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In Zusammenhang mit der Wissensgesellschaft wird den neuen Medien häufig auch die Funktion zugeschrieben gesellschaftliche Mobilität zu erhöhen. Neuere Untersuchungen zeigen, dass diese These zumindest kritisch zu diskutieren ist. Sofern die Zielgruppen medialer Strukturen in ihrer sozialen, bildungsbezogenen und ökonomischen Ungleichheit sowohl in Bezug auf technischen Zugang als auch auf Fragen der Usability nicht ausreichend berücksichtigt werden, trägt die Mediatisierung der Gesellschaft zu einer Verfestigung der digitalen Spaltung auf den Ebenen des Zugangs, der Nutzung und der Beteiligung und damit zu einer begrenzten gesellschaftlichen Mobilität bei.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat gefordert, in einem ersten Schritt die Zahl ausländischer Kinder an Sonderschulen für Lernbehinderte bis 2010 zu halbieren. Weitergehend seien diese Schulen vollständig abzuschaffen. Die während einer Pressekonferenz am 25. Juni 2004 in Stuttgart vorgelegten Daten zeigten, dass "ausländische Schüler systematisch benachteiligt werden".
Zur Initiative des Branchenverbandes eco e.V., einen deutschsprachigen Support für das nutzerautonome Internet-Inhaltebewertungskonzept ICRA zu starten, erklärt der medienpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Jörg Tauss, MdB:
Die Ankündigung des Verbandes der Internetwirtschaft eco e.V., ab sofort eine deutschsprachige technische Unterstützung für das von der Bertelsmann-Stiftung mitentwickelte Inhaltebewertungssystems ICRA anzubieten, ist ein wichtiger Schritt in Richtung eines modernen und effektiven Jugendmedienschutzes.
Mit dem Ausbau von Ganztagsschulen ergeben sich nach Ansicht von Bundesbildungministerin Edelgard Bulmahn neue Möglichkeiten der Vermittlung von Medienkompetenz. Bulmahn sagte bei der Verleihung des ver.di-Fernsehpreises am Sonnabend in Potsdam: "Intelligente Informationsbeschaffung und Mediennutzung werden zu entscheidenden Qualifikationen der Zukunft."
Nach einem japanischen Wissenschaftler besteht bei Computerspielen nicht nur die Gefahr, dass sie verrohen oder zum Realitätsverlust führen, sondern dass sie überdies auch noch mehr oder weniger verblöden. Angeblich sinken bei langem Spielen vor den Bildschirmen die Alpha-Wellen - bei Vielspielern auch dauerhaft. Übrig bleibt die entspannende Trance beim Dösen in den Alphawellen. Der Beitrag hinterfragt die Studie kritisch und stellt ihr weiteren Studien gegenüber, mit denen teilweise gegenteilige Wirkungen belegt werden konnten.
Die GMK nimmt Stellung zu den Ereignissen in Erfurt und den dadurch entfachten Diskussionen um Jugendgewalt, Medien und Verschärfungen der Strafvorschriften. Sie betont, dass Verbote nicht wirklich weiterhelfen können gegen Jugendgewalt und plädiert dafür, Medienkompetenz als Bildungsziel in Kindergarten, Schule und außerschulische Jugendarbeit fest zu integrieren. "Die Förderung von Medienkompetenz von frühester Kindheit an versetzt Kinder in die Lage, zu lernen mit Medien kreativ umzugehen, ihre Chancen für sich zu nutzen und sich nicht von einer Medienflut berauschen zu lassen."