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Internetnutzung in Deutschland > News

Deutsche Bank Research: 11,4 Prozent aller Finanzverträge wurde 2009 online geschlossen

Die Unternehmen GfK, Google und Deutsche Bank Research haben gemeinsam eine Studie zum Thema "Online-Banking" veröffentlicht. Schwerpunktmäßig wurden die Informationsbeschaffung von Bankkunden im Netz und das Rechercheverhalten bei Finanzprodukten untersucht. Zur Datenerhebung wurden 20.000 Haushalte zum Umgang mit Finanzangelegenheiten im Rahmen des Finanzmarktpanels (FMP) von der GfK befragt. Davon nahmen 5.000 Teilnehmer zusätzlich an dem so genannten Media-Efficiency-Panel teil, dass die Internetnutzung im Haushalt untersucht. Die Studie wurde vom zweiten bis vierten Quartal 2009 durchgeführt.

Insgesamt 25,5 Millionen Deutsche nutzen aktuell das Internet für Online-Banking. Oft prüfen Kunden ihren Kontostand, tätigen Überweisungen oder kaufen Wertpapiere. Diese Transaktionen wurden in der Studie jedoch nicht berücksichtigt, der Fokus liegt in der Informationsbeschaffung von Finanzprodukten. Die Ergebnisse zeigen: In 2009 wurden 11,4 Prozent aller neuen Finanzverträge online geschlossen. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor waren es noch 10,7 Prozent gewesen und 2004 hatte der Anteil bei 7,2 Prozent gelegen. Laut Studie liegt der Online-Anteil am Neugeschäft von Tagesgeldverträgen bei 27,1 Prozent. Zudem werden 18,6 Prozent aller Kreditkartenverträge und 12,4 Prozent aller Girokontoverträge online abgeschlossen.

Die Studie verdeutlicht: Bei 60% aller neuen Vertragsabschlüsse haben Kunden sich zuvor im Internet informiert. Im Durchschnitt besuchten Kunden vor dem Vertragsabschluss 43,1 Internetseiten auf 3,8 verschiedenen Domains. Vor dem Vertragsabschluss werden gerne Webseiten zu Fonds, Rente, Vorsorge und Geldanlage besucht: 17,3 Prozent der Internetnutzer besuchten im Quartal Webseiten zum Thema Geldanlage, ebenfalls 17,3 Prozent der Nutzer sahen sich auf Portalen zum Thema Finanzierung um und 7,9 Prozent der Nutzer interessierten sich für Vorsorgethemen.

Laut Untersuchung besuchten 64,6 Prozent der Internetnutzer pro Quartal mindestens eine Internetseite, die sich mit Finanzthemen beschäftigt. Zudem haben 20,1 Prozent der Onliner Suchanfragen nach Finanzthemen bei der Suchmaschine Google gestellt. Die Studie hat auch die Altersstruktur der Internetnutzer, die nach finanzrelevanten Produkten recherchiert haben, untersucht. Dabei zeigt sich: Die Reichweite bei den Suchmaschinen sinkt tendenziell mit dem Alter, die Intensität der Recherche steigt tendenziell mit dem Alter. Das heißt, dass Ältere im Schnitt weniger, aber dafür intensiver recherchieren. Nur 16 Prozent der Internetnutzer im Alter 60plus mit einem niedrigen Einkommen recherchieren pro Quartal überhaupt im Internet nach finanzrelevanten Themen, im Vergleich zu 30 Prozent in der Altersklasse der 20- bis 29-Jährigen.

Quelle:
Deutsche Bank Research
Datum:
2.9.10
WWW-Link:
http://www.dbresearch.de/servlet/reweb2.ReWEB?DocumentLanguage=DE&addm enu=false&chapno=50&document=PROD0000000000056453&noautotitle=true&rwdspl=0&rwnode=DBR_INTERNET_DE-PROD$NAVIGATION&rwobj=ReDisplay.Start.class&rwsite=DBR_INTERNET_DE-PROD&title=Meg
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Themenbereiche:
Mediennutzung allgemein, Internetdienste, Internet




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