Veröffentlicht am: 03.04.09

Acht Prinzipien für einen besseren Jugendmedienschutz


Der europäische Youth Protection Roundtable präsentiert seine Ergebnisse im Rahmen einer internationalen Jugendmedienschutzkonferenz in Berlin

Berlin, 03. 04. 2009 Auf acht Prinzipien für einen besseren Jugendmedienschutz haben sich die Mitglieder eines europäischen Netzwerks von Unternehmen und Wohlfahrtsorganisationen am Youth Protection Roundtable verständigt. Die Umsetzung der Prinzipien wird unterstützt durch einen Katalog von Anregungen und Empfehlungen für technische und pädagogische Maßnahmen - das YPRT Toolkit. Technischen Entwicklern von Internetanwendungen bietet das Toolkit Hinweise und konkrete Umsetzungsvorschläge, wie sie durch die Gestaltung ihrer Angebote die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen erhöhen können. Eltern und Pädagogen werden durch das Handbuch über Chancen und Risiken der Internetnutzung aufgeklärt.

Kinder und Jugendliche sind technisch versiert im Umgang mit Computer, Smartphone und Spielkonsole, die virtuelle Welt ist ihr Zuhause. Was sie dort erleben, können sie oft nicht allein bewältigen, die Konsequenzen des eigenen Handelns sind ihnen meist nicht bewusst. Elterlicher Kontrolle und der Förderung von Medienkompetenz wird durch 126 europäische Experten, die die Stiftung Digitale Chancen befragt hat, die höchste Priorität unter den Maßnahmen für sicheres Surfen eingeräumt. Jugendliche selbst wenden sich bei Problemen am ehesten an Gleichaltrige, denn in ihren Augen kennen sich Erwachsene zu wenig aus im Netz. Am Young Roundtable haben deshalb junge Menschen aus sieben europäischen Ländern mitgearbeitet, um das YPRT Toolkit für technischen und pädagogischen Jugendmedienschutz zu entwickeln.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen unterstützt die Vorgehensweise der Stiftung Digitale Chancen: "Kinder und Jugendliche angemessen vor beeinträchtigenden Medienangeboten zu schützen, ist durch die Internationalität des Internet zu einer Herausforderung geworden, die allein durch national begrenzte Maßnahmen häufig nicht mehr zu bewältigen ist. Ich begrüße daher die von Ihrer Stiftung koordinierte Initiative, Handlungsempfehlungen auf europäischer Ebene zu erarbeiten, die eine sichere Nutzung des Internet durch Kinder und Jugendliche fördern."

Der YPRT ist ein Netzwerk von 32 internationalen Partnern gefördert durch die Europäische Kommission im Safer Internet Programm.

Die YPRT Prinzipien und das YPRT Toolkit sowie die Ergebnisse der Expertenbefragung stehen zum Download zur Verfügung unter www.yprt.eu

Pressekontakt

Stiftung Digitale Chancen
Jutta Croll, Geschäftsführung
Fasanenstr. 3
10623 Berlin
Tel.: 030/437277-30
Fax: 030/437277-39
E-Mail: jcroll@digitale-chancen.de
Internet: www.yprt.eu

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