt
Datum:
26.11.09
WWW-Link:
https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspa th=struktur,vollanzeige.csp&ID=1024938
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Themenbereiche:
Regierungsaktivitäten auf Bundesebene, Ökonomische Entwicklung / Wirtschaftlichkeit, Neue Technologien, Mediennutzung allgemein




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