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Pressemitteilungen

Digitale Integration von Migrantinnen und Migranten

Stiftung Digitale Chancen und AWO entwickeln Handlungsempfehlungen im europäischen Kontext

Berlin, 17. Oktober 2009 - Rainer Brückers, Vorstandvorsitzender des Arbeiterwohlfahrt Bundesverbands - AWO e. V., und Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen begrüßten am Donnerstag rund 30 europäische Migrationsexpertinnen und -experten zum Erfahrungsaustausch in Berlin.

Im Rahmen des Projektes Bridge-IT entwickeln die Partner Handlungsempfehlungen für die Digitale Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Europa.

"Für die AWO verfolgen wir das Konzept der "Interkulturellen Öffnung", so Brückers. "Für uns heißt das, alle gesellschaftlichen Bereiche, aber auch unsere eigenen sozialen Dienste müssen ihre Konzepte und Methoden so überarbeiten, dass Migrantinnen und Migranten ein Angebot vorfinden, das ihren Bedürfnissen gerecht wird."

Inwieweit Informations- und Kommunikationstechnologien - IKT dabei eine Rolle spielen können, ist Gegenstand des Projektes Bridge-IT. Statistiken belegen, dass Migrantinnen und Migranten in nahezu allen europäischen Ländern in geringerem Umfang Zugang zu IKT haben. Ihre ökonomischen Verhältnisse sind ebenso ein Grund dafür wir ein geringeres formales Bildungsniveau oder fehlende Beschäftigung. "Wir sehen im Zugang und in der Nutzung von Computer und Internet den Schlüssel für mehr gesellschaftliche Teilhabe und Partizipation" erklärt Jutta Croll. "Das Internet bildet heute in immer stärkerem Maße soziale Strukturen ab und es ermöglicht, bestehende Netzwerke zu stärken und neue Verbindungen zu knüpfen. Diese Möglichkeiten müssen auch Menschen mit Migrationshintergrund offen stehen, damit sie chancengleich an der Informationsgesellschaft teilhaben können."

Die Umsetzungsfähigkeit der im Rahmen des Projektes Bridge-IT entwickelten europäischen Handlungsempfehlungen wird ab Frühjahr 2010 in den beteiligten Ländern erprobt.

Über Bridge-IT

Im Rahmen des Programms zur Digitalen Integration der Europäischen Kommission koordiniert die Universität von Barcelona das thematische Netzwerk Bridge-IT zur Förderung der sozialen Integration und kulturellen Vielfalt durch Informations- und Kommunikationstechnologien. Aufgabe des Projektes Bridge-IT ist die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen in den thematischen Bereichen bürgerschaftliches Engagement, Bildung und Arbeitsmarkt. Die Stiftung Digitale Chancen ist für die Koordination der Projektaktivitäten in Deutschland verantwortlich.

Über die Stiftung Digitale Chancen

Ziel der Stiftung Digitale Chancen ist es, Menschen für die Möglichkeiten des Internet zu interessieren und sie bei der Nutzung zu unterstützen. So können sie die Chancen dieses digitalen Mediums erkennen und für sich nutzen. Die Stiftung Digitale Chancen wurde im Januar 2002 von AOL Deutschland und der Universität Bremen mit Sitz in Berlin gegründet. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sowie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Weitere Informationen erhalten Sie von:

Jutta Croll
Stiftung Digitale Chancen - Geschäftsführung
Fasanenstr. 3
10623 Berlin
Tel.: (030) 437277-30
Fax: (030) 437277-39
E-Mail: jcroll@digitale-chancen.de
Mobil: 0163-5493-773

Fotomaterial des transnationalen Seminars in druckfähiger Auflösung



Mehr erfahren Sie unter: http://www.lmi.ub.es/bridgeit

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