Das österreichische Forum Mobilkommunikation (FMK) hat Tipps veröffentlicht, wie Eltern ihre Kinder liebevoll auf den Umgang mit dem Medium Handy vorbereiten sollten. Der Anlass: Zum Schulanfang schenken viele Eltern ihrem Nachwuchs gleich ein Smartphone. Das Forum Mobilkommunikation hat recherchiert, dass 55 Prozent aller Eltern der Auffassung sind, Handys seien bereits für Kinder und Jugendliche, die zwischen zehn und zwölf Jahre alt sind, sinnvoll.
Das Besondere an Smartphones ist, dass sie meistens über ein Betriebssystem sowie über einen berührungsempfindlichen Bildschirm verfügen und die Nutzung des Internet ermöglichen. Die Kinder sollten daher von Erwachsenen medienkompetent auf die Nutzung der Geräte vorbereitet werden. Dabei sollte insbesondere das sichere Verhalten in Sozialen Netzwerken Erwähnung finden.
Die Tipps des Forums Mobilkommunikation sind:
- Eltern sollten mit dem Kind die möglichen Sicherheitseinstellungen bei Sozialen Plattformen durchsprechen, damit nur ausgewählte Personen persönliche Informationen einsehen können.
- Kinder sollten wissen, dass Passwörter unter Verwendung von Sonderzeichen sicherer sind und niemandem verraten werden dürfen.
- Zur Veröffentlichung von Fotos, Videos und Statusmeldungen können Heranwachsende eine einfache Regel beachten: Alle Inhalte, die sie aus Scham oder Verlegenheit keiner Autoritätspersonen zeigen würden, sollten auch nicht gepostet werden. Denn was einmal veröffentlicht wurde, bleibt im Netz erhalten.
- Kinder sollten darauf vorbereitet werden, wie sie mit Anfragen von Unbekannten, die in Sozialen Netzwerken gerne in die Freundesliste aufgenommen werden möchten, umgehen sollten. Dies schützt Minderjährige vor Mobbing, Ausgrenzung, Datenmissbrauch oder Belästigung.
Das Forum Mobilkommunikation hat zudem auf seinem Portal Handy-Kinder-Kodex wichtige Tipps veröffentlicht, wie Eltern ihre Kinder beim mobilen Surfen mit dem Handy begleiten und fördern können.
- Wenn Kinder ein Vertragshandy bekommen, sollten Inhalte, die nicht für Minderjährige geeignet sind, gesperrt werden. Dieser Service wird von österreichischen Mobilfunkbetreibern angeboten.
- Premium-SMS und Mehrwert-SMS sollten für Kinder gesperrt werden. Dienste von Premium-SMS Anbietern können genutzt werden, indem man nur eine einzige Zahl an eine leicht zu merkende Kurznummer ("Short Code") schickt. Dies kann für Kinder spannend wirken.
- Kinder sollten darüber aufgeklärt werden, dass sie beim Surfen auf Inhalte treffen, die nicht jugendfrei sind und daher verwirrend wirken können.
- Wenn Kinder unzulässige SMS oder Mobilboxnachrichten erhalten, sollten diese mit Datum und Uhrzeit abgespeichert werden, um sie als Beweismittel für die Polizei zu sichern.
- Kinder sollten bei der Nutzung ihres Handys nicht kontrolliert werden. Vielmehr ist es wichtig, ein ehrliches Gespräch über sicheres und unzulässiges Nutzungsverhalten zu führen.
- Außerdem sollten Eltern ehrliches Interesse gegenüber dem Kind bekunden, wenn das Kind die ersten Male mobil im Netz surft. Diese Geste schafft eine vertrauensfördernde Basis.