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Der Breitbandmarkt in der EU wächst. Mit mehr als 11 Millionen neuen Festnetzanschlüssen sind feste Internet-Breitbandverbindungen weiter auf dem Vormarsch. Einem neuen Kommissionsbericht zufolge verfügten im Juli 2009 bereits 24 Prozent der EU-Bevölkerung über einen festen Breitbandanschluss. Im Juli 20008 waren es 21,6 Prozent. In Deutschland haben sogar 27,5 Prozent einen Breitbandanschluss. Mit einem Wachstum von 54 Prozent gewinnen auch mobile Breitbandnetze EU-weit an Bedeutung und werden bereits von 4,2 Prozent der Bürger genutzt. Zudem wird die Breitbandübertragung immer schneller: 80 Prozent der Breitbandverbindungen in der EU erreichen nun eine Download-Geschwindigkeiten von mindestens zwei Megabit/Sekunde (Mbit/s).
EU-Telekomkommissarin Viviane Reding begrüßte die Entwicklung auf dem Breitbandmarkt: "Das ist ein guter Ausgangspunkt für die nächste Europäische Kommission. Lebendige Märkte für Hochgeschwindigkeits-Breitbanddienste in einem wettbewerbsbestimmten Telekommunikationssektor sind eine der strategischen Prioritäten der europäischen digitalen Agenda, die derzeit von der Kommission aufgestellt wird. Ich erwarte nun den verstärkten Ausbau des Hochgeschwindigkeits-Internets in allen EU-Mitgliedstaaten."
Nach den neuen Zahlen stieg die Zahl der Breitbandanschlüsse im letzten Jahr EU-weit um durchschnittlich 10,7 Prozent. Am 1. Juli 2009 gab es in der EU etwa 120 Millionen feste Breitbandanschlüsse, von denen 11,5 Millionen seit Juli 2008 hinzugekommen sind. Dänemark und die Niederlande stehen mit einer Breitbandversorgung von 40 Prozent der Bevölkerung beim Breitbandanschluss weiterhin an der Weltspitze. Neun EU-Länder, darunter auch Deutschland mit 27,5 Prozent, rangieren vor den USA, wo die Breitbandversorgung bei 25,8 Prozent liegt.
Der durchschnittliche Marktanteil der etablierten Telekommunikationsanbieter hat sich in der EU bei 45 Prozent stabilisiert. Die beherrschende Stellung der etablierten Betreiber auf den Breitbandmärkten (einschließlich weiterverkaufter Anschlüsse) geht strukturell zurück zugunsten des Wettbewerbs der grundlegenden Infrastrukturen. Vollständig entbündelte und gemeinsam genutzte Teilnehmeranschlüsse machen 71,4 Prozent der DSL-Leitungen aus, gegenüber 65,2 Prozent noch vor einem Jahr. Die Zahl der entbündelten Teilnehmeranschlüsse steigt nun langsamer als im Vorjahr, was aber vor allem zu Lasten des Weiterverkaufs geht, einer Zugangsform für Neueinsteiger, die nur geringe Investitionen erfordert und seit 2008 von 18,2 Prozent auf 10,6 Prozent gesunken ist. Tatsächlich haben neue Telekom-Anbieter nach und nach selbst investiert und damit zu einem stärker wettbewerbsbestimmten Breitbandmarkt beigetragen.
Weitere Informationen sind auf dem Portal der Europäischen Kommission erhältlich.