Veröffentlicht am: 07.09.07

Im Netz der Möglichkeiten

Jutta Croll, Stiftung Digitale Chancen
Quelle: Pressemitteilung Stiftung Digitale Chancen

Arbeitsgruppe Einstieg in die Arbeitswelt beim Frauen-Workshop in Bremen am 5. 9. 2007
© Stiftung Digitale Chancen
Bremen/Berlin, 07. 09. 2007 Frauen nutzen Netze anders: Dies gilt für Netzwerke sozialer Beziehungen ebenso wie für technische Infrastrukturen wie die des weltweiten Internet. Das ist die zentrale Erkenntnis eines Workshops, zu dem die Gleichstellungsstelle (ZGF Bremen) und die Stiftung Digitale Chancen am vergangenen Mittwoch im Seminar- und Tagungsbereich der Jugendherberge Bremen rd. 50 Frauen begrüßen konnten.

Ziel der Veranstaltung war es, sich über die Möglichkeiten und Grenzen des Internet als Instrument der Vernetzung von Frauen und Mädchen auszutauschen. Dass vor dem Nutzen des Netzes zunächst die technische Infrastruktur verfügbar gemacht werden muss, erläuterte zum Einstieg Maja-Lisa Pinci vom Unternehmen Kabel Deutschland GmbH, das die Veranstaltungsreihe der Stiftung Digitale Chancen unterstützt.

Die Teilnehmerinnen am Workshop bestätigten dies und berichteten gleichzeitig, dass sie sich mehr Orientierungshilfen wünschen, um aus der Vielzahl der Angebote und Tarife verschiedener Dienstleister das für den eigenen Bedarf Passende herauszufinden.

Im Mittelpunkt des Workshops stand allerdings dann doch die Vernetzung von Menschen untereinander. Angesichts der vielfältigen Erfahrungen mit dem Netz, die die Frauen in Arbeitsgruppen zu den Themen 'Alltag organisieren', 'Bildungsangebote nutzen', '(Wieder)-Einstieg in die Arbeitswelt' und 'Kontakte knüpfen' einbringen konnten, stand der Vorteil der Internetnutzung außer Frage. Wo im Einzelfall die Entscheidung gegen eine bestimmte Internet-Anwendung getroffen wird, hat dies meist ganz praktische Gründe: Wer auf dem Weg zur Arbeit an der Bankfiliale vorbeikommt, hat einfach weniger Bedarf für Online-Banking. Und auch das persönliche Umfeld spielt eine Rolle. Netzwerkeffekte sind eben nur dort möglich, wo das Netz genügend Partner bereitstellt. Frauen, die in ihrem beruflichen und privaten Kontaktkreis eher auf Offlinerinnen treffen, sehen für sich selbst zunächst weniger Bedarf und haben ein geringeres Interesse, online zu gehen.

Die Veranstaltung in Bremen war in diesem Sinne ein gelungenes Networking-Event. Das bestätigte auch Christel Schütte von der Gleichstellungsstelle, die in Ihrem Statement zum Schluss des Workshops hervorhob, dass es selten eine Möglichkeit gebe, Frauen aus so vielen unterschiedlichen Bereichen zusammenzubringen. Von der Webdesignerin über die Kommunikationsberaterin und die Multiplikatorin in der Mädchenarbeit bis zu den Frauen, die aus privatem Interesse teilgenommen haben: Jede ist mit einer Reihe von neuen Kontakten, aber auch Anregungen für die eigene Internetnutzung und die vielen Möglichkeiten, die das Netz bereithält, nach Hause gegangen.

Im Rahmen einer Schlusskonferenz werden am 17. September im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin die Ergebnisse aller fünf Workshops, die die Stiftung Digitale Chancen in diesem Jahr mit verschiedenen Zielgruppen durchgeführt hat, öffentlich vorgestellt und diskutiert.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe sowie Onlineanmeldung unter www.digitale-chancen.de/gleichheit

Über die Veranstaltungsreihe 'Chancengleichheit in der Informationsgesellschaft'

Anlässlich ihres 5-jährigen Bestehens führt die Stiftung Digitale Chancen im Jahr 2007 insgesamt 5 bundesweit regional verteilte Workshops durch. Thema sind Hindernisse und Barrieren, die einer Internetnutzung entgegenstehen, sowie Angebote und Maßnahmen, durch die diese überwunden werden können. Die im Rahmen der Veranstaltungsreihe 'Chancengleichheit in der Informationsgesellschaft' gewonnenen Erkenntnisse werden von der Stiftung Digitale Chancen ausgewertet und am 17. September 2007 in einer Schlusskonferenz im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie öffentlich vorgestellt. Die Veranstaltungsreihe wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie im Rahmen der Nationalen Strategie für das Europäische Jahr der Chancengleichheit für alle 2007 beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Sie wird durchgeführt von der Stiftung Digitale Chancen gemeinsam mit Partnerinstitutionen und -organisationen vor Ort. Von Unternehmensseite sind als Partner dabei: Alcatel-Lucent Stiftung, AOL Deutschland Medien GmbH und Kabel Deutschland GmbH sowie die Unternehmensinitiative IT-Fitness.

Über die Stiftung Digitale Chancen

Seit dem Jahr 2002 arbeitet die Stiftung Digitale Chancen gemeinsam mit Partnerinstitutionen und -organisationen an der Überwindung der Digitalen Spaltung. Ziel der Stiftung Digitale Chancen ist es, Menschen für die Möglichkeiten des Internet zu interessieren und sie bei der Nutzung zu unterstützen. Die Stiftung Digitale Chancen wurde im Januar 2002 von AOL Deutschland und der Universität Bremen mit Sitz in Berlin gegründet. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sowie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Mehr erfahren Sie unter: www.digitale-chancen.de/gleichheit

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