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Die Bundesnetzagentur hat am 30. August 2010 die im Mai abstrakt ersteigerten Frequenzblöcke in den Frequenzbereichen 800 MHz und 2,6 GHz zugeordnet. Zur Erklärung: Im Mai wurden für den drahtlosen Netzzugang insgesamt rund 360 MHz aus den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz versteigert. Die Vergabe der Frequenzblöcke erfolgte an die vier Mobilfunknetzbetreiber E Plus Gruppe, Telefonica O2 Germany, Telekom Deutschland und Vodafone.
Der Hintergrund der Versteigerung: Die Frequenzbereiche werden im Zuge des zu erwartenden rasanten, mobilen Datenwachstums benötigt. Denn die Versorgung mit Frequenzen ist ein entscheidender Faktor für alle Innovationen in den Bereichen Software, Hardware und Netztechnik. Zudem können dadurch Überlastung und Stau in den Netzen vermieden werden. Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, hatte bei der Übergabe der Zuteilungsurkunden im Mai betont, dass Deutschland das erste Land in Europa sei, das mit dem 360 MHz neuem Spektrum dem Bedarf des mobilen Datenwachstums gewachsen sei.
Für die abstrakt ersteigerten Frequenzblöcke in den Frequenzbereichen 800 MHz und 2,6 GHz bestand für die erfolgreichen Bieter zunächst die Möglichkeit, sich innerhalb von drei Monaten einvernehmlich über die Position der Frequenznutzungsrechte zu einigen. Nachdem eine Einigung zwischen den Unternehmen nicht zustande gekommen ist, war es Aufgabe der Bundesnetzagentur, die abstrakt versteigerten Frequenzblöcke in einem offenen und transparenten Verfahren zuzuordnen.
Mit Hilfe der Frequenzen im 800 MHz Bereich, der sog. Digitalen Dividende, sollen vor allem in den ländlichen Regionen breitbandige Internetzugänge realisiert werden. Die drei Netzbetreiber Telekom Deutschland, Vodafone und Telefonica O2 Germany hatten die Frequenzen im 800 MHz-Bereich ersteigert und unterliegen damit einer Verpflichtung zur Schließung der weißen Felcken. Jetzt können ländliche Regionen möglichst schnell mit einer befriedigenden Grundversorgung von Breitband rechnen.
Die Telefonica O2 Germany verfügt im 800 MHz Band über die ersten beiden Blöcke, diese Blöcke wurden zugeordnet. Die beiden mittleren Blöcke wurden Vodafone und die beiden obersten Blöcke im 800-MHz-Band der Telekom Deutschland ebenfalls zugeordnet. Die konkret ersteigerten Frequenzblöcke wurden den erfolgreichen Bietern bereits im Wesentlichen im Anschluss an das Auktionsverfahren zugeteilt. Dies betrifft die Frequenzbereiche 1,8 GHz und 2 GHz, die jetzt technologieunabhängig genutzt werden können.
"Da nunmehr alle versteigerten Frequenzblöcke zugeordnet sind, liegt die schnelle Breitbandversorgung auch auf dem Land jetzt in den Händen der Unternehmen", betonte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. "Die Netzbetreiber können nun ihre Netzplanung konkretisieren und ihre Netze zügig auf- und ausbauen. Insbesondere mit der Zuordnung der 800 MHz Frequenzen sind von regulatorischer Seite die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass innovative Anwendungen entstehen können und sich ein uneingeschränkter Zugang zum schnellen Internet im Wettbewerb durchsetzen wird."