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In Zusammenhang mit der Wissensgesellschaft wird den neuen Medien häufig auch die Funktion zugeschrieben gesellschaftliche Mobilität zu erhöhen. Neuere Untersuchungen zeigen, dass diese These zumindest kritisch zu diskutieren ist. Sofern die Zielgruppen medialer Strukturen in ihrer sozialen, bildungsbezogenen und ökonomischen Ungleichheit sowohl in Bezug auf technischen Zugang als auch auf Fragen der Usability nicht ausreichend berücksichtigt werden, trägt die Mediatisierung der Gesellschaft zu einer Verfestigung der digitalen Spaltung auf den Ebenen des Zugangs, der Nutzung und der Beteiligung und damit zu einer begrenzten gesellschaftlichen Mobilität bei.
Mit dem Ausbau von Ganztagsschulen ergeben sich nach Ansicht von Bundesbildungministerin Edelgard Bulmahn neue Möglichkeiten der Vermittlung von Medienkompetenz. Bulmahn sagte bei der Verleihung des ver.di-Fernsehpreises am Sonnabend in Potsdam: "Intelligente Informationsbeschaffung und Mediennutzung werden zu entscheidenden Qualifikationen der Zukunft."
Nach einem japanischen Wissenschaftler besteht bei Computerspielen nicht nur die Gefahr, dass sie verrohen oder zum Realitätsverlust führen, sondern dass sie überdies auch noch mehr oder weniger verblöden. Angeblich sinken bei langem Spielen vor den Bildschirmen die Alpha-Wellen - bei Vielspielern auch dauerhaft. Übrig bleibt die entspannende Trance beim Dösen in den Alphawellen. Der Beitrag hinterfragt die Studie kritisch und stellt ihr weiteren Studien gegenüber, mit denen teilweise gegenteilige Wirkungen belegt werden konnten.
Bis Ende 2001 soll selbst die letzte deutsche Grundschule über Computer und über Internetzugang verfügen. Das Projekt betreibt Michael Drabe, 45. Er ist Bereichsleiter »Schule-Online« von »Schulen ans Netz« und zuständig für das Internet-Angebot für Lehrer. Für Hartmut von Hentig, 75, Deutschlands einflussreichsten Pädagogen, ist diese Idee ein Albtraum. Beide Pädagogen trafen sich zum Streitgespräch.