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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat jetzt neue Entwicklungsschritte des Projektes "Hyperbraille" vorgestellt. Dieser "Laptop" für Blinde und Sehbehinderte ist eine zweidimensionale Stiftplatte, die auf Reize reagiert und mit deren Hilfe Nutzer in der Lage sind, Formatierungen von Texten zu erkennen, Skizzen, Tabellen oder auch Diagramme zu lesen. Die entsprechende Software zur Anwendbarkeit der Stiftplatte wird derzeit entwickelt. Projektpartner sind unter anderem die TU Dresden, die Universität Potsdam und das Institut für Mikroelektronik Stuttgart (IMS-Chips).
Dank der neuen Technik kann der Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten oder zu neuen Berufsausbildungen, die technische Qualifikationen voraussetzen, für Blinde und Sehbehinderte ermöglicht werden. Ziel ist es, barrierefreie interaktive PC- Arbeitsplätze anzubieten. Da die interaktive Stiftplatte so eingesetzt werden soll, dass sie die Elemente der Windows-Benutzeroberfläche abbildet, kann der Nutzer beidhändig viele Informationen zu Grafiken, Tabellen oder Textabsätzen erhalten. Im Moment haben nur Sehende die Möglichkeit, diese Informationen visuell zu erfassen.
Die Stiftplatte des "Hyperbraille" umfasst 7200 Stifte und an der Oberfläche befinden sich feine Sensoren. Wenn der Nutzer den Finger bewegt, versteht der Hyperbraille dies als Aufforderung, einen Cursor über dem Display zu bewegen. Ebenso kann es sich beim Zeichnen verhalten. Geplant ist, dass bis 2010 einzelne Entwicklungsschritte des Projektes von blinden Menschen auf seine Tauglichkeit hin getestet werden. Aktuell werden Tests im Hinblick auf die Anwendbarkeit des Internet Explorers sowie MS Excel ausgeführt. Außerdem sollen später blinde Menschen bei der Anwendung des "Hyperbraille" durch den Verein Deutsche Blindenstudienanstalt geschult werden. Ein Faltblatt mit weiteren Informationen steht zum Download bereit.