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Rund 4 Millionen Privathaushalte in Deutschland waren Anfang 2008 nach den aktuellen Ergebnissen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe mit Mobiltelefonen ausgestattet, ohne zusätzlich über Festnetzanschlüsse zu verfügen. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) anlässlich des Welt-Telekommunikationstages am 17. Mai 2009 waren das mehr als 9% aller Haushalte. Im Jahr 2003 hatte der Anteil der Haushalte mit Handy ohne Festnetztelefon noch bei 4% gelegen.
Bisher konnten Handys vor allem bei jüngeren Menschen den festen Telefonanschluss verdrängen. In jedem dritten Haushalt (35%) von unter 25-Jährigen gab es Anfang 2008 ausschließlich Mobiltelefone und keinen festen Telefonanschluss mehr. Der Anteil der ausschließlichen "Handy-Nutzer-Haushalte" nahm mit steigendem Alter der Hauptein-kommensbezieher und -bezieherinnen ab. Bei den 25- bis 34-Jährigen waren es noch 19% der Haushalte, bei den 55- bis 64-Jährigen 6% und bei den über 70-Jährigen zwei von 100 Haushalten.
Bezogen auf das Haushaltsnettoeinkommen ist festzustellen, dass bei geringem monatlichem Nettoeinkommen der Anteil der Haushalte mit Handy ohne Festnetz am höchsten ist. In der untersten Einkommensklasse bis 900 Euro lag der Anteil bei 23% gegenüber 3% in den Einkommensklassen ab 2 600 Euro. Diese Struktur spiegelt sich auch bei der Betrachtung der sozialen Stellungen wider: 21% der Arbeitslosenhaushalte, 11% der Arbeitnehmerhaushalte sowie 6% der Selbstständigenhaushalte besaßen ausschließlich Mobiltelefone und keinen festen Telefonanschluss mehr.
Auch in den Bereichen PC- Ausstattung und Internetanschluss fanden in den letzten Jahren weitreichende Entwicklungen statt. Zum 1. Januar 2008 befanden sich 47,6 Millionen PC in deutschen Haushalten, 2003 waren es 32,2 Millionen gewesen. Außerdem hatten 2003 schon 46 Prozent der privaten Haushalte einen Internetzugang, 2008 waren es sogar 64 Prozent aller Haushalte.
Das Statistische Bundesamt stellt fest, dass die Ausstattung der Informations- und Kommunikationstechnologien generell mit steigendem Nettoeinkommen zunimmt. Bei den Haushalten mit einem Nettoeinkommen von unter 900 Euro, besaßen nur 56 Prozent einen PC und 40 Prozent einen Internetzugang. Zum Vergleich: 97 Prozent aller Haushalte mit einem Einkommen von 5.000 bis 18.000 Euro besaßen einen PC und 92 Prozent hatten 2008 einen Internetzugang.
Unterschiede bei der Ausstattung der neuen Technologien gibt es auch aus soziodemografischer Sicht. In der Altersgruppe der 35 bis unter 45-Jährigen besaßen 92 Prozent der Haushalte einen PC und 83 Prozent surften von zu Hause im Internet. Bei der Altersklasse der unter 35-jährigen wird eindeutig der mobile PC bevorzugt, diese neue Technologie nutzten 54 Prozent der unter 25-Jährigen und 53 Prozent der 25 bis unter 35-Jährigen.