Veröffentlicht am: 08.05.15

Stiftung Digitale Chancen engagiert sich am ersten europäischen e-Participation Day 2015 für mehr Online-Bürgerbeteiligung

Quelle: Stiftung Digitale Chancen


Bildmaterial zur Pressemitteilung

Berlin, 07.05.2015 - Zum ersten Mal fand in diesem Jahr der europäische „e-Participation Day“ statt. Zukünftig ist der 7. Mai in Deutschland und vielen europäischen Ländern der Tag für mehr Online-Bürgerbeteiligung. Es geht darum, den Menschen die Möglichkeiten der politischen Mitgestaltung und des bürgerschaftlichen Engagements im Internet aufzuzeigen. Zum Auftakt hat die Stiftung Digitale Chancen in Berlin eine Informationsveranstaltung mit Workshops durchgeführt.

Der Ausklang der Berliner Re:publica war zugleich Auftakt für mehr Aufklärung zum netzpolitischen und bürgerschaftlichen Engagement in Europa. Der 7. Mai steht nun europaweit ganz im Zeichen der Online-Bürgerbeteiligung. Ins Leben gerufen wurde der e-Participation Day von dem Projekt e-EUROPa, das im Rahmen des Förderprogramms Europe for Citizens gefördert und von Telecenter Europe, dem europäischen Dachverband der Interneterfahrungsorte gesteuert wird. Die Stiftung Digitale Chancen ist als Projektpartner beteiligt. Ziel ist es, das Bewusstsein für Online-Anwendungen zu schaffen, mit denen Bürgerinnen und Bürger an der Politik der Europäischen Union mitwirken können. Erstmals fanden in zwölf europäischen Ländern Aktionen und Veranstaltungen statt.

Die Stiftung Digitale Chancen hatte zu einer Veranstaltung bei Pro Seniore Pflegenetz am Berliner Kurfürstendamm eingeladen. Ziel war es, insbesondere die ältere Generation zu erreichen. Das Publikum zeigte sich höchst interessiert und begeistert von den vorgestellten Online Werkzeugen, die von der individuellen Problemlösung bis hin zur Initiierung europaweiter Bürgerbegehren das breite Spektrum der Bürgerbeteiligung aufzeigte.

Eingeladen war unter anderem Eckart Müller, der anhand einer konkreten Initiative anschaulich seinen Weg zum onlinegestützten Bürgerengagement erklärte und viele Fragen der Teilnehmenden beantwortete. Seine Petition setzt sich für den Erhalt des Bücherbestandes der Zentral- und Landesbibliothek in Berlin ein.

"Die Veranstaltung zeigte sehr deutlich, dass der Wunsch, sich zu engagieren und politisch mitzugestalten bei den Menschen aller Generationen stärker denn je besteht - allein über die Möglichkeiten, die die digitalen Medien dafür bereitstellen, weiß kaum jemand etwas", sagt Gerhard Seiler, Geschäftsführer der Stiftung Digitale Chancen. "Deshalb engagieren wir uns am e-Participation Day und motivieren die Menschen, das Internet für ihre Belange zu nutzen."

Insgesamt wurden vier Anwendungen von den Mitarbeiterinnen der Stiftung Digitale Chancen in Workshops vorgestellt. Zunächst standen das Petitionsportal des Europäischen Parlaments, eine Anwendung, um Beschwerden oder Bitten an das Europäische Parlament zu richten und „Solvit“, ein Online Netzwerk der Europäischen Mitgliedsstaaten zur Lösung von individuellen Problemen von EU-Bürgern mit Behörden im Mittelpunkt. Anschließend wurden die Anwendung „Ihre Stimme in Europa“, eine Sammelstelle für Konsultationen und unkomplizierte Kontaktaufnahme zu Politikern der Europäischen Union und das Tool „Europäische Bürgerinitiative“, ein Initiativverfahren zum Vorschlagen eines neuen Gesetzes, vorgestellt. Alle Anwendungen wurden in den Workshops direkt ausprobiert und anschließend eingehend diskutiert.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde der Wettbewerb "Meine Erfahrungen mit e-Partizipation" gestartet. Bis Ende Juli können Bürgerinnen und Bürger ihre persönlichen Geschichten zur Online-Beteiligung einreichen. Aus jedem Land reist ein Gewinner im Dezember nach Brüssel, wo im Rahmen einer Veranstaltung die Geschichten präsentiert werden.

Berlin, 7. Mai 2015

Kontakt:

Nenja Wolbers
Stiftung Digitale Chancen
Chausseestr. 15
10115 Berlin
T+49 (0)30-43727742
nwolbers@digitale-chancen.de


Mehr erfahren Sie unter: www.digitale-chancen.de/e-uropa

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