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Fast 100 Websites haben die erste Hürde des BIENE-Award erfolgreich überwunden. Bei den so genannten Ausschlusstests des Wettbewerbs für barrierefreie Webgestaltung haben sie die Grund- oder Mindestanforderungen erfüllt und sich für die Feintests qualifiziert.
Was ist eigentlich einfach?
Über die Schwierigkeit, einfache Websites zu gestalten
Wie lassen sich barrierefreie Websites einfach gestalten, gerade im Hinblick auf Sprache und Orientierung? Worauf ist zu achten? Mit diesen Fragen hat sich Astrid Hassenbach in ihrer Abschlussarbeit im Studiengang Digitale Medien an der Universität Bremen beschäftigt. Im Zusammenhang mit dem Relaunch der Website der Stadtbibliothek Bremen entstand dabei ein praxisnaher Leitfaden zur Textgestaltung, der zusammenfasst, worauf beim Schreiben für das Web zu achten ist.
Die Universität Hamburg hat in ihrem Projekt eSign ein Programm entwickelt, das es künftig Gehörlosen erleichtern soll Texte im Internet zu verstehen. Es basiert auf einer Datenbank von rund 10.000 Wörtern, die von einem Avatar, einer möglichst lebensnahen Abbildung eines Menschen, in die deutsche Gebärdensprache übersetzt werden.
230 Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen haben in diesem Jahr bis zum Einreichungsschluss 1. August ihre Websites zum gemeinschaftlich von der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen durchgeführten Biene-Award angemeldet. Damit liegt nun ein gutes Stück Arbeit vor dem Evaluationsteam am Institut für Informationsmanagement Bremen, das im Auftrag der Veranstalter die Prüfung der Beiträge zum Biene-Award übernommen hat.
Guido Karl hat ein geflügeltes Wort geprägt, das an dieser Stelle gerne nochmals zitiert sei: "Wie man sieht, dass eine Website barrierefrei ist? Gar nicht. Das ist ja das Schöne!" Der Internetverantwortliche der Landespolizei in Nordrhein-Westfalen weiß, wovon er spricht. Schließlich ist er zusammen mit seinem Dienstleister Dr. Michael Charlier der bisher einzige Gewinner einer goldenen BIENE, der höchsten Trophäe für barrierefreie Internetauftritte.