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Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist der Anteil der Jugendlichen, die einen eigenen Computer besitzen, mit 71 Prozent deutlich höher, als derjenigen mit einem eigenen Fernsehgerät (61 Prozent). Jedem zweiten Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren steht darüber hinaus ein eigener Internetanschluss zur Verfügung. Dies sind erste Ergebnisse der repräsentativen JIM-Studie 2008 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest, die im Rahmen der Fachtagung "Jugend heute" in Stuttgart vorab veröffentlicht wurden.
Daneben wird erneut die kontinuierlich wachsende Bedeutung des Internet für den Alltag der Jugendlichen deutlich: 84 Prozent der 12- bis 19-jährigen sind mindestens mehrmals die Woche online. Die häufigsten Tätigkeiten im Internet sind die Nutzung von Suchmaschinen, Instant Messenger, E-Mail und Online-Communities. Etwa drei Viertel der Internetnutzer besuchen Communities, 57 Prozent loggen sich mehrmals pro Woche und häufiger ein. Die größte Bedeutung unter Jugendlichen hat schülerVZ, jeder zweite Internetnutzer hat diese Community schon einmal besucht. Trotz der steigenden Ausstattung der Jugendlichen mit Computer und Internet wird das Fernsehen sehr regelmäßig genutzt: 89 Prozent sehen mindestens mehrmals die Woche fern.
Neben ersten Auswertungen aus der JIM-Studie 2008 befasste sich die Tagung "Jugend heute" mit dem aktuellen Stand der Jugendforschung in Deutschland. Es wurden weiterhin Entwicklungen des Medienumgangs Jugendlicher aus zehn Jahren JIM-Forschung vorgestellt. Die Vorträge sind ab sofort unter www.mpfs.de abrufbar.
Die repräsentative Studienreihe JIM (Jugend, Information, (Multi-) Media), die der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest seit 1998 jährlich durchführt, bildet das Medienverhalten der 12- bis 19- Jährigen in Deutschland ab, wozu pro Jahr rund 1.200 Jugendliche befragt werden. Die Gesamtergebnisse der JIM-Studie 2008 werden Ende November 2008 vorgestellt.
Der Medienpädagogische Forschungsverbund ist eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK). Die Durchführung der Studie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR).