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Digitale Kluft in Europa - größte Bildungskluft in Portugal

In 2004 nutzten 85% der Schüler und Studenten das Internet aber nur 13% der Rentner.

In der EU25 haben 85% der Schüler und Studenten (im Alter von 16 Jahren oder älter) im ersten Quartal 2004 das Internet genutzt, bei den Arbeitnehmern waren es 60%, bei den Arbeitslosen 40% und bei den Rentnern 13%. Zum Vergleich: Im EU25-Durchschnitt nutzten 47% der Personen im Alter von 16 bis 74 in diesem Zeitraum das Internet. Diese Daten zeigen eine digitale Kluft entsprechend der Stellung im Erwerbsleben.

Die Daten beruhen auf einer aktuellen Studie des europäischen Statistik-Amts Eurostat vom 7. November, welche die Untersuchung der digitalen Kluft in Europa zum Ziel hatte. Erhebungszeitraum war das erste Quartal 2004. Eine digitale Kluft zeigt sich auch entsprechend dem Bildungsniveau: Lediglich 25% der Personen, die höchstens die Sekundarstufe l abgeschlossen hatten, nutzten Eurostat zufolge im ersten Quartal 2004 das Internet, während diejenigen, die die Sekundarstufe ll abgeschlossen hatten, zu 52% und diejenigen mit Hochschulabschluss zu 77% das Internet nutzten.

Die größte bildungsbedingte Kluft gibt es der Eurostat-Meldung zufolge in Portugal, wo nur 14 Prozent der Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss das Internet nutzten im Gegensatz zu 84 Prozent mit hohem Abschluss. Eurostat ermittelt die Kluft in Prozentpunkten der Länder - für Portugal sind es dementsprechend 70 Prozent (Differenz zwischen 84% und 14%). Es folgen mit hoher Bildungskluft die Länder Slowenien (68 Prozent-Punkte), Spanien (61 PPkte), UK (59 PPkte), Italien (58 PPkte). Die geringste digitale Kluft entlang der Bildungsdimension öffnet sich in Litauen (11 PPKte) gefolgt von Schweden, Deutschland, Dänemark und Estland.

Für Deutschland zeigen sich folgende Daten entsprechend der Internetnutzung nach Bildung: Das Internet wurde von 52 Prozent der Menschen mit niedrigen Bildungsabschlüssen genutzt im Gegensatz zu 76 Prozent der Menschen mit hohen Bildungsabschlüssen. Die Nutzung durch Menschen mit mittleren Bildungsabschlüssen lag bei 61 Prozent.

In allen Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, wurde der höchste Anteil der Internetnutzer im ersten Quartal 2004 von den Schülern und Studenten gestellt. In der gesamten EU stellten die Arbeitnehmer im Allgemeinen den zweithöchsten Anteil der Internetnutzer. Arbeitslose nutzten in den meisten Mitgliedsländern das Internet im ersten Quartal 2004 weniger als Arbeitnehmer - nur in Schweden ist die Nutzung durch Arbeitslose genauso hoch wie die durch Arbeitnehmer (86&). Menschen im Ruhestand stellten in allen Mitgliedstaaten den geringsten Anteil an den Internetnutzern. In dreizehn Mitgliedstaaten nutzten weniger als 10 Prozent der Rentner das Internet, und nur in den Niederlanden (54%), in Schweden (45%), Dänemark (34%), und Luxemburg (32%) lag dieser Anteil über 25 Prozent.

Weitere Informationen sowie die Tabelle finden Sie im anhängendem Pdf-Dokument:Eurostat - Internetnutzung in der EU25 in 2004.

Eine Veröffentlichung der Studie in der Reihe "Statistik kurz gefasst" des europäischen Statistikamts Eurostat können Sie unter folgendem Link im Portal der Stiftung Digitale Chancen downloaden: "Eurostat: Die digitale Kluft in Europa"
Quelle:
Eurostat PM 143/2005, 10.11.05
Datum:
14.11.05
WWW-Link:
http://epp.eurostat.cec.eu.int/portal/page?_pageid=1090,30070682,1090_ 31583003&_dad=portal&_schema=PORTAL
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Themenbereiche:
Internationale Aspekte, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Mediennutzung durch SeniorInnen / Aktivitäten für SeniorInnen, Mediennutzung durch sozial Benachteiligte / Aktivitäten für sozial Benachteiligte, Mediennutzung durch Arbeitslose / Aktivitäten für Arbeitslose, Zielsetzung, Vorgehensweise zur Überwindung der Digitalen Spaltung, Forschung, Mediennutzung allgemein




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