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IV. Quartal 2011: 75 Prozent der Deutschen sind online

Im IV. Quartal 2011 nutzten 75 Prozent der deutschen Erwachsenen das Internet zu Hause, am Arbeitsplatz oder anderswo. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet dies ein moderates Plus von einem Prozentpunkt (IV. Quartal 2010: 74 Prozent). Unverändert zum Vorjahreszeitraum nutzten im Einzelnen 80 Prozent der Männer das Internet, im Westen der Republik waren es 76 Prozent und im Osten 67 Prozent. Einzig der Anteil der Frauen mit 70 Prozent zeigte ein Plus von zwei Prozentpunkten. Diese Zahlen veröffentlicht die Forschungsgruppe Wahlen in ihren aktuellen Internet-Strukturdaten.

Fast ein Drittel der Internet-Nutzer (30 Prozent) waren im IV. Quartal 2011 mehr als zehn Stunden in der Woche im Internet. 45 Prozent waren zwischen drei und zehn Stunden online und 24 Prozent eine bis zwei Stunden. Dabei nutzten Männer aller Altersgruppen das Internet zeitintensiver als Frauen. Zwei von fünf Deutschen (41Prozent) informierten sich im Internet über Politiknachrichten. Bezogen nur auf die Gruppe der Internet-Nutzer war dies mehr als jeder Zweite (55 Prozent). Jüngere riefen häufiger Politiknachrichten im Internet ab als Ältere. Außerdem nutzten diese Möglichkeit in allen Altersgruppen wesentlich mehr Männer als Frauen.

Altersspezifische Unterschiede im Umgang mit dem Internet zeigen sich nur noch zwischen Bürgern unter und über 50 Jahren: Während in allen Altersgruppen bis 49 Jahren mindestens 90 Prozent das Internet nutzten (jeweils 98 Prozent der 18- bis 24-Jährigen sowie der 30- bis 39-Jährigen, 96 Prozent der 25- bis 29-Jährigen und 92 Prozent der 40- bis 49-Jährigen), lag der Anteil der Internet-Nutzer bei den 50- bis 59-Jährigen bei 82 Prozent und bei den über 60-Jährigen bei weit unterdurchschnittlichen 41 Prozent. Größere geschlechtsspezifische Unterschiede zeigten sich nur in der höchsten Altersgruppe: 52 Prozent der über 60-jährigen Männer nutzten das Internet, aber nur 33 Prozent der über 60-jährigen Frauen.

Noch immer ist das Internet ein Medium der formal höher Gebildeten. Während fast alle Deutschen mit Hochschulreife (95 Prozent) und 86 Prozent jener mit Mittlerer Reife das Internet nutzten, waren es bei jenen mit Hauptschulabschluss und Lehre mehr als die Hälfte (58 Prozent) und bei jenen mit Hauptschulabschluss ohne Lehre kaum mehr als jeder Dritte (38 Prozent). Die Unterschiede in Bezug auf die Berufsgruppenzugehörigkeit fielen weniger ins Gewicht, lediglich die Arbeiter waren nach wie vor unterrepräsentiert (62 Prozent). Bei den einfachen bis mittleren Angestellten und Beamten lag der Anteil der Internet-Nutzer bei 77 Prozent, bei den leitenden Angestellten und höheren Beamten bei 81 Prozent und bei den Selbstständigen bei 85 Prozent.

Bei den Parteianhängern der CDU/CSU (69 Prozent), der SPD sowie der Linken (jeweils 71 Prozent) lag der Anteil der Internet-Nutzer leicht unter dem Durchschnitt aller Deutschen. Überdurchschnittlich hoch fiel der Anteil hingegen bei den Anhängern der FDP (84 Prozent), der Grünen (92 Prozent) sowie der Piraten aus (96 Prozent).

Die Quartalsdaten basieren auf repräsentativen telefonischen Befragungen der Forschungsgruppe Wahlen von insgesamt 3.734 Deutschen ab 18 Jahren zwischen dem 27.10. und 15.12.2011. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter http://www.forschungsgruppe.de/Umfragen/Internet-Strukturdaten/.

Quelle:
Forschungsgruppe Wahlen e.V.
Datum:
27.1.12
WWW-Link:
http://www.forschungsgruppe.de/Umfragen/Internet-Strukturdaten/
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