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Das Marktforschungsunternehmen TNS Infratest hat eine Inhaltsanalyse von Sozialen Medien und Online-Medien durchgeführt und dabei untersucht, wie der Verkauf von Lebensmitteln im Netz von Nutzern angenommen wird. Für die Studie wurden 8.300 Online-Einträge zwischen Juni und Juli 2010 hinsichtlich Inhalt und Bewertungsurteile von Nutzern untersucht. Zwei Drittel der Ergebnisse entstammen den Kommentaren von Online-Magazinen wie www.greenpeacemagazin.de, www.genusshandwerker.de oder www.suedwest-aktiv.de. 15 Prozent aller Suchergebnisse wurden in Blogs, Foren oder Microblogs wie Twitter gefunden.
Die Studienexperten stellten insbesondere fest, dass die Berichterstattung der Nutzer am 1. Juli 2010 ihren Höhepunkt erreichte: An diesem Tag hatte das Online-Kaufhaus Amazon seinen Supermarkt im Netz eröffnet. Laut Untersuchung wurden alleine bei dem Microblogging-Dienst Twitter 42 Prozent aller Sucheinträge zu diesem Thema gefunden. Twitter wird gerne genutzt, um viele Internetnutzer auf schnellstem Wege über aktuelle Ereignisse zu informieren.
Bei inhaltlicher Betrachtung der Berichte zum Kauf von Lebensmitteln im Internet ergeben sich laut TNS Infratest manchmal recht kuriose Situationen: "Bei der Bestellung von Frischware kann es gelegentlich zu Verwechslungen kommen", erklärt die Social Media Monitoring Expertin Melanie Arens (TNS Infratest). So berichteten User im Netz, sie hätten schon einmal fünf Tomaten bestellt und dafür fünf Kilogramm Tomaten angeliefert bekommen. Manche Nutzer wären auch verwundert gewesen, dass eine Packung Margarine im Internet für zehn Euro erhältlich gewesen sei.
Bei den Bewertungen der Einkaufsmöglichkeiten sind laut TNS Infratest der Lieferservice und die Onlineangebote insgesamt positiv angenommen worden. Gelobt wurde, dass durch den Einkauf im Netz Zeit und Stress entfallen würden. Gerade Nutzer auf dem Lande oder körperlich eingeschränkte Nutzer können von der Möglichkeit profitieren, ihre Lebensmittel nicht ortsgebunden zu kaufen. Die Auswahl im Internet ist oft größer als in den Supermärkten von Kleinstädten und der Einkauf im Netz ist einfacher zu erledigen als ein kompletter Einkauf in einem realen Supermarkt, der auch noch die Anfahrt und Abfahrt beinhaltet.