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Bisher waren vor allem Schulen Ziel von Initiativen, die darauf abzielen, den Umgang der Jugendlichen mit den digitalen Medien zu verbessern. Inzwischen wurde erkannt, dass auch Jugendeinrichtungen Lernorte sind, und dass dort Kompetenzen im Umgang mit den digitalen Medien weitergegeben werden können, die in dieser Weise aufgrund der besonderen Strukturmerkmale gerade der offenen Jugendarbeit von der Schule nicht vermittelt werden können.
Die Jugendhütte, ein kleines Jugendzentrum in einem Bremer Vorort - in der Tat mehr Hütte als Haus - verwirklicht auf gerade mal 60 qm² stadteilbezogene Jugendmedienarbeit. Seit Jahren finden hier Computer- und Multimediaprojekte mit Jugendlichen aus dem sozialen Brennpunkt statt. Die Einrichtung erreicht Jugendliche mit ihren Angeboten, die sonst wenig Zugang zu neuen Medien haben. In Zeiten knapper Ressourcen ein immer schwerer werdendes Unterfangen. Um den Betrieb aufrecht zu erhalten, sind Kreativität und Engagement gefragt.
Forscher des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung entwickelten ein System, das mittels virtueller Realität das Besprühen einer Projektionsfläche ermöglicht. Spielerisch können sich die Besucher so vom innovativen Charakter neuster Technologien überzeugen. An den Häuserwänden der multimedialen "Bronx" kann Jede und Jeder zum Graffiti-Künstler werden.
Ab 16.00 wird es laut im Internet-Café in Lippstadt, das von der Initiative Jugendhilfe, Bildung & Arbeit (INI) betrieben wird. Dann nämlich werden die Türen für alle geöffnet, die ein Interesse an PC-Wissen haben und sich mit anderen jungen Leuten treffen wollen.
Angesichts einer sinkenden Beteiligung ausländischer Jugendlicher an der dualen Ausbildung stellt sich immer wieder die Frage, wie diese Jugendlichen dafür motiviert werden können, eine Lehre aufzunehmen und gleichzeitig ihre Qualifikation verbessern. Darauf gibt es natürlich nicht die eine umfassende Antwort, sondern sehr verschiedene. Eine davon: Internet-Cafés.
Ungelöst wie so vieles ist auch der Streit, ob Gewaltdarstellungen in den Medien bei Kindern zu einer erhöhten Gewaltbereitschaft oder zu einer Senkung der Hemmschwelle führt. Anders als die üblichen Untersuchungen haben jetzt Wissenschaftler gezeigt, dass durch ein Programm, das zu weniger Konsum von Fernsehen, Videos und Computerspielen führt, zu einem Abbau von Aggression geführt hat.