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Mausklick mit Durchblick

Verbraucherschutzpolitischer Kongress 2009 widmete sich der Aufklärung im Netz

Unter dem Titel "Mausklick mit Durchblick - Verbraucherschutz und Medienkompetenz junger Menschen im Web 2.0" wurde am 18. November 2009 in Hamm vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft & Verbraucherschutz ein Kongress durchgeführt. Rund 200 Experten aus den Bereichen Verbraucher- und Datenschutz, der Medienbranche, aus Jugend- und Bildungseinrichtungen sowie Politik und Wirtschaft diskutierten in drei Foren zu Themen wie Web 2.0, E-Commerce und Werbung sowie Online-Games und Datenschutz.

"Jeder fünfte Jugendliche glaubt, dass alle Informationen im Internet auf ihre Richtigkeit hin geprüft werden", so NRW-Verbraucherschutzminister Eckhard Uhlenberg in seiner Eröffnungsrede des Kongresses 2009. Diese Zahl sei ein Beleg dafür, dass die Nutzer des Internets besser über die versteckten Gefahren des Web 2.0 aufklärt werden müsste und die Medienkompetenz vor allem bei Jugendlichen erhöht werde, so der Minister.

Ein Schwerpunkt des Kongresses lag bei den Gefahren im Nutzungsverhalten des Web 2.0 von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sie bewegen sich in "Sozialen Netzwerken" wie schülerVZ oder facebook, nutzen zur Kommunikation Programme wie Skype oder Internetportale wie Twitter, informieren sich über neue Handys oder Autos in Verbraucherportalen und lesen Nachrichten und Meldungen in Blogs. Die Schattenseiten im so genannten "Mitmachnetz" sind Abzocke mit kostenpflichtigen Internetspielen, die nicht vorhandene Trennung zwischen Information und Werbung oder Datenklau.

"Das Interesse an privaten Daten im Online-Werbemarkt ist sehr groß. Systematische Auswertungen von Verhaltensdaten der Internetnutzer führen zur Erstellung exakter Käuferprofile. Damit nicht der "gläserne Verbraucher" im Netz droht, müssen Anbieter ihre Kunden vorab über die Nutzung der Verhaltensdaten aufklären und verpflichtend die ausdrückliche Einwilligung des Verbrauchers einholen", forderte Uhlenberg. Mitgliedern in diesen Netz-Gemeinschaften empfiehlt der Verbraucherschutzminister, zuerst immer einen Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu werfen. Damit kann verhindert werden, dass unwissentlich bestimmten Verwertungs- und Schutzrechten der privaten Daten zugestimmt wird.

Neben Fragen des Datenschutzes behandelte der Verbraucherschutzkongress auch Auswüchse von unseriösen Angeboten in den digitalen Medien. Der Minister forderte eine stärkere Kontrolle der Anbieter von Serviceleistungen im Internet.

Quelle:
Pressemeldung der Landesregierung Nordrhein-Westfalens vom 19.11.09
Datum:
25.11.09
WWW-Link:
http://www.media.nrw.de/media2/site/?id=73&no_cache=1&tx_ttnews[backPi d]=59&tx_ttnews[tt_news]=56552
Verwandte
Themenbereiche:
Datenschutz, Verbraucherschutz, Medienkompetenz, Neue Technologien, Mediennutzung allgemein, Vernetzung und Kooperation, E-Commerce




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