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Studie von "tns emnid" zeigt: In 80 Prozent der deutschen Haushalte nutzen Kinder Computerspiele

Das Meinungsforschungsinstitut "tns emnid" hat im Auftrag der Initiative SCHAU HIN! eine Studie zum Thema "Prävention von Computerspielsucht" veröffentlicht. Befragt wurden im Oktober 2009 im ganzen Bundesgebiet insgesamt 600 Eltern von Kindern zwischen fünf und 13 Jahren. Die Ergebnisse zeigen: Computerspiele gehören häufig zum Leben von Kindern und Jugendlichen dazu. Bei knapp 80 Prozent der befragten Eltern spielen die Kinder zumindest gelegentlich Spiele am Computer oder an der Spielkonsole.

In Haushalten mit jüngeren Eltern wird jedoch weniger Computer gespielt als in Familien mit älteren Eltern: Knapp 75 Prozent der Eltern zwischen 14 und 29 Jahre gaben an, dass ihr Kind gelegentlich ein Computerspiel nutzt, dies sagten auch 82 Prozent der Eltern, die 40 Jahre und älter waren. Unterschiedliche Antworten gibt es auch im Hinblick auf den Bildungshintergrund der Eltern: Während 75 Prozent der Eltern mit Abitur oder einem Universitätsabschluss angaben, dass ihr Kind zumindest gelegentlich eine Spielkonsole nutzt, sagten dies auch knapp 81 Prozent der Eltern mit einem Hauptschulabschluss.

Bei der Frage "Kennen Sie die Spiele, die ihre Kinder spielen?" erwiesen sich die meisten Befragten als informiert: 91 Prozent der Eltern bejahten die Frage. Doch zeigte die Untersuchung auch, dass etwa 20 Prozent der Eltern das Gefühl haben, ihr Kind säße zu lange am Computer oder an einer Spielkonsole. Interessanterweise gibt es auch hier unterschiedliche Wahrnehmungen: So teilten 24 Prozent der Eltern mit Abitur oder einem Universitätsabschluss dieses Gefühl, während es bei den Eltern mit einem Realschulabschluss nur knapp 13 Prozent waren.

Die Frage, ob die Eltern zumindest gelegentlich mit ihren Kindern gemeinsam ein Computerspiel nutzen, wurde von rund 81 Prozent der Eltern bejaht. Bei näherer Betrachtung hat hier jedoch auch das Alter der Eltern einen Einfluss: Etwa 85 Prozent der Eltern, die zwischen 14 und 29 Jahre alt sind, nutzten diese Gelegenheit, gemeinsam etwa mit ihren Kindern zu machen. In der Altersgruppe der Eltern, die 40 Jahre alt und älter sind, spielten jedoch nur 58 Prozent hin und wieder mit ihren Kindern am Computer.

Die Untersuchung verdeutlicht jedoch auch, dass Eltern sich im Bereich Medienerziehung gut auskennen: 75 Prozent der Befragten beantworteten die Frage, ob mit dem Kind feste Zeiten für das Computerspielen vereinbart worden seien, mit "Ja". In diesem Fall scheinen Frauen jedoch durchsetzungsfähiger zu sein: Während 81 Prozent der Frauen klare Regeln vereinbart hatten, setzten nur 67 Prozent der Männer klare Grenzen im Hinblick auf das Computerspielen.

Quelle:
Initiative SCHAU HIN!
Datum:
24.11.09
WWW-Link:
http://schau-hin.info/startseite/detail/article/emnid-studie-medienerz iehung-ist-keine-frage-der-sozialen-herkunft.html
Verwandte
Themenbereiche:
Grund-, Haupt- und Realschulen, Gymnasien, Sonderschulen, Medienkompetenz, Mediennutzung durch Kinder / Aktivitäten für Kinder, Mediennutzung durch Jugendliche / Aktivitäten für Jugendliche, Neue Technologien, Mediennutzung allgemein, Medienpädagogische Konzepte, Medienpädagogische Projekte




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