Veröffentlicht am: 13.04.10

Kluger Dienstleistungsroboter für das Altwerden

Adresse:
Technische Universiteit Eindhoven
Den Dolech 2
5612 Eindhoven, Niederlande
AnsprechpartnerIn:
Lydia Meesters
E-Mail:
Quelle:
Siebtes Rahmenprogramm (RP7) der Europäischen Kommission
Finanziert durch:
Europäische Kommission
Laufzeit:
01.02.2010 bis 31.01.2013

Der Begriff "KSERA" steht für die Erklärung "Knowledgeable SErvice Robots for Aging" (auf Deutsch etwa: Kluger Serviceroboter im Alter) und dahinter verbirgt sich ein Forschungsprojekt des siebten Rahmenprogramms der Europäischen Kommission. Diese Rahmenprogramme werden seit 1984 durchgeführt und sind Finanzierungsinstrumente zur Förderung der Bereiche "Forschung und Entwicklung" innerhalb der Europäischen Union. Der maximale Gesamtbetrag für die finanzielle Beteiligung der EU am siebten Rahmenprogramm soll bei 50.521 Millionen Euro liegen.

Das KSERA Projekt startete am 1. Februar 2010 und hat eine Laufzeit bis zum 31. Januar 2013. Das Projekt vereint sieben Projektpartner aus fünf verschiedenen Ländern, darunter die Technische Universiteit Eindhoven (Niederlande), die Universität Hamburg (Deutschland) und die Vienna University of Technology (österreich). Das Hauptziel des Projektes besteht darin, einen sozial assistiven Roboter zu entwickeln, der älteren Menschen, insbesondere denen mit chronischer Bronchitis, bei ihren täglichen Aktivitäten und Bedürfnissen hilft und sie bei der Selbstgestaltung ihres Lebens unterstützt.

Der Hintergrund: Laut der Europäischen Kommission werden bis zum Jahre 2050 mehr als 37 Prozent der EU-Population über 60 Jahre alt sein und es wird erwartet, dass weniger als zwei Personen im fähigen Arbeitsalter auf eine ältere Person über 65 Jahre und älter kommen werden. Dies wird zu einer ansteigenden Nachfrage an Pflege und einen Mangel an Pflegepersonal führen. ältere Menschen benötigen auf Grund ihrer rückläufigen Kapazitäten Unterstützung, aber auch im Hinblick auf altersbedingte Krankheiten wie beispielsweise chronische Bronchitis. Diese Krankheit entwickelt sich erst bei Menschen ab Anfang 40 und soll laut der WHO ab dem Jahre 2030 die drittgrößte Todesursache werden.

Die wichtigste Forschungsfrage in diesem Projekt ist, wie eine erfolgreiche und effektive Interaktion zwischen Menschen und dem mobilen Roboter erzielt werden kann, damit diese Technologien in der Gesellschaft akzeptiert werden und bereichernd sein können. Ziele sind daher unter anderem, dass der Roboter in der Lage ist, sich mobil zu bewegen und die Person zu begleiten. Zudem sollte die physische Konstitution unter anderem durch tragbare Sensoren überwacht werden und schließlich umfasst die Interaktion zwischen Mensch und Roboter auch Kommunikation und Unterhaltung durch intermodale Berührungsflächen.

Mehr erfahren Sie unter: http://www.ksera-project.eu/

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Themenbereiche:
Mediennutzung durch SeniorInnen / Aktivitäten für SeniorInnen, Mediennutzung durch Menschen mit Behinderungen / Aktivitäten für Menschen mit Behinderungen, Neue Technologien, Mediennutzung allgemein, Aktivitäten der EU-Organe